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Aktives Beckenbodentraining bei Stuhlinkontinenz

Wann ist diese Trainingsmethode indiziert und wirkungsvoll?

Title: Aktives Beckenbodentraining bei Stuhlinkontinenz

Bachelor Thesis , 2019 , 64 Pages , Grade: 1

Autor:in: Renate Troger (Author)

Health - Public Health
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Die Arbeit setzt sich mit dem aktiven Beckenbodentraining bei Stuhlinkontinenz auseinander. Das Ziel ist herauszufinden, für welche Personengruppen ein Beckenbodentraining gegen Stuhlinkontinenz hilfreich ist. Daraus ergibt sich die folgende Forschungsfrage: Bei welchen Patientinnen und Patienten ist ein aktives Beckenbodentraining bei Stuhlinkontinenz indiziert und wirkungsvoll?

Gegenstand dieser Arbeit ist es, die Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse durch kurative Kompetenzen zur Förderung der Gesundheit und Aufrechterhaltung der höchstmöglichen Lebensqualität, auch aus pflegerischer Sicht, beizutragen. Die anale Palpation kann von Ärzten übertragen werden und somit unter anderem vom Gesundheits- und Krankenpflegepersonal durchgeführt werden. Eine Behandlungskontinuität kann durch die interprofessionelle Zusammenarbeit gewährleistet werden.

Geschätzt 800.000 Personen leiden in Österreich an Stuhlinkontinenz, auch anale oder fäkale Inkontinenz genannt. Die Stuhlinkontinenz wird als unfreiwilliger Abgang von flüssigem oder festem Stuhl, die Analinkontinenz als unwillentlichem Abgang von Gas mit oder ohne Stuhl definiert. Die Anal- beziehungsweise Stuhlinkontinenz ist ein Symptom und keine Diagnose und weiterhin ein Tabuthema, welches einfühlsam in der Anamneseerhebung speziell erfragt werden sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage

1.3 Methodik und Vorgehensweise

2 BECKENBODEN UND SCHLIERMUSKELN

2.1 Anatomie und Funktion des Beckenbodens und der Schließmuskeln

2.2 Dysfunktion des Beckenbodens und der Schließmuskeln

3 STUHLINKONTINENZ

3.1 Ursachen

3.2 Risikofaktoren und Prophylaxe

3.3 Anamnesegespräch

3.4 Klinische Untersuchung

3.4.1 Apparative Untersuchung

3.4.2 Anales palpieren

3.5 Diagnose

3.6 Therapie

3.7 Evaluation

3.8 Intimität, Scham und Tabuisierung

3.9 Lebensqualität und Gestaltung des Alltags

4 BECKENBODENTRAINING ALS THERAPEUTISCHE MABNAHME

4.1 Beckenbodentraining

4.2 Trainingshinweise

4.3 Biofeedback

5 DISKUSSION UND AUSBLICK

5.1 Zusammenfassung

5.2 Beantwortung der Forschungsfrage

5.3 Diskussion

5.4 Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit und Indikation von aktivem Beckenbodentraining bei Patienten mit Stuhlinkontinenz, um die Rolle des Gesundheitspersonals bei der therapeutischen Unterstützung zu definieren.

  • Anatomische und funktionelle Grundlagen des Beckenbodens
  • Ursachen, Risikofaktoren und Diagnostik der Stuhlinkontinenz
  • Klinische Untersuchungsmethoden und Anamnese
  • Aktives Beckenbodentraining als konservative Therapiemaßnahme
  • Integration von Biofeedback in den Therapieprozess
  • Psychosoziale Aspekte wie Tabuisierung und Lebensqualität

Auszug aus dem Buch

3.4 Klinische Untersuchung

Eine gründliche Patientinnen- und Patientenvorgeschichte und klinische Untersuchung bleibt der Grundstein des Patientinnen- und Patientenassessments. Die anorektale Testung spielt weiterhin eine wichtige Rolle beim Erkennen von anatomischen Defekten. Die anorektale Testung ist für die Ätiologie der Stuhlinkontinenz unerlässlich, wie auch für die Entscheidung eines operativen Eingriffs (Cooper et al., 2016, S. 1440).

Henzal et al. (2015, S.114-117) nennt die großen, unrealistischen Erwartungen der Assessmentinstrumente. Ein ideales Assessment-Werkzeug für den Beckenboden sollte exakte Zahlenwerte liefern, die mit der Muskelaktivität übereinstimmen. Weiters sollten immer die gleichen Werte, auch bei Untersuchungswiederholungen und unabhängig von der untersuchenden Person herauskommen. Das Assessment-Werkzeug sollte nicht invasiv und nicht schmerzhaft für die Patientin oder den Patienten sein. Die erhaltenen Bilder sollten von guter Qualität sein und der Beckenboden und die Beckenorgane mit Bewegungen darstellen. Das Werkzeug sollte klein, tragbar, für Biofeedback und Heimtherapie geeignet sein. Ebenso sollte es robust sein und einen geringen Wartungsaufwand haben. Der Anschaffungspreis sollte niedrig sein.

Alle Beckenboden-Assessmentmethoden haben in Klinik und Forschung Vor- und Nachteile gezeigt. Die digitale Palpation (vaginal und rektal) nimmt deshalb immer noch einen wichtigen Platz ein. Sie ist akzeptabel, einfach und kostengünstig. Diese Untersuchungsmethode ist allerdings nur beschränkt einsetzbar für wissenschaftliche Fragestellungen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, sollte deshalb eine andere Methode ergänzend Anwendung finden.

Die Untersuchungsmethode des Beckenbodens hängt auch von der Berufsgruppe ab. Die einzelnen Berufsgruppen haben verschiedene Zugänge. Untersuchungen der Beckenorgane gehören ebenso zum erweiterten Beckenboden-Assessment (Hanzal et al., 2015, S. 106).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung der Stuhlinkontinenz und skizziert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2 BECKENBODEN UND SCHLIERMUSKELN: Erläutert die anatomischen Strukturen, Funktionen sowie die physiologischen Grundlagen der Beckenbodenmuskulatur.

3 STUHLINKONTINENZ: Analysiert Ursachen, Risikofaktoren, Diagnosewege sowie psychosoziale Auswirkungen wie Scham und Tabuisierung.

4 BECKENBODENTRAINING ALS THERAPEUTISCHE MABNAHME: Beschreibt das gezielte Training der Muskulatur, notwendige Trainingshinweise und den Einsatz von Biofeedback.

5 DISKUSSION UND AUSBLICK: Fasst die Kernergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Stuhlinkontinenz, Beckenbodentraining, Biofeedback, anorektale Testung, Schließmuskel, Lebensqualität, Kontinenzmanagement, konservative Therapie, Anamnese, Beckenbodenmuskulatur, Stuhlgang, Analspinkter, Tabuisierung, medizinische Rehabilitation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Wirksamkeit und Bedeutung von aktivem Beckenbodentraining bei Patienten mit Stuhlinkontinenz als konservative Therapiemaßnahme.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Anatomie des Beckenbodens, die Diagnose und Ursachenklärung der Inkontinenz sowie die psychologische Komponente der Tabuisierung.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Das Ziel ist es herauszufinden, bei welchen Patientengruppen ein aktives Beckenbodentraining wirkungsvoll ist und welche Rolle Pflegekräfte in der Unterstützung einnehmen können.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche in fachspezifischen Online-Datenbanken und der Auswertung aktueller Fachbücher.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die physiologischen Grundlagen, die klinische Diagnostik mittels verschiedener Scores und die detaillierte Darstellung von Trainingsmethoden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Beckenbodentraining, Biofeedback, Stuhlinkontinenz, Schließmuskel und Lebensqualität.

Warum ist das Thema der Stuhlinkontinenz gesellschaftlich schwierig?

Aufgrund von Scham und Tabuisierung suchen viele Betroffene erst spät ärztliche Hilfe, was die Behandlung und Diagnosestellung erschwert.

Welche Rolle spielt die digitale Palpation bei der Diagnose?

Sie stellt eine wichtige, kostengünstige und direkt verfügbare Methode dar, um die Kontraktionsfähigkeit der Beckenbodenmuskulatur objektiv zu beurteilen.

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Details

Title
Aktives Beckenbodentraining bei Stuhlinkontinenz
Subtitle
Wann ist diese Trainingsmethode indiziert und wirkungsvoll?
College
University of Applied Sciences Burgenland
Grade
1
Author
Renate Troger (Author)
Publication Year
2019
Pages
64
Catalog Number
V497436
ISBN (eBook)
9783346024893
ISBN (Book)
9783346024909
Language
German
Tags
Stuhlinkontinenz fäkale Inkontinenz anale Inkontinenz Beckenbodentraining Biofeedbacktraining
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Renate Troger (Author), 2019, Aktives Beckenbodentraining bei Stuhlinkontinenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497436
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