Diese Arbeit befasst sich mit der Bearbeitung verschiedener Kernfragen aus der Makroökoomie.
So werden hier Fragen zur Konsumfunktion und zum Say´schen Theorem und zur Keynesianschen Theorie der Preisniveauänderung genauso diskutiert wie allgemeine Fragen zur Geld- und Arbeitsmarktpolitik.
Zusammenfassend lässt sich dabei sagen: Die neoklassische Lohnpolitik verfolgt eine gänzlich umgekehrte Theorie als die keynesianische. Wo die Neoklassik bei hoher Arbeitslosigkeit die Deregulierung des Arbeitsmarktes vorsieht, in dem individuell vereinbarte, also niedrigere Löhne zu Vollbeschäftigung führen sollen, fordert Keynes das Einschalten von staatlichen Förderungsmechanismen wie beispielsweise Staatsnachfrage oder Senkung der Leitzinsen. Lohnkürzungen erwirken in der keynesianische Theorie keine Erhöhung der Beschäftigung.
Inhaltsverzeichnis
Frage 1 Konsumfunktion und Say´sches Theorem
Frage 2 Keynesianische Theorie der Preisniveauänderung
Geldpolitik
Arbeitsmarkt
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den ökonomischen Theorien von Keynes und der Neoklassik auseinander, um zentrale makroökonomische Phänomene wie Konjunkturschwankungen, Arbeitslosigkeit und Preisniveauentwicklungen zu analysieren.
- Analyse der Konsumfunktion und des Say´schen Theorems
- Keynesianische Erklärungsmodelle zur Preisniveauänderung
- Geldpolitische Strategien (Geldmengensteuerung vs. Inflation-Targeting)
- Gegenüberstellung neoklassischer und keynesianischer Arbeitsmarkttheorien
Auszug aus dem Buch
Frage 1 Konsumfunktion und Say´sches Theorem
Das Say`sche Theorem nach dem französischen Nationalökonomen Jean Baptiste Say bezeichneter ökonomischer Lehrsatz, bei dem angenommen wurde, dass sich jedes volkswirtschaftliche Angebot seine eigene Nachfrage selbst schafft, da mit der Herstellung von Gütern gleichzeitig das Geld verdient wird, um diese Güter zu kaufen. Gesamtwirtschaftliches Angebot und Nachfrage haben danach die Tendenz zu einem Gleichgewichtszustand, bei dem Vollbeschäftigung herrscht. (bpb 2009)
Hiernach entspricht der Preis der produzierten Güter dem Einkommen der in voller Höhe ausgegeben für Konsumgüter oder/ und gespart wird. Auch das gesparte Geld wird durch zins bringende Anlage dem Wirtschaftskreislauf hinzugerechnet. Vermehrtes Sparen verursacht nach Say niedrigere Zinsen, was dazu führt, dass Unternehmen mehr Geld zwecks Investitionen nachfragen.
So bildet sich die Angebotskette automatisch je nach Höhe seine Nachfrage.
Keynes ging davon aus, dass nicht die gesamten Ersparnisse über den Finanzmarkt dem Wirtschaftskreislauf zufließen und deshalb der Kreislauf zwischen Sparen und Investition unterbrochen wird, was dazu führt, dass die gesamte Nachfrage geringer ist als das Angebot. (bpb 2009)
Zusammenfassung der Kapitel
Frage 1 Konsumfunktion und Say´sches Theorem: Es werden die mathematische Bestimmung des gleichgewichtigen Volkseinkommens sowie die theoretischen Gegensätze zwischen der Say´schen Angebotslehre und keynesianischen Ansätzen erläutert.
Frage 2 Keynesianische Theorie der Preisniveauänderung: Dieses Kapitel thematisiert die Rolle der Nominallöhne und Lohnstückkosten für die Inflations- und Deflationsprozesse und führt das Konzept der Lohnnorm ein.
Geldpolitik: Es erfolgt eine Gegenüberstellung von Geldmengensteuerung und Inflation-Targeting als Instrumente der Zentralbanken zur Preisniveaustabilität.
Arbeitsmarkt: Der Abschnitt vergleicht neoklassische Flexibilisierungsansätze zur Beseitigung von Arbeitslosigkeit mit der keynesianischen Forderung nach staatlicher Nachfragepolitik.
Schlüsselwörter
Konjunktur, Beschäftigung, Konsumfunktion, Say´sches Theorem, Keynesianismus, Preisniveau, Geldpolitik, Geldmengensteuerung, Inflation-Targeting, Arbeitsmarkt, Lohnnorm, Deflation, Zinspolitik, Arbeitslosigkeit, Neoklassik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit behandelt grundlegende makroökonomische Problemstellungen und vergleicht dabei die neoklassische Theorie mit den Ansätzen von John Maynard Keynes.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Die zentralen Felder sind die Bestimmung des Volkseinkommens, die Preisniveaustabilität, die Steuerung der Geldpolitik sowie die Funktionsweise des Arbeitsmarktes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Analyse ökonomischer Lehrsätze ein Verständnis für die Ursachen von Inflation, Deflation und Arbeitslosigkeit sowie für die Wirksamkeit politischer Gegenmaßnahmen zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden mathematische Berechnungen des Volkseinkommens, graphische Ableitungen ökonomischer Funktionen sowie eine Literaturrecherche auf Basis volkswirtschaftlicher Standardwerke durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Fragen zu Konsum- und Preistheorien, geldpolitischen Strategien der Zentralbanken und einen ausführlichen Vergleich zwischen neoklassischen und keynesianischen Arbeitsmarkttheorien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Keynesianismus, Geldpolitik, Lohnnorm und Arbeitslosigkeit definieren.
Warum hält Keynes das Say´sche Theorem für fehlerhaft?
Keynes argumentierte, dass Ersparnisse nicht zwingend vollständig in Investitionen fließen, was zu einer Unterbrechung des Wirtschaftskreislaufs und einer Nachfragelücke führen kann.
Was ist die zentrale Funktion der Lohnnorm?
Die Lohnnorm dient als Anker für das Preisniveau, um durch koordinierte Lohnentwicklungen sowohl Inflations- als auch Deflationsprozesse zu verhindern.
Welchen Ansatz verfolgt die Zentralbank bei einer Deflation?
Nach keynesianischer Auffassung sollte die Zentralbank durch antizyklische Zinspolitik (Senkung der Zinsen) die Kreditnachfrage und damit die Investitionstätigkeit ankurbeln.
Wie unterscheidet sich die Sichtweise auf Arbeitslosigkeit zwischen Neoklassikern und Keynesianern?
Während Neoklassiker die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und Lohnsenkungen fordern, plädiert Keynes für staatliche Nachfrageimpulse, um Beschäftigung zu schaffen.
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- Meryem Osanmaz (Autor), 2013, Konjunktur und Beschäftigung. Leitfragen der Makroökonomie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497447