Das Pantheon und seine architektonische Wirkung an ausgewählten Beispielen


Bachelorarbeit, 2019
57 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Pantheon in Rom
2.1 Geschichte des Pantheons
2.2. Konstruktion und Nutzung
2.3. Deutungsversuche

3. Spätere Architektur im Pantheon-Stil
3.1. Die Villa Rotonda bei Vicenza
3.2. Das Alte Museum in Berlin

4. Vergleich der Bauwerke

5. Resümee

6. Quellen-, Literatur- und Abbildungsverzeichnis
6.1. Quellen
6.2. Literatur
6.3. Abbildungen

1. Einleitung

Rom ist die europäische Stadt, in der sich zahlreiche Monumente befinden, die ihren Ursprung in der Antike haben. Jedes Jahr pilgern Menschen aus der ganzen Welt in die italienische Hauptstadt, um berühmte Sehenswürdigkeiten wie Amphitheater, Forum Romanum 1, Kaiserforen2 und Engelsburg hautnah mit eigenen Augen bewundern zu können. Ein wahrer Besuchermagnet für Touristen, Archäologen, Geschichts-wissenschaftler und Architekturliebhaber ist außerdem das Pantheon (Abb. 1).3

Das im Zentrum Roms liegende Pantheon (Abb. 2) zählt zu den antiken Bauwerken, die bis heute am besten erhalten geblieben sind. Sein guter Zustand ist darauf zurückzuführen, dass es in eine christliche Kirche umgewandelt wurde, nachdem Kaiser Phokas4 den Baukomplex 608 n. Chr. an Papst Bonifaz IV.5 übertragen hat. Dies hatte zur Folge, dass es vor mutwilliger Zerstörung geschützt war.6 Demnach wundert es nicht, dass dieser einzigartige Bau mit zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Der Bau des noch heute zu bewundernden Monuments wird Hadrian7 zugeschrieben, welcher viele bauliche Maßnahmen in Rom vornahm, was aus alten Schriftquellen und archäologischen Funden hervorgeht.8 Dazu zählen Restaurierungen wie beispielsweise beim Augustusforum oder Neuerrichtungen. Auch außerhalb von Rom führte Hadrian seine Bautätigkeit aus. Sein Landsitz bei Tivoli sei hierbei besonders hervorgehoben. In der Hauptstadt Italiens sind die Engelsburg und das Pantheon die bekanntesten Beispiele der hadrianischen Baupolitik.

Die Besonderheit des Pantheons ist seine Vorbildfunktion für zahlreiche Bauten, die über die Epochen hinweg entstanden sind. In der Antike hatte das Pantheon noch keine besonders starke Auswirkung auf die nachfolgende Architektur; seine hohe Wertschätzung ist vielmehr ein neuzeitliches Phänomen. Begründen tut sich dies mit einer von der Renaissance an immer größer werdenden Anzahl an Bauwerken, die bei der Errichtung das Pantheon als unmittelbares architektonisches Leitbild hatten und charakteristische Elemente seiner Baukunst übernahmen.9 So ist es auch nicht überraschend, dass von keiner anderen Baulichkeit in Rom „eine solche Fülle von Abbildungen, Beschreibungen, Aufnahmen und Re[z]ensionen vorhanden [ist] wie von diese[r]“10.

In der vorliegenden Arbeit soll vor allem die architektonische Wirkung des Pantheons anhand ausgewählter Beispiele untersucht werden. Herangezogen werden dafür die Villa Rotonda bei Vicenza, bei welcher es sich um ein architektonisches Zeugnis mit antiken Einflüssen aus der Zeit des Umbruchs vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit handelt, und das neuzeitliche Alte Museum in Berlin, welches das weltweit eindrucksvollste Museum mit architektonischen Komponenten der Antike ist und eine der wichtigsten Antikensammlungen besitzt. Der Grund für die Wahl lag dabei in der idealtypischen Ausprägung der Architektur beider Bauwerke, da bei beiden stilistische Elemente des Pantheons zum Tragen kommen. Bevor die Villa und das Museum allerdings zum Pantheon in Kontext gesetzt werden und der Vergleich geführt wird, wird noch ein allgemeiner Überblick über die drei Bauwerke gegeben.

Zur derzeitigen Forschungslage kann gesagt werden, dass zum Pantheon eine kaum zu überblickende Menge an Literatur existiert. Dabei liegen meist unterschiedliche Untersuchungsschwerpunkte vor. Bisher wurden lediglich zahlreiche monographische Untersuchungen zur Bausubstanz und allgemein zur Geschichte des Gebäudekomplexes durchgeführt (wie zum Beispiel von Kjeld de Fine Licht, dessen Werk für die Auseinandersetzung mit dem Pantheon ebenso herangezogen wird), allerdings fehlt immer noch eine detaillierte wissenschaftliche Erfassung des gesamten Bestandes.11

Elementar für die Rezeption des Pantheons sind die überlieferten Quellen von Cassius Dio, weshalb diese keineswegs fehlen dürfen. Auch in Quellen von Plinius und Vitruv12 kommt das Pantheon vor, allerdings findet es dort meist nur beiläufig Erwähnung; ebenso ist die Informationsfülle im Vergleich zu Cassius Dio sehr überschaubar.

Die Ausführungen zum Pantheon stützen sich primär auf den Arbeiten von Gerd Heene, Heiner Knell und Wolf-Dieter Heilmeyer sowie auf einen Beitrag von Tod Marder. Auch aus der Arbeit von Friedrich Adler, welche eine der ältesten zum Pantheon ist, wurden grundlegende Aspekte entnommen; allerdings liegt der Aktualität wegen der Fokus auf neueren Werken, da die einen oder anderen Deutungen Adlers mittlerweile aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse, die aus Forschungs- und Grabungsarbeiten hervorgehen, veraltet sind.

Eine bemerkenswerte Arbeit fertigte zudem Gert Sperling an. Seine Untersuchungen zur Symmetrie, Arithmetik und Geometrie des Pantheons sollen aus diesem Grund nicht unerwähnt bleiben. Bei der umfangreichen Beschäftigung führt Sperling unter anderem verschiedene Berechnungen des Einfallswinkels des Lichts in die Kuppel durch. Seine Ausarbeitung ist im Allgemeinen sehr mathematisch und astronomisch geprägt, weshalb in dieser Arbeit nur an wenigen Stellen auf Sperling verwiesen wird.

Bei der Villa Rotonda, die wie das Alte Museum in Berlin ebenso einen Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit darstellt, ist die Forschungslage im Vergleich zum Pantheon jedoch sehr beschränkt. Lediglich die Untersuchungen von Wolfram Prinz sind etwas umfangreicher, weshalb diese auch primär bei der Auseinandersetzung mit der Villa Erwähnung finden. Anzumerken ist allerdings, dass die Priorität bei Prinz auf dem Schloss Chambord liegt und die Villa dagegen in kompakter Fassung behandelt wird. Ebenso aussagekräftig sind zudem die Ausführungen von Jean Castex und James Ackermann, weshalb auch diesen im Kapitel 3.1 Beachtung geschenkt wird.

Zum Alten Museum, welchem sich bei der Vorstellung als letztes gewidmet wird, liegt eine Reihe wissenschaftlicher Beiträge vor. Aufgrund der informativen Darstellung zur Geschichte und der Konzeption des Bauwerks werden hierbei hauptsächlich Publikationen von Sabine Spiero, Jörg Trempler und Pascal Weitmann sowie von der Herausgeberschaft der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin herangezogen. Die Ausführungen von Trempler finden zudem wegen der ausgiebigen Beschäftigung mit der Wirkung des Museums vor allem im 4. Kapitel Erwähnung.

2. Das Pantheon in Rom

2.1 Geschichte des Pantheons

Das heute der Öffentlichkeit zugängliche hadrianische Pantheon war nicht das erste seiner Art. Zwischen 27 v. Chr. und 25 v. Chr. errichtete Marcus Vipsanius Agrippa13, der Schwiegersohn des Augustus14, ein gleichnamiges Bauwerk, welches als Vorreiter des späteren Pantheons angesehen werden kann.15 Seine Existenz belegen eine Schriftquelle16 und Baureste unter dem heute vorliegenden Objekt, die bei Ausgrabungen entdeckt worden sind. Rekonstruktionen aus den gewonnenen Erkenntnissen zeigen außerdem, dass der Vorgängerbau dem Bau von Hadrian bezüglich Ausrichtung und Aussehen annährend gleich sein muss17, da auch dieser eine Halle mit rechteckiger Grundfläche und einen kreisförmigen Innenhof gehabt haben soll. Einzig und alleine eine vergleichbare Kuppel lag nicht vor, da eine technische Umsetzung zu der Zeit noch nicht realisierbar war.18 Im Pantheon Agrippas sollen zudem eine Vielzahl an Götterstatuen wie zum Beispiel des Mars und der Venus gestanden haben19 ; ebenso auch eine Skulptur von Gaius Iulius Caesar20. Bis in die Gegenwart ist jedoch nichts davon erhalten geblieben.21 Interessant ist dabei, dass die gleichen Götterstatuen vorzufinden sind wie im Forum des Augustus, dass erst knapp zwanzig Jahre später entstand22. Höchstwahrscheinlich wollte Augustus mit derselben Ausstattung die Rolle des iulischen Hauses im römischen Reich betonen und den Herrschaftsstil des Princeps 23 unterstreichen.24

Ein Brand führte dazu, dass Agrippas Pantheon im Jahr 80 n. Chr. zu großen Teilen zerstört wurde. Sicherlich dazu beigetragen hat das als Brandursache angesehene Holzdach, welches sich vermutlich an der Stelle der heutigen Kuppel befand. Ein Neubau fand bis 93 n. Chr. unter Kaiser Domitian25 statt. Dieser wurde 110 n. Chr. ebenso infolge eines Blitzeinschlages von einem Brand heimgesucht, was zur Folge hatte, dass auch von diesem nicht viel übriggeblieben ist.26

Die Trümmer des Gebäudes bildeten noch die folgenden Jahre den Anblick der vorbeilaufenden römischen Bürger. Erst kurz vor seinem Tod begann Trajan27 den Bau des in seiner heutigen Gestalt vorliegenden Pantheons, welcher sich von 117 n. Chr. bis etwa 125 n. Chr. erstreckte28. Sein Nachfolger Hadrian führte die Neuerrichtung unmittelbar nach Herrschaftsantritt fort und vollendete das Bauwerk. Es wird davon ausgegangen, dass das Baukonzept angesichts seines Baubeginns in trajanischer Zeit nach hellenistischem Vorbild entwickelt wurde und Hadrian später auf dieses zurückgriff.29

Die Rolle des Architekten wird Apollodorus von Damaskus zugeschrieben, der schon unter Trajan diese Funktion ausübte30. Das Verhältnis zu Hadrian war aber von gegenseitiger Missachtung und Meinungsverschiedenheiten geprägt. Nachdem Risse in der Kuppel und der Rotunde entdeckt worden sind, verbannte ihn Hadrian aus Rom, sodass er bis zur endgültigen Fertigstellung nicht mehr am Neubau des Pantheons tätig war.31

Im Jahr 1270 wurde auf Anordnung von Innozenz VIII.32 direkt über dem Giebel der Vorhalle ein kleiner Glockenturm errichtet, der über mehrere Jahrhunderte bis zur Amtszeit von Papst Urban VIII.33 Bestand hatte (Abb. 3). Dieser ließ die viereckige Vorrichtung aufgrund von Statik-Problemen abreißen und um 1625 rechts und links des Pronaos 34 je einen neuen Glockenturm hinzufügen; allerdings hat man sie 1883 wieder entfernt. Der Bau mit den zwei Türmen (Abb. 4) hat Spott von der Bevölkerung erhalten, was als primärer Grund für den Abriss angesehen wird. Eine Einebnung des vor dem Pantheon liegenden Platzes (Piazza della Rotonda) fand im 17. Jahrhundert unter Papst Alexander VII.35 statt. Dafür wurde das Erdreich um eine Höhe von bis zu 4 m abgetragen.36

Das Umfeld des Pantheons ist heute geprägt von einer dichten Bauweise (Abb. 5), weshalb dieses Monument nicht seine volle Wirkung erzielen kann und vielmehr in der ganzen Ansammlung der rundherum errichteten Gebäude untergeht. Dies ist aber keineswegs ein Phänomen der Neuzeit; es wird schon von einer engen Bebauung in der Antike ausgegangen, die im Gegensatz zu heute wohlmöglich noch dichter gewesen sein muss.37

2.2. Konstruktion und Nutzung

Anhand des Grundrisses (Abb. 6) wird die additive Konstruktion des 34,76 m breiten und 15,62 m tiefen Pantheons deutlich.38 Man könnte meinen, es besteht aus zwei Gebäudekomplexe: Einerseits aus einem rechteckigen Vorbau, andererseits aus einer kreisförmigen Rotunde mit Kuppel, welcher der Hauptbau ist. Jedoch muss angemerkt werden, dass der Vorbau als Vorhalle fungiert und erst nach Fertigstellung der Rotunde errichtet wurde, weshalb es schwierig ist, von zwei Bestandteilen zu sprechen.39 Das Pantheon setzt sich aus mehreren baulichen Komponenten zusammen (Abb. 7), die nun nacheinander behandelt werden.

Auffällig ist die Giebelfront an der Eingangsseite, welche mit acht korinthischen Granitsäulen ausgestattet ist (Abb. 8). Weitere acht Säulen befinden sich hinter den an der Frontfassade stehenden Säulen im Inneren der Vorhalle. Sie erstrecken sich über eine Höhe von 14,15 m. Wie bei römischen Tempeln üblich standen die Säulen ursprünglich auf einem hohen Podium, welches über Treppen an der Frontseite zugänglich war. Gegenwärtig stehen sie auf Stylobaten40, die im Boden verankert sind.41 Der aus drei Schiffen bestehende Vorbau, welcher an den beiden Flanken offen ist und lediglich an der Seite zur Rotunde mit einer von Statuennischen versehenen Wand abschließt, erinnert dabei durch seine Platzgestaltung und der tempelartigen Frontansicht an die Tempelanlagen, wie man sie schon aus hellenistischer Zeit und von den sich unmittelbar in der Nähe befindenden Kaiserforen42 kennt. Es ist somit durchaus möglich, dass sich Hadrian vom Tempel der Venus Genetrix im Caesarforum, dem im benachbarten Augustusforum stehenden Mars Ultor-Tempel und dem Tempel im Forum von Trajan inspirieren ließ und diese als unmittelbares architektonisches Vorbild für den Bau der Frontseite des Pantheons heranzog. Vor allem die in den Foren von Caesar, Augustus und Trajan vorherrschende Platzarchitektur wird für sein Vorhaben maßgebend gewesen sein, zumal auch der Platz vor dem Pantheon von Säulenhallen eingefasst war (Abb. 9). Der überdimensionale Bau des Pantheons kommt einer regelrechten „Überhöhung“ seiner Vorgänger gleich, was sicherlich im Interesse Hadrians war.43

Bei der Vorhalle44 handelt es sich um einen baldachinartigen Raum, der an drei Seiten geöffnet ist. Bei dessen Ausstattung wurde dabei nicht auf die Verwendung hochwertiger Materialien verzichtet: Beim gesamten Gebälk wurde heller Marmor verarbeitet; die imposanten Säulen hingegen bestehen aus dunklem Granit, der aus ägyptischen Steinbrüchen stammt. Hierbei werden ganz besonders die hohen Ansprüche des Bauherrn deutlich. Darüber hinaus bekommt man auch einen Eindruck, wie aufwendig die Beschaffung des Baustoffes gewesen sein muss. Auch eine Menge an Gold schmückte die Vorhalle. Es ist somit nicht abzustreiten, dass ihr eine herausragende Bedeutung zuteilwird, „mit der mehr gemeint gewesen sein könnte, als einem Vorbau üblicherweise zugesprochen werden kann“45.46

Zwischen der Vorhalle und der Rotunde befindet sich ein Gebäudeteil, der das Verbindungselement darstellt und Treppenhäuser beherbergt. Auch wenn laut Gerd Heene die Baumasse dieses Komplexes zur Stabilisierung der Rotunde beigetragen haben soll, ist eine grundlegende Funktion nicht zu erkennen.47

Durch die große Pantheontür (Abb. 10) gelangt man in den großen Saal der Rotunde. Die zweiteilige Tür besteht aus Holz und ist mit Bronze verziert. Des Weiteren ist sie von einem 5,90 m breiten und 11,90 m hohen Marmorrahmen umgeben. Die Eingangstür ist dabei fast 3 m niedriger als die Höhe des Rahmens. Den Zwischenraum nimmt ein Gitterfeld ein. Die verhältnismäßig kleine Pantheontür kann so, wie sie sich heute noch vorfinden lässt, in der Antike zusammen mit dem überdimensionalen Rahmen nicht vorgelegen haben. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Tür noch aus der Zeit von Agrippas Pantheon stammt und an nahezu derselben Stelle wieder errichtet worden ist, wo sie auch ursprünglich war. Dies bestätigt zudem auch eine Untersuchung der Türschwelle, welche einer älteren Tür zugeordnet werden konnte.48

Die Rotunde (Abb. 11), dessen Kuppel49 über einen Kreisdurchmesser von 43,44 m verfügt, ist das Herzstück des Pantheons. Die sich über den gesamten Rundsaal erstreckende Kuppel hielt bis Anfang des 15. Jahrhunderts den Rekord der größten Kuppel der Welt, weswegen das Pantheon „zu den bedeutendsten und am meisten bewunderten Exempeln antiker Baukunst“50 gezählt werden kann. Die bauliche Gestalt der Rotunde lässt sich auf eine kreisförmig von einer Mauer eingeschlossenen Fläche zurückführen, die schon zur Zeit von Agrippa zwischen dem Vorpantheon51, der direkt gegenüberliegenden Neptunbasilika52 und der schon von Caesar veranlassten Anlage der Saepta Iulia äußerlich festgelegt wurde.53 „Da später genau an dieser Stelle die große Rotunde errichtet wurde, ist nicht auszuschließen, dass sie mit ihrer Grundrissgestalt sogar ganz direkt auf einen zuvor hier gelegenen Rundhof Bezug genommen hatte. Zumindest ist die große Rotunde so passgenau in diese Situation eingefügt, dass sich der Eindruck aufdrängt, ihre konsequente Integration in ältere Bestände sei bewusst erfolgt und habe dem Willen ihrer Erbauer entsprochen.“54 Anstelle der Hervorhebung der Wirkung des hadrianischen Pantheons durch seine freistehende Lage55 scheint es mehr von Bedeutung gewesen zu sein, den engen Bezug zum Pantheon Agrippas, der Neptunbasilika und der Saepta Iulia zu verdeutlichen.56

Die Faszination für den heutigen Anblick des Inneren der Kuppel ist gegenwärtig immer noch groß. Dafür sorgen allgemein die Raumgröße, dessen Wirkung durch verschiedene geometrische Grundelemente verstärkt wird, die extravagante Ausstattung – ganz besonders dabei der prunkvolle Bodenbelag, die Dekoration der Wände und die Kuppel mit ihrem nach oben immer kleiner werdenden Kassettendekor – und das an sonnigen Tagen von oben durch das Opaion 57 hereinströmende Licht (Abb. 12). Die kreisförmige Öffnung in der Decke hat einen Durchmesser von nahezu 9 m. Nachteil daran ist gleichzeitig auch, dass es reinregnen kann. Erwähnenswert ist, dass der Radius der Innenhöhe der Kuppel der Gleiche ist wie der Radius der kreisförmigen Grundfläche des Bodens. Auf geometrischer Hinsicht handelt es sich bei der Kuppel demnach eindeutig um eine wohlgeformte Halbkugel. Das Raumgefühl wird zudem noch durch den Kassettendekor der Kuppel hervorgehoben, da der Eindruck einer nach oben gerichteten Perspektive den Rundbau noch einmal höher erscheinen lässt.58

Auch die Konstruktion und der Bau der Kuppel haben einen faszinierenden Stellenwert in der heutigen Forschung.59 Nach der Errichtung des Rohbaus wurde die Kuppel schichtweise über einen Gussrahmen mit opus caementitium 60 gefüllt.61 Im Anschluss fand die Verkleidung der Innenseite mit insgesamt 140 Kassetten statt, wobei die untersten zwei Reihen der Kassettendekoration noch zur Saalwand des Bauwerks gehören, die als hauptsächlicher Träger des erst danach beginnenden Kuppelgewölbes fungiert.62 Die Kuppelwand wird nach oben hin immer dünner (Abb. 13) und dementsprechend auch vom Gewicht her leichter. Unter der Kassettenformation findet sich außerdem eine Reihe von Fenstern (Abb. 14), wobei betont werden muss, dass diese nur angedeutet werden und keine richtigen Fenster sind, durch die Tageslicht in die Rotunde strömen kann.63

Die umkreisende Saalwand wird in gleichmäßigen Abständen von in einem Achteck angeordneten Exedren64 getrennt. Für die Konstruktion ist hierbei die Entfernung der jeweils etwa 6 m hohen korinthischen Säulen maßgebend gewesen, die das hauptsächliche Gewicht des Kuppelgewölbes tragen. Die Säulen folgen wohlgemerkt ebenso der Kreisform der grundrissgebenden Mauer der Rotunde. Ferner wird angenommen, dass erst nachträglich eine Zwischendecke hinzugefügt wurde, sodass die Exedren ein Obergeschoss bekamen. Der Ausbau des Raumes zwischen den Stützen hatte die Entstehung der Exedren zur Folge. Lediglich die Portalnische im Norden, wo sich der Eingang zur Rotunde befindet, und die direkt gegenüber liegende Apsis 65 im Süden des Rundbaus nehmen eine Sonderstellung ein, da sie sich bezüglich des Aussehens von den übrigen sechs Exedren (drei auf der östlichen und drei auf der westlichen Seite) abheben.66

Dem Betrachter auffallen tut zudem der Fußboden der Rotunde, dessen verschiedenfarbige Gestaltung einem strengen Ordnungsschema folgt. Für die Ausstattung des gesamten Bodens (sowie auch der Innengestaltung der Rotunde generell) verwendete man neben grauen Granit auch Porphyr67, Pavonazzetto68 und Giallo Antico69. Diese wertvollen Natursteine haben verschiedene Herkunftsländer, die symbolisch für die Größe des Römischen Reiches und die uneingeschränkte Autorität des Machthabers stehen.70

Die derzeitige Innenausstattung ist das Ergebnis von Veränderungen, die in der Neuzeit stattgefunden haben. Allerdings blieb von der ursprünglichen Dekoration noch viel erhalten, weshalb sich Rückschlüsse auf die originale Gestaltung der Anlage ziehen lassen und viel rekonstruiert werden konnte.71 Im Pantheon sollen außerdem zahlreiche (Götter-)Statuen gestanden haben.72 Als öffentlicher Raum zur Verehrung der Götter fungierte er aber nicht.73

Allgemein kann die Frage nach der Funktion des Pantheons bis heute nicht eindeutig beantwortet werden. Es liegen keinerlei Quellen vor, die darüber Auskunft geben, ob das Pantheon beispielsweise als Ort für Feierlichkeiten gedacht war bzw. zu einem bestimmten Feiertag gehörte. Ebenso ist auch die Bezeichnung einer Kultstätte fraglich, da bis heute nichts Vergleichbares gefunden wurde, was einem Altar zugeordnet werden kann.74 Überliefert ist aber, dass unter Hadrian im Pantheon Versammlungen durchgeführt wurden, bei welchen Senat und Gericht getagt haben sollen.75

2.3. Deutungsversuche

Da dem Pantheon keine explizite Funktion mehr zugeordnet werden kann, bleibt nur die Möglichkeit, Vermutungen darüber anzustellen. Laut Cassius Dio sollen sich, wie schon erwähnt, im Pantheon viele Skulpturen von Göttern befunden haben – unter anderem auch von Venus und Mars.76 Es handelt sich also um die beiden Gottheiten, die im engen Zusammenhang zu Augustus und Caesar standen. Ein Bezug zum iulischen Herrscherhaus ist somit nicht abzustreiten.77 Der Name „Pantheon“, welcher aus dem Griechischen stammt und übersetzt soviel wie „allen Göttern geweiht“ bedeutet78, könnte sich also möglichweise davon ableiten, obwohl Cassius Dio es für wahrscheinlicher hielt, dass das Gewölbe des Bauwerkes für den Namen ausschlaggebend gewesen ist, „weil seine kuppelförmige Überdachung dem Himmel gleicht“79.

Der Begriff des Pantheon wurde bereits in der hellenistischen Zeit im Osten zur Bezeichnung für einen Tempel des Herrscherkultes und der in Verbindung stehenden Gottheiten verwendet.80 Dementsprechend könnte auch dem Pantheon in Rom dieser Charakter zugeschrieben werden, zumal auch Agrippas Vorhaben darin lag, sein Werk nach Augustus zu benennen. Eine solche Verehrung vor der römischen Kaiserzeit war allerdings noch unüblich, weshalb Augustus einen solchen Kaiserkult ablehnte81 und auf eine mögliche Bezeichnung als „Augusteum“ verzichtete. Dennoch ließ er zu, dass Agrippa in Rom ein Monument errichtete – wohlgemerkt ohne eine direkte Verbindung zu Augustus –, wo alle Götter verehrt werden konnten, solange die lebenden Herrscher dabei nicht mit inbegriffen sind. Mit diesem Hintergrund setzte sich im Volksmund später dann der heute gängige Name des „Pantheon“ durch.82

Darüber hinaus weist die Inschrift83 auf dem Gebälk des Vorbaus (Abb. 8) zusätzlich auf den Vorgängerbau von Agrippa hin.84 Hadrian verzichtete bei der Neuerrichtung darauf, seinen Namen mit an die Vorderseite des Bauwerks anzubringen. Dieses Verhalten steht ganz im Sinne seiner politischen Linie, die er verfolgte: Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Trajan ging es ihm primär darum, die vorhandenen Bestände zu sichern und nicht um die weitere Vergrößerung der Herrschaftsgebiete. Noch unter Trajan begonnene Feldzüge (wie gegen die Parther) brach er ab und führte Friedensverhandlungen durch. Dafür nahm er sogar Gebietsverluste hin. Seine Friedenspolitik unterstreicht seine ehrenhafte Zurückhaltung, welche infolge des Verzichts auf seinen Namen am Gebälk des Pantheons nochmals zum Ausdruck kommt.85 Grundsätzlich kann hierbei festgehalten werden, dass der Kaiser mit dem Bau von Forumsplatz, Tempel und Rotunde der ganzen Anlage des Pantheons seine Würdigung zukommen ließ.86

3. Spätere Architektur im Pantheon-Stil

Bereits in der Antike entstanden – wenn auch nur wenige – Bauten, die sich die Architektur des Pantheons als Vorbild nahmen. Beispiele wären der noch unter Hadrian errichtete Zeus-Asklepios-Tempel einerseits und das in der Spätantike erbaute Vestibül im Palast von Diokletian87 in Split.88 Ab der Frühen Neuzeit ist dann eine erhöhte Einflussnahme des Pantheon-Baustils auf die Architekturgeschichte zu verzeichnen. Es diente als Vorlage für eine Vielzahl von Kuppelbauten, die von den Anfängen der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert gebaut worden sind. Dazu gehören zahlreiche Kirchen, Dome, Theater und Rathäuser.89

Auch berühmte Gebäude, die durchaus ein Wahrzeichen einer Stadt oder von einem Land sind, haben ihren Ursprung bei der architektonischen Gestaltung des Pantheons. Allen voran wäre da der Petersdom des Vatikans. Erwähnenswert ist hier, dass das Charakteristikum der katholischen Kirche im Vergleich zum Pantheon sogar über einen kleineren Kuppeldurchmesser verfügt.90 Weitere namenhafte Kuppelbauten wären zudem das Kapitol in Washington D. C., das gleichnamige Pantheon in Paris und der Berliner Dom.91

Um die soeben aufgeführten Beispiele soll es folglich aber nicht gehen. Den folgenden Untersuchungsgegenstand stellen die Villa Rotonda bei Vicenza und das Alte Museum in Berlin dar, die nacheinander vorgestellt werden. Wie beim Pantheon stehen dabei die Geschichte sowie die Konstruktion und die Nutzung im Vordergrund.

[...]


1 Beim Forum Romanum handelt es sich um das älteste römische Forum, welches in einer Senke zwischen den drei Stadthügeln Esquilin, Kapitol und Palatin in der italienischen Hauptstadt liegt. Es war das Zentrum des politischen, wirtschaftlichen, religiösen und kulturellen Lebens. Viele öffentliche Gebäude und Denkmäler prägten dabei das allgemeine Erscheinungsbild.

2 Zu den Kaiserforen gehören das Caesarforum, das Augustusforum, das Forum von Vespasian, das Nervaforum und das Trajansforum.

3 Vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 13.

4 Phokas (* um 547 in Thrakien; † 610 in Konstantinopel) war von 602 bis 610 Kaiser des Oströmischen Reiches.

5 Bonifaz IV. / Bonifatius IV. (* unbekannt; † 615 in Rom) war von 608 bis 615 Papst der katholischen Kirche.

6 Vgl. Adler, F.: Das Pantheon zu Rom, S. 2; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 15; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 13; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 24 u. S. 238-240; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 44 u. S. 46; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 299 u. S. 301.

7 Hadrian (* 76 n. Chr. als Publius Aelius Hadrianus in Italica oder Rom; † 138 n. Chr. in Baiae) war von 117 n. Chr. bis zu seinem Tod römischer Kaiser. Seine vollständige Titulatur lautete: Imperator Caesar Traianus Hadrianus Augustus, Pontifex Maximus, Tribuniciae Potestatis XXII, Imperator III, Consul III, Pater Patriae.

8 Vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 12.

9 Vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 14 u. S. 28f.; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 245 u. S. 249.

10 Adler, F.: Das Pantheon zu Rom, S. 2.

11 Vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 13.

12 Für nähere Informationen zu Vitruv: Siehe Fußnote 173.

13 Agrippa (* 64/63 v. Chr. als Marcus Vipsanius Agrippa in Arpinum oder Dalmatien; † 12 v. Chr. in Kampanien) war ein römischer Politiker und Feldherr. Dazu noch ist er mit Augustus verwandt gewesen.

14 Augustus (* 63 v. Chr. als Gaius Octavius in Rom; † 14 n. Chr. in Nola) war von 31 v. Chr. bis zu seinem Tod römischer Kaiser. Seine vollständige Titulatur lautete: Imperator Caesar Divi filius Augustus, Pontifex Maximus, Consul XIII, Imperator XXI, Tribuniciae Potestatis XXXVII, Pater Patriae.

15 Vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 19; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 21, S. 185 u. S. 192; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 44.

16 Dio, Cass. 53, 27, 3-5.

17 Umstritten in der Forschung ist, ob Agrippas Pantheon nach Norden oder Süden ausgerichtet war. Neuere archäologische Untersuchungen ergaben, dass sich der Bau von Agrippa ebenso wie das heutige Pantheon von Hadrian nach Norden orientierte. Für Näheres: Vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 44.

18 Vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 4; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 19, S. 29 u. S. 32.

19 Dio, Cass. 53, 27, 2.

20 Gaius Iulius Caesar (* 100 v. Chr. in Rom; † 44 v. Chr. in Rom) war ein römischer Diktator auf Lebenszeit. Der Untergang der Römischen Republik, zu dem Caesar maßgeblich beitrug, hatte zur Folge, dass sich das Römische Reich im späteren Verlauf zu einem Kaiserreich wandelte.

21 Vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 4; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 19; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 192.

22 Das Augustusform wurde erst im Jahr 2 v. Chr. nach vierzigjähriger Bauphase eingeweiht.

23 Damit ist der „erste Bürger“ in der Gesellschaft der römischen Antike gemeint. Während der Zeit des Prinzipats (27 v. Chr. bis 284 n. Chr.).war es der offizielle Titel der römischen Kaiser.

24 Vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 19; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 44.

25 Domitian (* 51 n. Chr. als Titus Flavius Domitianus in Rom; † 96 n. Chr. in Rom) war von 81 n. Chr. bis zu seinem Tod römischer Kaiser. Während seiner Herrschaftszeit führte er den Namen Imperator Caesar Domitianus Augustus.

26 Vgl. Adler, F.: Das Pantheon zu Rom, S. 7f.; vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 17f.; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 5; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 31; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 21 u. S. 185f.; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 44; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 15.

27 Trajan (* 53 n. Chr. als Marcus Ulpius Traianus in Italica oder Rom; † 117 n. Chr. in Selinus) war von 98 n. Chr. bis zu seinem Tod römischer Kaiser. Während seiner Herrschaftszeit führte er den Namen Imperator Caesar Nerva Traianus Augustus.

28 Die Bauzeit des hadrianischen Pantheons ist von Literatur zu Literatur unterschiedlich definiert. Beim Werk von W.-D. Heilmeyer, u.a. ist zum Beispiel von etwa 114 – 125 n. Chr. die Rede (vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 4). Gerd Heene geht bei seiner Betrachtung davon aus, dass der Bau schon unmittelbar nach dem zweiten Brand im Jahr 110 n. Chr. begann (vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 9). Diese unterschiedlichen Auffassungen begründen sich damit, dass nahezu keine schriftlichen Zeugnisse aus der römischen Antike über die Errichtung des Pantheons existieren.

29 Vgl. Adler, F.: Das Pantheon zu Rom, S. 7; vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 11f.; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 13; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 13 u. S. 31f.; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 21; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 44; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 195.

30 Unter anderem war Apollodor von Damaskus für den Bau des Trajansforums (107 – 113 n. Chr.) verantwortlich.

31 Vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 13, S. 17, S. 49, S. 90 u. S. 102; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 13; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 13; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 46; vgl. Rausch, J.: Die Kuppel in der römischen Architektur, S. 119; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 14f., S. 293f. u. S. 296f.

32 Innozenz VIII. (* 1432 als Giovanni Battista Cibo in Genua; † 1492 in Rom) war von 1484 bis 1492 Papst der katholischen Kirche.

33 Urban VIII. (* 1568 als Maffeo Barberini in Florenz; † 1644 in Rom) war von 1623 bis 1644 Papst der katholischen Kirche.

34 Damit ist die Vorhalle eines Tempels gemeint.

35 Alexander VII. (* 1599 als Fabio Chigi in Siena; † 1667 in Rom) war von 1655 bis 1667 Papst der katholischen Kirche.

36 Vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 15f., S. 19 u. S. 28; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 38 u. S. 240f.; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 46 u. S. 48.

37 Vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 20; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 15.

38 Es ist anzumerken, dass die hier genannten Maßangaben von Literatur zu Literatur unterschiedlich sind.

39 Vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 3; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 15.

40 Bei einem Stylobat (griechisch für „die Säule“) handelt es sich um die oberste Stufe eines griechischen Tempels, auf der die Säulen stehen.

41 Vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 94 u. S. 96; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 8 u. S. 13; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 15; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 32; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 45; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 58.

42 Einen kompakten Überblick über die Kaiserforen von Caeser, Augustus und Trajan sowie die dort stehenden Tempel liefert: Nimptsch, N.: Das Trajansforum im Verhältnis zu den Foren von Caesar und Augustus, München 2017.

43 Vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 8 u. S. 13; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 13, S. 15 u. S. 33; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 32f., S. 46 u. S. 225; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 45; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 58 u. S. 195.

44 Eine detaillierte Analyse des Pronaos hat Kjeld de Fine Licht durchgeführt; siehe dazu: Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 35-58.

45 Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 16.

46 Vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 96 u. S. 98; vgl. Gerkan, A. v.: Das Pantheon in Rom, S. 275; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 8; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 15f.; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 39f.

47 Vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 91; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 8; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 16. Für ausführlichere Informationen: Vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 59-84.

48 Vgl. Knell, H.: Bauprogramme römischer Kaiser, S. 85; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 16 u. S. 19; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 136. Für eine ausführlichere Beschreibung: Vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 126-132.

49 Eine umfangreiche Untersuchung der Kuppel hat Kjeld de Fine Licht durchgeführt, siehe dazu: Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 133-146.

50 Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 13.

51 Mit der Bezeichnung „Vorpantheon“ ist hier das Pantheon von Agrippa gemeint, da dieses dem gleichnamigen Bauwerk von Hadrian voraus ging.

52 Dio, Cass. 53, 27, 1.

53 Vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 17-19; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 4 u. S. 12; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 13, S. 21 u. S. 29.

54 Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 21.

55 Der freistehende Eindruck des Pantheons wird hierbei durch die Piazza della Rotonda hervorgerufen.

56 Vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 21.

57 Damit ist eine runde Öffnung am höchsten Punkt der Kuppel gemeint. Seit der Renaissance wird das Opaion vermehrt durch eine Laterne überdacht. Dadurch konnte zwar weniger Licht in den Innenraum gelangen, jedoch schützte sie ihn vor Witterungserscheinungen wie zum Beispiel Regen und Schnee.

58 Vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 42; vgl. Heilmeyer, W.-D.: Der Ruhm des Pantheon, S. 3 u. S. 11-13; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 23 u. S. 25; vgl. Rausch, J.: Die Kuppel in der römischen Architektur, S. 136; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 121.

59 Eine umfassende Arbeit dazu hat Gerd Heene verfasst. Dabei geht er detailliert auf den schrittweisen Bau des Pantheons ein. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt beim Aufbau der Rotunde und der Konstruktion der Kuppel. Ferner werden ausführliche Informationen zu den verwendeten Baumaterialien und deren Beschaffung sowie den Hilfsmitteln gegeben, welchen man sich bei der Errichtung bediente. Für Näheres siehe: Heene, G.: Baustelle Pantheon. Planung, Konstruktion, Logistik. Düsseldorf 2008.

60 Dabei handelt es sich um den antiken Vorläufer des heutigen Betons.

61 Vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 34 u. S. 41; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 44.

62 Vgl. Adler, F.: Das Pantheon zu Rom, S. 12; vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 33; S. 37 u. S. 41; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 11; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 25; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 17 u. S. 90.

63 Vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 43; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 11; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 25 u. S. 29.

64 Die Exedra (Plural: die Exedren) ist ein halbrunder oder rechteckiger, nischenartiger Raum, bei dem es sich in den meisten Fällen um eine Erweiterung eines Saales oder einer Säulenhalle handelt. Die Raumtrennung kann dabei frei oder mit Säulen gestaltet sein.

65 Die Apsis (von altgriechisch hapsis, was für „Gewölbe“ steht) ist ein meist halbkreisförmiger oder polygonaler Raumteil, der an einen Hauptraum anschließt und in der Regel von einer Halbkuppel überdacht wird.

66 Vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 25f.

67 Porphyr ist ein magmatisches Gestein, in dessen dichter, glasiger oder feinkörniger Grundmasse größere Kristalle vorhanden sind.

68 Dieser weiße Marmor kommt ursprünglich aus Italien.

69 Hierbei handelt es sich um eine spezielle Granit-Art.

70 Vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 3; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 25; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 101; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 283f.

71 Vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 27.

72 Dio, Cass. 53, 27, 2-3.

73 Vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 27.

74 Vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 13f.; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 31; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 44; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 3.

75 Dio, Cass. 69, 7, 1.

76 Dio, Cass. 53, 27, 2.

77 Vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 193 u. S. 198; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 288.

78 Vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 4; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 29; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 20.

79 Dio, Cass. 53, 27, 2.

80 Vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 31.

81 Dio, Cass. 53, 27, 3-5.

82 Vgl. Adler, F.: Das Pantheon zu Rom, S. 8; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 4; vgl. Knell, H.: Bauprogramme römischer Kaiser, S. 85; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 31; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 192.

83 Noch heute kann folgende Inschrift auf dem Gebälk gelesen werden: M · AGRIPPA · L · F · COS · TERTIVM · FECIT, was für „Marcus Agrippa Luci filius consul tertium fecit“ steht. Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet es: „Marcus Agrippa, Sohn des Lucius, Konsul zum dritten Mal, hat dies gebaut“.

84 Vgl. Gerkan, A. v.: Das Pantheon in Rom, S. 276; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 12 u. S. 14; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 19; vgl. Marder, T.: Pantheon. In: Christina Strunck (Hg.): Rom – Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute, S. 44-48, hier S. 48.

85 Vgl. Adler, F.: Das Pantheon zu Rom, S. 6; vgl. Gerkan, A. v.: Das Pantheon in Rom, S. 276; vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 9; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 189; vgl. Nimptsch, N.: Der Palast von Diokletian in Split und die Villa des Hadrian bei Tivoli, S. 13; vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 295.

86 Vgl. Knell, H.: Des Kaisers neue Bauten, S. 34.

87 Diokletian (* zwischen 236 und 245 als Gaius Aurelius Valerius Diocletianus in Dalmatien; † zwischen 313 und 315 in Split) war von 284 bis 305 römischer Kaiser. Er war der einzige römische Kaiser, der freiwillig aus seinem Amt ausschied.

88 Vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 226; vgl. Nimptsch, N.: Der Palast von Diokletian in Split und die Villa des Hadrian bei Tivoli, S. 5; Vgl. Sperling, G.: Das Pantheon in Rom, S. 51.

89 Vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 14, vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 14, S. 21f. u. S. 28f.; vgl. Licht, K. d. F.: The Rotunda in Rome, S. 249; vgl. Rausch, J.: Die Kuppel in der römischen Architektur, S. 119.

90 Vgl. Adler, F.: Das Pantheon zu Rom, S. 1; vgl. Heilmeyer, W.-D. u.a.: Der Ruhm des Pantheon, S. 12.

91 Vgl. Heene, G.: Baustelle Pantheon, S. 14

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten

Details

Titel
Das Pantheon und seine architektonische Wirkung an ausgewählten Beispielen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
57
Katalognummer
V497492
ISBN (eBook)
9783346029645
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pantheon, Villa Rotonda, Altes Museum, Rom, Vicenza, Berlin, Antike, Renaissance, Neuzeit, Architektur, architektonische Wirkung, Hadrian, Agrippa, Domitian, Apollodorus von Damaskus, Andrea Palladio, Vicenzo Scamozzi, Karl Friedrich Schinkel, UNESCO-Weltkulturerbe, Rotunde, Cassius Dio, Museumsinsel, Vergleich
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Nikolas Nimptsch (Autor), 2019, Das Pantheon und seine architektonische Wirkung an ausgewählten Beispielen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497492

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