Welche negativen Auswirkungen hat Cybermobbing für das Opfer?


Hausarbeit, 2019
12 Seiten, Note: 1,7
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Unterschied zwischen Mobbing und Cybermobbing
2.1 Mobbing
2.1.1 Definition
2.2 Cybermobbing
2.2.1 Definition
2.2.2 Merkmale
2.2.3 Erscheinungsformen

3 Ursachen und Motive
3.1 Ursachen
3.2 Motive

4 Auswirkungen von Cybermobbing im Leben Jugendlicher
4.1 Opfer
4.2 Täter

5 Prävention und Handlungsstrategien für die soziale Arbeit

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Handy, Smartphone und Tablet werden heutzutage selbstverständlich zur Kommunikation von allen Altersgruppen genutzt und sind ein integraler Bestandteil ihres Lebens geworden. Auf der einen Seite ist die Nutzung von Kommunikationstechnologien nutzbar und wichtig für unserem Leben, gerade in der Pubertät, auf der anderen Seite auch ein Tatort für Cybermobbing und Sexuelle Gewalt. Aus den aktuellen Medien erreichen uns immer wieder Berichte von Jugendlichen, die sich auf Grund von Cybermobbing im Internet das Leben genommen haben (vgl.Katzer 2014,S.56f).

Doch was genau ist Cybermobbing und wie kann es Menschen so zerstören, bis sie schließlich nur noch den Ausweg in einem Selbstmord sehen?

Da Cybermobbing in den letzten Jahren zunimmt und bei den Betroffenen nicht nur psychische Probleme, sondern auch physische Krankheiten verursacht, hat mich interessiert zu wissen, welche es sind und was die Gesellschaft dagegen machen kann und auf diesen Grund werde ich mich in dieser Hausarbeit mit die Thema Mobbing-speziell mit dem Bereich Cybermobbing auseinander setzen. Sie bezieht sich auf die Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter zwischen dem 6. und 18. Lebensjahr.

Ziel ist es, einen Überblick über die Maßnahmen zum Umgang mit dem Problem darzulegen. Die Fragestellung wird anhand der Auswertung aktueller Fachliteratur diskutiert.

Die vorliegende Hausarbeit beginnt mit einem Überblick über den Unterschied zwischen Mobbing und Cybermobbing. Nachdem die Erscheinungsformen erklärt werden wird den Ursachen für Cybermobbing auf den Grund gegangen und die Eigenschaften von Opfern und Tätern werden dargestellt. Anschließend nähert sich die Hausarbeit den Folgen von Cybermobbing und bezieht sich daraufhin auf die Maßnahmen gegen Cybermobbing.

2 Unterschied zwischen Mobbing und Cybermobbing

Die Erklärung von dem Begriff ,,Mobbing‘‘ und die Untersuchung auf seine Ursprünge und seine Bedeutung ist sehr erheblich, um Cybermobbing zu verstehen, denn von diesem leitet Cybermobbing ab. Im nachstehenden Kapitel erfolgt zunächst eine Definition von Mobbing und seine Bedeutung.

2.1 Mobbing

2.1.1 Definition

Das Wort ,,Mobbing‘‘ leitet sich vom englischen Verb „to mob“ ab, was so viel bedeutet wie ,,anpöbeln‘‘. Ursprünglich wurde damit ein Tierverhalten bezeichnet, bei dem sich mehrere Tiere zusammentun und einen Feind abwehren. (vgl.Dambach 2011,S.13)

Dambach (2011, S.13) erwähnt weiterhin, dass Mobbing erst durch Heinz Leymann verwendet wurde, der damit die Vorgänge in der Arbeitswelt bezeichnete. Er zitiert Leymann wie folgt: ,,Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind(von einer oder mehreren andern )und die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen.‘‘(Leymann 1993,S.21;zit.nach Dambach 2011,S.13).

2.2 Cybermobbing

2.2.1 Definition

Cybermobbing findet im virtuellen Raum, den sogenannten Cyberspace, mit Hilfe von Computervermittelte Kommunikation statt. Unter computervermittelter Kommunikation werden ,,alle kommunikativen, d.h sozialen Austauschprozesse verstanden, die durch einen Computer als vermittelndes technisches Medium stattfinden. Die Computer des Senders und des Empfängers müssen mit einander vernetzt sein, um die Nachrichten zu senden und dekodieren. (vgl. Misoch 2006, S.37; Fawzi 2009, S.17f)

Man konnte sich auf keine allgemeine Definition des Cybermobbings einigen und deswegen wird Großteils die Definition von Mobbing in Cybermobbing übertragen, in dem Medien und Internet hinzugefügt werden. Nach Kowalski und Limber ist Cybermobbing ,,als Mobbing durch E-Mails, in einem Chatroom, auf einer Website oder durch eine an ein Mobiltelefon gesendete Textnachricht‘‘(vgl. Kowalski & Limber 2007, S.24; Fawzi 2009, S.32).

Tokunaga bezeichnet Cybermobbing als jedes Verhalten, das mittels digitaler Medien ausgeführt wird, mit der Absicht den anderen zu schaden (vgl. Tokunaga 2010; Katzer 2014, S.60).

2.2.2 Merkmale

Im Vergleich zu traditionellem Mobbing lassen sich bei Cybermobbing vier Merkmale feststellen, in denen sich beide Formen wesentlich unterscheiden.

Die erste Besonderheit bei Cybermobbing ist die hohe Anonymitätsgrad: - dieser führt zu hoher Angst bei den Opfern, da die Täter nicht immer erkennbar sind.

Ein weiteres Kennzeichen ist der hohe Öffentlichkeitsgrad: - ein weltweites Publikum kann beim Cybermobbing zusehen.

Zum anderen ist die Endlosviktimisierung: - d.h Cybermobbing hört niemals auf, was einmal online veröffentlicht wurde, kann auch wirklich gelöscht werden.

Ein weiteres Merkmal ist die Schutzlosigkeit der Opfer: - in Vergleich zur Traditionelles Mobbing kann Cybermobbing jederzeit und überall stattfinden, denn die Täter kommen über digitale Medien direkt bis ins Schlafzimmer (vgl. Katzer 2014, S.61).

2.2.3 Erscheinungsformen

Bei Cybermobbing werden mit dem Handy SMS verschickt, die beleidigen oder bedrohen. Jugendliche werden meistens durch anonyme Telefonanrufe belästigt. Es ist heute einfach aufgenommene Fotos oder Videos von peinlichen Situationen im Internet anzufertigen und die Betroffenen bloßzustellen. Wenn sich z.B ehemalige Partner getrennt haben, stellen Private Inhalte (z.B erotische Aufnahmen) ins Netz, ohne den anderen Partner um Zustimmung für die Veröffentlichung zu fragen. Der ehemalige Partner soll lächerlich gemacht. (vgl. Strauf 2013, S.11)

Die Autorin Fawzi unterscheidet nach direktes und indirektes Cybermobbing. Sie definiert direktes Cybermobbing als einen Angriff durch einen direkten Kontakt des Täters zum Opfer über einen digitalen Kommunikationsweg, bspw. über SMS, Emails, Telefonanrufe, oder Instant Messenger. Im Gegensatz zu direktes Cybermobbing, definiert die Autorin Fawzi indirektes Cybermobbing als einen Angriff, wo kein persönlicher Kontakt des Täters zum Opfer notwendig ist (vgl. Fawzi 2009, S.38ff).

Die Abbildung 1 verdeutlicht diese Unterscheidung und dient dazu der besseren Übersicht.

Abbildung 1:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Eigene Darstellung vgl. hierzu Fawzi 2009: S. 39 nach Willard 2007: 5ff)

In der Fachliteratur werden die acht Kategorien von Willard übernommen, um die verschiedenen Methoden des Cybermobbing-Verhaltens zu charakterisieren. Diese sind:

Beleidigung, Beschimpfung: i.d.R. in öffentlichen Bereichen des Internets durch verletzende Kommentare

Belästigung: Zielgerichtete Attacken von gänzlich unbekannten Usern (v.a. soziale Netzwerke)

Anschwärzen, Gerüchte verbreiten: Beabsichtigtes Bloßstellen des Opfers durch das Onlinestellen von Texten, Fotos oder Videos. Ziel hierbei ist es, den Ruf einer Person zu schädigen

Auftreten unter falscher Identität: Sich als eine andere Person ausgeben, indem z.B. das Passwort des Opfers genutzt wird, um mit dessen vermeintlicher Identität bestehende Freundschaften zu manipulieren

Bloßstellen und Betrügerei: Verbreitung privater und peinlicher Details von einer Person, die man vertraulich erhalten hat, um z.B. den Ex-Partner bloßzustellen

Ausschluss: Ausgrenzung von jemandem aus einer Online-Gruppe, z.B. aus einer Instant-Messenger-Gruppe

Fortwährende Belästigung und Verfolgung: Wiederholt jemanden zu bedrohen oder (sexuell) belästigen auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen

Offene Androhung von Gewalt: Direkte oder indirekte Ankündigung, dass jemand verletzt oder gar getötet werden soll. Bei dieser Form kann der Opfer nicht einschätzen, ob die Drohungen ernst gemeint waren (vgl. Williard 2007, S.5ff; Stephan 2010, S.18f).

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Welche negativen Auswirkungen hat Cybermobbing für das Opfer?
Hochschule
Fachhochschule Nordhausen
Note
1,7
Jahr
2019
Seiten
12
Katalognummer
V497563
ISBN (eBook)
9783346015969
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mobbing, cybermobbing, hausarbeit, sozialpädagogik, soziale arbeit, pädagogik, schüler, schule, psychologie
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Welche negativen Auswirkungen hat Cybermobbing für das Opfer?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497563

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