Die vorliegenden Studie „Leben in benachteiligten Wohngebieten“ von Jörg Blasius und Jürgen Friedrichs erschienen im Leske + Budrich Verlag, 2000, soll im Folgenden anhand einer Checkliste von Professor Dr. Surkemper empirisch analysiert und erklärt werden. Des weiteren sollen die Ergebnisse als auch der Inhalt der Studie möglichst ausführlich und objektiv dargestellt werden. Diese Hausarbeit dient also nicht einer Beurteilung, sondern einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einer Darstellung von Merkmalen empirischer Untersuchungen.
Das Inhaltsverzeichnis lehnt sich in den Titeln bewusst an die Vorlage an, um eine möglichst strukturierte, klar erkennbare und nachvollziehbare Zusammenfassung der Vorlage zu erreichen. Die Ergebnisse der einzelnen Kapitel sind nicht vollständig und in allen Nuancen dargestellt sondern dienen lediglich einer Übersicht. Das heißt, es lassen sich keine genauen Rückschlüsse aus dieser Hausarbeit ziehen. Es sollte dazu immer die vollständige Studie zu Rate gezogen werden. Auf die Darstellung der in der Studie angewendeten mathematischen Erhebungs- und Berechnungsverfahren ist ebenfalls gänzlich verzichtet worden, da dies den eigentlichen Sinn und Rahmen der Hausarbeit überschreiten würde.
Inhaltsverzeichnis
- Allgemeines zur Hausarbeit
- Allgemeines zur Studie „Leben in benachteiligten Wohngebieten“
- Die Hypothese
- Die Erhebungsgebiete und die Methoden der Auswahl
- Der Fragebogen
- Die vier Wohngebiete
- Beurteilung der Wohngebiete durch die Anwohner
- Fortzugsabsichten
- Netzwerke
- Netzwerke der deutschen Bewohner
- Die Netzwerke der türkischen Bewohner
- Aktionsräume
- Soziale Normen
- Einstellungen zu abweichenden Verhalten
- Lebensstile
- Kulturelles und ökonomisches Kapital
- Türkische Bewohner
- Der Zustand der Wohnung
- Einrichtungsgegenstände
- Die Pflege der Wohnung
- Fertigkeiten
- Fertigkeiten als kulturelles Kapital
- Beurteilung der Fähigkeiten
- Zusammenfassung der Studie Leben in benachteiligten Wohngebieten
- Darstellung der Studie anhand empirischer Merkmale
- Vorbereitung der Untersuchung
- Untersuchungsgegenstand, Zeitpunkt
- Erkenntnisinteresse (pers. Motivation, Problemsicht, Änderungsperspektiven etc.) Auftraggeber, Finanzierung (durch wen?)
- theoretischer Hintergrund
- Hypothesen
- Vorgehen der Untersuchenden
- Operationalisierung/bewusste (und unbewusste) Eingrenzungen (Untersuchungsfragen valide?)
- Verhältnis Gesamtpopulation - Sample
- Zahl
- Auswahlverfahren und dessen Begründung
- Repräsentativität bzw. Aussagekraft
- Erhebungsinstrumente
- Welche Techniken und deren konkrete Beschaffenheit (z.B. Art des Fragebogen: Standardisierung, Nichtstandardisierung, Ja-Nein Antworten, Skalierungen)
- Beurteilung von Auswahl und Gestaltung der Instrumente
- Ergebnisse/Auswertung der Befunde
- Wie differenziert ist die Auswertung? (verschiedene Variablen, Cluster-Analyse, Korrelationen etc.)
- Überblick über die Ergebnisse und deren Präsentation (Schaubilder etc.)
- Ist die Interpretation der Befunde von den Daten gedeckt (z.B. fehlende Validität, fehlende Signifikanz, Scheinkorrelationen, werden zunächst überraschende oder (scheinbar) widersprüchliche Ergebnisse plausibel erklärt?)
- Wird ein Bezug zu anderen Untersuchungen hergestellt?
- Wird eine Verallgemeinerung der Ergebnisse oder gar ein Versuch zur Theorienbildung unternommen?
- Welche theoretischen Erklärungsansätze werden angewendet?
- Einschätzung der Ergebnisse
- Gibt es offen gebliebene Fragen oder Defizite oder gar nicht plausible Befunde? Worauf sind diese Mängel zurück zu führen? (z.B. auf Mängel der Fragestellung und Hypothesen oder auf die Operationalisierung: Untersuchungsfrage, Sample, Erhebungstechniken etc.)
- Literaturverzeichnis / Quellenangaben
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Studie „Leben in benachteiligten Wohngebieten“ untersucht die Frage, ob in benachteiligten Wohngebieten eine doppelte Benachteiligung auftritt, die auf ökonomische Gründe sowie auf die Bedingungen des Wohngebietes zurückzuführen ist.
- Analyse der Lebensbedingungen in benachteiligten Wohngebieten
- Untersuchung der sozialen Netzwerke und Aktionsräume der Bewohner
- Beurteilung der Auswirkungen von kulturellem und ökonomischem Kapital auf die Lebenschancen der Bewohner
- Bewertung der Rolle von sozialen Normen und Einstellungen gegenüber abweichendem Verhalten
- Darstellung der Studie anhand empirischer Merkmale und deren Interpretation
Zusammenfassung der Kapitel
Die Studie beginnt mit einer ausführlichen Darstellung der Hypothese und der Erhebungsgebiete, die in Köln liegen. Anschließend werden die verwendeten Methoden der Auswahl und der Fragebogen, der die Grundlage der empirischen Untersuchung bildet, vorgestellt. Die Analyse der vier Wohngebiete zeigt deutlich, dass sich diese nicht nur durch statistische Daten unterscheiden, sondern auch in ihrer baulichen Struktur und den dort lebenden Menschen.
Ein Schwerpunkt der Studie liegt auf der Untersuchung der sozialen Netzwerke und Aktionsräume der Bewohner, wobei sowohl deutsche als auch türkische Bewohner betrachtet werden. Die Studie analysiert die sozialen Normen und Einstellungen zu abweichendem Verhalten und untersucht die Auswirkungen von kulturellem und ökonomischem Kapital auf das Leben der Bewohner.
Abschließend werden die Ergebnisse der Studie zusammenfassend dargestellt und anhand empirischer Merkmale diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Studie konzentriert sich auf die Themen Benachteiligung, Wohngebiete, Soziale Netzwerke, Aktionsräume, Kulturelles Kapital, Ökonomisches Kapital, Soziale Normen, Einstellungen zu abweichendem Verhalten, empirische Sozialforschung, Lebensbedingungen und Lebensstile.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die zentrale Hypothese der Studie zum Leben in benachteiligten Wohngebieten?
Die Studie untersucht, ob Bewohner benachteiligter Viertel eine "doppelte Benachteiligung" erfahren – einerseits durch ihre eigene ökonomische Lage und andererseits durch das negative Umfeld des Wohngebiets.
Wie unterscheiden sich soziale Netzwerke deutscher und türkischer Bewohner?
Die Studie analysiert Unterschiede in der Dichte und Reichweite der Netzwerke sowie deren Funktion für die Alltagsbewältigung und soziale Unterstützung.
Was bedeutet "kulturelles Kapital" in diesem Kontext?
Es bezieht sich auf Bildung, Fertigkeiten und kulturelle Ressourcen (z.B. Wohnungseinrichtung), die Einfluss auf die Lebenschancen und die soziale Positionierung der Bewohner haben.
Warum haben viele Bewohner Fortzugsabsichten?
Fortzugsabsichten entstehen oft durch Unzufriedenheit mit dem Zustand der Wohnungen, fehlender Sicherheit oder dem Wunsch nach einem besseren Umfeld für die Kinder.
Wie wurde die Studie empirisch durchgeführt?
Die Untersuchung basierte auf standardisierten Fragebögen in vier ausgewählten Wohngebieten in Köln, wobei sowohl die bauliche Struktur als auch soziale Variablen erhoben wurden.
- Quote paper
- Dipl.-Sozialarbeiter (FH) Carsten Vogt (Author), 2003, Leben in benachteiligten Wohngegenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49759