In dieser Arbeit geht es um die Struktur des Bildungssystems und die Bildungspolitik in der Sowjetunion und der Russischen Föderation. Zunächst geht der Autor auf die vier Bereiche des Bildungssystems in Russland ein und führt die Berufsausbildung und die Hochschulausbildung an. Anschließend kommentiert der Autor die Jahrzehnte bezüglich des Bildungswesens ausgehend von 1920 bis zum 21. Jahrhundert. Des Weiteren wird die Zusammenarbeit der Russischen Föderation in Bildung und Forschung mit Deutschland thematisiert. Abschließend werden die Zuständigkeiten und Finanzierung im Bereich der Bildung in Russland thematisiert.
Zur Zeit der Sowjetunion in den 1960er und 1970er Jahren erfolgte eine rasche Entwicklung und Expansion. Diese führte Ende der 1970er Jahre sogar zu einer Sättigung des Marktes. Die, Mitte der 1980er Jahre mit der Politik Michail Gorbatschows, einsetzende Perestroika führte auch zu einer gesellschaftlichen Dynamik im Bildungs- und Wissenschaftsbereich und zu bedeutenden Reformen und nationalen Projekten. Wesentlich waren besonders die Reform des allgemeinen Schulwesens und der Berufsausbildung und der Richtlinienentwurf von 1986 für die Umgestaltung des Hoch- und Fachschulwesens.
Inhaltsverzeichnis
1 Schulen und Hochschulen in Russland:
1. Grundlegendes
2. Die vier Bereiche des Bildungssystems
2 Zusammenarbeit der Russischen Föderation in Bildung und Forschung mit Deutschland
1. Grundlegendes
2. Universitäre Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Sports
3 Wesentliche Indikatoren für die Bildung in Russland
4 Zuständigkeiten und Finanzierung im Bereich der Bildung in Russland
1. Grundlegendes zu den Zuständigkeiten
2. Grundlegendes zur Finanzierung
5 Gegenwart und weitere mögliche Entwicklungen
6 Zusammenfassung, Bemerkungen
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Bildungssystem und die Bildungspolitik in der Sowjetunion sowie in der Russischen Föderation mit einem besonderen Fokus auf die historische Entwicklung, die Auswirkungen von Reformprozessen und die internationale Kooperation mit Deutschland.
- Analyse der historischen Entwicklung des russischen Bildungssystems über mehrere Dekaden.
- Untersuchung der Auswirkungen politischer Transformationen und Marktwirtschaft auf das Bildungswesen.
- Evaluation zentraler Bildungsindikatoren im Vergleich zur OECD.
- Darstellung der bilateralen Forschungs- und Bildungszusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland.
- Betrachtung der Auswirkungen nationaler Bildungsprojekte und Reforminitiativen auf den Status quo.
Auszug aus dem Buch
2. Die vier Bereiche des Bildungssystems
1) Die allgemeine Schul-ausbildung, 2) Die Berufsausbildung, 3) Die Hochschulausbildung und 4) Die Postgraduierte Ausbildung
2.1. Die allgemeine Schulausbildung
Die Allgemeine Schulausbildung in Russland besteht aus der Grundschule, der Hauptschule und der Oberstufe. Die allgemeine Schulpflicht bzw. der Schuleintritt beginnt im Alter von sieben Jahren. Durch die Schulbehörde kann allerdings nach einem erstellten psychologischen Gutachten ein Schulbeginn bereits mit dem sechsten Lebensjahr empfohlen werden. Davon machen etwa durchschnittlich 35 % der chulpflichtigen Kinder gebrauch. Die grundsätzlich mit sieben Jahren eingeschulten Kinder absolvieren die vierjährige Primärstufe der Grundschule - die auch als Anfangsschule bezeichnet wird - dann innerhalb von drei Jahren, weshalb sie nach Vollendung der dritten Klasse unmittelbar in das fünfte Schuljahr aufsteigen können (http://de.wikipedia.org/ w/index.php? title=Bildungssystem_ in_ Russland&printable=yes, 28.07.2011, Seite 1 von 6).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Schulen und Hochschulen in Russland: Ein Überblick über die Struktur des Bildungssystems und dessen Transformation von einem staatlichen Monopol hin zu einem wettbewerbsorientierten Bildungsmarkt.
2 Zusammenarbeit der Russischen Föderation in Bildung und Forschung mit Deutschland: Analyse der bilateralen Beziehungen, der Bedeutung des Bologna-Prozesses und der gemeinsamen Forschungsprojekte beider Länder.
3 Wesentliche Indikatoren für die Bildung in Russland: Präsentation statistischer Daten zu Bildungsausgaben, Schülerzahlen und Klassengrößen im Vergleich zu OECD-Durchschnittswerten.
4 Zuständigkeiten und Finanzierung im Bereich der Bildung in Russland: Darstellung der administrativen Gliederung der Zuständigkeiten und der Herausforderungen bei der Finanzierung des Bildungswesens.
5 Gegenwart und weitere mögliche Entwicklungen: Diskussion der aktuellen Herausforderungen, der demografischen Einflüsse und der ökonomischen Bedingungen für die künftige Bildungspolitik.
6 Zusammenfassung, Bemerkungen: Synthese der Forschungsergebnisse zur historischen Transformation und den strukturellen Veränderungen im russischen Bildungssektor.
Schlüsselwörter
Bildungssystem, Russische Föderation, Sowjetunion, Bildungspolitik, Transformation, Hochschulwesen, Berufsbildung, Bologna-Prozess, Bildungsfinanzierung, Schulausbildung, Forschungskooperation, Humankapital, Demokratisierung, Privatisierung, Leistungsindikatoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Strukturen und die politische Entwicklung des russischen Bildungssystems vom Ende der Sowjetzeit bis in die Gegenwart.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen historische Bildungsreformen, die Auswirkungen der Systemtransformation auf das Schul- und Hochschulwesen, die Rolle privater Bildungssektoren sowie die Kooperationen mit Deutschland.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Entwicklung des russischen Bildungssystems unter Berücksichtigung politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Faktoren sowie internationaler Standards verständlich aufzuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse der aktuellen Literatur und der Auswertung statistischer Daten sowie offizieller Bildungsberichte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Schulstufen, die Berufsausbildung, das differenzierte Hochschulsystem sowie die Kooperationsformen mit internationalen Partnern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Bildungstransformation, Föderale Universitäten, Bologna-Prozess, nationale Bildungsprojekte und die ökonomische Ausrichtung des Bildungssektors.
Welche Rolle spielt Deutschland in der russischen Bildungspolitik?
Deutschland agiert als wichtiger strategischer Partner, insbesondere durch Forschungskooperationen, den Austausch im Hochschulbereich und die Unterstützung bei der Modernisierung der Berufsbildung.
Wie hat sich die Finanzierung des Bildungswesens in Russland verändert?
Von einer zentralen staatlichen Finanzierung erfolgte eine schrittweise Öffnung hin zu einer diversifizierten Finanzierung, inklusive privater Studiengebühren und leistungsorientierter Mittelvergabe.
Warum wird der Bologna-Prozess in Russland kontrovers diskutiert?
Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Einführung des Bachelor-Systems, da Kritiker eine mangelnde Akzeptanz am russischen Arbeitsmarkt und eine Gefährdung traditioneller Bildungsstandards befürchten.
Welchen Einfluss hat die Demografie auf das Bildungssystem?
Die demografische Entwicklung mit sinkenden Geburtenraten führt zu einer wahrscheinlichen Verringerung der Studierendenzahlen, was langfristig die Bildungsplanung und Budgetierung beeinflusst.
- Arbeit zitieren
- Dr. Franz Zeilner (Autor:in), 2011, Bildungssystem und Bildungspolitik in der Sowjetunion und der Russischen Föderation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497786