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Die Europäische Union und die VR China. Analyse des Konfliktpotenzials der Wirtschaftspolitik zweier Supermächte

Title: Die Europäische Union und die VR China. Analyse des Konfliktpotenzials der Wirtschaftspolitik zweier Supermächte

Scientific Essay , 2019 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Miroslav Georgiev (Author), Lilyana Borisova (Author)

Politics - Region: Far East
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit untersucht mögliche Konfliktpunkte zwischen der Europäischen Union ("EU") und China bezüglich ihrer Wirtschaftspolitik.

Die EU ist nominal (nach den Vereinigten Staaten) und nach Kaufkraftparität (nach der VR China) die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt (soweit die EU als ganze und nicht nach Mitgliedsstaaten betrachtet wird). Das BIP der Europäischen Union wurde 2018 auf nominal 18,8 Bil. US-Dollar geschätzt, was ca. 22 % der Weltwirtschaft ausmacht. VR Chinas ("China") Volkswirtschaft ist zugleich nominal die drittgrößte der Welt (nach den Vereinigten Staaten und der EU). Es ist somit kein Wunder, dass die EU und China sehr enge wirtschaftliche Beziehungen miteinander pflegen.

Der Warenverkehr zwischen der EU und China belief sich in 2017 auf ca. 573 Mrd. EUR, wobei zwei Drittel davon die Einfuhr der EU aus China darstellen. Die EU hat auch erhebliche Bedeutung für die chinesische Wirtschaft und ist in 2018 der größte Importeur in China. Diese Wirtschaftsbeziehungen sowie die nahezu bedeutungslose sicherheitspolitische Konfliktpunkte sorgen dafür, dass beide Parteien bestrebt sind, das wirtschaftliche Wachstum beider Volkswirtschaften fortzusetzen und entsprechend für beide Seiten eine Win-Win-Situation zu erziehen, bei der die Unternehmen der beiden Volkswirtschaften von diesen guten Geschäftsbeziehungen profitieren können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Entwicklung der Beziehungen zwischen VR China und EU

3. Die Wirtschaft als Schwerpunkt der Politik der beiden Akteure – eine Grundlage für ökonomische Interdepenz und Spannungsverhältnisse

3.1. Die protektionistischen Maßnahmen der chinesischen Wirtschaftspolitik – die Basis der europäischen Unzufriedenheit

3.2. Die Regulierung der chinesischen Unternehmen in der EU

3.2.1. Nationale Gesetze und Investitionsprüfung

3.2.2 Gegenmaßnahmen auf EU-Ebene

4. Das chinesische Engagement in Europa

4.1 One Belt One Road Initiative

4.2 Initiative „16 + 1“

4.2.1. Prinzipielle Grundlage

4.2.2. Der Stand in 2018

4.2.3. Die kurzfristigen wirtschaftlichen Ziele der MOEL gegenüber der langfristigen strategischen Vision Chinas

4.2.4. Chinas Investitionsmuster und Direkte Investionen in den MOEL

4.2.5. Chinas Infrastrukturbauprojekte

4.2.6. Chinesische Kreditvergabepraktiken

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen der Europäischen Union und der Volksrepublik China, wobei der Fokus primär auf den ökonomischen Beziehungen und den daraus resultierenden politisch-wirtschaftlichen Konfliktpotenzialen liegt. Es wird analysiert, inwiefern die protektionistische Wirtschaftspolitik Chinas und der zunehmende chinesische Einfluss in Europa durch Initiativen wie "One Belt One Road" sowie das "16+1"-Format die Einheit und die strategischen Interessen der EU-Mitgliedstaaten herausfordern.

  • Historische Entwicklung der europäisch-chinesischen Beziehungen
  • Wirtschaftliche Protektionismusmaßnahmen und Marktregulierung
  • Geopolitische Strategien Chinas in Europa (BRI und 16+1)
  • Kreditvergabepraktiken und Infrastrukturinvestitionen
  • Herausforderungen für die europäische Wettbewerbsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Regulierung der chinesischen Unternehmen in der EU

Aber auch für chinesische Unternehmen bestehen auf dem EU-Markt einige Regulierungs und Investitionshürden. Wie bereits erwähnt, ist die Struktur der EU als supranationale Insti tution für chinesische Investoren nicht einfach. Es ist dann von entscheidender Bedeutung, dass sowohl das EU-Recht beachtet wird, als auch das heimische Recht in dem jeweiligen Mitgliedsstaat. Das EU-Recht besteht – neben den EU-Verträge – aus Verordnungen, die un mittelbare Geltung haben, und Richtlinien, die erst im nationalen Recht umgesetzt werden müssen (Art. 288 AEUV). Des Weiteren sind auch die Rechtsprechung des EuGH sowie die Empfehlungen und Stellungnahmen der EU Kommission von besonderer Bedeutung. Dieses sog. soft law hat zwar keine unmittelbar bindende Wirkung, aber gibt einem eine Vorstellung davon, wie die Behörde handelt (vgl. Art. 288 Abs. 4 AEUV). Zudem müssen auf nationaler Ebene sämtliche Gesetze beachtet werden. Insgesamt stellt dies eine sehr strenge und kompli zierte Regulierung dar, die mit erheblichen Transaktionskosten (etwa Beratungsaufwand, Compliance, Zeitaufwand etc.) verbunden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die ökonomische Bedeutung von EU und China als globale Supermächte und führt in die Thematik der trotz intensiver Handelsbeziehungen bestehenden Konfliktpotenziale ein.

2. Historische Entwicklung der Beziehungen zwischen VR China und EU: Das Kapitel beleuchtet den Ausbau der wirtschaftlichen Handelsbeziehungen seit den 1980er Jahren und thematisiert sicherheitspolitische sowie institutionelle Besonderheiten in der gegenseitigen Wahrnehmung.

3. Die Wirtschaft als Schwerpunkt der Politik der beiden Akteure – eine Grundlage für ökonomische Interdepenz und Spannungsverhältnisse: Hier werden die strukturellen Marktbeschränkungen und der chinesische Protektionismus analysiert, insbesondere im Hinblick auf den Wettbewerb durch staatlich subventionierte Unternehmen.

3.1. Die protektionistischen Maßnahmen der chinesischen Wirtschaftspolitik – die Basis der europäischen Unzufriedenheit: Dieses Kapitel detailliert spezifische Investitionshürden für ausländische Unternehmen in China und die Problematik staatlicher Dominanz in Schlüsselbranchen.

3.2. Die Regulierung der chinesischen Unternehmen in der EU: Der Autor erläutert hier die komplexe rechtliche Situation für chinesische Investoren beim Eintritt in den europäischen Markt und die damit verbundenen regulatorischen Anforderungen.

3.2.1. Nationale Gesetze und Investitionsprüfung: Untersuchung der unterschiedlichen Ansätze der EU-Mitgliedstaaten zur Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen zum Schutz kritischer Infrastrukturen.

3.2.2 Gegenmaßnahmen auf EU-Ebene: Darstellung der auf Unionsebene geschaffenen Instrumente wie der neuen Verordnung zur Investitionsprüfung und Initiativen für fairere öffentliche Ausschreibungen.

4. Das chinesische Engagement in Europa: Analyse der strategischen Motive Chinas hinter dem Ausbau der Infrastruktur und der Vernetzung in Europa.

4.1 One Belt One Road Initiative: Vorstellung der transkontinentalen Strategie Chinas zur wirtschaftlichen Integration entlang der historischen Seidenstraße.

4.2 Initiative „16 + 1“: Untersuchung des Formats zur Kooperation zwischen China und den mittel- und osteuropäischen Staaten als ergänzende Plattform zur BRI.

4.2.1. Prinzipielle Grundlage: Erläuterung des experimentellen Charakters des 16+1-Formats und der zugrunde liegenden chinesischen normativen Basis.

4.2.2. Der Stand in 2018: Zwischenbilanz der Aktivitäten des 16+1-Formats nach den ersten Jahren, einschließlich der sektoralen Koordinierungsmechanismen.

4.2.3. Die kurzfristigen wirtschaftlichen Ziele der MOEL gegenüber der langfristigen strategischen Vision Chinas: Gegenüberstellung der Diskrepanz zwischen den wirtschaftlichen Erwartungen der europäischen Partner und den geopolitischen Zielen Pekings.

4.2.4. Chinas Investitionsmuster und Direkte Investionen in den MOEL: Analyse der Investitionsschwerpunkte Chinas, insbesondere im Infrastrukturbereich und bei Akquisitionen.

4.2.5. Chinas Infrastrukturbauprojekte: Bewertung der konkreten Auswirkungen chinesischer Großprojekte in den Westbalkanstaaten auf die Governance und Rechtsstaatlichkeit.

4.2.6. Chinesische Kreditvergabepraktiken: Kritische Beleuchtung der risikoreichen Kreditvergabe durch chinesische Banken und deren Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität der Gastländer.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der systemischen Gegensätze zwischen der EU und China und Ausblick auf die politischen Herausforderungen für die europäische Einheit.

Schlüsselwörter

EU, VR China, Handelspolitik, Wirtschaftswachstum, Protektionismus, Investitionsprüfung, One Belt One Road, 16+1 Initiative, Infrastrukturprojekte, Kreditvergabe, Marktregulierung, Geopolitik, Europäische Union, Wettbewerbsverzerrung, Menschenrechtspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen der Europäischen Union und der Volksrepublik China, wobei der Fokus auf den wirtschaftlichen Verflechtungen und den daraus resultierenden politischen Konfliktpotentialen liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?

Zentrale Themen sind die Handelsbeziehungen, der chinesische Protektionismus, regulatorische Hürden für Investitionen, die Strategie "One Belt One Road" sowie das Kooperationsformat "16+1" und dessen Auswirkungen auf die EU.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie China durch spezifische wirtschaftspolitische Instrumente seinen Einfluss innerhalb Europas ausweitet und vor welche Herausforderungen dies die politische Handlungsfähigkeit und Einheit der EU stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autoren nutzen eine systematische Analyse von Handelsdaten, Strategiepapieren, Rechtsnormen (wie Investitionsprüfungsmechanismen) und Sekundärliteratur, um die wirtschaftliche Strategie Chinas und die Reaktion der EU zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Untersuchung der Marktregulierung, die Analyse von Chinas Infrastrukturinvestitionen in Mittel- und Osteuropa sowie die Auswirkungen der dortigen Kreditvergabepraktiken auf die Rechtsstaatlichkeit und finanzielle Stabilität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem: Europäische Union, VR China, Wirtschaftsbeziehungen, Protektionismus, Investitionsprüfung, Belt and Road Initiative, 16+1-Format, Wettbewerbsverzerrung und geopolitische Strategie.

Warum wird das "16+1"-Format in der Arbeit kritisch betrachtet?

Die Autoren betrachten das Format kritisch, da es die Einheit der EU untergraben könnte, indem China durch bilaterale Kooperationen mit einzelnen MOEL-Staaten eigene geopolitische Interessen verfolgt, die oft nicht im Einklang mit EU-Standards stehen.

Welche Rolle spielen die Investitionsprüfungen durch die EU im Kontext dieser Analyse?

Investitionsprüfungen werden als notwendige Gegenmaßnahmen der EU interpretiert, um den unkontrollierten Ankauf von strategisch wichtigen Schlüsseltechnologien und kritischer Infrastruktur durch chinesische Staatsunternehmen zu regulieren und faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern.

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Details

Title
Die Europäische Union und die VR China. Analyse des Konfliktpotenzials der Wirtschaftspolitik zweier Supermächte
College
University of Bonn
Grade
1,3
Authors
Miroslav Georgiev (Author), Lilyana Borisova (Author)
Publication Year
2019
Pages
29
Catalog Number
V497922
ISBN (eBook)
9783346022691
ISBN (Book)
9783346022707
Language
German
Tags
China EU Politik Wirtschaft Wirtschaftspolitik Seidenstraße One belt one road belt and road initiative investitionen investitionsprüfung Außenwirtschaft Internationale Beziehungen 16+1 initiative Deutschland Foreign Direct Investment FDI FDI review Infrastrukturbauprojekte Infrastruktur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miroslav Georgiev (Author), Lilyana Borisova (Author), 2019, Die Europäische Union und die VR China. Analyse des Konfliktpotenzials der Wirtschaftspolitik zweier Supermächte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497922
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