In der folgenden Arbeit werden verschiedene Aspekte aufgezeigt, die das interkulturelle Lernen beeinflussen und verändert, sodass das interkulturelle Lernen in der Schule als Chance genutzt wird, um den Kindern ein gemeinsames Lernen zu ermöglichen. Im ersten Teil werden die Begriffe Kultur und Interkulturalität aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und geschaut wie der Bezug zwischen der Kultur und der Interkulturalität hergestellt werden kann. Im weiteren Verlauf werden Hürden des Bildungssystems sowie die Rolle der Lehrkraft aufgezeigt, die das interkulturelle Lernen in der Schule beeinträchtigen. Darauf basierend werden im letzten Teil der Arbeit Möglichkeiten zur Umsetzung des interkulturellen Lernens in der Schule dargelegt, sodass Kinder zu toleranten und vorurteilsfreien Menschen erzogen werden können.
Kinder begegnen einer Vielfalt von Sprachen und Kulturen von klein auf zum Beispiel unter anderem in der Kindertagesstätte, auf dem Spielplatz, im Fernsehen oder im Klassenzimmer. Innerhalb der Schule treffen viele Biographien mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Familiengeschichten aufeinander. Der Grundschule steht die Aufgabe zu, die Heterogenität der Schülerschaft als Chance zu nutzen, um Verhaltensweisen für das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller, sprachlicher und religiöser Herkunft aufzubauen. Mithilfe des interkulturellen Lernens öffnet sich der Unterricht für vielfältige Erfahrungen aller Beteiligten. Der Klassenraum wird zum Erzählen sowie Teilen von Erfahrungen und Sprechen über Biographien genutzt, sodass Unterschiede zwischen den Kindern nicht als eine Ungleichheit, sondern als eine gegenseitige Bereicherung wahrgenommen werden. Die Schere zwischen dem Kind und der Schule wird immer größer, wenn nicht die Vorerfahrungen und Mehrsprachigkeit in den Schulalltag integriert werden. Die interkulturelle Kompetenz trägt zur Persönlichkeits- und Identitätsbildung bei, indem kulturelle Differenzen und Perspektiven als bedeutsame Gegebenheit entdeckt und anerkannt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kultur und Interkulturalität
- Die Grundschule als Raum für interkulturelles Lernen
- Monolingualismus versus Mehrsprachigkeit
- Rolle der Lehrkraft für interkulturelles Lernen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema interkulturelles Lernen in der Grundschule und zeigt die Bedeutung des interkulturellen Lernens für die Entwicklung von Kindern auf. Sie analysiert die Herausforderungen, die mit dem interkulturellen Lernen in einem multikulturellen Kontext verbunden sind, und untersucht die Rolle der Lehrkraft bei der Förderung dieser wichtigen Kompetenz.
- Die Bedeutung von Kultur und Interkulturalität für die Bildung von Identität
- Die Herausforderungen des Bildungssystems und die Rolle der Lehrkraft im interkulturellen Lernen
- Möglichkeiten zur Umsetzung des interkulturellen Lernens in der Schule
- Die Förderung von Toleranz, Gleichheit und Solidarität unter den Schülern
- Die Integration von Vorerfahrungen und Mehrsprachigkeit in den Schulalltag
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des interkulturellen Lernens in der Grundschule und stellt die zentrale These der Arbeit dar, dass interkulturelles Lernen als Chance genutzt werden sollte, um Kindern ein gemeinsames Leben zu ermöglichen. Das erste Kapitel analysiert die Begriffe Kultur und Interkulturalität aus verschiedenen Perspektiven und beleuchtet deren Bedeutung für das Verständnis von Gesellschaft und Individuum. Der Fokus liegt auf der Bedeutung des interkulturellen Lernens für die Entwicklung von Toleranz und Gleichheit in der Gesellschaft. Das zweite Kapitel untersucht die Grundschule als Raum für interkulturelles Lernen und beleuchtet die Herausforderungen, die mit dem Zusammenleben von Kindern unterschiedlicher kultureller Hintergründe verbunden sind.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Lernen, Kultur, Interkulturalität, Grundschule, Mehrsprachigkeit, Lehrkraft, Toleranz, Gleichheit, Solidarität, Identitätsbildung, gesellschaftliche Normen, Bildungssystem, Einwanderungsgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel interkulturellen Lernens in der Grundschule?
Ziel ist es, die kulturelle und sprachliche Vielfalt der Schüler als Bereicherung zu nutzen und Kinder zu toleranten, vorurteilsfreien Menschen zu erziehen.
Warum wird von einer "Schere zwischen Kind und Schule" gesprochen?
Die Schere öffnet sich, wenn die Schule die individuellen Biographien, Vorerfahrungen und die Mehrsprachigkeit der Kinder ignoriert und starr an monolingualen Normen festhält.
Welche Rolle spielt die Mehrsprachigkeit im Unterricht?
Mehrsprachigkeit sollte als Kompetenz anerkannt und aktiv in den Schulalltag integriert werden, statt sie als Hindernis für den Erwerb der deutschen Sprache zu sehen.
Wie kann eine Lehrkraft interkulturelles Lernen fördern?
Lehrkräfte sollten als Vorbilder agieren, den Klassenraum für den Austausch über verschiedene Lebenswelten öffnen und eine Atmosphäre der gegenseitigen Anerkennung schaffen.
Was bedeutet "interkulturelle Kompetenz" für die Identitätsbildung?
Sie ermöglicht es Kindern, kulturelle Differenzen als Normalität zu begreifen, was die eigene Identitätsfindung in einer globalisierten Welt stärkt.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2018, Die Schere zwischen Kind und Schule. Interkulturelles Lernen als Chance für ein gemeinsames Leben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/497984