In dieser Einsendeaufgabe wird die Psychologie des Gesundheitswesen untersucht. Dabei steht zum einen die sogenannte "Selbstwirksamkeitserwartung" im Zentrum der Arbeit. Sie wird definiert und es wird ein Fragebogen zu dieser Thematik ausgewertet. Zum anderen wird auf das Thema Stress eingegangen, indem unter anderem Entstehungsgründe und Präventionsmöglichkeiten diskutiert werden.
Selbstwirksamkeit ist das Vertrauen an sich selbst, durch die eigenen Handlungsfähigkeiten eine gestellte Aufgabe erfolgreich zu erfüllen. Nach der sozial kognitiven Lerntheorie Banduras (1992) wurde das Zentralkonzept der Selbstwirksamkeit entwickelt. Diese Theorie stellt eine individuell ausgeprägte subjektive Überzeugung dar, welche sich auf die Kompetenz zur Ausübung zielorientierter Handlungen bezieht (Bandura, 1992). Die Erwartung und Konsequenz über Erfolg oder Misserfolg entscheidet darüber, ob eine Person ihr Ziel weiterhin verfolgt oder es aufgibt.
Der Begriff Stress kommt aus dem englischen und bedeutete ursprünglich "das Testen von Metallen oder Glas auf Ihre Belastbarkeit". Die Übertragung des Begriffs in die Psychologie fand erst mit dem Biochemiker Hans Selye statt. Syle fand heraus, dass unser Organismus auf verschiedene Umweltbelastungen wie zum Beispiel extreme Hitze oder eisige Kälte regiert. Eine weitere Entdeckung die er machte, war das unspezifische Reagieren unseres Körpers durch verschiedene Lebensereignisse. Stressoren, welche physischer, psychischer oder sozialer Art sein können, sind Faktoren, welche sich negativ auf das Wohlbefinden auswirken.
Inhaltsverzeichnis
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG
1.1 Definition: Selbstwirksamkeitserwartung
1.2 Auswertung des Fragebogens „gesunde Ernährung“ zur Messung der spezifischen Selbstwirksamkeitserwartung
1.3 Wissenschaftliche Studie zur Selbstwirksamkeitserwartung:„Sport im Tausch gegen den Rausch - Steigerung der sportbezogenen Selbstwirksamkeit bei Suchtkranken“
2 LITERATURRECHERCHE : STRESS
2.1 Definition
2.2 Theoretische Grundlagen
2.3 Entstehung
2.4 Überblick über aktuelle Daten und Fakten
2.5 Präventions-und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken
2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung
3 BERATUNGSGESPRÄCH
3.1 Einordnung des Fallbeispiels in Modell des gesundheitspsychologischen Verhaltens
3.2 Rolle des Beraters einer gesundheitspsychologischen Beratung
3.3 Gesprächsverlauf
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen von Selbstwirksamkeitserwartung und Stress im Kontext des Gesundheitsmanagements, um daraus effektive Strategien für eine gesundheitsorientierte Beratung und Verhaltensänderung abzuleiten.
- Grundkonzepte der Selbstwirksamkeitserwartung und ihre Bedeutung für gesundheitsförderliches Verhalten
- Analyse ernährungsbezogener Selbstwirksamkeit mittels empirischer Daten
- Theoretische Stresskonzepte, Entstehung von Stress und dessen gesundheitliche Folgen
- Präventions- und Interventionsstrategien zur Stressreduktion
- Praktische Anwendung beratungspsychologischer Modelle zur Verhaltensänderung am Fallbeispiel
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition: Selbstwirksamkeitserwartung
Selbstwirksamkeit ist das Vertrauen an sich selbst, durch die eigenen Handlungsfähigkeiten eine gestellte Aufgabe erfolgreich zu erfüllen.
Nach der sozial kognitiven Lerntheorie Banduras (1992) wurde das Zentralkonzept der Selbstwirksamkeit entwickelt. Diese Theorie stellt eine individuell ausgeprägte subjektive Überzeugung dar, welche sich auf die Kompetenz zur Ausübung zielorientierter Handlungen bezieht (Bandura, 1992).
Die Erwartung und Konsequenz über Erfolg oder Misserfolg entscheidet darüber, ob eine Person ihr Ziel weiterhin verfolgt oder es aufgibt. Deshalb unterteilt Bandura (zitiert nach Schwarzer, 2004, S.12-13) zwei Typen von Erwartungen, wobei beide Komponenten unabhängig voneinander zu betrachten sind.
1. Selbstwirksamkeitserwartung ( oder Kompetenzerwartung)
2. Handlungs-Ergebnis-Erwartung (auch Konsequenzerwartung)
Ersteres bezeichnet den Glauben an sich selbst, sowie die eigenen Erwartungen, Situationen aufgrund individueller Kompetenzen und persönlicher Ressourcen erfolgreich und eigenständig ausführen zu können. Wesentlich hierbei ist, dass der Person eine Kontrollüberzeugung zugrunde liegt, mit welcher Sie die optimistische Annahme vertritt, Einfluss auf ihre Umwelt nehmen zu können.
Die Handlungs-Ergebnis-Erwartung bezieht sich auf die Konsequenzen welche sich aus dem Verhalten einer Person ergeben könnten.
Selbstwirksamkeit lässt sich durch verschiedene Erfahrungen erlernen und erhöhen. Bandura teilt diese in vier wesentliche Quellen ein. Die direkte Erfahrung, bei welchen Anforderungssituationen erfolgreich bewältigen werden (Bandura, 1997; zitiert nach Schwarzer, 2004, S.20-21.), die indirekte Erfahrung, welche stellvertretende Erfahrungen durch Beobachtung einer dritten Person darstellen, die symbolische Erfahrung, welches die Mitteilung anderer Personen über sie eigenen Kompetenzen beinhalten und die Gefühlserregung, bei welcher physiologische Prozesse im Körper als Signal der eigenen Kompetenz gewertet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG: Definition und Erläuterung des Konzepts der Selbstwirksamkeit nach Bandura sowie dessen praktische Untersuchung durch Fragebögen und wissenschaftliche Studien.
2 LITERATURRECHERCHE : STRESS: Beleuchtung der Definition, der theoretischen Konzepte, der Entstehung von Stress sowie dessen Auswirkungen und Präventionsmöglichkeiten.
3 BERATUNGSGESPRÄCH: Anwendung gesundheitspsychologischer Modelle zur Verhaltensänderung in der Beratungspraxis inklusive Fallbeispiel und Gesprächsführung.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, Gesundheitsmanagement, Stress, Stressbewältigung, Prävention, Verhaltensänderung, Transtheoretisches Modell, Beratung, Kompetenzerwartung, Ernährungspsychologie, Gesundheitsrisiken, Interventionsprogramme, Motivation, Sportpsychologie, Handlungs-Ergebnis-Erwartung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die psychologischen Aspekte von Selbstwirksamkeit und Stress im Gesundheitsmanagement und zeigt auf, wie diese Wissen in der professionellen Beratung zur Förderung gesunden Verhaltens eingesetzt werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Selbstwirksamkeit, Stressmodellen und deren Entstehung, gesundheitlichen Folgen von Dauerstress sowie Methoden der präventiven Beratung.
Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Faktoren zu schaffen, die eine gesundheitsorientierte Verhaltensänderung beeinflussen, und konkrete Ansätze für die beraterische Praxis zu vermitteln.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender psychologischer Theorien und Stressmodelle sowie der Auswertung eines empirischen Fragebogens zur Selbstwirksamkeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zur Selbstwirksamkeit und Stress, eine Analyse von Interventionsmöglichkeiten und eine praktische Fallstudie zur gesundheitspsychologischen Beratung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Selbstwirksamkeit, Stressmanagement, Prävention, Verhaltensänderung und gesundheitsorientierte Beratung.
Wie definiert die Arbeit den Unterschied zwischen Eustress und Disstress?
Der Autor unterscheidet, basierend auf Hans Selye, zwischen „gutem“ Stress (Eustress), der organismusfördernd wirkt, und „schlechtem“ Stress (Disstress), der negativ bewertet wird und den Organismus belastet.
Welche Rolle spielt die Selbstwirksamkeit im Kontext des Fallbeispiels der Kundin?
Die Selbstwirksamkeit ist entscheidend für die Kundin, um vom Vorsatz zur Tat zu schreiten; der Berater soll dabei durch Stärkung der Eigenkompetenz und Motivation unterstützen, damit die Kundin ihren Lebensstil nachhaltig ändert.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2017, Psychologie des Gesundheitswesens. Eine Analyse von Selbstwirksamkeitserwartung und Stress, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498162