Textkritik, Textsegmentierung nach Propositionen, Textabgrenzung, Textzusammenhang, Gattungsanalyse, Situationsanalyse, Der Verfasser und sein Ort, Sitz im Leben Jesu, Verfassungssituation, Situation der Gemeinde, Wirkungsgeschichte, Traditionsanalyse, Redaktionsanalyse, Motivanalyse, Bedeutung des Wortes "ernten" in Mt 6,35-33, Bedeutung im Neuen Testament
Inhaltsverzeichnis
1. Matthäus 6,25 – 34
1.1 Textkritik
1.2 Textsegmentierung nach Propositionen
1.3 Textabgrenzung
1.4 Textzusammenhang
1.5 Gattungsanalyse
1.6 Situationsanalyse
6.6.1 Der Verfasser und sein Ort
6.6.2 Sitz im Leben Jesu
6.6.3 Verfassungssituation
6.6.4 Situation der Gemeinde
6.6.5 Wirkungsgeschichte
1.7 Traditionsanalyse
1.8 Redaktionsanalyse
1.9 Motivanalyse
2. θερίζω – ernten
2.1 Bedeutung in Mt 6,35-33
2.2 Bedeutung im Neuen Testament
3. Verzeichnis über die in der Arbeit verwendeten Bibelzitate
4. Zusatz Redaktionsanalyse
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Perikope Matthäus 6,25-34 einer wissenschaftlichen Exegese zu unterziehen und dabei insbesondere die Bedeutung des Begriffs "θερίζω" (ernten) im Kontext der Sorglosigkeit und des Glaubens zu analysieren. Dabei wird der biblische Text methodisch untersucht, um dessen ursprüngliche Intention sowie dessen Rezeption und Bedeutung innerhalb der neutestamentlichen Schriften zu erschließen.
- Methodische Analyse von Mt 6,25-34 (Textkritik, Segmentierung, Gattung).
- Situationsanalyse des Verfassers und der ursprünglichen Empfängergemeinde.
- Untersuchung der biblischen Thematik des Vertrauens auf Gottes Fürsorge.
- Bedeutungsanalyse des Begriffs "ernten" (θερίζω) im Neuen Testament.
- Redaktionsgeschichtlicher Vergleich zwischen Matthäus und Lukas.
Auszug aus der Proseminararbeit
1.3 Textabgrenzung
Mt 6,25–34 muss im Zusammenhang mit, und vor allem als Teil der in 5,1 beginnenden Bergpredigt gesehen werden, die neben den Seligpreisungen auch weitere Charakteristika und Handlungsmöglichkeiten eines vom Glauben an Gott erfüllten Menschen beschreibt. So gehört Mt 6,25-34 zu dem Teil der Bergpredigt, der über falsche und rechte Sorge spricht, beginnend in 6,19. Die Perikope endet mit dem Vers 35 desselben Kapitels. Die Bergpredigt selbst endet in Kapitel 7, Vers 29.
Die Stelle 6,25-34 knüpft mit Vers 25 an die vorhergehenden Lehren an und begründet, warum diese befolgt werden sollen. Sie kann wie folgt grob gegliedert werden: Er beginnt mit einem Verbot (25), dessen Begründung aus der Erfahrung abgeleitet wird. Es folgt eine zweite, zu der ersten parallel laufende Begründung (28b-30), die mit einer kurzen Einleitung (28a) beginnt. In den Versen 31 bis 33 findet man eine Mahnung, welche die beiden vorhergehenden Verbote zusammenfasst. „Auffällig in diesem geschlossenen Text sind vor allem die Verse 27 und 34, die das Formschema sprengen“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Matthäus 6,25 – 34: Analyse des biblischen Textes durch verschiedene exegetische Methoden wie Textkritik, Gattungsbestimmung und Situationsanalyse.
2. θερίζω – ernten: Untersuchung der philologischen und theologischen Bedeutung des Begriffs "ernten" sowohl im Kontext des Matthäusevangeliums als auch im restlichen Neuen Testament.
3. Verzeichnis über die in der Arbeit verwendeten Bibelzitate: Auflistung und Kontextualisierung aller in der Arbeit zitierten biblischen Stellen zur Unterstützung der Argumentation.
4. Zusatz Redaktionsanalyse: Synoptischer Vergleich der matthäischen Fassung mit dem entsprechenden Textabschnitt im Lukasevangelium.
Schlüsselwörter
Matthäusevangelium, Bergpredigt, Sorge, Gottesvertrauen, Exegese, Textkritik, Gattungsanalyse, Redaktionsanalyse, Motivanalyse, Bibelauslegung, Christliches Leben, Neues Testament, Ernten, Theologie, Urchristentum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Analyse der Perikope Matthäus 6,25-34, die den bekannten Abschnitt über das Sorgen und das Vertrauen auf Gott thematisiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen die Sorge des Menschen, die Fürsorge Gottes, das rechte Handeln sowie die philologische Bedeutung des griechischen Begriffs für "ernten" (θερίζω).
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist die wissenschaftliche Durchdringung des Textes mittels klassischer Methoden der Bibelauslegung, um den Sinngehalt für die damalige Gemeinde und die heutige Leserschaft zu klären.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es werden methodische Schritte der historisch-kritischen Bibelauslegung angewandt, darunter Textkritik, Situationsanalyse, Gattungs- und Redaktionsanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte textimmanente Analyse der Perikope sowie eine spezifische Untersuchung des Begriffs "ernten" und dessen Bedeutung im neutestamentlichen Kontext.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Matthäusevangelium, Bergpredigt, Sorglosigkeit, Schöpfungstheologie, Redaktionsgeschichte und Exegese.
Warum ist der Vergleich zwischen Matthäus und Lukas im Anhang wichtig?
Der Vergleich (Zusatz Redaktionsanalyse) verdeutlicht, wie Matthäus die gemeinsame Logienquelle verarbeitet hat und welche stilistischen oder inhaltlichen Schwerpunkte er im Vergleich zum Lukas-Evangelium setzt.
Welche Rolle spielt der Begriff "ernten" (θερίζω) in der Untersuchung?
Die Autorin untersucht, ob das Wort wörtlich als landwirtschaftliche Tätigkeit oder metaphorisch im Sinne einer eschatologischen Erntestunde verstanden werden muss.
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- Gertraud Proßegger (Author), 2005, Matthäusevangelium 6,25-34 - Analyse der Perikope und Bedeutung des Wortes ernten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49841