Diese Arbeit sucht eine Antwort auf die Frage "Was ist Wissenschaft?" Damit dieses Ziel erreicht werden kann, muss zunächst der Begriff Wissen geklärt werden. Darauf aufbauend wird erläutert, was unter Wissenschaft zu verstehen ist. Zwar hat jeder Mensch eine ungefähre Vorstellung davon, was unter diesem Begriff zu verstehen sei, eine exakte Definition gelingt jedoch den Wenigsten. Wichtige Kriterien für die Definition sind Nachvollziehbarkeit, Begründbarkeit, Prüfbarkeit sowie systematisches und methodisches Vorgehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Wissenschaft?
2.1.Was ist Wissen?
2.2.Was ist Wissenschaft?
3. Systematik der Wissenschaften
4. Denkschulen der Wissenschaft
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit verfolgt das primäre Ziel, eine fundierte Antwort auf die grundlegende Frage „Was ist Wissenschaft?“ zu formulieren, indem sie den Wissensbegriff präzisiert, die Systematik wissenschaftlicher Disziplinen untersucht und die Unterschiede zwischen den maßgeblichen erkenntnistheoretischen Denkschulen herausarbeitet.
- Definition und Abgrenzung des Wissensbegriffs
- Kriterien für wissenschaftliches Arbeiten (Prüfbarkeit, Nachvollziehbarkeit, Begründbarkeit)
- Strukturierung und Systematik der verschiedenen Wissenschaften
- Gegenüberstellung von Empirismus und Rationalismus
- Methoden der Erkenntnisgewinnung
Auszug aus dem Buch
2.1.Was ist Wissen?
Wie in der Einleitung angekündigt, wird in diesem Kapitel erläutert, was unter dem Begriff Wissen zu verstehen ist. Dabei ist es nützlich zunächst eine Abgrenzung zu anderen Formen der Welterschließung vornehmen. So unterscheidet sich Wissen deutlich von „vermuten", „annehmen", „wünschen", „meinen" oder „hoffen". Letztere bedürfen, im Gegensatz zu Wissen, nämlich keinerlei Begründung. (vgl. BARDMANN, 2014, 48). Damit ist ein erstes Merkmal des Wissensbegriffs herausgearbeitet: Die Begründbarkeit. Um festzustellen, was darüber hinaus den Wissensbegriff auszeichnet, sei auf die Definition des Brockhaus verwiesen. Hier heißt es:
Wissen [mittelhochdeutsch wizzen, zu althochdeutsch wizzan, eigentlich »gesehen haben«], Bezeichnung für ein in Individuen, Gruppen und sonstigen Kollektiven vorhandenes kognitives Schema, das, an der Erfahrung orientiert, die Handhabung von Sachverhalten, Situationen sowie den Bezug zur Umwelt auf eine zumindest angenommene zuverlässige Basis von Informationen und Regeln gründet, die sich ihrerseits anhand der Kriterien Prüfbarkeit, Nachvollziehbarkeit und Begründbarkeit bestimmen lassen. Wissen ist damit immer an die Geltung von über das Individuum hinausreichenden Wahrheitsansprüchen gebunden, die selbst auch wieder zur Disposition gestellt werden können [.]. (BROCKHAUS 2019)
Neben der Begründbarkeit werden hier also zwei weitere Kriterien von Wissen genannt: Prüfbarkeit und Nachvollziehbarkeit. Demnach handelt es sich nur dann wirklich um Wissen, wenn Erkenntnisse unabhängig von der eigenen, subjektiven Wahrnehmung getroffen werden und damit „über das Individuum hinausreichen" (vgl. ebd.). Außerdem ist nach dieser Definition der Wissensbegriff durch den Bezug zur Umwelt und durch die Orientierung an den Erfahrungen der Menschen gekennzeichnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Wissenschaft ein, identifiziert die Notwendigkeit einer präzisen Begriffsbestimmung und erläutert die weiteren Schwerpunkte der Arbeit hinsichtlich Systematik und Denkschulen.
2. Was ist Wissenschaft?: In diesem Kapitel wird zunächst der Wissensbegriff definiert und von bloßer Meinung abgegrenzt, bevor anschließend verschiedene Definitionen und grundlegende Anforderungen an den Begriff der Wissenschaft erörtert werden.
3. Systematik der Wissenschaften: Dieses Kapitel widerlegt die Vorstellung einer einzigen, singulären Wissenschaft und verdeutlicht anhand des Wissenschaftssystems die Vielfalt und Gliederung in verschiedene Fachwissenschaften.
4. Denkschulen der Wissenschaft: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung durch die Gegenüberstellung der zwei zentralen Denkschulen: Empirismus und Rationalismus.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Schwierigkeit einer einheitlichen Definition von Wissenschaft und betont die Bedeutung von Systematik und Methode für den Erkenntnisfortschritt.
Schlüsselwörter
Wissenschaft, Wissen, Episteme, Doxa, Begründbarkeit, Prüfbarkeit, Nachvollziehbarkeit, Systematik, Methode, Empirismus, Rationalismus, Erkenntnisgewinnung, Deduktion, Induktion, Wissenschaftstheorie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den erkenntnistheoretischen und systematischen Grundlagen des Wissenschaftsbegriffs und untersucht, wie wissenschaftliches Wissen definiert und strukturiert wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Wissen, die Klassifizierung der Wissenschaften in ein System sowie die Darstellung der philosophischen Denkschulen Rationalismus und Empirismus.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?
Das Hauptziel ist es, eine fundierte Antwort auf die Frage „Was ist Wissenschaft?“ zu geben und zu klären, ob es sich dabei um einen einheitlichen Begriff oder ein System verschiedener Fachwissenschaften handelt.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse und vergleichende Theoriebetrachtung renommierter wissenschaftstheoretischer Quellen, um die verschiedenen Begriffe und Denkschulen zu beleuchten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erörterung des Wissensbegriffs, die Analyse der Wissenschaftssystematik und die Diskussion der erkenntnistheoretischen Positionen von Empirismus und Rationalismus.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Wissenschaft, Wissen, Begründbarkeit, Prüfbarkeit, Systematik, Empirismus und Rationalismus.
Warum lässt sich Wissenschaft nicht als einheitlicher Singularbegriff verwenden?
Der Autor argumentiert, dass die Vielzahl der existierenden, hochspezialisierten Fachwissenschaften und Fakultäten eine Verwendung im Singular nicht zulässt, da sie sich in ihrer fachlichen Thematik zu stark unterscheiden.
Worin unterscheiden sich die Denkschulen Rationalismus und Empirismus grundlegend?
Der Hauptunterschied liegt im Erkenntnisweg: Während der Empirismus Erkenntnis aus der sinnlichen Erfahrung und Beobachtung ableitet, setzt der Rationalismus auf reine Vernunft und logische Deduktion.
- Quote paper
- Pascal Einspenner (Author), 2019, Was ist Wissenschaft? Der Versuch einer Definition aus kulturwissenschaftlicher Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498478