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Auswahl der geeigneten Schulart für Schüler/innen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Interventionsmaßnahmen für die Grundschule

Title: Auswahl der geeigneten Schulart für Schüler/innen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Interventionsmaßnahmen für die Grundschule

Seminar Paper , 2019 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Melissa Özsoy (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Autismus-Spektrum-Störungen und die Auswahl der geeigneten Schulart. In diesem Zusammenhang wird auf Ansätze der Inklusion und der Besuch der Förderschule eingegangen. Die Häufigkeit von Autismus-Spektrum-Störungen beträgt 0,9 % der Bevölkerung. Zu beachten ist hierbei, dass dieser Prozentsatz in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Bei einer durchschnittlichen Klassenstärke von 25 Schülerinnen und Schülern ist davon auszugehen, dass in jeder vierten Klasse der Regelgrundschule ein autistisches Kind sitzt. Daraus lässt sich ableiten, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Lehrkraft, in ihrer Berufslaufbahn auf ein autistisches Kind zu treffen, sehr hoch ist. Generell habe ich den Eindruck gewonnen, dass ich selbst bis zum Ende meines Studiums zu wenig auf diese Spezialfälle vorbereitet werde. Dies ist einer der Gründe, warum ich mich in dieser Seminararbeit gezielt mit dem Thema Autismus-Spektrum-Störungen auseinandersetzen möchte.

Die meisten praktizierenden Lehrkräfte beginnen erst dann, sich über das Thema Autismus zu informieren, wenn ein autistisches Kind ihre Klasse besucht. Oftmals fallen Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung erst durch Verhaltensweisen auf, die als eigenartig, frech oder stur beschrieben werden können. Setzt sich die Lehrkraft mit dem Krankheitsbild und den auftretenden Symptomen auseinander, ist ein Perspektivenwechsel möglich. Durch diesen Wechsel kann ungewöhnliches Verhalten verstanden und nachvollzogen werden. Außerdem kann durch ausreichendes Fachwissen die Welt mit den Augen der/des autistischen Schülerin/Schülers gesehen werden. Lehrkräfte verfügen selten über geeignete Methoden und Interventionen, die beim Unterrichten von autistischen Schülerinnen und Schülern angewendet werden können, um die Lernbarrieren zu überwinden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Relevanz von Kenntnissen über Autismus-Spektrum-Störungen im Rahmen der Grundschule

2. Forschungsstand bei Autismus-Spektrum-Störungen

2.1 Allgemeine Informationen zu Autismus-Spektrum-Störungen

2.2 Klassifikation

2.2.1 Klassifikation nach ICD-10

2.2.2 Klassifikation nach DSM-5

2.2.3 „High function“ und „low function“ Autismus

2.3 Prävalenz von Autismus-Spektrum-Störungen

2.4 Ätiologie von Autismus-Spektrum-Störungen

2.5 Kernsymptome im Schulalter

2.5.1 Auffälligkeiten in der sozialen und kommunikativen Interaktion im Schulalter

2.5.2 Repetitive Verhaltensweisen im Schulalter

2.5.3 Weitere Verhaltensweisen von Schulkindern

3. Auswahl der Schulart und entsprechende Interventionsmaßnahmen in der Grundschule

3.1 Auswahl der geeigneten Schule für Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung

3.2 Welche Interventionsmöglichkeiten können Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen in der Grundschule unterstützen?

3.2.1 Allgemeines methodisches Vorgehen

3.2.2 Förderung der sozialen Fähigkeiten

3.2.3 Förderung sprachlich-kommunikativer Fähigkeiten

3.2.4 Förderung des Umgangs mit Gefühlen

3.2.5 Umgang mit Spezialinteressen

3.2.6 Unterstützung bei der Selbst- und Arbeitsorganisation

3.2.7 Unterstützung bei sensorischer Empfindlichkeit

3.2.8 Umgang mit Störungen im Essverhalten

3.2.9 Umgang mit herausforderndem Verhalten

3.2.10 Weitere Unterstützungsmöglichkeiten von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen

3.3 Sozialrechtliche Konsequenzen nach dem Versorgungsgesetz

4. Methodik bei der Literaturrecherche

5. Zusammenfassung der Ergebnisse

6. Diskussion der Ergebnisse

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Beschulung von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) in der Regelschule. Das primäre Ziel ist es, den Forschungsstand zur Symptomatik aufzuarbeiten und konkrete pädagogische Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen, die Lehrkräften helfen, Lernbarrieren abzubauen und eine erfolgreiche Teilhabe zu ermöglichen.

  • Klassifikation und Ätiologie von Autismus-Spektrum-Störungen
  • Spezifische Kernsymptome und deren Auswirkungen im Grundschulalter
  • Pädagogische Interventionsmöglichkeiten zur Förderung in der Grundschule
  • Sozialrechtliche Rahmenbedingungen und Nachteilsausgleich
  • Herausforderungen der Inklusion und Eingliederung von autistischen Schülern

Auszug aus dem Buch

2.5.1 Auffälligkeiten in der sozialen und kommunikativen Interaktion im Schulalter

Durch den Schuleinritt setzen sich Eltern zunehmend mit Gedanken auseinander, wie stark die Behinderung das Kind beeinträchtigt. Um eine geeignete Schule auszuwählen, spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle. Im Vordergrund stehen hierbei die kognitiven und sozialen Fähigkeiten. Obwohl Kinder eine ausgeprägte kognitive Leistungsfähigkeit aufweisen, benötigen sie Unterstützung.

Generell ist festzuhalten, dass Kinder mit ASS1 im Schulalter Fortschritte hinsichtlich sozialer Beziehungen machen, allerdings ist das Hineinversetzen in die Lage eines anderen, Empfinden von Empathie und ein Verständnis für die Gefühle anderer nur bedingt möglich. Die aufgeführten Defizite führen zu sozialen Schwierigkeiten bei Kindern mit ASS. Außerdem sind Kinder mit ASS sehr auf ihre Bezugsperson fixiert. Diese starke Beziehung bleibt im Schulalter erhalten. Diese Person verfügt über das Wissen, in wieweit das Kind mit ASS hinsichtlich der sozialen Kompetenz belastbar ist und kann herausfinden, was dieses bedrückt.

Kindern mit ASS fällt es sehr schwer, Emotionen mithilfe des Gesichtsausdrucks, der Stimme oder durch Gesten zu identifizieren, allerdings können Kinder im Schulalter basale Emotionen wie Ärger und Freude feststellen. Das Erkennen von komplexen Emotionen im Zusammenhang mit der angemessenen Beurteilung der eigenen Situation kann nicht erfolgen. Aus diesem Grund kann es zu Fehleinschätzungen kommen. Zudem kennen Kinder mit ASS keine sozialen Regeln. Im Hinblick auf fremde Erwachsene wirkt ihr Verhalten deshalb oft frech und unverschämt. Durch die mangelnde soziale Kompetenz kommt es auch zu Missverständnissen mit Gleichaltrigen. Hinzu kommt, dass sich Kinder mit ASS nur sehr schlecht wehren können. Das führt dazu, dass sie von anderen Kindern geärgert oder ausgelacht werden. Das ausgeprägte Interesse in bestimmten Bereichen kann allerdings auch dazu dienen, um Freundschaften mit normal entwickelten Kindern aufzubauen (vgl. Amorosa 2017, S.68 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Relevanz von Kenntnissen über Autismus-Spektrum-Störungen im Rahmen der Grundschule: Einleitung in die Problematik, die zeigt, dass Lehrkräfte oft unvorbereitet auf autistische Schüler treffen und Fachwissen für einen Perspektivenwechsel essenziell ist.

2. Forschungsstand bei Autismus-Spektrum-Störungen: Wissenschaftliche Einordnung der Autismus-Spektrum-Störungen mittels Klassifikationssystemen (ICD-10, DSM-5), Ätiologie und der spezifischen Symptomatik im Schulalter.

3. Auswahl der Schulart und entsprechende Interventionsmaßnahmen in der Grundschule: Analyse der schulischen Rahmenbedingungen und detaillierte Darstellung von Interventionsmöglichkeiten zur Unterstützung autistischer Kinder im Unterricht.

4. Methodik bei der Literaturrecherche: Erläuterung des Vorgehens bei der Literaturrecherche und der Auswahl der verwendeten Fachquellen.

5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Erkenntnisse, die hervorhebt, dass für eine erfolgreiche Beschulung zwingend spezifisches Fachwissen und eine offene Haltung des Lehrpersonals erforderlich sind.

6. Diskussion der Ergebnisse: Kritische Auseinandersetzung mit der Entscheidung für eine Schulform und Abgrenzung zwischen struktureller Eingliederung und Inklusion.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass ein zieldifferenzierter integrativer Unterricht unter den richtigen Voraussetzungen befürwortet werden kann.

Schlüsselwörter

Autismus-Spektrum-Störung, ASS, Grundschule, Inklusion, pädagogische Intervention, soziale Kompetenz, Klassifikation, Lehrkräfte, Nachteilsausgleich, Sonderpädagogik, Schulalter, Lernbarrieren, Kommunikation, Verhaltensauffälligkeiten, Fördermöglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) in einer Regelschule angemessen zu unterrichten und zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die medizinische und psychologische Einordnung von ASS, die Bewältigung des Schulalltags, pädagogische Interventionsstrategien sowie rechtliche Aspekte der Beschulung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie autistische Schüler durch gezielte Maßnahmen und fachliches Wissen des Lehrpersonals in der Grundschule unterstützt werden können, um Lernbarrieren zu überwinden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse von Fachliteratur, Praxisleitfäden und einschlägigen Studien zum Thema Autismus im schulischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Klassifikation von Autismus, den Symptomen im Schulalter, der Auswahl der geeigneten Schulart und konkreten Handlungsanweisungen für Lehrkräfte bei verschiedenen Herausforderungen im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Autismus-Spektrum-Störung, pädagogische Intervention, Inklusion, soziale Kompetenz und Nachteilsausgleich geprägt.

Welche Rolle spielt die „Spezialinteressen“ im Schulalltag laut Autorin?

Spezialinteressen können einerseits als Belohnung oder Motivationsquelle genutzt werden, stellen andererseits aber eine Herausforderung dar, da sie das Kind vom regulären Unterricht ablenken können.

Warum ist der Einsatz von Bildkarten im Unterricht besonders relevant?

Bildkarten bieten autistischen Kindern Struktur, dienen als Orientierungshilfe im Schulhaus und unterstützen das Erlernen von Sozialverhalten, da sie eine visuelle Alternative zur rein sprachlichen Kommunikation darstellen.

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Details

Title
Auswahl der geeigneten Schulart für Schüler/innen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Interventionsmaßnahmen für die Grundschule
College
University of Augsburg
Grade
1,0
Author
Melissa Özsoy (Author)
Publication Year
2019
Pages
27
Catalog Number
V498833
ISBN (eBook)
9783346023148
ISBN (Book)
9783346023155
Language
German
Tags
Autismus Inkulsion Grundschule Förderschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melissa Özsoy (Author), 2019, Auswahl der geeigneten Schulart für Schüler/innen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Interventionsmaßnahmen für die Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498833
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