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Multiperspektivität im Geschichtsunterricht. Möglichkeiten und Grenzen

Titel: Multiperspektivität im Geschichtsunterricht. Möglichkeiten und Grenzen

Hausarbeit , 2013 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden wird die Multiperspektivität im Geschichtsunterricht an Schulen im Hinblick auf ihre Möglichkeiten und ihre Grenzen dargestellt. Um aber zu diesen Schwerpunkten zu gelangen, gibt diese Arbeit zu Anfang noch eine kurze Definition der Multiperspektivität und nimmt Bezug auf den Begriff „Perspektivität“, sowie auf die Begriffe „Multiperspektivität“, „Kontroversität“ und „Pluralität“ und wie sie zusammengehören. Hinzu kommend wird noch ein kurzer Einblick in die Möglichkeiten der Umsetzung von multiperspektivischem Unterricht gegeben.
Dabei stützt sich die vorliegende Arbeit vorwiegend auf die Publikationen von Klaus Bergmann. Das Handbuch von Ulrich Mayer, Hans- Jürgen Pandel und Gerhard Schneider, sowie das Handbuch der Geschichtsdidaktik von Bergmann, Kuhn, Rüsen und Schneider waren hierbei auch sehr hilfreich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Begriffserklärung der Multiperspektivität nach Klaus Bergmann

I.I Perspektivität

I.II Multiperspektivität, Kontroversität und Pluralität

II. Möglichkeiten der Multiperspektivität für den Geschichtsunterricht

III. Möglichkeiten der Umsetzung des multiperspektivischen Unterrichts

IV. Grenzen der Multiperspektivität im Geschichtsunterricht

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Multiperspektivität für den Geschichtsunterricht an Schulen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Möglichkeiten zur Förderung von Kritikfähigkeit und historischem Bewusstsein sowie der Grenzen ihrer praktischen Umsetzung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie dieses geschichtsdidaktische Prinzip definiert ist, welche Potenziale es für die Sensibilisierung der Schüler bietet und welche Herausforderungen bei der Anwendung im Unterricht auftreten.

  • Theoretische Fundierung des Begriffs der Multiperspektivität nach Klaus Bergmann
  • Abgrenzung der Konzepte Perspektivität, Kontroversität und Pluralität
  • Förderung von Empathie, Quellenkritik und multiperspektivischem historischen Denken
  • Praktische Methoden zur Umsetzung, wie die Perspektivenübernahme
  • Reflektion der Grenzen, insbesondere im Hinblick auf stumme Gruppen und Lehrplanvorgaben

Auszug aus dem Buch

I.II Multiperspektivität, Kontroversität und Pluralität

Wie schon erwähnt, bildet die Perspektivität die Grundlage für die Multiperspektivität. Laut Klaus Bergmann werden jedoch drei verschiedene Ausdrucksformen der Multiperspektivität unterschieden, die er als Multiperspektivität, Kontroversität und Pluralität bezeichnet und differenziert.

Multiperspektivität als erste Ausdrucksform meint, wie schon im ersten Kapitel erwähnt, die Wahrnehmungen, Erfahrungen, die uns als erhaltene Zeugnisse aus der Vergangenheit von Zeitgenossen, welche in einem historischen Sachverhalt anwesend oder in ihm verstrickt waren, zur Verfügung stehen.

Kontroversität als zweite Ausdrucksform meint nun im Gegensatz zur Multiperspektivität in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen Darstellungen und Deutungen, die meist schriftlich vorliegen, über einen historischen Sachverhalt, die von späteren Betrachtern, meist Historikern, also nicht mehr von Zeitgenossen, vorgelegt wurden.

Als dritte und letzte Ausdrucksform der Multiperspektivität steht die Pluralität nun für die Ansichten und Urteile, die sowohl in mündlicher, als auch in schriftlicher oder anderweitiger Form vorliegen können, über einen historischen Sachverhalt, die sich die Schüler bilden, während der Auseinandersetzungen mit den multiperspektivischen Zeugnissen und den kontroversen Darstellungen.

Multiperspektivität, Kontroversität und Pluralität hängen also miteinander zusammen und sind voneinander abhängig; müssen also zusammen betrachtet werden. Für den Geschichtsunterricht bedeutet das also, um multiperspektivisch Wissen zu vermitteln, dass nicht nur Multiperspektivität, sondern auch Kontroversität wichtig ist, damit Pluralität entstehen kann, die eher auf die Zukunft gerichtet ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Multiperspektivität und betont dessen anhaltende Relevanz für den Geschichtsunterricht sowie die Notwendigkeit, Schüler für eine kritische Quellenbetrachtung zu sensibilisieren.

I. Begriffserklärung der Multiperspektivität nach Klaus Bergmann: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Multiperspektivität als Abgrenzung zur traditionellen Monoperspektivität und definiert die grundlegenden Begriffe Perspektivität, Kontroversität und Pluralität.

I.I Perspektivität: Es wird dargestellt, dass Perspektivität als konstitutives Element historischer Erkenntnis fungiert und die Grundlage für jede Wahrnehmung und Deutung von Vergangenheit bildet.

I.II Multiperspektivität, Kontroversität und Pluralität: Das Kapitel differenziert zwischen den drei Ausdrucksformen und beschreibt deren wechselseitige Abhängigkeit und Bedeutung für das historische Lernen.

II. Möglichkeiten der Multiperspektivität für den Geschichtsunterricht: Hier wird aufgezeigt, wie Multiperspektivität die Kritikfähigkeit und Empathie der Schüler fördert und ihnen hilft, Geschichte als nicht einheitlich oder feststehend wahrzunehmen.

III. Möglichkeiten der Umsetzung des multiperspektivischen Unterrichts: Es werden konkrete didaktische Ansätze wie die Arbeit mit Quellen und die Methode der Perspektivenübernahme vorgestellt, um Multiperspektivität praktisch in den Unterricht zu integrieren.

IV. Grenzen der Multiperspektivität im Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel thematisiert die praktischen Herausforderungen, wie das Problem der Hintergrundnarration und die Schwierigkeit, "stumme Gruppen" in die historische Betrachtung einzubeziehen.

Fazit: Das Fazit resümiert, dass Multiperspektivität für den Geschichtsunterricht unverzichtbar ist, weist jedoch auf die zeitlichen und methodischen Grenzen bei der täglichen Umsetzung hin.

Schlüsselwörter

Multiperspektivität, Geschichtsunterricht, Perspektivität, Kontroversität, Pluralität, Klaus Bergmann, Historische Erkenntnis, Perspektivenübernahme, Quellenkritik, Geschichtsbewusstsein, Fremdverstehen, Didaktik, Stumme Gruppen, Historisches Urteil, Lehrplan

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung und Anwendung des geschichtsdidaktischen Prinzips der Multiperspektivität im schulischen Geschichtsunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition von Multiperspektivität nach Klaus Bergmann, deren Abgrenzung zu verwandten Begriffen, die didaktischen Potenziale sowie die praktischen Hürden im Unterrichtsalltag.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Multiperspektivität zur Förderung von Kritikfähigkeit, historischem Bewusstsein und Empathie bei Schülern beitragen kann und welche methodischen Möglichkeiten sowie Grenzen bei der Umsetzung existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit der geschichtsdidaktischen Fachliteratur, insbesondere den Werken von Klaus Bergmann.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Darstellung der Lernmöglichkeiten durch Multiperspektivität, die methodische Umsetzung im Unterricht sowie eine kritische Reflexion der Grenzen dieses Konzepts.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Multiperspektivität, Geschichtsdidaktik, Perspektivenübernahme, Quellenkritik und historisches Urteilsvermögen charakterisieren.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Multiperspektivität, Kontroversität und Pluralität?

Multiperspektivität bezieht sich auf die Wahrnehmungen von Zeitgenossen, Kontroversität auf die unterschiedlichen Deutungen durch Historiker und Pluralität auf die eigenständige Urteilsbildung der Schüler.

Was versteht man unter dem Problem der "stummen Gruppen" im Unterricht?

Damit sind Bevölkerungsgruppen wie Frauen oder untere Schichten gemeint, die in historischen Quellen oft nicht selbst zu Wort kamen, weshalb ihr Wissen häufig durch die Perspektive herrschender Gruppen verzerrt überliefert ist.

Warum ist Multiperspektivität nach Ansicht des Autors zeitaufwendig?

Der Prozess erfordert eine intensive Vorbereitung des historischen Kontextes und eine ausführliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Quellen, wofür die knappen Wochenstunden in den Lehrplänen oft nicht ausreichen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Multiperspektivität im Geschichtsunterricht. Möglichkeiten und Grenzen
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Hist. Sem.)
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
13
Katalognummer
V498906
ISBN (eBook)
9783346017734
ISBN (Buch)
9783346017741
Sprache
Deutsch
Schlagworte
multiperspektivität geschichtsunterricht möglichkeiten grenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2013, Multiperspektivität im Geschichtsunterricht. Möglichkeiten und Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498906
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Leseprobe aus  13  Seiten
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