Subventionen aus makro- und mikroökonomischer Sicht. Nutzen oder Schaden?


Hausarbeit, 2019
27 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlegende Betrachtung von Subventionen
2.1 Arten von Subventionen
2.2 Politische Gründe für Subventionen
2.3 Entwicklungen von Subventionen

3 Gewinner und Benachteiligte
3.1 Gewinner durch Subventionen
3.2 Benachteiligte durch Subventionen

4 Auswirkungen auf Mikro- und Makroökonomie sowie den internationalen Wettbewerb
4.1 Auswirkungen auf die Mikroökonomie
4.2 Auswirkungen auf die Makroökonomie
4.3 Auswirkungen von Subventionen auf den internationalen Wettbewerb

5 Aktuelle Beispiele von Subventionen

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 2.1. Erweiterter Wirtschaftskreislauf

Abbildung 2.2. Entwicklung der auf den Bund entfallenden Finanzhilfen in den Jahren 2015 bis 2018 in Mrd

Abbildung 2.3. Schätzung der Steuervergünstigungen in den Jahren 2015 – 2018 in Mrd

Abbildung 2.4. Entwicklung der auf den Bund entfallenden Finanzhilfen und Steuervergünstigungen nach Wirtschaftszweigen in den Jahren 2015 bis 2018 in Mrd

Abbildung 2.5. Finanzhilfen und Steuervergünstigungen nach dem IFW Kiel 2015 – 2017 in Mrd

Abbildung 4.1. Marktgleichgewicht

Abbildung 4.2. Marktgleichgewicht nach einer Subvention

Abbildung 4.3. Konsumentenrente

Abbildung 4.4. Produzentenrente

Abbildung 4.5. Auswirkung von Subventionen auf die Gesamtwohlfahrt

1 Einleitung

Diese wissenschaftliche Ausarbeitung bezieht sich auf das Thema der Subventionen und wie diese sich auf die Mikro– bzw. Makroökonomie der Volkswirtschaftslehre auswirken sowie die politischen Hintergründe, die zu einer Subvention führen.

In Kapitel Nr. 2 wird die grundsätzliche Definition des Subventionsbegriffs erläutert. Ebenfalls werden in diesem Kapitel die verschiedenen Arten sowie politische Gründe von Subventionen aufgezeigt. Eine historische Entwicklung der Subventionen schließt dieses Kapitel ab.

Im darauffolgenden Kapitel werden die Gewinner sowie Benachteiligte durch Subventionen beschrieben. Wer profitiert durch die finanziellen Unterstützungen des Staates und wem werden sie eher zum Nachteil lautet die Frage zu diesem Kapitel.

In Kapitel 4 dieser Hausarbeit wird sich konkret mit der Auswirkung auf die Mikro- und Makroökonomie auseinandergesetzt. Es wird der Ansatz des Marktgleichgewichts, der Konsumenten- sowie Produzentenrente veranschaulicht und wie sich Subventionen auf die ökonomische Wohlfahrt auswirken. In Bezug auf die Makroökonomie werden die Ansätze nach den Klassikern und nach Keynes sowie derer Beurteilungen über staatliche Eingriffe in die Marktwirtschaft beschrieben. Abgerundet wird dieses Kapitel durch die Erklärung, was Subventionen mit unseren Unternehmen in Bezug auf den internationalen Wettbewerb machen.

Im 5. Kapitel werden aktuelle Beispiele zu Subventionen in Deutschland genannt. In diesem Kapitel wird auch eine persönliche Meinung zu Subventionen in der Bundesrepublik Deutschland gebildet.

Abgeschlossen wird diese Hausarbeit mit einem Fazit und der Beantwortung der Frage ob Subventionen einen Nutzen oder einen Schaden verursachen.

2 Grundlegende Betrachtung von Subventionen

Subventionen sind finanzielle staatliche Zuschüsse, die nicht an eine direkte Gegenleistung gebunden sind.1 Neben den Subventionen gibt es noch zwei weitere Fördermittel. Zum einen Förderdarlehen und zum anderen gibt es die Zuschüsse. Subventionen und Zuschüsse fallen unter den Oberbegriff der Beihilfen. Sind aber klar voneinander abgrenzbar. Subventionen können direkter und indirekter Art sein. Unter direkten Subventionen versteht man Finanzhilfen. Indirekte Subventionen sind Steuerersparnisse.

Subventionen können verschiedener Anlässe dienen. Sie können die Erhöhung der Produktion in ausgewählten Branchen unterstützen, junge Unternehmer in der Existenzgründung fördern oder beispielsweise durch die sogenannte Agrarsubvention Landwirte beim Ausgleich der gesetzlich regulierten Preisgestaltung subventionieren. Klar ist, wie auch immer der Staat finanzielle Fördermittel verteilt, er greift in den geregelten Kreislauf der Marktwirtschaft ein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.1. Erweiterter Wirtschaftskreislauf

In der Abbildung 2.1 ist der erweiterte Wirtschaftskreislauf mit seinen fünf Größen abgebildet. Diese sind die privaten Haushalte, Unternehmen, der Finanzsektor sowie der Staat und das Ausland. Der Staat ist die zentrale Größe des Wirtschaftskreislaufs. Dieser ist direkt mit den Haushalten, den Unternehmen und dem Finanzsektor sowie indirekt über die Unternehmen und den Finanzsektor mit dem Ausland verbunden. Der Sektor Ausland umfasst alle Wirtschaftssubjekte außerhalb der nationalen Volkswirtschaft.2 In der Abbildung ist zu erkennen, dass Unternehmen durch die staatlichen Subventionen die eigene Produktion erhöhen und somit höhere Gewinne erzielen können. Durch höhere Produktion werden wiederum Arbeitsplätze geschaffen, die den Haushalten in Form von Löhnen und Gehälter zugutekommen. Unternehmen können Ware im Ausland kaufen und verkaufen. Des Weiteren können die erzielten Überschüsse wieder neu investiert oder im Finanzsektor angelegt werden. Der Staat selbst finanziert sich dann über die Steuern, welche von den Haushalten, Unternehmen und aus dem Finanzsektor kommen.3

2.1 Arten von Subventionen

Subventionen weisen eine Reihe von Arten auf und können mit unterschiedlichsten Zielsetzungen ausgestattet sein. Wie im vorherigen Kapitel angesprochen ist die Rede von direkten, also Finanzhilfen, und indirekten, also Steuerersparnisse, Subventionen. Sehr gängige Beispiele für Subventionen sind Förderungssubventionen, Erhaltungssubventionen und Anpassungssubventionen. Förderungssubventionen unterstützen beispielsweise junge Unternehmen in neuen, technologischen Geschäftsfelder um die ersten Schritte, Kosten und Investitionen des jungen Unternehmens zu fördern und ihnen den Eintritt auf den Markt zu erleichtern. Erhaltungssubventionen sind darauf ausgelegt, Unternehmen aus kulturellen Branchen, wie beispielsweise dem Bergbau oder der Landwirtschaft, zu unterstützen. Anpassungssubventionen haben die Zielsetzung, Unternehmen im Wandel der Technologie und Zeit unter die Arme zu greifen, um ihnen einen weiterhin sicheren Stand zu ermöglichen. Ein Beispiel hierfür ist die Subventionierung der Automobilbranche, um diese auf die Elektromobilität vorzubereiten.

Die genaue Form, wie Subventionen vergebenen werden, kann unterschiedlicher Art sein. Es können vergünstigte Darlehen mit einem niedrigen Zinssatz vergeben werden. Für Unternehmensgründer ist hierfür die staatliche KfW Bank bzw. die L-Bank eine Adresse. Diese vergeben unter gewissen Kriterien, die eingehalten werden müssen, Darlehen, mit einem sehr lukrativen Zinssatz. Eine andere Form ist, dass der Staat externe Kosten von Unternehmen übernimmt oder Zuschüsse, die aus einem Fördermitteltopf stammen, an Unternehmen transferiert.

2.2 Politische Gründe für Subventionen

Eng an die Arten von Subventionen sind deren Gründe angelehnt. Also weshalb es durch den Staat und die Politik zu finanziellen Förderungen überhaupt kommt und was deren Zielsetzung ist. Wie in Kapitel 2.1 angesprochen, geht es zumeist um die Erhaltung, Veränderung oder Unterstützung von Unternehmen. Zielsetzung der Bundesrepublik Deutschland ist es, die eigene Wirtschaft positiv zu unterstützen und strukturschwache Regionen durch den Ausgleich ihrer Standortnachteile an die allgemeine Wirtschaftsentwicklung heranzuführen und damit zu einer Verringerung regionaler Entwicklungsunterschiede beizutragen. Die Konjunktur in Deutschland soll vorangetrieben werden, um in den einzelnen Branchen höhere Umsätze und Gewinne zu erzielen. Hieraus erhofft sich die Politik höhere Steuereinnahmen für den Staat durch die Unternehmen. Die Politik hat die Absicht, Arbeitsplätze zu sichern. Dieser Aspekt wirkt sich wiederum positiv auf die Haushalte sowie den Ruf der Politik aus. Die kurzfristige Wirksamkeit von Subventionen (z.B. bei der Abwendung von Großunternehmenskonkursen oder der „Sicherung“ von Arbeitsplätzen in bedrängten Branchen) entfaltet einen starken Anreiz auf demokratisch legitimierte Politiker, sich dieses Instruments zu bedienen, um die eigenen (Wieder-) Wahlchancen zu verbessern.4

2.3 Entwicklungen von Subventionen

2.3.1 Subventionsbericht der Bundesregierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.2. Entwicklung der auf den Bund entfallenden Finanzhilfen in den Jahren 2015 bis 2018 in Mrd.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.3. Schätzung der Steuervergünstigungen in den Jahren 2015 – 2018 in Mrd.

Der 26. Subventionsbericht der Bundesregierung beschreibt die Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der Steuervergünstigungen im Zeitraum von 2015 bis 2018.5 Zu erkennen ist, wenn man beide Auswertungen miteinander verbindet, dass die Entwicklung der Finanzhilfen und Steuervergünstigungen in der Bundesrepublik Deutschland sich von 2015 mit 20,9 Mrd. € um 4,3 Mrd. € auf 25,2 Mrd. € im Jahr 2018 erhöht haben.6

Ersichtlich ist, dass die Schätzungen der Steuervergünstigungen sich um 0,7 Mrd. € zwischen 2015 und 2018 anheben. Den Großteil des Anstiegs in Deutschland begründet sich durch die Finanzhilfen. Diese steigen zwischen den Jahren 2015 bis 2018 um 3,6 Mrd. € an. Es kann also davon ausgegangen werden, dass sich das Volumen der Finanzhilfen aus dem Jahr 2015 in der kommenden Zeit verdoppeln wird.

Insgesamt wurden elf Finanzhilfen neu eingeführt. Mit den neuen Finanzhilfen wurden unter anderem eine Förderung für Pumpen- und Heizungsoptimierung und Zuschüsse zum Kauf elektrisch betriebener PKW eingeführt.7

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.4. Entwicklung der auf den Bund entfallenden Finanzhilfen und Steuervergünstigungen nach Wirtschaftszweigen in den Jahren 2015 bis 2018 in Mrd.

In der Tabelle 2.4 werden die Daten aus den vorigen Tabellen 2.2 und 2.3 in die Wirtschaftszweige aufgeteilt. Auf den ersten Blick erkennt man, dass die gewerbliche Wirtschaft den größten Teil der Finanzhilfen und Steuervergünstigungen einnimmt und sich dieser über die Jahre hinweg erhöht hat. 2015 und 2016 betrug dieser Anteil noch 11 Mrd. €. 2017 gab es eine deutliche Steigerung um 2,1 Mrd. €. Für 2018 ist dann nochmals eine, nicht ganz so große, Steigerung um 0,3 Mrd. € aufgezeigt. Maßgeblich hierfür ist der erhebliche Anstieg der Finanzhilfen im Bereich der rationellen Energieverwendung und der erneuerbaren Energien.8

2.3.2 Vergleichbare Subventionsberichte

Neben der Bundesregierung veröffentlichen noch weitere Institute ihre Berechnungen und Prognosen zu Finanzhilfen und Steuervergünstigungen in der Bundesrepublik. Hierbei können die Auswertungen eine große Differenz zu derer der Bundesregierung ausweisen. Als Beispiel voran geht hier das IFW (Institut für Weltwirtschaft) Kiel.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.5. Finanzhilfen und Steuervergünstigungen nach dem IFW Kiel 2015 – 2017 in Mrd.

Der enorme Unterschied zum Bericht der Bundesregierung ist klar zu erkennen. Für das Jahr 2017 veröffentlicht das IFW Kiel eine Summe von 117,402 Mrd. € für die Finanzhilfen und Steuervergünstigungen. Die Bundesregierung selbst hat in diesem Jahr nur einen Betrag von 24,8 Mrd. € angesetzt. Das ist mehr als das Vierfache und entspricht einem Unterschied von 92,602 Mrd. €. Grund für diesen erheblichen Unterschied ist, dass das Kieler IFW die Subventionen viel weitläufiger ansetzt als die Bundesregierung. Beispielsweise ist die Rede von Allokationsverzerrende Transfers und Zuwendungen an private und staatliche Organisationen ohne Erwerbszweck.9 Dieser Wirtschaftssektor, unter den Krankenhäuser, Kindertagesstätten sowie auch Theater und Museen gelistet sind, berücksichtigt die Bundesregierung in ihrem Bericht nicht. Und unteranderem entsteht hierdurch eine solch enorme Differenz.

[...]


1 Vgl. Edling, 2010, S. 63

2 Edling, 2010, S.13

3 Edling, 2010, S.13

4 Kortmann, 2004, S. 470

5 vgl. Subventionsbericht, 2017, S. 7

6 vgl. Subventionsbericht, 2017, S. 8

7 Subventionsbericht, 2017, S. 8

8 Subventionsbericht, 2017, S. 9

9 Vgl. Laaser, & Rosenschon, 2018, S. 11

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Subventionen aus makro- und mikroökonomischer Sicht. Nutzen oder Schaden?
Hochschule
Europäische Fernhochschule Hamburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
27
Katalognummer
V498992
ISBN (eBook)
9783346032317
ISBN (Buch)
9783346032324
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Subventionen, VWL, Konjunktur, Volkswirtschaftslehre, Mikroökonomie, Makroökonomie, Wachstum, Marktgleichgewicht, Produzentenrente, Konsumentenrente, Wohlfahrt
Arbeit zitieren
Jannis Kordt (Autor), 2019, Subventionen aus makro- und mikroökonomischer Sicht. Nutzen oder Schaden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498992

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