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Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelständischen Familienunternehmen aus erbschaftsteuerlicher Sicht

Title: Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelständischen Familienunternehmen aus erbschaftsteuerlicher Sicht

Bachelor Thesis , 2019 , 71 Pages , Grade: 2

Autor:in: Bianka Kramer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelständischen Familienunternehmen. Mit Hilfe dieser Arbeit wurde die familieninterne Unternehmensnachfolge aus erbschaftsteuerlicher Sicht beleuchtet. Dabei wurden die wesentlichen Schritte - die Unternehmensbewertung und die Übertragung des Betriebsvermögens an die nächste Familiengeneration - dargestellt. Darüber hinaus wurden die erbschaftsteuerlichen Herausforderungen bei der Übertragung von Betriebsvermögen an die nächste Generation herausgearbeitet.

Ein weiteres Ziel dieser Abschlussarbeit war es, zu untersuchen, ob die steuerliche Belastung im Rahmen der Unternehmensnachfolge für Familienunternehmen durch das reformierte Gesetz 2016 verringert wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und methodischer Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen der Unternehmensnachfolge

2.1 Definition Unternehmensnachfolge

2.2 Definition kleiner und mittelständischer Unternehmen

2.3 Definition Familienunternehmen

3 Unternehmensbewertung

3.1 Bedeutung der Unternehmensbewertung für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsbesteuerung

3.2 Überblick über die Bewertungsverfahren

3.3 Substanzwertverfahren

3.4 Vereinfachtes Ertragswertverfahren

3.4.1 Anwendungsbereich

3.4.2 Wertermittlung beim vereinfachten Ertragswertverfahren

3.4.2.1 Ermittlung des Betriebsergebnisses

3.4.2.2 Ermittlung des Jahresertrags

3.4.2.3 Ermittlung des Ertragswertes

4 Erbschaftsteuer bei Unternehmensnachfolgen

5 Methodik

5.1 Ziel der Untersuchung

5.2 Methodische Vorgehensweise

5.3 Begünstigung des Betriebsvermögens nach alter und neuer Fassung

5.3.1 Regelungen im Erbschaftsteuergesetz bis zum 30. Juni 2016

5.3.2 Regelungen im Erbschaftsteuergesetz ab dem 1. Juli 2016

5.3.2.1 Gewährung eines Verschonungsabschlags

5.3.2.2 Gewährung des Abzugsbetrags

5.3.2.3 Gewährung eines Wertabschlags für Familienunternehmen

5.3.2.4 (Teilweise) Steuererlass und Verschonungsbedarfsprüfung für „Großgewerbe“ nach § 28a ErbStG

5.3.2.5 Stundungsmöglichkeiten nach § 28 ErbStG

5.3.2.6 Ermittlung des begünstigten Betriebsvermögens

5.4 Vergleich altes versus neues Recht anhand eines fiktiven Beispiels

5.4.1 Vereinfachtes Ertragswertverfahren altes versus neues Recht

5.4.1.1 Berechnung des gemeinen Werts der GmbH nach alter Rechtslage

5.4.1.2 Berechnung des gemeinen Werts der GmbH nach neuer Rechtslage

5.4.2 Berechnung des begünstigten Vermögens und des steuerpflichtigen Vermögens nach alter und neuer Rechtslage

5.4.2.1 Ermittlungsvorgang nach neuer Rechtslage

5.4.2.2 Ermittlungsvorgang nach altem Recht

5.5 Auswertung der Ergebnisse

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel der Arbeit ist die Untersuchung, ob die am 1. Juli 2016 eingeführte Erbschaftsteuerreform zu einer Erleichterung der familieninternen Unternehmensnachfolge geführt hat, indem die steuerliche Belastung für Familienunternehmen durch den Vergleich von altem und neuem Recht analysiert wird.

  • Unternehmensnachfolge in mittelständischen Familienunternehmen.
  • Unternehmensbewertung für erbschaftsteuerliche Zwecke.
  • Vergleich des Erbschaftsteuergesetzes vor und nach der Reform 2016.
  • Analyse von Begünstigungen wie Verschonungsabschlägen und Abzugsbeträgen.
  • Empirische Fallstudie anhand eines fiktiven Unternehmensbeispiels.

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Die familieninterne Unternehmensnachfolge ist ein wichtiges und äußerst aktuelles Thema. Sie findet in der Praxis alltäglich statt. Laut des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn) stehen in Deutschland im Zeitraum zwischen 2018 und 2022 rund 150.000 Unternehmen zur Übergabe an. Pro Jahr sind demzufolge mit etwa 30.000 Übergaben zu rechen (Kay et.al. 2018: S. 9). Aus einer Studie des IfM Bonn ergab sich, dass rund 53% der Familienunternehmen eine familieninterne Nachfolge bevorzugen, um den Fortbestand ihres Unternehmens zu sichern. Des Weiteren ergab sich aus der Studie, dass 29% der Familienunternehmen das eigene Unternehmen an externe Führungskräfte übergeben. Weitere 18% ziehen sogar eine Übertragung an die Mitarbeiter in Erwägung (Kay et.al. 2018: S. 23).

Im Rahmen der Unternehmensnachfolge stehen Familienunternehmen bei Betriebsübergaben oftmals vor großen Herausforderungen, denn bei Vererbungen im Todesfall bzw. bei lebzeitigen Schenkungen können sehr hohe Erbschaftsteuerzahlungen anfallen. Die hohe Erbschaftsteuerzahlung kann gegebenenfalls die Existenz eines Familienunternehmens gefährden (Stiftung Familienunternehmen 2015: S. 1). Vor diesem Hintergrund stellt die Erbschaft- und Schenkungsteuer für Familienunternehmen eine zusätzliche Belastung im Rahmen des Generationenwechsels dar. Um diese steuerliche Belastung zu minimieren, wurden im Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) für den Steuerpflichtigen bestimmte Begünstigungen eingeführt. Das ErbStG wurde aber in Laufe der Jahre immer wieder geändert, da die bisherigen Begünstigungsregelungen (Verschonungsregelungen) vom Bundesverfassungsgericht (BVerG) teilweise als verfassungswidrig erklärt worden sind. Mit dem reformierten ErbStG 2016 sollte der Erhalt von Arbeitsplätzen sowie die Planungssicherheit für Unternehmen im Falle einer Nachfolge gewährleistet werden (Bundesfinanzministerium der Finanzen 2017). Die erbschaftsteuerlichen Rahmenbedingungen wurden jedoch mit dem reformierten Gesetz ein wenig verschärft (Ebner Stolz 2017: S. 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtet die Relevanz der familieninternen Nachfolge und die steuerlichen Herausforderungen durch das Erbschaftsteuergesetz.

2 Grundlagen der Unternehmensnachfolge: Definiert zentrale Begriffe wie Unternehmensnachfolge, KMU und Familienunternehmen.

3 Unternehmensbewertung: Erläutert die Bedeutung der Bewertung für steuerliche Zwecke sowie die gängigen Verfahren wie das Substanzwert- und vereinfachte Ertragswertverfahren.

4 Erbschaftsteuer bei Unternehmensnachfolgen: Diskutiert die steuerlichen Risiken bei der Nachfolge und die gesetzlichen Grundlagen.

5 Methodik: Beschreibt die Vergleichsmethode des alten und neuen Rechts mittels eines fiktiven Fallbeispiels.

6 Fazit: Fasst zusammen, dass die Reform 2016 die Planung für Familienunternehmen erschwert und das Ziel der steuerlichen Entlastung verfehlt hat.

Schlüsselwörter

Unternehmensnachfolge, Familienunternehmen, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer, Unternehmensbewertung, vereinfachtes Ertragswertverfahren, Substanzwertverfahren, Betriebsvermögen, Regelverschonung, Optionsverschonung, Erbschaftsteuerreform, Steuerbelastung, Nachfolgeplanung, Verschonungsabschlag, KMU

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die erbschaftsteuerlichen Rahmenbedingungen für die familieninterne Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelständischen Familienunternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Reform von 2016.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Unternehmensbewertung, die gesetzlichen Begünstigungsregelungen im Erbschaftsteuergesetz sowie die Auswirkungen dieser Regelungen auf die steuerliche Belastung bei einem Generationenwechsel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob die Erbschaftsteuerreform vom 1. Juli 2016 zu einer Erleichterung der familieninternen Nachfolge beigetragen hat oder ob sie die Belastung eher erhöht hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Vergleichsmethode, bei der die Rechtslage vor und nach der Reform 2016 gegenübergestellt wird, ergänzt durch ein fiktives Fallbeispiel einer GmbH.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Nachfolge, Bewertungsverfahren, steuerliche Regelungen zur Begünstigung von Betriebsvermögen und eine detaillierte Auswertung an einem Praxisbeispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Unternehmensnachfolge, Erbschaftsteuer, Familienunternehmen, Betriebsvermögen und die verschiedenen Verschonungsmodelle (Regel- und Optionsverschonung).

Wie wirkt sich der Kapitalisierungsfaktor auf die Bewertung aus?

Die Senkung des Kapitalisierungsfaktors auf 13,75 im neuen Recht führt zu niedrigeren Unternehmenswerten, was theoretisch steuerliche Vorteile bei der Bewertung bietet, sofern nicht andere Faktoren dies kompensieren.

Warum wurde das Ziel der Entlastung laut Fazit verfehlt?

Die Reform hat die Komplexität der Voraussetzungen für Steuervergünstigungen erhöht, was zu einem Mehraufwand führt und die tatsächliche Steuerlast in vielen Fällen, wie im Beispiel gezeigt, eher steigen lässt.

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Details

Title
Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelständischen Familienunternehmen aus erbschaftsteuerlicher Sicht
College
Berlin School of Economics and Law
Grade
2
Author
Bianka Kramer (Author)
Publication Year
2019
Pages
71
Catalog Number
V499168
ISBN (eBook)
9783346014511
ISBN (Book)
9783346014528
Language
German
Tags
unternehmensnachfolge familienunternehmen sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianka Kramer (Author), 2019, Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelständischen Familienunternehmen aus erbschaftsteuerlicher Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499168
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