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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Wie effektiv sind Sanktionen?

Title: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Wie effektiv sind Sanktionen?

Term Paper , 2018 , 45 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Bianka Kramer (Author)

Gender Studies
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Themenbereich der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz. Die Autorin geht einerseits darauf ein, welche Handlungen als Belästigung gelten und andererseits untersucht sie die Folgen, die daraus entstehen. Das Ziel der Arbeit besteht darin, Auswege aufzuzeigen, die Rezipienten für die Gefahren einer Unterschätzung des Themas zu sensibilisieren und insbesondere die Effektivität gerichtlicher Sanktionen kritisch in den Blick zu nehmen.

Sexuelle Belästigung wird in vielen Fällen verharmlost, Frauen nehmen Bemerkungen oder Witze viel zu ernst, sie verstehen keinen Spaß. Aber bei diesem Thema steckt mehr dahinter, denn sexuelle Belästigungen können schwere Folgen haben, die die Frauen täglich verspüren. Aufgrund solcher Vorfälle fühlen sich Frauen nicht mehr wohl, sie verspüren Angst, aufs Neue sexuell auf der Arbeit belästigt zu werden. Sie können ihrer Arbeit nicht mehr richtig nachgehen oder wollen gar nicht mehr zur Arbeit antreten. Belästigte Frauen geraten in Selbstzweifel, entwickeln Schuldgefühle. Dieses Thema sollte wahr- und ernstgenommen werden, denn keine Frau verdient es, sexuell belästigt zu werden. Den Tätern ist überhaupt nicht bewusst, was sie anrichten. Es müssen Maßnahmen getroffen werden, um künftig sexuelle Belästigung abzuschaffen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

2.1 Definition

2.1.1 Sexuelle Belästigung im Beschäftigungsschutzgesetz

2.1.2. Sexuelle Belästigung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz

2.2 Formen sexueller Belästigung

2.3 Wo liegt die Grenze zwischen Flirt und sexueller Belästigung?

2.4 Besonderheit des Schutzes im AGG

3 Personenkonstellationen in Belästigungssituationen

3.1 Männliche Täter – weibliche Opfer

3.2 Männliche Täter – männliche Opfer

3.3 Weibliche Täter – männliche/weibliche Opfer

4 Ursachen und Folgen

4.1 Welche Ursachen von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz bestehen?

4.2 Schuldumkehr

4.3 Auswirkungen von sexueller Belästigung auf die Betroffenen und den Betrieb

4.3.1 Auswirkungen für die Betroffene

4.3.2 Auswirkungen für den Betrieb

5 Rechte und Pflichten und Handlungsstrategien

5.1 Rechte von Betroffenen

5.2 Pflichten der Arbeitgeber

5.3 Pflichten der Betriebsräte

7 Methodik

7.1 Ziel der Untersuchung

7.2 Methodische Vorgehensweise

7.2.1 Praxisbeispiele für Handlungsmöglichkeiten

7.2.1.1 Volkswagen AG

7.2.1.2 Deutsche Telekom AG

7.2.1.3 Charité – Universitätsmedizin Berlin

7.2.2 Dokumentenanalyse einer Betriebsvereinbarung

7.2.3 Gerichtsurteile

8 Ergebnisse der Untersuchungen

8.1. Auswertung der Dokumentenanalyse

8.2. Auswertungen der Gerichtsurteile

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Problem der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz mit dem Ziel, bestehende Schutzmechanismen, rechtliche Sanktionen sowie betriebliche Handlungsmöglichkeiten zu analysieren und deren Wirksamkeit anhand der Forschungsfrage zu hinterfragen, inwiefern Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Sanktionen auftreten.

  • Rechtliche Grundlagen (AGG) und Definitionen sexueller Belästigung
  • Analyse der Personenkonstellationen in Belästigungssituationen
  • Ursachenforschung sowie Darstellung psychischer und betrieblicher Folgen
  • Good-Practice-Beispiele zur Prävention in Unternehmen (VW, Telekom, Charité)
  • Auswertung von Gerichtsurteilen als Sanktionsmöglichkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Männliche Täter – weibliche Opfer

Die am häufigsten vorkommende Belästigungskonstellation „männlicher Täter – weibliches Opfer“ weist auf zwei Motive hin, die danach unterscheiden, welche betriebliche Position der Täter in Relation zum Opfer hat.

1. Kurzfristige Befriedigung eines Machtbedürfnisses

Vorgesetzte nutzen meist ihre betriebliche Position aus, um bei sexuellem Entgegenkommen Vorteile anzubieten oder im Falle einer Verweigerung Nachteile anzudrohen. (Gamsjäger 2010: 7).

Die Schweizer Umfrage aus 2008 stimmt diesem Motiv zu, da aus der Befragung ersichtlich wurde, dass Vorgesetzte ausschließlich männliche Täter waren die weiblichen Opfer verfallen sind (Gamsjäger 2010: 8).

In vielen Fällen wird einem Vorgesetzten solches Verhalten nicht zugetraut aufgrund ihrer betrieblichen Position.

Folglich ziehen Täter aus dem Machtmissbrauch eine kurzfristige Befriedigung, welche einen Wiederholungszwang hervorruft. Leicht erkennbare Machtdifferenzen und unmittelbare Befriedigungen eines Machtbedürfnisses sind Kennzeichen für diese Form der sexuellen Belästigung.

Aufgrund dieser Tatsache werden sexuelle Belästigungen durch Vorgesetzte, die eine stärkere Machtbasis aufweisen, als schwerwiegender eingeschätzt als ein ähnliches Verhalten durch Untergeordnete oder der Kollegenschaft, da die möglichen beruflichen Folgen unmittelbar bedrohender sind (Gamsjäger 2010: 8).

Weitaus häufiger jedoch werden Frauen von ihren männlichen Kollegen belästigt als von ihren Vorgesetzten. Auch hier besteht die kurzfristige Machtbefriedigung nur mit dem Unterschied, dass hierbei die sexuelle Belästigung dazu dient, die bedrohte Herrschaft zu verteidigen.

Das bedeutet, männliche Kollegen greifen eher nach sexuelle Belästigung, um Frauen in niedrigere Positionen zu halten oder an einem Aufstieg einer besseren Position zu hindern. Dieses Motiv wird daher meist als „Platzverweis“ bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das tabuisierte Thema der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz und Vorstellung der Forschungsfrage sowie der Hypothese.

2 Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Definition des Begriffs anhand gesetzlicher Rahmenbedingungen (BSchG, AGG) und Einordnung verschiedener Formen der Belästigung.

3 Personenkonstellationen in Belästigungssituationen: Untersuchung der Rollen von Tätern und Opfern sowie der zugrunde liegenden Machtmotive in verschiedenen Konstellationen.

4 Ursachen und Folgen: Analyse der Auslöser von Belästigungen sowie der gravierenden Auswirkungen auf die physische/psychische Gesundheit der Betroffenen und das Betriebsklima.

5 Rechte und Pflichten und Handlungsstrategien: Detaillierte Darstellung der Rechte der Betroffenen nach dem AGG sowie der Pflichten von Arbeitgebern und Betriebsräten.

7 Methodik: Erläuterung des methodischen Vorgehens anhand von Good-Practice-Beispielen und Dokumentenanalysen.

8 Ergebnisse der Untersuchungen: Zusammenfassung der Analyseergebnisse aus den Betriebsvereinbarungen und den untersuchten Gerichtsurteilen.

9 Fazit: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung, dass rechtliche Sanktionen allein nicht ausreichen und durch innerbetriebliche Prävention ergänzt werden müssen.

Schlüsselwörter

Sexuelle Belästigung, Arbeitsplatz, AGG, Machtmissbrauch, Prävention, Betriebsvereinbarung, Diskriminierung, Gleichbehandlung, Schuldumkehr, Sanktionen, Kündigungsschutz, Arbeitgeberpflichten, Betriebsklima, Beschwerderecht, Frauen am Arbeitsplatz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, ihren Ursachen, den Folgen für Betroffene und Unternehmen sowie den rechtlichen und betrieblichen Möglichkeiten, dagegen vorzugehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Definition nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), den Machtstrukturen zwischen Tätern und Opfern sowie der praktischen Umsetzung von Präventionsmaßnahmen in großen Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Sanktionen bei sexueller Belästigung greifen und warum die Umsetzung dieser Sanktionen in der betrieblichen Praxis oft schwierig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus Literaturrecherche, Dokumentenanalyse (Vergleich einer Betriebsvereinbarung mit einem Muster) und der Auswertung von Fallbeispielen aus der Rechtsprechung.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Definitionen, Personenkonstellationen), die Analyse der Ursachen und Folgen sowie die Untersuchung von praktischen Ansätzen wie Betriebsvereinbarungen bei VW, der Telekom und der Charité.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die zentralen Schlagworte umfassen neben dem Hauptthema Begriffe wie Machtmissbrauch, AGG, betriebliche Prävention, Diskriminierung und Arbeitgeberpflichten.

Warum hält die Autorin Sanktionen über Gerichte für unzureichend?

Die Autorin argumentiert, dass zu wenige Betroffene tatsächlich den Weg zum Gericht finden, weshalb präventive Betriebsvereinbarungen in Unternehmen einen notwendigen, ergänzenden Schutzraum bilden müssen.

Welche Rolle spielt die Charité in der Analyse?

Die Charité dient als „Good Practice“-Beispiel, dessen interne Richtlinie zur Prävention von sexueller Belästigung detailliert analysiert und mit einer Muster-Betriebsvereinbarung abgeglichen wurde.

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Details

Title
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Wie effektiv sind Sanktionen?
Grade
2,5
Author
Bianka Kramer (Author)
Publication Year
2018
Pages
45
Catalog Number
V499174
ISBN (eBook)
9783346032270
ISBN (Book)
9783346032287
Language
German
Tags
sexuelle belästigung arbeitsplatz sanktionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianka Kramer (Author), 2018, Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Wie effektiv sind Sanktionen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499174
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