Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit der Wirksamkeit der Psychotherapie bei Jugendlichen. Im Rahmen dieser Arbeit werden im Folgenden zunächst eine Definition der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung näher erläutert, wobei insbesondere die drei Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität betrachtet werden.
Zum Verständnis folgen die Ursachen, die ADHS auslösen und die Art und Weise der Klassifizierung. Anschließend wird die Psychotherapie näher erklärt. Im zweiten Teil der Arbeit folgt eine Darlegung des aktuellen Forschungsstandes. Die Psychotherapie wirkt sich auf die Kernsymptome der ADHS bei Jugendlichen positiv aus. Als Abschluss folgen in einer Diskussion eine kritische Reflexion der Studien und deren Ergebnisse. Zusätzlich wird ein Ausblick in die Zukunft gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition
2.1 Unaufmerksamkeit
2.2 Hyperaktivität
2.3 Impulsivität
3. Pathogenese
3.1 Neurobiologische Faktoren
3.2 Psychosoziale Faktoren
4. Diagnostik und Klassifizierung
4.1 Diagnostik
4.2 Klassifizierung
5. Psychotherapie
6. Überblick über den aktuellen Forschungsstand
7. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von psychotherapeutischen Ansätzen bei Jugendlichen, die von ADHS betroffen sind. Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu analysieren und zu prüfen, wie Psychotherapie zur Linderung der ADHS-Kernsymptome beitragen kann, wobei insbesondere der Vergleich zu pharmakologischen Interventionen im Fokus steht.
- Definition und Kernsymptomatik von ADHS bei Jugendlichen
- Neurobiologische und psychosoziale Ursachen der Störung
- Methodik der psychotherapeutischen Behandlung
- Evaluation der Wirksamkeit durch aktuelle wissenschaftliche Studien
- Kritische Reflexion der Behandlungsergebnisse bei Jugendlichen
Auszug aus dem Buch
2.2 Hyperaktivität
Eine desorganisierte, mangelhaft-regulierte und überschießende motorische Aktivität charakterisiert die Hyperaktivität. Besonders in Situationen, in welchen Ruhe oder ein gewisses Maß an eigener Verhaltenskontrolle gefordert ist, zeigen sich die Symptome. Bei den Jugendlichen verschiebt sich die äußere Hyperaktivität hin zu einer persistierenden inneren Unruhe und dem Gefühl nicht entspannen zu können. Um mit ihrer motorischen Unruhe umgehen zu können finden sie Verhaltensweisen wie Wippen auf dem Stuhl, wiederholtes Klicken eines Kugelschreibers, das rhythmische Bewegen eines Beines etc. Auch Techniken zur Selbststimulation, wie zum Beispiel das Benutzen eines MP3-Players oder das Herumspielen am Handy, werden zum Abbauen der inneren motorischen Unruhe genutzt. Jugendliche mit ADHS führen häufig Freizeitaktivitäten & Ausbildungsberufe aus, welche viel Bewegung erfordern. Außerdem werden sich nur solche Aktivitäten und Berufe ausgesucht, welche das Gegenteil von Gleichförmigkeit und Ruhe aufweisen (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der ADHS bei Jugendlichen ein und erläutert die Herausforderungen für Betroffene sowie die Notwendigkeit therapeutischer Interventionen.
2. Definition: Das Kapitel definiert ADHS und seine drei Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität speziell im Kontext des Jugendalters.
3. Pathogenese: Hier werden die Entstehungsursachen von ADHS beleuchtet, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf neurobiologischen Faktoren sowie deren Interaktion mit psychosozialen Einflüssen liegt.
4. Diagnostik und Klassifizierung: Dieser Abschnitt beschreibt kurz die diagnostischen Schritte und die internationalen Klassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM-IV.
5. Psychotherapie: Das Kapitel erläutert die Ansätze und Schwierigkeiten der Psychotherapie für Jugendliche und betont die Bedeutung einer individuellen Therapieplanung.
6. Überblick über den aktuellen Forschungsstand: Hier werden zentrale Studien wie die Kölner Adaptive Multimodale Therapiestudie und verschiedene Metaanalysen zur Wirksamkeit der Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen ausgewertet.
7. Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Forschung und weist auf die bestehende Diskrepanz zwischen der Forschungslage bei Kindern und der benötigten Evidenz für die Altersgruppe der Jugendlichen hin.
Schlüsselwörter
ADHS, Psychotherapie, Jugendliche, Kernsymptome, Verhaltenstherapie, Pharmakotherapie, Neurobiologie, psychosoziale Faktoren, Klassifizierung, Diagnostik, Forschungsstand, Selbststeuerung, Impulsivität, Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wirksamkeit psychotherapeutischer Behandlungen bei Jugendlichen, die die Diagnose ADHS erhalten haben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Definition der Kernsymptomatik, die Ursachenforschung (Pathogenese), die diagnostische Erfassung sowie die kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen therapeutischen Interventionsformen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Forschungsfrage, wie und in welchem Maße sich Psychotherapie positiv auf die Symptome von Jugendlichen mit ADHS auswirken kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Analyse aktueller Metaanalysen sowie spezifischer Studien, wie etwa der Kölner Adaptiven Multimodalen Therapiestudie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Symptomatik, Ursachen sowie eine detaillierte Darstellung der psychotherapeutischen Ansätze und eine Zusammenfassung empirischer Forschungsergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie ADHS, Psychotherapie, Jugendliche, Wirksamkeit und Verhaltenstherapie beschreiben.
Warum unterscheidet sich die Therapie bei Jugendlichen von der bei Kindern?
Die Autorin argumentiert, dass Entwicklungsprozesse bei Jugendlichen tiefgreifender und schneller verlaufen, weshalb eine Übertragung von Methoden aus der Kinder- oder Erwachsenentherapie ohne Anpassung nicht zielführend ist.
Welche Rolle spielt die Pharmakotherapie im Vergleich zur Psychotherapie laut der vorliegenden Arbeit?
Die Auswertung zeigt, dass bei ADHS oft eine pharmakologische Behandlung die stärksten Effekte erzielt, die Psychotherapie jedoch weiterhin als wichtige, ergänzende oder primäre Behandlungsoption zur Milderung von Restsymptomen dient.
Welche Kritik äußert die Autorin an bestehenden Kriterien?
Es wird kritisiert, dass gängige Klassifikationssysteme wie DSM-IV die spezifischen emotionalen und geschlechtsspezifischen Herausforderungen von Jugendlichen nur unzureichend berücksichtigen.
- Arbeit zitieren
- Christine Plewaka (Autor:in), 2016, Wirksamkeit der Psychotherapie bei Jugendlichen mit ADHS, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499410