The one thing that’s missing, but that will soon be developed, is a reliable e-cash, a method whereby on the Internet you can transfer funds from A to B, without A knowing B or B knowing A. That kind of thing will develop on the Internet and that will make it even easier for people to use the internet.”
Die digitale Revolution bzw. Digitalisierung ist das relevanteste Thema unserer Zeit und hat Auswirkungen auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher sowie politischer Ebene. Der digitale Wandel erfasst inzwischen alle Branchen der Wirtschaft. So sind u.a. auch konsequenterweise das Finanz- bzw. Bankwesen betroffen. Physische Produkte oder Prozesse werden durch digitale Lösungen ergänzt oder substituiert.
Acht Jahre nach der Aussage des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Milton Friedman veröffentlichte Satoshi Nakamoto ein Konzept für einen neuen elektronischen Zahlungsverkehr namens „Bitcoin". Etwa zehn Jahre nach der Implementierung konnte sich die Technologie einen beständigen Namen machen und zählt heute, gemessen am Börsenwert, zu eine der bekanntesten virtuellen Währungen weltweit.
Der rasante Aufstieg Bitcoins konnte für großes mediales Interesse sorgen. Zugleich sorgten die überwiegend negativen Schlagzeilen über Bitcoins für ein negatives Image in der Gesellschaft, dessen Auswirkungen auch heute noch spürbar sind. Die Schließung der Onlineplattform Silkroad, auf welchen illegale Waren wie Rauschgifte durch Bezahlung mit Bitcoin erworben werden konnten sowie der zweifache Angriff auf die ehemals größte Handelsbörse Mt.Gox, die zahlreiche Anleger um ihr Vermögen brachte, hindern das Image des Bitcoins zu verbessern und die Etablierung der digitalen Währung voranzutreiben.
Trotz des negativen Images ist Bitcoin in der Flut von zahlreichen unterschiedlichen virtuellen Währungen nicht untergegangen. Die Nutzerdichte, Anzahl der Akzeptanzstellen sowie Bitcoin-Transaktionen nehmen stetig zu. Bitcoin-Befürworter sehnen sich nach der Integration von Bitcoin auf den Massenmarkt. Doch wird die Entwicklung der virtuellen Währung so weit gehen, dass Endverbraucher sie auch als reguläres Geldmittel verwenden werden?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Problemstellung
1.3 Ziel der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Einführung in die Geldtheorie
2.1.1 Funktionen von Geld
2.1.1.1 Geld als allgemeines Tauschmittel
2.1.1.2 Geld als Wertbewahrungsmittel
2.1.1.3 Geld als Recheneinheit
2.1.2 Eigenschaften von Geld
2.1.3 Geldformen
2.1.3.1 Warengeld
2.1.3.2 Modernes Geld
2.2 Bitcoin
2.2.1 Definition
2.2.2 Funktionsweise
2.2.2.1 Grundlagen der Kryptografie
2.2.2.2 Peer-to-Peer Netzwerk
2.2.2.3 Transaktionen
2.2.2.4 Blockchain
2.2.2.5 Mining
2.2.3 Einsatzbereiche
2.2.4 Weitere virtuelle Währungen
2.2.4.1 Ethereum
2.2.4.2 Ripple
2.2.4.3 Litecoin
3 Methode der Untersuchung
3.1 Ziel
3.2 Untersuchungsdesign
3.3 Stichprobe
4 Darstellung der Untersuchungsergebnisse
4.1 Klassifizierung nach den Funktionen
4.1.1 Bitcoin als allgemeines Tauschmittel
4.1.2 Bitcoin als Wertbewahrungsmittel
4.1.3 Bitcoin als Recheneinheit
4.2 Klassifizierung nach den Eigenschaften
5 Diskussion und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob Bitcoin als allgemeingültiges Zahlungsmittel in der heutigen Gesellschaft klassifiziert werden kann und ob eine Etablierung als reguläres Geldmittel in naher Zukunft realistisch ist. Im Fokus steht dabei die Analyse der Geldfunktionen sowie der technologischen Prinzipien von Bitcoin.
- Grundlagen der Geldtheorie und Notwendigkeitskriterien von Geld
- Technische Funktionsweise von Bitcoin (Blockchain, Mining, Transaktionen)
- Empirische Analyse der Bitcoin-Akzeptanz und Bekanntheit in Berlin
- Klassifizierung von Bitcoin anhand von Geldfunktionen und Eigenschaften
- Zukunftsperspektiven von Kryptowährungen im Vergleich zum herkömmlichen Währungssystem
Auszug aus dem Buch
2.2.2.1 Grundlagen der Kryptografie
Kryptografie (altgriechisch: krypto für "verborgen" und grafie für "schreiben") ist ein Teilgebiet der Kryptologie und thematisiert die Verschlüsselung von Informationen. Um die Sicherheit sowie Anonymität der Transaktionen zu gewährleisten, arbeitet das Bitcoin-Netzwerk mit kryptografischen Verfahren. Die Ursprünge der Kryptografie liegen schon im alten Ägypten, welche Geheimschriften nutzten.
Die moderne Kryptografie funktioniert asymmetrisch. Hierzu wird ein digitales Schlüsselpaar genutzt. Ein privater Schlüssel ermöglicht es Daten, die mit dem öffentlichen Schlüssel codiert sind, zu entschlüsseln. Der öffentliche Schlüssel ist frei zugänglich für jede Person, sodass eine Nachricht, welche mit dem öffentlichen Schlüssel codiert ist, nur mit dem dazugehörigen privaten Schlüssel entschlüsselt werden kann. Durch den privaten Schlüssel kann ebenfalls eine digitale Signatur erstellt werden um ggf. Überweisungen zu authentifizieren, welches im Bitcoin-System von äußerster Bedeutung ist. Die digitale Signatur wird durch den privaten Schlüssel, sowie den zu signierenden Daten, welche zuvor durch den Hash-Algorithmus verschlüsselt werden, erstellt.
Der Hash-Algorithmus kann jede Art von Eingabe (Dateien, Zeichenfolgen, etc.) bearbeiten und einen Hashwert generieren. Der kleinste Unterschied an der Zeichenfolge/Datei kann zu einem vollkommen veränderten Hashwert führen. Hash-Algorithmen sind nicht reversibel. Aus diesem Grund ist es unmöglich aus dem generierten Hashwert, den ursprünglichen Inhalt zurückzurechnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage der Digitalisierung und führt in die Relevanz von Bitcoin als digitale Währung sowie die zugrunde liegende Problemstellung ein.
2 Theoretische Grundlagen: Vermittelt die geldtheoretischen Grundlagen sowie die technischen Spezifikationen und die Funktionsweise des Bitcoin-Systems, einschließlich relevanter Alternativwährungen.
3 Methode der Untersuchung: Erläutert das Design der empirischen Studie, die auf einer Umfrage unter Berlinern basiert, um die praktische Akzeptanz von Bitcoin zu evaluieren.
4 Darstellung der Untersuchungsergebnisse: Präsentiert die erhobenen Daten und klassifiziert Bitcoin anhand der klassischen Geldfunktionen sowie seiner spezifischen Eigenschaften.
5 Diskussion und Fazit: Reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und beantwortet die Forschungsfragen hinsichtlich der Eignung von Bitcoin als vollwertiges Zahlungsmittel.
Schlüsselwörter
Bitcoin, Kryptowährung, Geldtheorie, Blockchain, Tauschmittel, Wertbewahrung, Recheneinheit, Mining, Digitalisierung, Finanzsystem, Peer-to-Peer, Transaktionen, Empirische Forschung, Volatilität, Zahlungsmittel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Bitcoin im herkömmlichen Währungssystem und prüft, ob die Kryptowährung als Geld klassifiziert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Geldes, die technische Funktionsweise von Bitcoin (Blockchain, Kryptografie) sowie eine empirische Umfrage zur gesellschaftlichen Akzeptanz.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist zu klären, ob Bitcoin als Zahlungsmittel in der Gesellschaft bestehen kann und ob es in der Lage ist, unser derzeitiges Geldsystem langfristig zu ersetzen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literaturanalyse zur Geldtheorie mit einer quantitativen empirischen Erhebung in Form einer Umfrage unter 150 Personen in Berlin.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Geldeigenschaften sowie deren Anwendung auf Bitcoin und die anschließende Darstellung der Umfrageergebnisse inklusive Klassifizierungsversuchen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bitcoin, Kryptowährung, Blockchain, Geldtheorie und empirische Marktakzeptanz geprägt.
Wie unterscheidet sich Bitcoin laut dieser Arbeit von traditionellem Fiat-Geld?
Bitcoin basiert auf einem dezentralen Peer-to-Peer Netzwerk ohne zentrale Instanz, während Fiat-Geld durch Zentralbanken und staatliche Regulierung kontrolliert wird.
Warum wird Bitcoin in der Umfrage mehrheitlich als Investition und nicht als Währung gesehen?
Die Teilnehmer sehen in der hohen Volatilität und der fehlenden täglichen Akzeptanz eher die Chance auf Gewinne als die Eignung für den alltäglichen Zahlungsverkehr.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Etablierung von Bitcoin?
Obwohl Bitcoin technologisch innovativ ist, erfüllt er derzeit die klassischen Geldfunktionen nicht ausreichend, um das bestehende Währungssystem zu ersetzen.
Welche Rolle spielt die Blockchain-Technologie für die Zukunft laut dieser Arbeit?
Sie gilt als Innovation, die unabhängig vom Bitcoin-Erfolg das Potenzial hat, Geschäftsmodelle in verschiedenen Branchen nachhaltig zu verändern.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Dezentrale Währung. Bitcoin und der Einfluss von Kryptowährung auf das herkömmliche Währungssystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499560