Kaum ein historisches Ereignis der frühneuzeitlichen Geschichte ist bis heute so bekannt wie der Dreißigjährige Krieg und der Westfälische Frieden. Dieser Umstand begründet sich zum einen aus der Tatsache der langwierigen, gewalttätigen, politischen, dynastischen, konfessionellen und innenpolitischen Probleme, Kämpfe und Ereignisse zwischen den Großmächten Europas, die 30 Jahre lang kein Ende finden wollten.In der vorliegenden Arbeit soll es sowohl um die Hauptinstruktionen für die kaiserlichen Gesandten für die Verhandlungen mit den Franzosen am 15 Juli 1643 in Münster, als auch um die kaiserlichen Verhandlungsziele gehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Dreißigjährige Krieg
3. Der Westfälische Frieden
4. Die Hauptinstruktionen der kaiserlichen Gesandten
4.1 Acta pacis Westphalicae
4.2 Die kaiserlichen Gesandten
4.3 Zusammenfassung und Inhalt der Hauptinstruktionen
5. Die kaiserlichen Verhandlungsziele
6. Die Ergebnisse der Verhandlungen
7. Fazit
8. Bibliographie
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hauptinstruktionen Kaiser Ferdinands III. für die kaiserlichen Gesandten bei den Verhandlungen mit Frankreich in Münster ab dem 15. Juli 1643. Dabei steht die Analyse der kaiserlichen Verhandlungsziele und der diplomatischen Strategien im Kontext der Friedensbemühungen des Dreißigjährigen Krieges im Mittelpunkt der Forschungsfrage.
- Analyse der historischen Hauptinstruktionen an die kaiserlichen Gesandten.
- Untersuchung der diplomatischen Rahmenbedingungen und Akteure in Münster.
- Erforschung der materiellen und ideellen kaiserlichen Verhandlungsziele.
- Bewertung der Verhandlungsstrategien des Kaisers im Verlauf des Kongresses.
- Einordnung der Friedensverhandlungen in den Kontext des Dreißigjährigen Krieges.
Auszug aus dem Buch
4.3.Zusammenfassung und Inhalt der Hauptinstruktionen
Zu Beginn ist zu beachten, dass das Original nicht aufgefunden wurde, sondern lediglich ein Dokument bzw. ein Entwurf mit Notizen des Kanzlerschreibers Gerhard Maximilian Ostermay und drei weiteren schriftlichen Verbesserungen vorliegt.
Eingeleitet werden die Hauptinstruktionen für die Verhandlungen mit den Franzosen, wie auch die Instruktionen für andere Verhandlungen, mit der Nennung der Anrede und des Titels von Kaiser Ferdinand III., der als Verfasser und Instruktionsgeber gilt.
Durch Anrede seiner Gesandten, welche er als „ehrbar“ anerkennt, erläutert er zunächst den Grund und den Umstand für die vorliegenden, neuen Instruktionen. Nach langwierigen, verzögerten Vorverhandlungen ist es endlich gelungen ein Zusammentreffen mit den Vertretern der Krone Frankreichs in Münster und mit der Krone Schwedens in Osnabrück zu erreichen. Dringlichster Befehl des Kaisers an seine Gesandten, die diesem unterliegen, besteht darin, den neuen ausgeführten Instruktionen Folge zu leisten. Unveränderlich steht die Erhaltung und Stärkung des Römischen Reiches im Vordergrund. Nur durch die treue Befolgung der vorliegenden Instruktionen kann gewährleistet werden, dass keine territorialen Abgaben getätigt werden müssen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung kontextualisiert den Dreißigjährigen Krieg und den Westfälischen Frieden als bedeutendes Ereignis internationaler Konfliktbewältigung und führt in die Fragestellung der Arbeit ein.
2. Der Dreißigjährige Krieg: Dieses Kapitel erläutert die Ursachen und den Verlauf des Krieges, insbesondere die Machtkonflikte zwischen den europäischen Mächten und dem Hause Habsburg.
3. Der Westfälische Frieden: Hier wird der langwierige Weg zum Friedenskongress, inklusive des Hamburger Präliminarvertrages und der Rolle der verschiedenen Vermittler, dargestellt.
4. Die Hauptinstruktionen der kaiserlichen Gesandten: Das Kapitel widmet sich der Überlieferung der Instruktionen durch die Acta pacis Westphalicae, stellt die Gesandten vor und analysiert den Inhalt der kaiserlichen Anweisungen.
5. Die kaiserlichen Verhandlungsziele: Es erfolgt eine Kategorisierung der Ziele des Kaisers in ideelle und materielle Bestrebungen und deren Einordnung in die diplomatische Strategie.
6. Die Ergebnisse der Verhandlungen: Die Ergebnisse des Westfälischen Friedens bezüglich territorialer und machtpolitischer Veränderungen für das Reich und Europa werden zusammengefasst.
7. Fazit: Das Fazit resümiert die defensiven Strategien der kaiserlichen Diplomatie und stellt fest, dass die zentralen Erhaltungsziele des Kaisers im Frieden nicht erreicht wurden.
8. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen der Arbeit auf.
Schlüsselwörter
Dreißigjähriger Krieg, Westfälischer Frieden, Kaiser Ferdinand III., Hauptinstruktionen, Münster, Diplomatie, habsburgisch-französischer Gegensatz, Acta pacis Westphalicae, kaiserliche Gesandte, Friedenskongress, Reichsstände, territoriale Neuordnung, Friedensverhandlungen, Souveränität, Machtpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die offiziellen Hauptinstruktionen, die Kaiser Ferdinand III. seinen Gesandten für die Friedensverhandlungen mit Frankreich in Münster im Jahr 1643 erteilte.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die diplomatische Strategie des Kaisers, die Rahmenbedingungen des Friedenskongresses in Münster und die spezifischen kaiserlichen Verhandlungsziele während des Dreißigjährigen Krieges.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, welche spezifischen Vorstellungen, Bestrebungen und Handlungsziele mit den Instruktionen bezweckt wurden und inwiefern diese die kaiserliche Politik widerspiegeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, die auf der Auswertung der Akten aus der Edition „Acta pacis Westphalicae“ basiert und durch fachwissenschaftliche Literatur kontextualisiert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die historische Einordnung des Krieges, die Vorbereitung der Friedensverhandlungen, die detaillierte Analyse der Instruktionen an die Gesandten sowie die daraus resultierenden kaiserlichen Zielsetzungen und deren Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Westfälischer Frieden, kaiserliche Hauptinstruktionen, Diplomatie, Münster und Ferdinand III. definieren.
Wie bewertet die Autorin das Erreichen der kaiserlichen Verhandlungsziele?
Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass der Kaiser seine zwei Hauptziele – den Erhalt der kaiserlichen Stellung und den Schutz der Erblande ohne Gebietsabtretungen – im Ergebnis des Westfälischen Friedens nicht erreichen konnte.
Welche Rolle spielt die „Acta pacis Westphalicae“ für die Arbeit?
Sie dient als unverzichtbare Quellengrundlage, die den Wortlaut der Dokumente liefert und durch die Edition von Konrad Repgen eine historisch-kritische Einordnung der Verhandlungen erst ermöglicht.
- Arbeit zitieren
- Helena Westendorf (Autor:in), 2016, Die Hauptinstruktion für die kaiserlichen Gesandten auf dem westfälischen Friedenskongress für die Verhandlungen mit den Franzosen am 15 Juli 1643 in Münster, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499670