Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit dem Bereich des E-Recruitings in der IT-Branche. Das Potenzial von People Analytics in diesem Bereich wird erörtert und konkrete Anwendungsfelder aufgezeigt. Es soll evaluiert werden, wie die Effizienz des E-Recruitings durch People Analytics gesteigert werden kann.
Der Arbeit steht die Frage voran, ob People Analytics schon heutzutage eine anwendbare Methode ist, um die Personalrekrutierung in Unternehmen der IT-Branche positiv zu beeinflussen. Schlussendlich wird ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben.
In der heutigen Zeit ist der Fachkräftemangel eine große Herausforderung, der Unternehmen gegenüberstehen. Die aktuelle Marktsituation zwingt Unternehmen, ihre Außendarstellung zu optimieren und ihre Personalrekrutierung auf die Situation anzupassen. Die Mitarbeitergewinnung und -bindung sowie die Motivation und das Durchführen von Entwicklungsmaßnahmen sind nur einzelne Teile der Aufgabenfelder, die hiervon betroffen sind.
Durch die Unterstützung von Informationssystemen werden im Personalmanagement schon jetzt große Datenmengen generiert, welche für weitere Analysezwecke im Sinne von Data Mining genutzt werden können. Data Mining birgt ein hohes Potenzial für den Personalbereich, vor allem für Unternehmen welche mit hohen Bewerber- und Einstellungszahlen zu kämpfen haben. In dieser Hinsicht bietet das strategische Vorgehensmodell People Analytics ein Spektrum von Möglichkeiten, um die Datenbestände für die Personalrekrutierung nutzbar zu machen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begrifflichkeiten
2.1. People Analytics
2.2. E-Recruiting
3. E-Recruiting in der IT-Branche
3.1. Herausforderungen durch Fachkräftemangel
3.2. Potenzial von People Analytics
4. Anwendungsfälle
4.1. Active Sourcing
4.1.1. Vorbereiten
4.1.2. Finden
4.1.3. Identifizieren
4.2. Job-Matching
4.3. Fallbeispiel Goodgame Studios
5. Kritische Betrachtung und Zukunftsaussicht
5.1. Chancen und Risiken
5.2. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von People Analytics zur Optimierung des E-Recruitings innerhalb der IT-Branche, um auf den akuten Fachkräftemangel zu reagieren und die Effizienz bei der Personalsuche zu steigern.
- Grundlagen von People Analytics und E-Recruiting
- Analyse des Fachkräftemangels in der IT-Industrie
- Strategien zur effizienteren Bewerberansprache (Active Sourcing)
- Methoden des datengestützten Job-Matchings
- Praktische Implementierung am Beispiel von Goodgame Studios
Auszug aus dem Buch
4.1. Active Sourcing
Eine der neueren Innovationen des strategischen Personalmanagements nennt sich Active Sourcing. Übersetzt steht der Fachbegriff im Deutschen für "Aktives Suchen", welches sich auf die Rekrutierung neuer Mitarbeiter im Internet bezieht.
Active Sourcing ist in vielen Großunternehmen schon fester Bestandteil des E-Recruitings, wird jedoch nicht für jede Stelle eingesetzt. Vorrangig nutzt das Personalmanagement diese Strategie für sehr spezialisierte Stellen und für die Rekrutierung leitender Angestellte. Es hat folglich eine höhere Anwendung für die Besetzung von Management-Positionen.
Beim Active Sourcing nimmt der Recruiter die Rolle eines HR-Datenanalytikers ein, er wird daher auch „Sourcer“ genannt. Anhand einer gezielten Nutzung von Suchmaschinen sowie erweiternder Tools sollen passende Kandidaten gefunden werden. In diesem Bezug ist es von Bedeutung, die gewonnenen Informationen mit Methoden zur Datenanalyse auszuwerten und zu aggregieren, sodass ein Pool von Talenten generiert werden kann. Auf lange Sicht ist es darüber hinaus auch von Nutzen, die Verbindungen zwischen einzelnen Menschen zu analysieren, um sich ein Empfehlernetz aufzubauen.
Praktisch gesehen kann Active Sourcing über verschiedene Business-Netzwerke im Internet betrieben werden. Zu den bekanntesten gehören LinkedIn oder XING. Sie werden genutzt, um die Zielgruppe anzusprechen und für die zu besetzende Stelle zu werben. Der Prozess gewinnt an datengetriebenem Charakter sobald Suchalgorithmen angewandt werden, um die Kandidatengruppe einzukreisen und nach geeigneten Bewerbern zu filtern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des IT-Fachkräftemangels ein und skizziert das Ziel der Arbeit, den Einsatz von People Analytics als methodische Lösung zu bewerten.
2. Begrifflichkeiten: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Begriffe People Analytics als datengestützte Analyseform sowie E-Recruiting als elektronische Personalbeschaffung definiert.
3. E-Recruiting in der IT-Branche: Dieses Kapitel erläutert die spezifischen Herausforderungen durch den Fachkräftemangel und stellt das Potenzial datenbasierter Ansätze für die Branche dar.
4. Anwendungsfälle: Dieser Abschnitt beschreibt praxisnahe Strategien wie Active Sourcing und Job-Matching und illustriert deren Erfolg am Fallbeispiel der Goodgame Studios.
5. Kritische Betrachtung und Zukunftsaussicht: Das Abschlusskapitel reflektiert Chancen und Risiken von People Analytics und zieht ein Fazit zur Notwendigkeit dieser Strategie für zukunftsorientierte Unternehmen.
Schlüsselwörter
People Analytics, E-Recruiting, Personalrekrutierung, IT-Branche, Fachkräftemangel, Active Sourcing, Job-Matching, Datenanalyse, Personalmanagement, Personalauswahl, Big Data, Bewerbermanagement, Digitale Transformation, Talent Mining, Personalgewinnung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Anwendung von People Analytics als datengestützte Methode, um Rekrutierungsprozesse, insbesondere in der IT-Branche, effizienter zu gestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die Analyse von Personaldaten, elektronische Rekrutierungsprozesse, moderne Beschaffungsstrategien sowie der Umgang mit dem IT-Fachkräftemangel.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu evaluieren, ob People Analytics eine praxistaugliche und effektive Methode darstellt, um die Rekrutierung in der IT-Branche positiv zu beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Untersuchung von Anwendungsfällen, um Potenziale und Herausforderungen datengetriebener Personalarbeit aufzuzeigen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen, die spezifische Situation der IT-Branche, die konkreten Anwendungsmethoden Active Sourcing und Job-Matching sowie eine Fallstudie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie People Analytics, E-Recruiting, Fachkräftemangel, Active Sourcing, Big Data und Personalauswahl.
Welche Rolle spielt das Fallbeispiel Goodgame Studios?
Das Unternehmen dient als praktisches Beispiel dafür, wie die Einführung eines Bewerbermanagementsystems und die Nutzung von Analysetools die Effizienz bei der Rekrutierung messbar steigern konnten.
Was sind die wesentlichen Risiken beim Einsatz von People Analytics?
Zu den Risiken zählen insbesondere der notwendige Vertrauensaufbau im Management, die Anforderung an spezifische Fähigkeiten der Recruiter sowie die Einhaltung datenschutzrechtlicher Richtlinien.
- Arbeit zitieren
- Leona Tallmann (Autor:in), 2019, E-Recruiting in der IT-Branche. Mit People Analytics gegen den Fachkräftemangel?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/500062