Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die Höhenstufen der Gebirge sich als vegetationskundliches, klimageographisches und geomorphologisches Modell eigenen. Als Beispiel dienen die Alpen. Um die Geomorphologie der Alpen verstehen zu können, ist ein Blick auf ihre Entstehung notwendig, was in einem ersten Schritt geschieht. Danach folgt eine Beschreibung der Höhenstufen aus der Perspektive der Vegetation, des Klimas und der Geomorphologie.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Genese der Alpen
3. Geomorphologische Höhenstufen am Beispiel der Alpen
4. Klimageographische Höhenstufen am Beispiel der Alpen
4.1 Luftdruck
4.2 Temperatur
4.3 Kosmische- und terrestrische Strahlung
4.4 Regen, Schnee, Luftfeuchtigkeit und Wind
5. Vegetationskunde der Höhenstufen am Beispiel der Alpen
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Eignung der Höhenstufen in Gebirgen als allgemeingültiges Modell für geomorphologische, klimageographische und vegetationskundliche Prozesse am Beispiel der Alpen.
- Analyse der geologischen Entstehungsgeschichte der Alpen.
- Untersuchung geomorphologischer Prozesse in verschiedenen Höhenlagen.
- Darstellung klimageographischer Faktoren wie Luftdruck, Temperatur und Strahlung.
- Betrachtung der vegetationskundlichen Zonierung und ihrer Einflussfaktoren.
- Kritische Bewertung der Anwendbarkeit des Höhenstufen-Modells.
Auszug aus dem Buch
3. Geomorphologische Höhenstufen am Beispiel der Alpen
Da nun die Entstehung der Alpen erläutert ist wird es möglich sein, die Höhenstufen der Alpen anhand ihrer Geomorphologie zu verstehen. Es ist wichtig anzumerken, dass es zu diesem Thema bezüglich der Alpen viel Literatur gibt, in der häufig unterschiedliche Terminologien verwendet werden. Das wird auch an der großen Unterschiedlichkeit der Geomorphologie innerhalb der unterschiedlichen Regionen der Alpen liegen, von den Unterschieden zu den Gebirgen auf globaler Sicht ganz abgesehen. Zudem ist die Verwendung genau definierter Höhenmeter für diese Betrachtung kaum geeignet. Nicht nur ist man sich in der Forschung dahingehend uneinig. Auch gibt es häufig fließende Übergänge zwischen den Höhenstufen, deren Unterscheidung auch durch Einflüsse wie den globalen Klimawandel erschwert wird. Im Folgenden wird an einigen Stellen auch der Einfluss des Klimas auf die geomorphologischen Höhenstufen deutlich.
Um die Übersichtlichkeit zu wahren und dem begrenzten Umfang dieser Arbeit entsprechen zu können, sollen sich die folgenden Ausführungen daher auf die Arbeit von Lehmkuhl (1989) beschränken, mit deren Hilfe ein grober Überblick geschaffen werden soll. Von einer Diskussion oder Gegenüberstellung durchaus vorhandener, anderer Ansichten, soll bewusst abgesehen werden.
Zum einen ist die im vorigen Kapitel beschriebene Orogenese ein wichtiger Aspekt, wenn es um das Erscheinungsbild eines Gebirges geht. Jedoch ist diese nicht allein zu betrachten, wenn man die Geomorphologie der Gebirge verstehen möchte. Ein weiterer wichtiger Faktor sind daher äußere, exogene, Einflüsse, die für die geomorphologische Erscheinung der Höhenstufen eine Rolle spielen. Aus diesem Grund soll der Begriff der Nivation eingeführt werden, welcher diverse Verwitterungs- und Erosionsprozesse unter einem Begriff zusammenfasst. Es soll gesagt sein, dass die Definition des Begriffes teilweise umstritten ist. Mit Bezug auf Lehmkuhl beinhaltet der Begriff jedoch die durch ganzjährige Schneeflecken und deren Druck, sowie deren Schmelzwässer bewirkte Verwitterung und Abtragung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik ein und erläutert die Zielsetzung, die Höhenstufen der Alpen als wissenschaftliches Modell zu untersuchen.
2. Die Genese der Alpen: Dieses Kapitel beschreibt die geologischen Stadien der Alpenentstehung, von der Sedimentation bis zur alpidischen Faltung.
3. Geomorphologische Höhenstufen am Beispiel der Alpen: Hier wird die Reliefbildung in Abhängigkeit von der Höhe unter Berücksichtigung verschiedener Zonen wie der mediterranen bis hin zur glazialen Stufe analysiert.
4. Klimageographische Höhenstufen am Beispiel der Alpen: Das Kapitel erläutert, wie sich klimatische Faktoren wie Luftdruck, Temperatur und Niederschlag mit zunehmender Höhe verändern.
5. Vegetationskunde der Höhenstufen am Beispiel der Alpen: Die verschiedenen Vegetationsstufen, von der collinen bis zur alpinen Stufe, werden in ihrem Aufbau und ihren Wachstumsbedingungen erläutert.
6. Fazit: Das Fazit bewertet die Nutzbarkeit des Höhenstufen-Modells als kritisch und stuft es eher als grobe Faustregel denn als präzises universelles Gesetz ein.
Schlüsselwörter
Alpen, Höhenstufen, Geomorphologie, Klimageographie, Vegetationskunde, Nivation, Sedimentation, Orogenese, glaziale Prozesse, Klima, Hochgebirge, alpine Faltung, Temperaturgradient, Niederschlagsmenge, Ökologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Eignung von Höhenstufen als geographisches Modell, um die naturräumliche Gliederung der Alpen zu verstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Geomorphologie, die Klimageographie und die Vegetationskunde innerhalb der verschiedenen Höhenstufen der Alpen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist zu prüfen, ob die Einteilung in Höhenstufen ein taugliches Modell darstellt, um die natürlichen Gegebenheiten eines Gebirges systematisch zu erfassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, wobei insbesondere die Arbeiten von Lehmkuhl und Bätzing als Grundlage für die Argumentation dienen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Genese der Alpen, die Analyse der geomorphologischen Stufen, die Untersuchung klimatischer Variablen und die Darstellung der vegetationskundlichen Zonierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Alpen, Höhenstufen, Geomorphologie, Klimageographie sowie Vegetationskunde.
Warum sind die mediterranen und die gemäßigt-humide Höhenstufe unterschiedlich geprägt?
Der Unterschied liegt primär in der Exposition zum Mittelmeer, die zu verschiedenen Niederschlagsmustern und damit verbundenen geomorphologischen Abtragungsraten führt.
Welche Bedeutung hat das Fazit für die Anwendbarkeit des Modells?
Das Fazit schränkt die universelle Anwendbarkeit ein und betont, dass das Höhenstufen-Modell eher als grobe Orientierungshilfe dient, da regionale Einflüsse die linearen Regelmäßigkeiten oft überlagern.
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- Anonym (Author), 2018, Die Höhenstufen der Gebirge als Modell. Vegetation, Klima und Geomorphologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/500078