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'Die sechs Teufelsscharen' des Strickers - Übersetzung und Kommentar

Title: 'Die sechs Teufelsscharen' des Strickers - Übersetzung und Kommentar

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.A. Carl Christian Wahrmann (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Als der Stricker in der Mitte des 13. Jahrhunderts seine Kleindichtungen verfasste, hatte er dabei vielfach ein Publikum im Auge, das durch die Texte belehrt und zu einem guten Leben erzogen werden sollte. Ein interessantes Beispiel dieser didaktischen Literatur sind „Die sechs Teufelsscharen“, in denen vor den verschiedenen Gefahren gewarnt wird, die den Menschen an einem gottgefälligen Leben hindern können. Für jede dieser Gefahren ist eine Gruppe von Teufeln verantwortlich.1Der Text gehört zu den diskursiven Kleindichtungen des Strickers, genauer zur Gruppe der Reihen und Katalogreden. Die Belehrung des Lesers/Hörers erfolgt bei diesem Texttyp nicht allein durch die vorgebrachten Argumente, es ist vor allem die Anzahl der vorgebrachten Argumente, die überzeugend wirkt.

Wie kaum ein zweiter Autor der Zeit zeichnet sich der Stricker durch die Vielseitigkeit seines Werkes aus. Zunächst sind da die großen Erzählungen zu nennen, die auch von der Forschung bevorzugt untersucht worden sind. Im Karl verarbeitet der Stricker die Geschichte um den Spanienfeldzug Karls des Großen, im Daniel von den blühendem Tal nimmt er Elemente der Artusdichtung auf, zeigt sich hier also als Autor, der sich mit höfischen Themen befasst. Einer nichthöfischen Thematik wendet sich der Stricker im Schwankroman um den Pfaffen Amîs zu, dessen Hauptfigur Amîs seine Mitmenschen mit seinen Streichen und Betrügereien narrt.
Neben diesen umfangreichen Werken werden dem Stricker noch weitere Kleindichtungen (bis um 1000 Verse) zugeschrieben, die häufig einen belehrenden Charakter haben.
Diese Vielseitigkeit macht es plausibel, dass es sich beim Stricker um einen Berufsdichter gehandelt hat, der für seine jeweiligen Auftraggeber Schriften verfasste. Die häufige Verwendung geistlicher Themen legt es zudem nahe, dass der Stricker über eine theologische Ausbildung verfügte, die er zur Erziehung seines Publikums einsetzte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Übersetzung und Kommentar

3. Quellen und Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit widmet sich der philologischen Erschließung des mittelalterlichen Lehrgedichts „Die sechs Teufelsscharen“ des Strickers. Ziel ist eine präzise Übersetzung ins Neuhochdeutsche, ergänzt durch einen detaillierten Kommentar, der sprachliche Besonderheiten sowie den inhaltlichen Kontext der didaktischen Kleindichtung aufarbeitet.

  • Analyse didaktischer Literatur des 13. Jahrhunderts
  • Untersuchung der diskursiven Kleindichtungen des Strickers
  • Übersetzung und philologische Kommentierung der „Sechs Teufelsscharen“
  • Interpretation der moralischen und theologischen Lehrinhalte
  • Einordnung des Werkes in den literarhistorischen Kontext

Auszug aus dem Buch

2. Übersetzung und Kommentar

1 Ich will iu von dem tivel sagen, Ich will euch von dem Teufel erzählen,

2 wie er den menschen chan beiagen, [davon], wie er den Menschen erbeuten/erreichen kann

3 und will iu chunden den rat, und will euch den Rat bekanntmachen,

4 da mit man im wol widerstat. mit dem man ihm gut widersteht.

5 in swie mange wis der man In welcher Weise der Mann

6 und ouch daz wip gesunden chan, und auch die Frau gesund gemacht werden kann, Ebenso ist es möglich, gesunden mit „am Leben erhalten“ zu übersetzen, d.h. entweder wird eine heilende Aktion (gesund machen) oder der vor dem Bösen bewahrende Schutz (am Leben erhalten) durch den Rat zugesagt (BMZ II,2, Sp. 748b).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Werk des Strickers ein, erläutert die Bedeutung seiner didaktischen Kleindichtungen und stellt den historischen sowie literarischen Kontext des Textes „Die sechs Teufelsscharen“ dar.

2. Übersetzung und Kommentar: Das Kernstück der Arbeit bietet die zeilenweise Übersetzung des mittelhochdeutschen Originals ins Neuhochdeutsche sowie eine umfassende sprachwissenschaftliche und inhaltliche Kommentierung.

3. Quellen und Literatur: Dieser Abschnitt listet das gesamte für die Arbeit herangezogene Quellenmaterial sowie die verwendete wissenschaftliche Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Stricker, Die sechs Teufelsscharen, Mittelhochdeutsch, Übersetzung, Kommentar, didaktische Literatur, Kleindichtung, Teufel, Sünde, Lehrgedicht, Philologie, 13. Jahrhundert, Weltflucht, christliche Ethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem mittelhochdeutschen Lehrgedicht „Die sechs Teufelsscharen“ des Autors Stricker und bietet eine Übersetzung sowie einen wissenschaftlichen Kommentar dazu an.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die didaktische Vermittlung christlicher Moral, die literarische Gestalt des Teufels als Versucher und die sprachliche Analyse des mittelhochdeutschen Textes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel besteht darin, den schwer verständlichen mittelhochdeutschen Text für heutige Leser durch eine verlässliche Übersetzung zugänglich zu machen und durch einen philologischen Kommentar inhaltlich zu erschließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine philologische Arbeit, die auf Textanalyse, Übersetzungskritik und der Auswertung historischer Wörterbücher sowie literaturwissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die direkte Übersetzung der 228 Zeilen des Gedichts sowie ausführliche philologische Erläuterungen zu Wortwahl, Grammatik und den spezifischen Deutungsvarianten des Autors.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Mittelhochdeutsch, Stricker, Didaktik, Philologie, Übersetzung und christliche Ethik definieren.

Warum spielt das „gesunden“ im Text eine besondere Rolle?

Das Wort „gesunden“ ist vieldeutig; der Kommentar zeigt auf, dass es sowohl eine physische Heilung als auch einen spirituellen „am Leben erhalten“-Schutz durch Gott bedeuten kann.

Welche Rolle nimmt der „Stricker“ als Autor ein?

Die Arbeit identifiziert ihn als vielseitigen Berufsdichter des 13. Jahrhunderts, der vermutlich über eine theologische Ausbildung verfügte und seine Texte gezielt zur moralischen Erziehung seines Publikums einsetzte.

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Details

Title
'Die sechs Teufelsscharen' des Strickers - Übersetzung und Kommentar
College
University of Rostock  (Institut für Germanistik)
Grade
2,0
Author
M.A. Carl Christian Wahrmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V50034
ISBN (eBook)
9783638463423
Language
German
Tags
Teufelsscharen Strickers Kommentar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Carl Christian Wahrmann (Author), 2005, 'Die sechs Teufelsscharen' des Strickers - Übersetzung und Kommentar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50034
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