Wasserknappheit durch den Klimawandel. Funktionales Wassermanagement als Lösung?


Hausarbeit, 2011

16 Seiten, Note: 2.1

Anonym


Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung von Wasser

3. Hydrologischer Kreislauf

4. Globale Verteilung der Wasserknappheit

5. Wasserknappheit
5.1. Wasserknappheit im Haushalt
5.2. Wasserknappheit in der Landwirtschaft

6. Konflikte um Wasser

7. Wassermanagment

8. Beispiel Ägypten
8.1. Wasserressourcen
8.2. Nilwasserverteilung

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Folgenden soll sich mit dem Thema der Wasserknappheit als eine Folge des Klimawandels auseinandergesetzt.

Wie bereits der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon im Jahr 2008 feststellte, ist das Problem der Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, welches qualitativen und quantitativen den Ansprüchen genügt, eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Schon gegenwärtig leiden 1/3 der weltweiten Bevölkerung unter dem Problem des Wassermangels. In Anbetracht der Tatsache, dass der Klimawandel diese Herausforderung in einigen Regionen der Welt verstärken wird und 2/3 der weltweiten Bevölkerung unter dem Problem der Wasserarmut leiden werden, erscheint es von großer Wichtigkeit, dieser Aufgabe in Zukunft gewachsen zu sein (http://www.fao.org, Water 101: 2. Water Scarcity)

Wassermangel besteht dann, wenn die Entnahmerate die vorhandene Ressource übersteigt, wodurch eine nachhaltige Nutzung des Wassers nicht gewährleistet wird (www.fao.org, Water 101: 2. Water Scarcity). Wassermangel kann in zwei unterschiedliche Formen differenziert werden: einerseits die physikalische Knappheit, andererseits die ökonomische Wasserknappheit. Die physikalische Wasserknappheit resultiert aus physikalischen Gegebenheiten, was bedeutet, dass nicht genug Wasser in der entsprechenden Region vorhanden ist, weshalb besonders aride Gebiete betroffen sind. Die ökonomische Wasserknappheit herrscht vor, wenn fehlendes finanzielles Kapital den Zugang zu Trinkwasser erschwert oder unmöglich macht. Der entscheidende Faktor ist also nicht die physikalische Wasserknappheit, sondern der Aspekt, dass durch fehlende monetäre Mittel der Zugang zu Trinkwasser nicht ermöglicht wird, obwohl dieses vorhanden ist (www.fao.org, Water 101: 2. Water Scarcity). In der folgenden Arbeit soll es jedoch um die physikalische Wasserknappheit gehen, welche durch den fortschreitenden Klimawandel intensiviert wird.

Es soll dabei zunächst auf die Bedeutung von Wasser in der heutigen Gesellschaft und den hydrologischen Kreislauf eingegangen werden. Dieser bedingt die globale Verteilung von Wasserknappheit und Wasserüberschuss entscheidend. Daran wird sich die Unterscheidung zwischen Wasserknappheit im privaten Bereich und in der Landwirtschaft anschließen. Diese hat zum Teil Konflikte als Folge, womit sich im Folgenden befasst werden soll. Als eine Gegenmaßnahme einer solchen Eskalation kann ein effektives Wassermanagement gesehen werden. Abschließend wird anhand des Beispiels Ägypten die Wassersituation konkret erläutert.

2. Bedeutung von Wasser

Das Wasser spielt in der heutigen Gesellschaft eine wichtige Rolle in der Versorgung der Menschen, da der Verbrauch von Wasser aufgrund des sich wandelnden Lebensstils stark ansteigt. Es wird mehr Wasser benötigt als wie vermutet wird, da das sogenannte virtuelle Wasser ein entscheidender Faktor ist. So wird nicht allein das Trinkwasser konsumiert, sondern auch Wasser, welches für die Nahrungsmittelproduktion und die Industrieproduktion benötigt wird. Mithilfe dieser Überlegung kann man den Wasserverbrauch pro Kopf und Tag im Schnitt bei etwa 1700 l festlegen, wobei regional differenziert werden muss. Alles in allem liegt der Anteil der Landwirtschaft am Wasserverbrauch mit 70% am höchsten, gefolgt von der Industrie mit 20% und den Privathaushalten mit 10% am weltweitem Wasserverbrauch im Jahr 2001 (Black & King 2009, S.24).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: nach M. Black & J. King 2009, S.24)

3. Hydrologischer Kreislauf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Strahler & Strahler 2005, S.199

Basierend auf der vom Klimawandel hervorgerufenen Veränderung der Temperatur, welche eine Steigerung von 2-3°C bis zum Jahr 2100 nach sich zieht (Dow & Downing 2007, S.37), wird sich auch der hydrologische Kreislauf verändern. Eine Steigerung der Temperatur zieht eine erhöhte Evaporation und Transpiration nach sich. Als eine Konsequenz daraus wird auch die Kondensationsrate steigen, wodurch die Niederschlagsrate gleichermaßen wachsen wird. Diese These ist jedoch nur auf bereits als humid einzustufende Gebiete anzuwenden, da die Regionen, welche gegenwärtig als arid zu bezeichnen sind, weiterhin trocken sein werden. Die Regenmenge wird weiter abnehmen, während die Evaporationstranspiration steigen wird, wodurch eine verstärkte Aridität begründet werden kann. Es ist somit davon auszugehen, dass zukünftig eine Intensivierung des hydrologischen Kreislaufes zu beobachten sein wird. Bereits humide Gebiete werden vermehrt von Überflutungen heimgesucht und aride Gebiete haben im stärkeren Maße als bisher unter ausgeprägten Hitzewellen und langen Dürreperioden zu leiden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Strahler & Strahler 2005, S.199

Intensivierung des hydrologischen Kreislaufes zu beobachten sein wird. Bereits humide Gebiete werden vermehrt von Überflutungen heimgesucht und aride Gebiete haben im stärkeren Maße als bisher unter ausgeprägten Hitzewellen und langen Dürreperioden zu leiden.

4. Globale Verteilung der Wasserknappheit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Sicherheitsrisiko Klimawandel 2008, S. 174

Die globale Wasserverteilung ist abhängig von der geographischen Lage. Besonders stark von Dürren heimgesuchte Regionen sind, wie anhand der Abbildung 3 erkennbar, Nordafrika, Südafrika, Brasilien, Nordindien und der nördliche Teil von Australien. In Nordafrika ist die Sahelzone für Dürren verantwortlich, da diese eine sehr trockene Region ist und im Wüstengürtel liegt (Klohn & Windhorst 2005, S.124). In Brasilien und dem nördlichen Teil von Australien ist sind die Dürren mit der Lage in der Dornsavanne zu begründen, da sich diese durch eine ausgeprägte Trockenphase und zwei kurze Regenzeiten charakterisiert. Diese Abfolge von Trocken- und Regenzeit ist maßgeblich durch die Verschiebung der ITC zu begründen (Klohn & Windhorst 2005, S.97). In Nordindien schmelzen die Glettscher des Himalayas bereits im Winter, weshalb auch in dieser Jahreszeit ein hoher Abfluss aus dem Gebirge vorherrscht, was wiederum mit den steigenden Temperaturen zu begründen ist, wodurch jedoch ein abnehmender Abfluss im Sommer zu beobachten ist. Das Problem besteht darin, dass vorrangig im Sommer der Abfluss aus dem Himalaya-Gebirge für die Bevölkerung in Nordiniden existentiell ist, da dies die Trockenzeit ist und die agrarisch genutzte Fläche bewässert werden muss. In Südafrika herrscht eine Winterregenregion an der Westseite des Kontinents vor, wodurch es zu der Entstehung der Namib-Wüste gekommen ist. Es ist wiederum mit der verschobenen ITC zu begründen, dass in dieser Region Dürren auftreten (Klohn & Windhorst 2005, S.142). Zukünftig werden, wie an der Abbildung drei erkennbar, zusätzlich besonders Mexiko, der nördliche Teil von Brasilien und die mediterrane Region von Dürren betroffen sein.

5. Wassermangel

Der globale Wassermangel basiert nicht auf einer abnehmenden Gesamtmenge an Niederschlägen, sondern ist konstant bei 12.500km³ festzulegen, wobei nur circa ein Drittel dieser Menge genutzt wird. Das Problem begründet sich in der ungleichen globalen Verteilung der Niederschläge. Das hat zur Folge, dass Ballungsräume nicht nur auf erneuerbares Wasser zurückgreifen, sondern im zunehmenden Maße auch auf fossiles. Weiterhin sorgen nicht nur der gestiegene Lebensstandard für einen erhöhten Wasserkonsum, sondern auch die agrarisch genutzte Fläche in ariden Gebieten, welche einen erhöhten Wasserverbrauch nach sich ziehen (Black & King 2009, S. 22). Im Folgenden soll sich mit dem Wassermangel für die Einzelperson, sowie in der Landwirtschaft weiter auseinandergesetzt werden.

5.1. Wassermangel im Haushalt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: www.unep.org

Nach Angaben der Vereinten Nationen besteht ein akuter Wassermangel, wenn weniger als 1000m³ Wasser/Jahr und pro Person zur Verfügung stehen und Wasserstress bei unter 1700m³ Wasser/ Jahr und pro Person (www.fao.org, freshwater availability). Anhand der Abbildung vier lässt sich erkennen, dass mithilfe dieser Richtlinie im Jahr 2007 vor allem die Bevölkerung afrikanischer Staaten, sowie des asiatischen Kontinents von Wassermangel beziehungsweise Wasserstress betroffen sind. Dies ist jedoch weniger mit dem ökonomischen Aspekt zu begründen, sondern vorrangig mit der geographischen Lage. Akuter Wassermangel besteht vorrangig in Nordafrika, was mit dem quantitativ gering ausfallenden Niederschlag zusammenhängt. Faktoren für eine weitere Verschärfung der Situation bestehen in dem starken Bevölkerungswachstum, der abnehmenden Wasserqualität durch Salzintrusion und einen erhöhten Pestizidgebrauch in der Landwirtschaft und infolge dessen eine Qualitätsabnahme, eine nicht ausreichende Aufbereitung der Brauch- und Abwasser, sowie die ungeklärte Frage nach der transnationalen Wasserverteilung (Janosch & Schomaker 2008, S. 10). Aber auch die Menschen in Indien, am Horn von Afrika und in Ostafrika leiden unter Wasserstress. Jedoch spielt neben dem Faktor der geographischen Verteilung der Niederschläge auch derjenige eine große Rolle, dass all diese genannten Regionen Entwicklungsländer sind, sodass kein effektives Wassermanagement zu erwarten ist.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Wasserknappheit durch den Klimawandel. Funktionales Wassermanagement als Lösung?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
2.1
Jahr
2011
Seiten
16
Katalognummer
V500415
ISBN (eBook)
9783346033642
ISBN (Buch)
9783346033659
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wasserknappheit, klimawandel, funktionales, wassermanagement, lösung
Arbeit zitieren
Anonym, 2011, Wasserknappheit durch den Klimawandel. Funktionales Wassermanagement als Lösung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/500415

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