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Die Aktualität der Etablierten-Außenseiter-Figuration anhand von Kopftuchträgerinnen in Deutschland

Titel: Die Aktualität der Etablierten-Außenseiter-Figuration anhand von Kopftuchträgerinnen in Deutschland

Hausarbeit , 2018 , 27 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Fenja Gruetz (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Etablierten-Außenseiter-Figuration von Norbert Elias. Nach einer Auseinandersetzung mit seiner Studie wird diese auf die aktuelle Situation von Kopftuchträgerinnen in Deutschland bezogen und auf seine Übertragbarkeit untersucht.

Zunächst werden die grundsätzlichen Erkenntnisse der Theorie dargestellt, wobei der Fokus auf den intergruppalen Prozessen zweier Zonen und ihrem Umgang miteinander liegt. Der zweite Abschnitt des zweiten Kapitels konzentriert sich auf den Begriff der Stigmatisierung in Bezug auf Fremdheit. Im darauffolgenden Kapitel wird die Theorie von Etablierten-Außenseiter-Beziehungen auf das Verhältnis zwischen der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland und dort lebenden Musliminnen, die das Merkmal des Kopftuchs aufweisen, bezogen. Dabei liegt der Fokus auf der gesellschaftlichen Figuration und Stigmatisierung. Die rechtlichen und religiösen Grundlagen werden außen vor gelassen und die Bedeutung des Kopftuchs wird vernachlässigt, da sie für die Anwendung der thematisierten Theorie eine untergeordnete Rolle einnimmt. Im vierten Kapitel wird in einem Fazit zusammengefasst, inwieweit die Theorie von Elias auf diese Konstellation zutrifft und welche Unterschiede auftreten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Etablierte und Außenseiter“ von Norbert Elias (1965)

2.1 Ergebnisse der Studie bezüglich intergruppaler Gruppenbeziehungen

2.2 Die Stigmatisierung von Fremdgruppen

3. Stigmatisierung von Kopftuchträgerinnen in Deutschland

3.1 Bilder von dem Islam und dem Kopftuch

3.2 Ausgrenzung und Stigmatisierung von Kopftuchträgerinnen

4. Vergleich der Figurationen und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die von Norbert Elias entwickelte „Etablierte-Außenseiter-Figuration“ auf die heutige gesellschaftliche Situation von Kopftuchträgerinnen in Deutschland übertragbar ist, wobei die Mechanismen der Ausgrenzung, Stigmatisierung und Machtverhältnisse im Zentrum der Analyse stehen.

  • Anwendung der Figurationssoziologie von Norbert Elias auf aktuelle gesellschaftliche Verhältnisse.
  • Analyse von Stigmatisierungsprozessen und der Konstruktion von Fremdheit.
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Fremdbilder von Kopftuchträgerinnen.
  • Vergleich der Machtstrukturen zwischen Etablierten und Außenseitern in historischen und modernen Kontexten.

Auszug aus dem Buch

3. Stigmatisierung von Kopftuchträgerinnen in Deutschland

Die gesellschaftlichen Figurationen, die Elias und Scotson in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts in einer Gemeinde in England im Mikrokosmos untersucht haben, lassen sich in ähnlicher Weise fünfzig Jahre später auf die heutige Beziehung zwischen Kopftuchträgerinnen in Deutschland und der Mehrheitsgesellschaft auf einer höheren gesellschaftlichen Ebene beziehen. Denn in beiden Fällen wird eine alteingesessene Gruppe mit einer neuen konfrontiert, die durch ein Stigma gekennzeichnet sind, das sie von den Etablierten unterscheidet. Inwieweit hierbei Parallelen und Unterschiede bestehen, soll im folgenden Kapitel herausgestellt werden. Da es sich einerseits um andere Zeitpunkte und andererseits um verschiedene Länder handelt, ist die erste Differenz deutlich. Der Schwerpunkt des Vergleichs liegt jedoch auf der gesellschaftlichen Figuration. Die Soziologen Elias und Scotson machen darauf aufmerksam, dass ihre Theorie „en miniature [Hervorhebung NE] ein universal-menschliches Thema [ist]. Immer wieder läßt (sic!) sich beobachten, daß (sic!) Mitglieder von Gruppen, die im Hinblick auf ihre Macht [Hervorhebung NE] anderen, interdependenten Gruppen überlegen sind, von sich glauben, sie seien im Hinblick auf ihre menschliche Qualität besser [Hervorhebung NE] als die anderen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsarbeit ein, stellt das Ziel der Übertragung der Elias'schen Theorie auf die Situation von Kopftuchträgerinnen dar und erläutert den methodischen Aufbau.

2. „Etablierte und Außenseiter“ von Norbert Elias (1965): Dieses Kapitel erläutert die soziologischen Grundlagen der Figurationstheorie nach Norbert Elias und beschreibt die Mechanismen der Machtverteilung und Stigmatisierung anhand der historischen Studie in Winston Parva.

2.1 Ergebnisse der Studie bezüglich intergruppaler Gruppenbeziehungen: Dieser Abschnitt analysiert die konkreten sozialen Verhältnisse im untersuchten englischen Vorort, die durch den Kohäsionsgrad und die Exklusion der Zugezogenen geprägt waren.

2.2 Die Stigmatisierung von Fremdgruppen: Hier werden die theoretischen Ansätze zur Stigmatisierung und Gruppenbildung, unter anderem durch Erving Goffman, vertieft und auf das Verständnis von Fremdheit angewandt.

3. Stigmatisierung von Kopftuchträgerinnen in Deutschland: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf das aktuelle Verhältnis zwischen der deutschen Mehrheitsgesellschaft und muslimischen Frauen, die ein Kopftuch tragen.

3.1 Bilder von dem Islam und dem Kopftuch: Hierbei wird untersucht, wie gesellschaftliche Narrative, Medien und politische Diskurse das Islambild prägen und das Kopftuch als Symbol für eine vermeintliche kulturelle Distanz konstruieren.

3.2 Ausgrenzung und Stigmatisierung von Kopftuchträgerinnen: Dieser Teil beleuchtet die praktischen Auswirkungen der Stigmatisierung auf den Alltag und die soziale Teilhabe von Kopftuchträgerinnen, insbesondere in der Arbeitswelt.

4. Vergleich der Figurationen und Fazit: Das abschließende Kapitel setzt die historische Fallstudie mit der aktuellen Situation in Deutschland in Beziehung, arbeitet Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus und resümiert die Aktualität der Theorie.

Schlüsselwörter

Etablierte-Außenseiter-Figuration, Norbert Elias, Kopftuchträgerinnen, Stigmatisierung, soziale Exklusion, Fremdheit, Machtverhältnisse, Integration, Gruppenidentität, Mehrheitsgesellschaft, Diskriminierung, soziale Identität, kulturelle Distanz, Stereotypisierung, Minderheiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die soziologische Theorie der „Etablierten-Außenseiter-Figuration“ von Norbert Elias auf die aktuelle gesellschaftliche Situation von Kopftuchträgerinnen in Deutschland angewendet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Machtasymmetrien, Stigmatisierungsprozesse, Konstruktionen von „Fremdheit“ und Identitätsbildung innerhalb sozialer Gruppierungen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Analyse, ob und wie die Ausgrenzungsmechanismen, die Elias historisch beschrieb, auf die heutige gesellschaftliche Konstellation zwischen Mehrheitsgesellschaft und Kopftuchträgerinnen übertragbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretisch fundierten Analyse, die eine bestehende soziologische Theorie (Figurationssoziologie) auf einen aktuellen sozialen Fall anwendet und durch einen Vergleich beider Konstellationen validiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung der Elias-Studie, die Erläuterung des Stigmatisierungsprozesses sowie die detaillierte Anwendung dieser Konzepte auf die öffentliche Debatte und die Lebensrealität von Musliminnen in Deutschland.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Etablierte-Außenseiter-Figuration, Stigmatisierung, Machtbalance, soziale Exklusion, kollektives Gruppencharisma und die Konstruktion von Fremdheit.

Warum spielt das „Gruppencharisma“ eine zentrale Rolle in der Argumentation?

Das Gruppencharisma dient der Etabliertengruppe zur Legitimation ihrer Macht, indem sie sich als höherwertig gegenüber den „Außenseitern“ definiert und diese dadurch abwertet.

Inwiefern beeinflusst der Begriff der „selbsterfüllenden Prophezeiung“ die untersuchte Situation?

Die Arbeit verdeutlicht, dass durch die einseitige Zuschreibung negativer Eigenschaften seitens der Mehrheitsgesellschaft manche Betroffene in eine Situation gedrängt werden, die den ursprünglichen Vorurteilen entspricht, was wiederum die Diskriminierung verstärkt.

Wie unterscheidet sich die Situation der Kopftuchträgerinnen von den historischen „Außenseitern“ bei Elias?

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der räumlichen Verteilung und der komplexeren bikulturellen Identität der Musliminnen, während die historischen Außenseiter räumlich stärker in einer bestimmten Zone isoliert waren.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Aktualität der Etablierten-Außenseiter-Figuration anhand von Kopftuchträgerinnen in Deutschland
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
2,3
Autor
Fenja Gruetz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
27
Katalognummer
V500440
ISBN (eBook)
9783346021786
ISBN (Buch)
9783346021793
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aktualität etablierten-außenseiter-figuration kopftuchträgerinnen deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fenja Gruetz (Autor:in), 2018, Die Aktualität der Etablierten-Außenseiter-Figuration anhand von Kopftuchträgerinnen in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/500440
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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