Startup-Finanzierung

Eine innovative Geschäftsidee, doch mangelndes Kapital für eine Unternehmensgründung!?


Hausarbeit, 2018
19 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Finanzierung
2.1 Finanzierungsbegriff
2.2 Finanzierungsauswahl und –ziele
2.3: Finanzierungsarten (Innen- und Außenfinanzierung, Eigen- und Fremdfinanzierung)

3: Fokus auf die Finanzierung von Startups
3.1 Begriffserklärung und Merkmale von Startup - Unternehmen
3.2 Early Stage
3.3 Expansion Stage
3.4 Later Stage

4. Finanzierungsmöglichkeiten für Startup – Unternehmen
4.1 Equity-based Crowdfunding
4.2 Business Angel
4.3 Venture Capital
4.4 Öffentliche Fördermittel

5. Anwendung in der Praxis – Unternehmensgründung der XX AG
5.1 Erläuterung des Geschäftsmodells
5.2 Finanzierungsauswahl und -entscheidungen
5.3 Entwicklung und Ausblick der XX AG
6. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 – Definition Startups – DMS 2016

Abbildung 2 – Akademisches Rahmenwerk nach Kollmann 2016b

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Eine innovative Geschäftsidee, doch mangelndes Kapital für eine Unternehmensgrün­dung!?

Nach dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Me­dien e.V. sind deutsche, innovative Neugründungen (auch Startup – Unternehmen be­zeichnet) verantwortlich für den Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit (Vgl. https://www.bitkom.org/Themen/Start-ups/index.jsp, Zugriff am 21.11.2018). Auch volkswirtschaft­lich sind Startup – Unternehmen bedeutend für die Realisierung neuer Arbeitsplätze, Gründung neuer und Entwicklung bestehender Branchen. Die eigene Geschäftsidee steht dabei im Mittelpunkt jeder Unternehmensgründung. Doch häufig scheitert die Etablierung durch mangelndes Kapital und die Auswahl einer inadäquaten Finanzie­rungsart (Vgl. https://www.haufe-akademie.de/l/clp/start-ups/warum-existenzgruen­der-scheitern/, Zugriff am 11.11.2018). Aus diesem Grunde leitet sich die o.g. Forschungsfrage ab und be­schäftigt sich mit Finanzierungsmöglichkeiten für innovative Unternehmensgrün­dungen. Um die Zielsetzung dieser Arbeit zu erfüllen, ist die Seminararbeit in insge­samt sechs Kapiteln gegliedert. Die Einleitung umfasst dabei die Einführung in die Problemstellung, die Herleitung der daraus einhergehenden Forschungsfrage und die Zielsetzung dieser wissenschaftlichen Arbeit. Nach der Einleitung werden zunächst einige Grundlagen der Finanzierung präsentiert. Damit wird allgemeines Basiswissen aufgebaut und das Fundament für den Hauptteil geschaffen. Um die Zielsetzung die­ser Arbeit zu erfüllen, fokussiert sich die Arbeit im anschließenden Hauptteil auf Her­ausforderungen, Finanzierungmöglichkeiten und Risiken bei der Gründung eines Startups. Verstärkt wird dies durch die Vorstellung von Finanzierungszyklen. An­schließend werden die wichtigsten Finanzierungsarten für Startups vorgestellt. Der informative Hauptteil wird durch ein Praxisbeispiel verstärkt und die Seminararbeit im Fazit abgerundet. Gezielt werden Möglichkeiten präsentiert, welche für die Um­setzung der eigenen Geschäftsidee und für eine erfolgreiche Unternehmensgründung von Bedeutung sind. Eine intensive Auseinandersetzung, seriöse Internetquellen so­wie Fachliteratur aus den Bereichen Wirtschaft, Investition und Finanzierung spiegeln den Inhalt dieser Arbeit. Quellennachweise erfolgen zudem nach der Harvard-Zita­tion.

2. Grundlagen der Finanzierung

2.1 Finanzierungsbegriff

Unter Finanzierung werden sämtliche Maßnahmen verstanden, die der Bereitstellung von Kapital dienen; genauer um die Beschaffung von Fremd- und Eigenkapital (vgl. Schmidt, Reinhard H., 1983, S. 171-194). Dabei kann es unterschied­liche Anlässe für eine Kapitalbeschaffung geben. Häufig werden Finanzierungen für An­fangsinvestitionen, Unternehmensgründungen, neue Produktentwicklungen, Wei­terentwick­lungen oder beispielsweise auch finanzielle Überbrückungen zwischen Lieferung und Bezah­lung der Ware, getätigt (Vgl. https://www.modu learn.de/verste­hen/finanzen/finanzierungsarten/, Zugriff 03.11.2018).

2.2 Finanzierungsauswahl und –ziele

Die Auswahl einer Finanzierungsart hängt von diversen Zielen und Faktoren ab; unter anderem von der Liquidität, Sicherheit, Rentabilität und Unabhängigkeit eines Unter­nehmens. Liquide ist dann ein Unternehmen, sobald es jederzeit in der Lage ist seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Hierbei sind Geldreserven zu schaffen, wodurch die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens erhalten bleibt. Ein wei­teres Ziel für den Unternehmer ist die Sicherheit einer Finanzierung. Beispielsweise muss bei der Aufnahme eines Bankdarlehens das Risiko für den Unternehmer bewusst sein. Je höher das Darlehen, desto höher auch das Risiko einer rechtzeitigen Tilgung. Dementsprechend ist hier eine möglichst „risikofreie“ und „bezahlbare“ Finanzierung für den Unternehmer von wichtiger Bedeutung. Die getätigte Finanzierung soll sich nämlich nach Abzug aller verursachten Kosten und Investitionen auch gewinnbringend für den Unternehmer auswirken. Um die Höhe des Erfolgs messen zu können, eignen sich bestimmte Rentabilitätskennziffern. Ein Beispiel hierfür sind Umsatz- und Eigenkapitalrentabilität. Entscheidend für den Unternehmer hier ist die Höhe der Kapitalrückzahlung seiner Finanzierungsmittel. Je geringer die Kapitalzah­lung, desto höher die Rentabilität für den Unternehmer. Neben der Liquidität, Sicher­heit und Rentabilität ist auch die Unabhängigkeit ein wichtiger Aspekt bei einer Fi­nanzierung. Ziel jedes Unternehmers ist seine Entscheidungen unabhängig und frei zu treffen. Dies ist jedoch bei Finanzierungen aus vielen Außenquellen schwierig. Fremde Kapitalgeber haben jedoch oftmals Informations-. Mitsprache- und Kontroll­recht. Sofern ein Unternehmer also vollkommen ungebunden sein möchte, muss Ei­genkapital zur Finanzierung genutzt werden. Da alle Ziele für sich gesehen wichtig bei einer Finanzierung sind, stehen hier viele Unternehmer oftmals vor einer Heraus­forderung. Beispielsweise sind hohe Gewinne meistens mit hoher Risikobereitschaft verbunden. Diesbezüglich lassen sich alle Ziele nur schwer in einem Gleichgewicht bringen. Damit also eine Finanzierung getätigt und eine Finanzierungsart ausgewählt werden kann, sind Planung und Zielsetzung zwingend erforderlich. Mithilfe dessen kann ein Unternehmer die unterschiedlichen Ziele nach Wichtigkeit abwägen und die richtige Finanzierungsart für sich auswählen. (Vgl. https://uni-24.de/bwl-ziele-einer-finanzierung, Zugriff 02.11.2018).

2.3: Finanzierungsarten (Innen- und Außenfinanzierung, Eigen- und Fremdfi­nanzierung)

In der heutigen Zeit gibt es zahlreiche Finanzierungsmöglichkeiten, um sich Eigen- und Fremdkapital zu beschaffen. Grob werden diese allerdings in vier wichtigen Ka­tegorien unterteilt: Innenfinanzierung, Außenfinanzierung, Ei­genfinanzierung und Fremdfinanzierung (Vgl. https://wirt­schaftslexikon.gab ler.de/definition/finanzierung/, Zugriff am 02.11.2018). Bei der Innenfinanzierung stammt das Kapital aus dem eigenen Unternehmen, sodass keine Kapitalbeschaffung außerhalb einer Unternehmung erforderlich ist. Instrumente der Innenfinanzierung sind Selbstfinanzierungen, Finanzierung aus Abschreibungen, Vermögensumschich­tungen oder beispielsweise auch Finanzierung aus Rückstellungen (Vgl. https://bwl wissen.net/definition/innenfinanzierung, Zugriff 03.11.2018). Beispielsweise lässt sich der Finanzierungseffekt bei Rückstellungen wie folgt erklären. Rückstellungen sind Verbindlichkeiten, deren Höhe am Abschlussstichtag unsicher sind. Diese wer­den deshalb erfasst, um die bestehenden Verpflichtungen des Unternehmens richtig darzustellen und werden nur bei Wegfall des Bildungsgrundes aufgelöst. Sofern nun eine Rückstellung gebildet wird, kann mit dem kurzfristig zur Verfügung stehenden Geld, anderweitig investiert werden. Zum Zeitpunkt des Verbrauchs einer Rückstel­lung, muss das Unternehmen dementsprechend der Zahlungsverpflichtung aber auch nachkommen können. Anders ist es bei der Außenfinanzierung. Hier erfolgt die Ka­pitalbeschaffung außerhalb der Unternehmung. Instrumente der Außenfinanzierung sind Beteiligungsfinanzierungen, Fremdfinanzierungen oder weitere Sonderformen wie beispielsweise auch Leasing, Factoring, Mezzanine-Finanzierung (Vgl. https://bwl-wissen.net/definition/innenfinanzierung, Zugriff 03.11.2018). Zum Bei­spiel werden beim Factoring offene Forderungen eines Unternehmens an Dritte ver­kauft. Der Finanzierungseffekt entsteht durch den resultierenden Liquiditätszuwachs, welcher Möglichkeiten für Weiterentwicklung und Investitionen ermöglicht (Vgl. https://finanzierung.com/factoring, Zugriff am 02.11.2018). Nach der Unterscheidung zwischen Innen- und Außenfinanzierung, folgt die weitere Aufschlüsselung in Eigen- und Fremdfinanzie­rung. Dabei sind Eigenfinanzierungen beispielsweise Einlagen, die durch Gesell­schafter in die Unternehmung zugeführt werden und unbegrenzt verfügbar sind. Der Kapitalgeber erhöht hierdurch das Eigenkapital des Unternehmens und hat direkten Einfluss auf zukünftige Gewinne, Investitionen oder auch Unternehmensstrategien. Andererseits haftet dieser auch je nach Rechtsform mit seinem persönlichen Vermö­gen, mindestens mit seiner Einlage. Wird dem Unternehmen jedoch Fremdkapital von einem Gläubiger zugeführt, dann bezeichnet man dies als Fremdfinanzierung. Ein Beispiel hierfür ist die Aufnahme eines Bankdarlehens. Im Gegensatz zur Eigenfinan­zierung ist hier das Fremdkapital nur interimsweise verfügbar, da es nach einem fest­gelegten Zeitraum, in der Regel mit festgelegten Zinsen, wieder getilgt werden muss. An Gewinnen und unternehmerischen Entscheidungen ist hier der Kapitalgeber hin­gegen nicht beteiligt (vgl. Dornieden, Ulrich, May, Friedrich-Wilhelm, Probst, Horst, 2013, S.2-5 ff .). Zusammen­fassend wird hier festgehalten, dass sich die Innen- und Außenfinanzierung mit der Herkunft des Geldes und die Eigen- und Fremdfinanzierung mit der rechtlichen Stel­lung der Kapitalgeber auseinandersetzt.

3: Fokus auf die Finanzierung von Startups

3.1 Begriffserklärung und Merkmale von Startup - Unternehmen

Da Startup – Unternehmen (oder auch Start-up Unternehmen geschrieben) unter­schiedlich in der Literatur definiert werden, konnte sich bisher weder eine einheitliche Schreibweise, noch eine exakt treffende Definition durchsetzen. Grundsätzlich ver­steht man unter einem Startup eine Unternehmensgründung, welche auf eine innova­tive Geschäftsidee basiert. Zum besseren Verständnis wurde in der vorliegenden Ar­beit der Fokus auf die Definition der BDVS gelegt. Nach dem Bundesverband Deut­sche Startups e.V. zeichnen sich deutsche Startup – Unternehmen besonders durch drei Charakterzüge aus. Zum einen ist das Alter eines Startup – Unternehmens für eine Klassifizierung entscheidend, da diese zeitlich bis zu 10 Jahren nach Gründung von der BDVS begrenzt worden sind. Ein weiterer Definitionsansatz der BDVS ba­siert auf ein innovatives Geschäftsmodell. Dieses soll neu auf dem Markt etabliert werden und sich von anderen Unternehmensgründungen unterscheiden. Schließlich charakterisieren auch die Wachstumsziele ein Startup – Unternehmen. Ein Anstieg der Mitarbeiterzahlen und Umsatzwachstum werden von einem Startup - Unterneh­men angestrebt und dienen zur Erfüllung der Ziele. (Vgl. https://deutscherstartupmo­nitor.de, Zugriff am 21.11.2018)

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Details

Titel
Startup-Finanzierung
Untertitel
Eine innovative Geschäftsidee, doch mangelndes Kapital für eine Unternehmensgründung!?
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V500586
ISBN (eBook)
9783346071613
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzierungsarten, Startup, Unternehmensgründung
Arbeit zitieren
Saiman Chibar (Autor), 2018, Startup-Finanzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/500586

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