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Francis Bacon als Vorreiter der Wissenschaft?

Zwischen der Revolution seiner Idolenlehre und der Utopie "Neu-Atlantis"

Title: Francis Bacon als Vorreiter der Wissenschaft?

Term Paper , 2015 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Josephine Roth (Author)

Philosophy - Early Modern Philosophy (approx. 1350-1600)
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit werden die Theorien von Francis Bacon kritisch aufbereitet. Hierfür analysiert der Autor die Idolenlehre, die von den Fehlerquellen des menschlichen Urteilen handelt. Anschließend werden die daraus resultierende neue Methode und das ergänzende Werke "Neu-Atlantis" von Bacon vorgestellt. Bacons Vorstellungen sind neuartig und mit seiner Utopie "Neu-Atlantis" versinnbildlicht er die neue Wissenschaftsphilosophie, wie er sie sich erträumt.

Dabei stellt sich die Frage, inwiefern Bacon die Menschen durch seinen Mut vorantrieb und eine Revolution der Wissenschaften realistisch förderte oder ob seine Vorstellungen ohne die nötige Weitsicht waren und somit einem vorschnellen Übermut glichen.

In seinem Hauptwerk "Novum Organum" beschreibt Francis Bacon ausführlich die Theorie zur Neuordnung der Wissenschaften. An der Grenze zwischen Renaissance und Neuzeit ist Bacon einer der ersten Philosophen, der seine Ideologie auf dem Fundament einer Irrtumslehre vorstellt und damit die Gewohnheiten der alten Gelehrten verwirft. Seine Forderung nach einer neuen Methode geht mit einem Bruch zur aristotelischen Scholastik einher, welche fest stehende Theorien ordnet und verarbeitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Fehlerquellen der vorangegangenen Wissenschaften

2.1 Bacons Kritik an der bisherigen Erkenntnistheorie

2.2 Die Idolenlehre

3. Bacons Erneuerung der Wissenschaften

3.1 Vorstellung der „wahren Induktion“

3.2 Die Methode als Werkzeug zur Naturerkenntnis

4. Bacons Ausblick in die Zukunft der Wissenschaften

4.1 Die Utopie „Neu-Atlantis“

4.2 Der Vollzug von Bacons Philosophie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Francis Bacons wissenschaftsphilosophischen Ansatz zur Überwindung scholastischer Traditionen durch eine neue Methode der empirischen Induktion. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit Bacon durch seine Idolenlehre und seine utopische Vision in „Neu-Atlantis“ die Grundsteine für eine moderne, arbeitsteilige Wissenschaft legte und inwieweit diese Ansätze heute noch Bestand haben.

  • Die Irrtumslehre (Idolenlehre) als Basis der Wissenschaftskritik
  • Entwicklung und Anwendung der „wahren Induktion“
  • Die Rolle der Utopie „Neu-Atlantis“ für das moderne Wissenschaftsverständnis
  • Der Einfluss von Bacons Philosophie auf historische Institutionen wie die Royal Society
  • Kritische Würdigung der Realisierbarkeit und der Lücken in Bacons Modell

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Methode als Werkzeug zur Naturerkenntnis

Bacon argumentiert für die Form des wissenschaftlichen Experimentes, indem er unterstreicht, dass der Verstand durch abstrakte und variable Fallbeispiele nicht vorschnell eingenommen wird, sondern erst Verknüpfungen zwischen fremden Dingen schaffen muss und somit nicht – durch Vorurteile - in alte Muster verfällt (NO, S.95). Auch sind Experimente den Sinnen zuträglich, da keine Ablenkung oder Beeinflussung die „gar schwache[n]“ (NO, S.113) Sinne verwirrt, sondern eine direkte Wahrnehmung der natürlichen Abläufe garantiert.

Darauf Bezug nehmend, vergleicht der Philosoph seine Vorgehensweise mit der einer fleißigen Biene: Er sammelt viele beobachtete Einzelfälle und Erfahrungen in der Natur, so wie die Biene ihren Nektar auf den Feldern. Behandelt und Aufgearbeitet werden die angehäuften Erkenntnisse durch eigene Kraft, indem sie innerhalb von Experimenten verarbeitet werden. Ebenso hält es die Biene, die den Honig in selbstständiger Anstrengung produziert. Bacon distanziert sich hierbei von den Empirikern, welche wie die Ameisen lediglich Erfahrungen sammeln und diese zusammenfassen. Auch die Dogmatiker verpönt er als Spinnen, die sich durch ihre starren Auffassungen selbst in ein Netz aus Unvereinbarkeiten verwickeln (NO, S.211).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in Francis Bacons Novum Organum ein und stellt die wissenschaftliche Umbruchsphase sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit vor.

2. Die Fehlerquellen der vorangegangenen Wissenschaften: Das Kapitel erläutert Bacons Kritik an der scholastischen Erkenntnistheorie und führt die vier Kategorien der Idolenlehre ein, die den menschlichen Verstand verfälschen.

3. Bacons Erneuerung der Wissenschaften: Hier wird die Einführung der „wahren Induktion“ und die experimentelle Methode als zentrales Werkzeug zur systematischen Naturerkenntnis analysiert.

4. Bacons Ausblick in die Zukunft der Wissenschaften: Dieses Kapitel behandelt die utopische Gesellschaft von Bensalem in „Neu-Atlantis“ und diskutiert, wie Bacons Konzepte später in Institutionen wie der Royal Society praktisch umgesetzt wurden.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz von Bacons Werk zusammen – zwischen der visionären Kraft, die Menschen zum Fortschritt anzuspornen, und der theoretischen Unvollkommenheit seiner Ansätze.

Schlüsselwörter

Francis Bacon, Novum Organum, Idolenlehre, Wissenschaftsphilosophie, Induktion, Neu-Atlantis, Empirismus, Experiment, Erkenntnistheorie, Wissenschaftlicher Fortschritt, Royal Society, Naturerkenntnis, scholastische Methode, Utopie, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Francis Bacons wissenschaftsphilosophisches Werk, insbesondere das „Novum Organum“, und dessen revolutionären Anspruch, die Wissenschaft von alten Traditionen und subjektiven Irrtümern zu befreien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kritik an der aristotelischen Scholastik, die Analyse der Idolenlehre, die Etablierung einer induktiven experimentellen Methode sowie die utopische Darstellung einer wissenschaftsbasierten Gesellschaft in „Neu-Atlantis“.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung der Frage, ob Bacon eine realistische Grundlage für den modernen wissenschaftlichen Fortschritt schuf oder ob seine Visionen eher als motivierende Utopien zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine schrittweise Analyse der Primärquelle „Novum Organum“ sowie ergänzende fachwissenschaftliche Literatur, um Bacons Argumentationsstruktur und seinen Einfluss auf die moderne Wissenschaftsgeschichte zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Fehlerquellen des menschlichen Urteilens, die methodische Erneuerung der Induktion und die Umsetzung dieser Philosophie in der Utopie „Neu-Atlantis“ sowie deren historische Rezeption.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Idolenlehre, Induktion, Empirismus, wissenschaftliche Revolution und utopische Wissenschaftsplanung charakterisieren.

Wie unterscheidet Bacon die Vorgehensweise der Forscher mittels der Bienen-Metapher?

Bacon nutzt die Biene als Vorbild für den Forscher, der Erfahrungen nicht nur sammelt (wie Ameisen), sondern diese durch eigene geistige Arbeit verarbeitet und in nutzbares Wissen verwandelt, im Gegensatz zu Dogmatikern (Spinnen), die sich in eigenen Theorien verstricken.

Warum ist laut Bacon die Mathematik ein kritischer Punkt in seinem Modell?

Die Arbeit merkt an, dass Bacon die Mathematik vernachlässigt, da sie sich schwer durch Experimente darstellen lässt, was seine methodische Struktur angreifbar macht.

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Details

Title
Francis Bacon als Vorreiter der Wissenschaft?
Subtitle
Zwischen der Revolution seiner Idolenlehre und der Utopie "Neu-Atlantis"
College
University of Koblenz-Landau
Grade
2,0
Author
Josephine Roth (Author)
Publication Year
2015
Pages
15
Catalog Number
V501016
ISBN (eBook)
9783346039248
ISBN (Book)
9783346039255
Language
German
Tags
Idolenlehre Francis Bacon
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josephine Roth (Author), 2015, Francis Bacon als Vorreiter der Wissenschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501016
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