Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der Logistik in Unternehmen. Die Logostikbranche wird zurzeit mit großen Herausforderungen konfrontiert. Gründe hierfür stellen der steigende E-Commerce Handel, die zunehmende Individualisierung seitens der Kunden, der demografische Wandel, der durch die Globalisierung stetig steigende Wettbewerbsdruck und der gleichzeitige Wunsch nach Senkung von Losgrößen dar.
Der Fokus liegt auf den Veränderungen der Logistik durch die Digitalisierung. Dabei werden grundlegende Komponenten und Prozesse vorgestellt, um aufzuzeigen, welche Entwicklung die Logistik durch die zunehmende und umfassende Digitalisierung wirtschaftlicher Prozesse nehmen wird und wie diese zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition der Logistik
3 Wesentliche Komponenten der Logistik
3.1 Beschaffungslogistik
3.1.1 Grundlagen der Beschaffungslogistik
3.1.2 Instrumente der Beschaffungslogistik
3.2 Produktionslogistik
3.3 Distributionslogistik
3.3.1 Lieferservice als zentrale Größe der Distributionslogistik
3.3.2 Entwicklungen in der Distributionslogistik
4 Digitalisierung der Logistik
4.1 Veränderung der Logistik durch die Digitalisierung
4.2 Vorteile der Logistik durch die Digitalisierung
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die grundlegenden Konzepte und Teilbereiche der Unternehmenslogistik sowie deren Wandel im Zuge der digitalen Transformation zu untersuchen und aufzuzeigen, wie diese zur Wertschöpfung beitragen.
- Grundlagen und Definition der Unternehmenslogistik
- Strukturierung der Logistik in Beschaffung, Produktion und Distribution
- Einfluss der Digitalisierung auf logistische Prozesse und Geschäftsmodelle
- Herausforderungen und Vorteile technologischer Innovationen in der Logistik
- Zukunftsfähigkeit logistischer Konzepte im Zeitalter von Industrie 4.0
Auszug aus dem Buch
3.1 Beschaffungslogistik
Die Märkte weltweit sind gekennzeichnet durch eine immer stärkere Verflechtung, sodass viele Unternehmen gezwungen sind, im internationalen Wettbewerb bestehen zu müssen. Um dennoch ihre Produkte erfolgreich vermarkten zu können, ist es von zentraler Bedeutung, bereits bei der Beschaffung Optimierungspotenziale voll auszunutzen. Eine gut organisierte Beschaffungslogistik ist daher für viele Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg (Grotemeier 2017).
Als Teilsystem der Unternehmenslogistik ist die Beschaffungslogistik für die Versorgung der Unternehmen, nicht nur der produzierenden, mit allen benötigten Gütern und Dienstleistungen zuständig. Die Beschaffungslogistik agiert an den Beschaffungsmärkten und deckt dort die Bedarfe eines Unternehmens nicht selbst erzeugte Güter und Dienstleistungen.
Sie ist damit das verbindende System zwischen der Distributionslogistik der Lieferanten und der Produktionslogistik eines Unternehmens.
Basis der Gestaltung der Abläufe in der Beschaffungslogistik ist ihr Beitrag zur Erreichung der obersten Unternehmensziele wie Rentabilität und Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit, wobei im einzelnen vor allem die Versorgungssicherheit, günstige Einstandspreise (Produkt- und Beschaffungspreise), Lieferflexibilität, hohe Qualität der Zukaufteile und niedrige Bestände zu nennen sind (Grotemeier 2017).
Die beschaffungslogistische Kontrollspanne reicht von der Materialübergabe beim Lieferanten bis zur Übergabe an den Bedarfsträger (Abteilung, Maschine, etc.) im zu versorgenden Unternehmen. Dementsprechend zählen der Transport vom Lieferanten bis zum Wareneingang, die Warenannahme und -prüfung, teilweise die Eingangslagerhaltung und -wenn sinnvoll- der innerbetriebliche Transport zum Verbrauchsort in der Produktion sowie alle damit verbundenen Planungs-, Steuerungs- und Kontrolltätigkeiten zu den beschaffungslogistischen Aufgaben. Die Beschaffungslogistik des Abnehmers verfolgt ähnliche Ziele und Aufgaben wie die Absatzlogistik des Lieferanten (Krieger, Gabler Wirtschaftslexikon). Dabei beginnt die Beschaffungslogistik nicht erst bei der Material- bzw. Warenannahme, sondern umfasst auch die Bedarfsermittlung und die Lieferantenauswahl.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die volkswirtschaftliche Bedeutung der Logistik und skizziert die aktuellen Herausforderungen durch E-Commerce und demografischen Wandel.
2 Definition der Logistik: Dieses Kapitel definiert Logistik als planende, steuernde und ausführende Tätigkeit innerhalb von Wertschöpfungsprozessen und ordnet sie in den Kontext der digitalen Transformation ein.
3 Wesentliche Komponenten der Logistik: Hier werden die logistischen Subsysteme Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik systematisch voneinander abgegrenzt und erläutert.
3.1 Beschaffungslogistik: Das Kapitel behandelt die zentrale Rolle der Beschaffung für die Versorgungssicherheit und erläutert Instrumente wie die Lieferantenwahl und das Beschaffungsmarketing.
3.1.1 Grundlagen der Beschaffungspolitik: Es wird dargestellt, wie die Beschaffungspolitik durch gezielte Entscheidungen zur Erreichung übergeordneter Unternehmensziele beiträgt.
3.1.2 Instrumente der Beschaffungspolitik: Dieses Kapitel analysiert operative Ansätze wie Rabattverhandlungen, Programmpolitik und Kommunikationsinstrumente in der Beschaffung.
3.2 Produktionslogistik: Der Fokus liegt auf der Verknüpfung von Beschaffung und Distribution sowie der Optimierung von Materialflüssen innerhalb der Produktion.
3.3 Distributionslogistik: Das Kapitel beschreibt den Prozess von der Fertigung bis zum Endabnehmer und betont die Bedeutung der Lieferzeit und des Lieferservices.
3.3.1 Lieferservice als zentrale Größe der Distributionslogistik: Hier wird erläutert, wie der Lieferservice als Wettbewerbsfaktor und Bewertungskriterium fungiert.
3.3.2 Entwicklungen in der Distributionslogistik: Es werden technologische Trends wie Fahrerlose Transportsysteme und Drohnen im Kontext zukünftiger Distributionsprozesse diskutiert.
4 Digitalisierung der Logistik: Dieses Kapitel analysiert den Einfluss der Digitalisierung auf logistische Prozesse und die Notwendigkeit zur technologischen Aufrüstung.
4.1 Veränderung der Logistik durch die Digitalisierung: Es wird aufgezeigt, wie E-Procurement und digitale Fabriken die Steuerung und Effizienz logistischer Ketten verändern.
4.2 Vorteile der Logistik durch die Digitalisierung: Zusammenfassung der positiven Effekte wie erhöhte Transparenz, verbesserte Fehlervermeidung und neue Geschäftsmodelle durch Datenanalyse.
5 Fazit und Ausblick: Abschließende Reflexion über die Bedeutung der Logistik und den dringenden Handlungsbedarf für Logistikdienstleister, um im Zeitalter der Industrie 4.0 wettbewerbsfähig zu bleiben.
Schlüsselwörter
Logistik, Unternehmenslogistik, Beschaffungslogistik, Produktionslogistik, Distributionslogistik, Digitalisierung, Industrie 4.0, Lieferservice, Prozessorientierung, Supply Chain Management, E-Commerce, Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfungskette, Effizienz, Materialfluss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die grundlegenden Konzepte der Unternehmenslogistik und deren Einteilung in die Bereiche Beschaffung, Produktion und Distribution sowie deren Wandel durch die Digitalisierung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die logistische Konzeption im Unternehmen, die funktionale Unterteilung der Logistikkette und der Einfluss digitaler Technologien auf diese Prozesse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die wesentlichen logistischen Komponenten zu definieren und aufzuzeigen, welchen Einfluss die Digitalisierung auf die Effizienz und Zukunftsfähigkeit der Logistik hat.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der systemtheoretischen Betrachtung logistischer Prozesse in produzierenden Unternehmen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Teilbereiche Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik sowie eine Analyse der Auswirkungen der Digitalisierung auf diese Felder.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Logistik, Wertschöpfungskette, Beschaffung, Distribution, Digitalisierung, Industrie 4.0 und Prozessorientierung.
Warum ist die Beschaffungslogistik für den Unternehmenserfolg entscheidend?
Sie bildet das Fundament für die Versorgungssicherheit und ermöglicht durch Optimierung von Kosten und Beständen eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.
Welche Rolle spielt der Lieferservice in der modernen Distributionslogistik?
Der Lieferservice gilt heute als zentrales Wettbewerbsmerkmal, da Kunden eine schnelle Auftragsabwicklung und eine hohe Lieferzuverlässigkeit erwarten.
Wie verändert die Digitalisierung die Arbeit in Lagerhallen?
Durch Technologien wie Augmented Reality, Drohnen und automatisierte Transportsysteme werden Lagerprozesse beschleunigt, transparenter gestaltet und teilweise autonom ausgeführt.
Welche Herausforderung sieht der Autor für Logistikunternehmen in der Zukunft?
Der Autor warnt davor, dass viele Logistiker zu zögerlich agieren und die Chancen der Digitalisierung nicht schnell genug nutzen, um im Wettbewerb der Industrie 4.0 bestehen zu können.
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- Arne Grotelüschen (Author), 2017, Prozessorientierte Logistik in Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501035