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Lijphart und die direkte Demokratie

Title: Lijphart und die direkte Demokratie

Term Paper , 2014 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem System der direkten Demokratie. Die direkte Demokratie gewinnt immer mehr an politischer Bedeutung. In Ländern, in denen direktdemokratische Verfahren ohnehin schon einen hohen Stellenwert einnehmen, werden sie weiterausgebaut, namentlich in der Schweiz, in Kalifornien und in Italien. Auch der Trend, direktdemokratische Institutionen in die Verfassung aufzunehmen, steigt weiter an. Die Politikwissenschaft kommt der rasanten Entwicklung der direkten Demokratie aber nicht hinterher. In der vergleichenden Demokratieforschung wird der direkten Demokratie nur wenig Beachtung geschenkt und die Akteure stoßen weitläufig auf große Probleme, direktdemokratische Elemente in ihren Typologien einzugliedern.

Es wird analysiert, ob und wenn ja sich direktdemokratische Verfahren in die Typologie Lijpharts einbetten lassen. Dabei werden elementare Gründe für den fehlerhaften Umgang mit der direkten Demokratie in der vergleichenden Politikforschung herausgestellt. Die Studie Lijpahrts wird einer kritischen Analyse unterworfen sowie modifiziert, um direktdemokratische Verfahren in seineTypologie aufzunehmen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Direkte Demokratie in der vergleichenden Politikforschung

3. Mehrheitsdemokratie und Konsensusdemokratie nach Lijphart

4. Kritische Untersuchung der Studie

5. Aufarbeitung der Studie

5.1.Aufarbeitung der Studie nach Jung

5.2. Veto-Punkte

5.3. Konzeptualisierung der direkten Demokratie

6. Einbettung der direkten Demokratie in die Mehrheitsdemokratie und Konsensusdemokratie

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von direkter Demokratie zu den klassischen Regierungstypologien von Arend Lijphart, um die verbreitete These deren Inkompatibilität zu hinterfragen und direktdemokratische Verfahren in die bestehenden Modelle zu integrieren.

  • Analyse der Einbettung direktdemokratischer Verfahren in die Typologie Lijpharts.
  • Kritische Untersuchung der methodischen Defizite der bestehenden vergleichenden Politikforschung in Bezug auf direkte Demokratie.
  • Konzeptualisierung direktdemokratischer Instrumente basierend auf Veto-Punkten und Initiationslogiken.
  • Empirische Einordnung durch die „cabinet - direct democracy“-Dimension nach Vatter.

Auszug aus dem Buch

3. Mehrheitsdemokratie und Konsensusdemokratie nach Lijphart

Arend Lijpharts Studie „Patterns of democracy“ ist die zurzeit elaborierteste Studie von Regierungssystemen (Abromeit 2006, 36) und wird als „the single most influential typology of modern democracies“ angesehen (Mainwaring 2001, 171). Lijpahrt analysiert 36 Demokratien auf ihre Struktur und Leistungsfähigkeit hin. Er stützt sich bei der Analyse auf zwei Idealtypen, der Mehrheitsdemokratie und der Konsensusdemokratie. Die 10 Merkmale der beiden Idealtypen sind aus der Frage abgeleitet wer regieren soll: „the majority of the people“ oder „as many people as possible“ (Lijphart 1999, 2).

Zusammenfassend lässt sich die Mehrheitsdemokratie als Staat der Machtkonzentration bezeichnen: „The majoritarian model concentrates political power in the hands of a bare majority“ (Lijphart 1999, 2). Dagegen ist die Konsensusdemokratie ein Staat der Machtaufteilung: „ The consensus model tries to share, disperse, and limit power in a variety of ways“ ( Lijphart 1999, 2).

Die Mehrheitsdemokratie ähnelt stark dem Westminster Modell Englands. Demnach bezeichnet Lijphart das Regierungsmodell Englands auch als Idealtypus der Mehrheitsdemokratie (Lijphart 1999, 9). Die Schweiz und Belgien stellen demgegenüber das Paradebeispiel der Konsensusdemokratie dar (Lijphart 1999,33). Da nicht alle Merkmale zusammenhängend auftreten, unterscheidet Lijphart zwischen zwei Dimensionen: Der Exekutiv-Parteien Dimension und der Föderalismus-Unitarismus Dimension.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung direktdemokratischer Verfahren und identifiziert das Forschungsdefizit, diese in bestehende Regierungsmodelle einzuordnen.

2. Direkte Demokratie in der vergleichenden Politikforschung: Das Kapitel analysiert die Gründe für die fehlende Integration direkter Demokratie in Regierungstypologien, wie etwa konzeptionelle Fehler und induktive Vorgehensweisen.

3. Mehrheitsdemokratie und Konsensusdemokratie nach Lijphart: Dieses Kapitel stellt Lijpharts einflussreiche Typologie mit ihren zehn Merkmalen und den zwei grundlegenden Dimensionen vor.

4. Kritische Untersuchung der Studie: Hier werden die methodischen Schwachstellen in Lijpharts Argumentation aufgedeckt, insbesondere die Vernachlässigung der direkten Demokratie.

5. Aufarbeitung der Studie: Dieses Kapitel dient der theoretischen Neuausrichtung durch die Analyse von Veto-Punkten und einer präzisen Konzeptualisierung direktdemokratischer Verfahren.

6. Einbettung der direkten Demokratie in die Mehrheitsdemokratie und Konsensusdemokratie: Hier wird der theoretische Rahmen empirisch getestet und um die „cabinet - direct democracy“-Dimension erweitert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Falsifizierung der Inkompatibilitätsthese zusammen und unterstreicht die erfolgreiche Integration direkter Demokratie in das erweiterte Modell.

Schlüsselwörter

Direkte Demokratie, Mehrheitsdemokratie, Konsensusdemokratie, Arend Lijphart, Regierungsmodelle, Veto-Punkte, Referenden, Volksentscheide, politische Machtaufteilung, Demokratieforschung, Parlamentssouveränität, Volkssouveränität, Institutionenanalyse, politische Partizipation, Adrian Vatter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von direktdemokratischen Verfahren zu den etablierten Demokratietypologien von Arend Lijphart und hinterfragt, warum diese als inkompatibel gelten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Definition und Klassifizierung direkter Demokratie, die Analyse der Lijphartschen Typologie und die Integration dieser Elemente in ein erweitertes politisches Analysemodell.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die These zu falsifizieren, dass direkte Demokratie ein „fremdes Instrument“ für Mehrheits- und Konsensusdemokratien darstellt, und eine Modifikation des Modells vorzuschlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoretische kritische Analyse der bestehenden Literatur sowie eine empirische Einordnung unter Nutzung der „cabinet - direct democracy“-Dimension nach Adrian Vatter.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Kritik an der bisherigen Forschung, die Konzeptualisierung direktdemokratischer Elemente mittels Veto-Punkten und die empirische Überprüfung der Modelle.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Mehrheitsdemokratie, Konsensusdemokratie, Veto-Punkte, Referenden, direkte Demokratie und die Machtaufteilung in Regierungssystemen.

Inwiefern beeinflusst die Rolle der Schweiz das Ergebnis der Arbeit?

Die Schweiz dient als Paradebeispiel für eine Konsensusdemokratie, in der institutionalisierte direktdemokratische Veto-Punkte maßgeblich zur Konsensbildung und Machtaufteilung beitragen.

Welche Rolle spielen „Veto-Punkte“ bei der Neukonzeptualisierung?

Veto-Punkte fungieren als theoretisches Bindeglied, um zu erklären, wie direktdemokratische Verfahren Macht beschränken und Verhandlungen zwischen politischen Akteuren erzwingen können.

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Details

Title
Lijphart und die direkte Demokratie
College
University of Göttingen
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2014
Pages
16
Catalog Number
V501045
ISBN (eBook)
9783346030740
ISBN (Book)
9783346030757
Language
German
Tags
lijphart demokratie direkte Mehrheitsdemokratie Konsensdemokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2014, Lijphart und die direkte Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501045
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