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Der Scipionenkreis - Untersuchungen zum Freundeskreis des Scipio Aemilianus

Title: Der Scipionenkreis - Untersuchungen zum Freundeskreis des Scipio Aemilianus

Term Paper , 2003 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Robert Hanulak (Author)

World History - Early and Ancient History
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Spätestens seit dem Ende des Zweiten Punischen Krieges befand sich Rom auf dem Weg vom Stadtstaat zum Imperium. Tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen vollzogen sich in nahezu allen Lebensbereichen. Insbesondere in der römischen Oberschicht trat ein zunehmender Einfluss griechisch-hellenistischen Kulturgutes zu Tage, der die Wurzeln römischer Traditionen ergriff. Die Kultur des Ostens fand Einzug in Religion, Literatur, politischer Repräsentationskunst sowie in der Verwendung rein materieller Güter. Die Auswirkungen griechischer Bildung auf die römischen Eliten kann als Vorgang von weltgeschichtlicher Bedeutung angesehen werden, bilden sie doch Grundlagen geistiger Traditionen, die bis heute nachwirken. Die Vermischung griechischen und römischen Gedankenguts hatte entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der abendländischen Kultur. Möglicherweise war diese kulturelle Offenheit Roms auch ein entscheidender Grund für den lang andauernden Erfolg und Zusammenhalt des Imperiums.
Unter denen, die sich östlichen Einflüssen öffneten, nahm Scipio Aemilianus eine herausragende Stellung ein. Ihm und seinem Freundeskreis wird entscheidende Bedeutung bei der Rezeption griechischer Kultur eingeräumt. Mit dem Wirken des sogenannten Scipionenkreises fasste die Philosophie entgültig Fuß in Rom, die römische Literatur erhielt entscheidende Impulse und die Herausbildung des römischen Humanitäts-Gedankens als neuem Lebensideal ist eng mit der Tätigkeit dieses Kreises verbunden.
Im Folgenden wird zu untersuchen sein, inwieweit dieses Bild des Scipionenkreises der historischen Realität entspricht. Also in welcher Form existierte dieser Kreis und was war seine tatsächliche Bedeutung? Wer waren die Personen, die sich dort zusammenfanden, welche Beziehungen bestanden unter ihnen und welche Rolle spielt Scipio innerhalb dieser Gemeinschaft?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenkritik und Forschung

3. Scipio Aemilianus

4. Wesen und Wirken des Scipionenkreises

5. Schlussbetrachtung

6. Quellen- und Literarurverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Realität des sogenannten Scipionenkreises. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit dieses von Cicero geprägte Bild einer geistigen Gemeinschaft tatsächlich existierte, welche Personen daran beteiligt waren und welche Bedeutung Scipio Aemilianus innerhalb dieses Kontextes für die Rezeption griechischer Kultur und Philosophie im römischen Reich einnahm.

  • Kritische Auseinandersetzung mit der Quellenlage (Polybios und Cicero)
  • Analyse der Persönlichkeit und Rolle von Scipio Aemilianus
  • Untersuchung des Begriffs der "Humanitas Romana" und seiner historischen Genese
  • Hinterfragung des Scipionenkreises als Konstrukt der modernen Altertumswissenschaft
  • Diskussion der Wechselwirkung zwischen römischer Identität und griechischem Einfluss

Auszug aus dem Buch

3. Scipio Aemilianus

Publius Cornelius Scipio Aemilianus Africanus wurde 185 oder 184 vor Christus geboren. Er entstammt einer der ältesten und einflussreichsten Patrizierfamilien. Der Aemilianer. Sein Vater Aemilius Paullus war ein erfolgreicher Feldherr in Spanien und Makedonien, zweimaliger Consul und eine der angesehensten Persönlichkeiten Roms. Bereits in jungen Jahren wurde Scipio durch Adoption in das Corneliergeschlecht aufgenommen und war damit Adoptivenkel des `Großen´ Scipio Africanus.

Im Jahr 168 nahm Scipio im Alter von erst 17 an der Schlacht bei Pydna unter dem Kommando seines Vaters teil und zeichnete sich im Kampf durch großen Eifer aus. Sichtlich um deren gute Erziehung bemüht, schenkte Aemilius Paullus seinen Söhnen die in Makedonien erbeutete Bibliothek des Perseus. Griechische Bildung war zu dieser Zeit in der römischen Oberschicht bereits wesentlicher Bestandteil der Erziehung. Gespräche über Bücher gaben scheinbar auch den Anlass für die Entscheidung des Aemilius Paullus, Polybios als Erzieher seiner Söhne in seinem Haus aufzunehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der gesellschaftlichen Veränderungen Roms durch griechische Einflüsse und Einführung in die Fragestellung zur historischen Authentizität des Scipionenkreises.

2. Quellenkritik und Forschung: Kritische Prüfung der zentralen Quellen Polybios und Cicero sowie Reflexion über die Entstehung des Begriffs Scipionenkreis in der Altertumswissenschaft.

3. Scipio Aemilianus: Biografie des Scipio Aemilianus, seine Erziehung durch Polybios und sein Aufstieg als militärische und politische Führungspersönlichkeit.

4. Wesen und Wirken des Scipionenkreises: Analyse der Zusammensetzung des Kreises, der Rolle der Philosophie (Panaitios) und der Bedeutung der Humanitas Romana.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenführende Einordnung des Scipionenkreises als diffuses Gebilde und Reflexion über die Ausstrahlungswirkung auf die römische Gesellschaft.

6. Quellen- und Literarurverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Scipionenkreis, Scipio Aemilianus, Cicero, Polybios, Panaitios, Humanitas Romana, Römische Geschichte, Hellenisierung, Griechische Philosophie, Antike, Aristokratie, Quellenkritik, Kulturgeschichte, Römischer Imperialismus, Stoa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das historische Phänomen des sogenannten Scipionenkreises, einer angeblichen geistigen Gemeinschaft um Scipio Aemilianus im 2. Jahrhundert v. Chr.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die kulturellen Auswirkungen der hellenistischen Bildung auf die römische Oberschicht, die Rolle der griechischen Philosophie in Rom sowie die kritische Hinterfragung literarischer Quellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Wahrheitsgehalt des Scipionenkreises zu prüfen, da die moderne Forschung vermutet, dass es sich teilweise um eine literarische Konstruktion Ciceros handeln könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine quellenkritische Methode, indem sie/er die Überlieferungen von Cicero und Polybios analysiert und mit neueren wissenschaftlichen Positionen vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Quellenkritik, die Biografie Scipios, die Analyse des Einflusses griechischer Gelehrter wie Polybios und Panaitios sowie die Untersuchung der Humanitas Romana.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Scipionenkreis, Humanitas, Hellenisierung, römische Identität und die kritische Distanz gegenüber antiken Quellen.

Warum ist die Rolle von Cicero für dieses Thema so wichtig?

Cicero ist die Hauptquelle für den Scipionenkreis, wählte aber für seine Darstellungen die Form des Kunstdialogs, was die Unterscheidung zwischen historischen Fakten und Fiktion erschwert.

Inwieweit spielte Panaitios eine Rolle für den Kreis?

Panaitios gilt als stoischer Philosoph, dem ein maßgeblicher Einfluss auf Scipio Aemilianus und dessen Umfeld zugeschrieben wird, wodurch die stoische Ethik in den römischen Alltag Eingang fand.

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Details

Title
Der Scipionenkreis - Untersuchungen zum Freundeskreis des Scipio Aemilianus
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
1,0
Author
Robert Hanulak (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V50137
ISBN (eBook)
9783638464147
ISBN (Book)
9783638776790
Language
German
Tags
Scipionenkreis Untersuchungen Freundeskreis Scipio Aemilianus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Hanulak (Author), 2003, Der Scipionenkreis - Untersuchungen zum Freundeskreis des Scipio Aemilianus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50137
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