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Kriterien und Instrumente der Medienkritik und Medienkontrolle

Title: Kriterien und Instrumente der Medienkritik und Medienkontrolle

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Matthies (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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In dieser Arbeit geht es vornehmlich um die Frage, welche Prüfkriterien an den Journalismus angelegt werden müssen und welche Instrumente, Vorgehensweisen und Strategien existieren, um den Medien aus ihrer offenbar akuten qualitativen Krise zu helfen. Zu diesem Zweck werden zunächst Anzeichen und Folgen der neu entflammten Qualitätsdebatte dargestellt. Daraufhin wird beleuchtet, welche Rolle eine Medienethik in der journalistischen Praxis spielt und welche Bedeutung der Begriff „Qualität“ in einem journalistischen Kontext innehat. Als nächstes werden Gründe für den Qualitätsverlust in der Publizistik benannt, bevor eine Erläuterung redaktioneller und schließlich externer Instrumente der Qualitätssicherung – mit Schwerpunkt auf der intermedialen Medienkritik – die Arbeit beschließt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anzeichen und Folgen der Qualitätsdebatte im Journalismus

2.1 Journalismus im Zwielicht

2.2 Reaktionen auf qualitative Mängel im Journalismus

3. Medienethik als normative Grundlage journalistischer Praxis

4. Was bedeutet „Qualität“ im Kontext des Journalismus?

5. Gründe für den Qualitätsverlust im Journalismus

6. Instrumente der Qualitätssicherung

6.1 Redaktionelle Instrumente der Qualitätssicherung

6.2 Externe Instrumente der Qualitätssicherung

6.3 Medienkritik in den Medien

7. Fazit: Wie ist journalistische Qualität sicherzustellen?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Krise der journalistischen Qualität, analysiert deren Ursachen und evaluiert bestehende Prüfkriterien sowie Kontrollinstrumente, um Strategien für einen qualitativ hochwertigen Journalismus aufzuzeigen.

  • Analyse von Medienskandalen und journalistischem Fehlverhalten
  • Bedeutung der Medienethik als normatives Fundament
  • Definition von Qualitätsdimensionen im Journalismus
  • Einfluss von Ökonomisierung und Kommerzialisierung auf die Inhaltsqualität
  • Funktionsweise interner und externer Instrumente der Qualitätssicherung
  • Rolle des Medienjournalismus als Korrektiv der Publizistik

Auszug aus dem Buch

2.1 Journalismus im Zwielicht

Beispiele für fahrlässige Verfehlungen, bewusste Täuschungen oder niveaulosen „Schmierenjournalismus“ lassen sich in der sechzigjährigen Geschichte der deutschen Presse unzählige finden. Das Gladbecker Geiseldrama von 1988, in dessen Verlauf die Medien eine fatale Rolle spielten, indem Reporter sich aktiv ins Geschehen einmischten, die Entführer als Stars inszenierten, die Polizeiarbeit erschwerten und den Kriminellen somit bei ihrer Flucht halfen, ist als Fanal in die deutsche Pressegeschichte eingegangen. Dieses Beispiel scheint insofern einzigartig, als dass man den beteiligten Journalisten vorwerfen kann, durch ihre sensationshungrige Berichterstattung bewusst Menschenleben aufs Spiel gesetzt zu haben. Zwei Menschen starben im Verlauf der Geiselnahme.

Auch in den letzten Jahre machte das Versagen von Medien im wahrsten Sinne Schlagzeilen. Dass solche Vergehen nicht immer Menschenleben, durchaus aber die Karriere kosten können, zeigt die Kampagne der Schweizer Boulevardzeitung Blick gegen den ehemaligen Außenminister der Alpenrepublik in Deutschland, Dr. Thomas Borer-Fielding, die quasi zeitgleich von der BILD aufgenommen wurde. Nachdem der Blick Borer-Fielding, der zuvor vor allem aufgrund der Feierfreuden seiner Frau Shawne in Berlin auf den Boulevardseiten zu finden war, wiederholt eine sexuelle Beziehung mit einer Visagistin vorgeworfen hatte, die dieser vehement bestritt, nahm der Schweizer Außenminister die Affäre – nicht zuletzt aufgrund der umfangreichen Berichterstattung in den deutschen Medien – zum Anlass, Borer-Fielding als Botschafter aus Deutschland abzuziehen. Nachdem sich die Aussage der vermeintlichen Liebschaft als haltlos herausstellte, entschuldigte sich der SonntagsBlick am 14. Juli 2002 öffentlich bei Borer-Fielding und zahlte dem Diplomaten eine finanzielle Entschädigung. Zudem legten der Chefredakteur und die Berlin-Korrespondentin des Blick ihr Amt nieder. Seinen Posten als Schweizer Botschafter in Berlin erhielt Borer-Fielding jedoch nicht zurück, ein Karriereknick blieb das Resultat der aggressiven Kampagne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet anhand des „Falls Schröder“ die Notwendigkeit von Medienkritik und definiert den Fokus der Arbeit auf Prüfkriterien und Instrumente zur Sicherung der Qualität.

2. Anzeichen und Folgen der Qualitätsdebatte im Journalismus: Dieses Kapitel thematisiert anhand von Fallbeispielen die qualitativen Defizite der Branche und stellt internationale Initiativen vor, die sich der Qualitätssicherung widmen.

3. Medienethik als normative Grundlage journalistischer Praxis: Es wird die Rolle der Medienethik definiert und deren wachsende Bedeutung sowie die Annäherung zwischen Wissenschaft und Praxis erläutert.

4. Was bedeutet „Qualität“ im Kontext des Journalismus?: Das Kapitel diskutiert zentrale Qualitätsdimensionen wie Richtigkeit, Objektivität, Unabhängigkeit, Transparenz und Aktualität.

5. Gründe für den Qualitätsverlust im Journalismus: Die Untersuchung konzentriert sich auf die ökonomischen Treiber, insbesondere die Kommerzialisierung, die zu einer Entwertung journalistischer Standards führen.

6. Instrumente der Qualitätssicherung: Hier werden präventive, redaktionelle und externe Instrumente sowie die spezifische Rolle der Medienkritik in den Medien analysiert.

7. Fazit: Wie ist journalistische Qualität sicherzustellen?: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Medienjournalismus als Chance zur Qualitätssicherung zu begreifen.

Schlüsselwörter

Journalismus, Medienkritik, Medienethik, Qualitätssicherung, Pressekodex, Medienkontrolle, Journalistische Qualität, Öffentlichkeitsarbeit, Medienökonomie, Boulevardjournalismus, Selbstkontrolle, Medienjournalismus, Qualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der journalistischen Qualität in Deutschland, den Ursachen für deren wahrgenommenen Verfall und den Möglichkeiten, diese durch Kritik und Kontrollmechanismen zu sichern.

Welche sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Medienethik, ökonomische Einflüsse auf den Journalismus, die Rolle von Pressekodizes und die Bedeutung von Medienkritik durch die Medien selbst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Prüfkriterien und Instrumente zur konstruktiven Medienkontrolle zu identifizieren, um den Medien aus ihrer akuten qualitativen Krise zu helfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der Fachliteratur, die Auswertung von Pressekodizes sowie die Untersuchung aktueller Medienbeispiele und journalistischer Initiativen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Qualitätskriterien, die wirtschaftlichen Gründe für den Qualitätsverlust sowie die Darstellung interner und externer Instrumente der Qualitätssicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Medienethik, journalistische Qualität, Medienkritik, Pressekodex, Kommerzialisierung und Qualitätssicherung.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Online-Medien auf die journalistische Qualität?

Der Autor sieht in den neuen Online-Medien nicht primär eine Gefahr, sondern eine große Chance für hochwertige Medienkritik und Qualitätssicherung, wie etwa am Beispiel von „Bildblog“ aufgezeigt wird.

Welchen Stellenwert nimmt die „Bild-Zeitung“ in der Untersuchung ein?

Die Bild-Zeitung wird primär als Negativbeispiel für die Missachtung journalistischer Standards und als Zielobjekt kritischer Medienangebote angeführt.

Warum spielt das „Gladbecker Geiseldrama“ eine Rolle für die Argumentation?

Es dient als historisches Beispiel für den „Schmierenjournalismus“ und verdeutlicht die fatalen Folgen, wenn mediale Sensationsgier die Polizeiarbeit behindert und Menschenleben gefährdet.

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Details

Title
Kriterien und Instrumente der Medienkritik und Medienkontrolle
College
Technical University of Braunschweig
Course
Politische Kommunikation
Grade
1,3
Author
Christoph Matthies (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V50140
ISBN (eBook)
9783638464178
ISBN (Book)
9783638660846
Language
German
Tags
Kriterien Instrumente Medienkritik Medienkontrolle Politische Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Matthies (Author), 2005, Kriterien und Instrumente der Medienkritik und Medienkontrolle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50140
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