Diese Arbeit beschäftig sich mit rechtsextremen Jugendkulturen und untersucht die Fragestellung, ob es sich bei diesen nur um einen Modetrend handelt oder ob man bereits von einer unterschätzten Gefahr sprechen kann. Gerade seit Beginn der Flüchtlingskrise kann man zunehmend beobachten, wie rechtsextremistisches Gedankengut zunehmend auch in bürgerlichen Kreisen Zustimmung findet. Vor allem auch Jugendliche werden dabei als Nachwuchs rechtsextremer Jugendkulturen geködert.
Rechtsextremismus geht einher mit dem Herabsetzen anderer Kulturen und Ethnien. Geprägt von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus, ebenso wie von der grundsätzlichen Demokratiefeindschaft, dominiert im rechtsextremen Gedankengut die Auffassung, die Zugehörigkeit zu einer Ethnie, Nation oder gar Rasse bestimme über den Wert eines Menschen. Diese Kriterien zeigen klare Indizien der Missachtung zentraler Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und bilden einen Gegenentwurf zu der bestehenden pluralistischen Gesellschaftsordnung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Rechtsextremismus als politische Bewegung und Weltanschauung
3. Rechtsextreme Jugendkulturen im Wandel
4. Herausforderungen für Schule und Unterricht
5. Präventionsmöglichkeiten und gesellschaftliche Verantwortung
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieses Essays ist die kritische Analyse rechtsextremer Jugendkulturen, um zu erörtern, ob es sich dabei lediglich um einen kurzlebigen Modetrend oder um eine ernstzunehmende, unterschätzte Gefahr handelt. Dabei wird insbesondere die Rolle von Schule und gesellschaftlicher Erziehung in der Prävention beleuchtet.
- Wandel des Erscheinungsbildes rechtsextremer Jugendkulturen
- Manipulationsstrategien zur Nachwuchsgewinnung
- Einfluss von Familie und sozialem Umfeld auf Radikalisierungsprozesse
- Die Rolle von Musik und Popkultur als Einstiegshürden
- Präventionsstrategien gegen Rechtsextremismus im schulischen Kontext
Auszug aus dem Buch
Rechtsextreme Jugendkulturen – Modetrend oder unterschätzte Gefahr?
„Ausbildung statt Überfremdung – wehrt euch! Macht den Bonzen Dampf! Globalisierung tötet!“ – so lautet der Slogan auf einem Plakat der „Jungen Nationaldemokraten“. Einerseits fordern sie bessere Lernbedingungen für deutsche Schüler und andererseits machen sie gleichzeitig die Zuwanderung verantwortlich für diese Missstände, durch welche Fachkräfte aus dem Ausland auf den deutschen Arbeitsmarkt „gespült“ wurden.
Frei zugänglich findet man diesen und noch viele weitere solch fremdenfeindliche, ultranationalistische Slogans auf der Internetseite der „Jungen Nationaldemokraten“, der offiziellen Jugendorganisation der rechtsextremen „Nationaldemokratischen Partei Deutschlands“ (NPD). Eigentlich sollte man meinen, wir hätten aus unserer Vergangenheit gelernt, doch solche Aussagen weisen bei weitem das Gegenteil auf. Gerade seit Beginn der Flüchtlingskrise kann man zunehmend beobachten, wie rechtsextremistisches Gedankengut zunehmend auch in bürgerlichen Kreisen Zustimmung findet. Vor allem auch Jugendliche werden dabei als Nachwuchs rechtsextremer Jugendkulturen geködert.
Anhand meines Essays möchte ich nun darlegen, ob es sich gerade bei diesen rechtsextremen Jugendkulturen nur um einen Modetrend handelt, oder ob man bereits von unterschätzter Gefahr sprechen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob rechtsextreme Jugendkulturen ein bloßer Modetrend oder eine gefährliche Entwicklung sind.
2. Rechtsextremismus als politische Bewegung und Weltanschauung: Dieses Kapitel definiert Rechtsextremismus als ideologische Bewegung, die auf Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und der Ablehnung demokratischer Grundwerte basiert.
3. Rechtsextreme Jugendkulturen im Wandel: Es wird analysiert, wie sich das äußere Erscheinungsbild der Szene, etwa durch die Entwicklung zu „Nipstern“, gewandelt hat, während der inhaltliche Kern der Ideologie konstant bleibt.
4. Herausforderungen für Schule und Unterricht: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Lehrkräfte mit rechtsextremen Unterrichtsbeiträgen umgehen und wie antidemokratische Einstellungen im Schulalltag identifiziert werden können.
5. Präventionsmöglichkeiten und gesellschaftliche Verantwortung: Der abschließende Teil betont die Notwendigkeit frühzeitiger Prävention durch die Stärkung von Zivilcourage und die Rolle der Schule als neutraler Mittler im Prozess gegen die Radikalisierung.
Schlüsselwörter
Rechtsextremismus, Jugendkulturen, Neonazismus, Prävention, Schule, Politische Bildung, Radikalisierung, Ideologie, Demokratiefeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit, Manipulation, Zivilcourage, Antisemitismus, Nationalsozialismus, Rechtspopulismus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die Gefahrenpotenziale rechtsextremer Jugendkulturen in der heutigen Zeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind der ideologische Wandel rechtsextremer Gruppen, deren Strategien zur Nachwuchsgewinnung und die pädagogische Prävention.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu klären, ob es sich bei rechtsextremen Jugendkulturen lediglich um einen kurzfristigen Modetrend handelt oder um eine unterschätzte gesellschaftliche Gefahr.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um einen essayistischen Ansatz, der auf der Auswertung bestehender Literatur, Medienberichten und Dokumentationen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historischen Wurzeln, die moderne Anpassung an jugendkulturelle Stile sowie die manipulativen Methoden der rechten Szene.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Rechtsextremismus, Radikalisierung, Prävention, politische Bildung, Jugendkulturen und demokratische Grundordnung.
Warum spielt die Familie bei der Radikalisierung eine so große Rolle?
Die Arbeit verdeutlicht, dass die frühe Sozialisation in rechtsextremen Familien die Übernahme der Ideologie von Kindesbeinen an begünstigt.
Welche Rolle spielt die Schule bei der Gegensteuerung?
Die Schule wird als wichtiger Akteur identifiziert, der durch intensive Prävention und eine klare Haltung gegen diskriminierende Äußerungen intervenieren kann.
Was versteht die Autorin unter dem Begriff "Nipster"?
Dies beschreibt eine Verschmelzung von Nazi-Ideologie mit dem modischen Stil von Hipstern, um rechtsextreme Inhalte nach außen hin „cooler“ und unauffälliger wirken zu lassen.
Wie gehen rechtsextreme Gruppen bei der Nachwuchsgewinnung vor?
Sie nutzen oft attraktive Angebote wie Musik, gemeinsame Freizeitaktivitäten oder das Versprechen von Gemeinschaft, um Jugendliche schrittweise zu binden.
- Arbeit zitieren
- Verena Kuhn (Autor:in), 2018, Rechtsextreme Jugendkulturen. Modeerscheinung oder unterschätzte Gefahr?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501585