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Die ethischen Herausforderungen des Klonens

Titel: Die ethischen Herausforderungen des Klonens

Hausarbeit , 2016 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anna Straßer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Gegenwart
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich mit dem Thema Klonen auseinander. Sie gibt einen kurzen Überblick über die Funktionsweise des Klonens und die aktuelle Rechtslage. Im Anschluss diskutiert sie die Herausforderungen des Klonens, vor denen die Gesellschaft aus ethischer Perspektive steht.

Die Geschichte des Klonens geht weiter zurück als man glaubt, denn sie begann bereits im Jahre 1902 in Deutschland mit einem Babyhaar. Der Biologe Hans Spemann trennte mit dem Säuglingshaar einen zweizelligen Salamanderembryo und erschaffte somit die ersten genetisch identischen Tiere. Knapp ein Jahrhundert später gelingt der Wissenschaft der erste große Meilenstein in der Geschichte des Klonens – Klonschaf Dolly kommt 1996 zur Welt. 277 Eizellen wurden mit Zellkernen aus den Euterzellen des Spendertiers geimpft, daraus entstanden 29 Embryonen, von denen eines überlebte – Dolly.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung – Klonen – Der Mensch nach Maß?

2. Die verschiedenen Arten des Klonens

2.1. Reproduktives Klonen

2.2. Therapeutisches Klonen

3. Gesellschaftliche Problematiken

3.1.Rechtliche Lage

3.2. Öffentliche Meinung

3.3. Ethik

3.3.1. Verschiedene ethische Argumente

3.3.2.Ethische Widersprüchlichkeit

4. Zukunftsvisionen menschlichen Klonens

5. Ausblick in die Zukunft – Chance oder Untergang?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die wissenschaftlichen Grundlagen, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die tiefgreifenden ethischen Konflikte, die mit dem Klonen von Lebewesen, insbesondere des Menschen, verbunden sind. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, wie Klonen technisch funktioniert, warum es weithin verboten ist und welche Auswirkungen eine mögliche Anwendung auf das menschliche Leben und die Gesellschaft hätte.

  • Grundlagen des reproduktiven und therapeutischen Klonens
  • Rechtliche Situation und internationale Verbotsregeln
  • Ethische Debatte um den Status von Embryonen und Menschenwürde
  • Gesellschaftliche Akzeptanz und Ängste vor Identitätsverlust
  • Risiken der genetischen Optimierung („genetic enhancement“)

Auszug aus dem Buch

3.3. Ethik

"Wir erlauben Abtreibung, wir erlauben künstliche Befruchtung, bei der von zehn Embryonen neun vernichtet werden. Dann können wir doch nicht zu den Millionen von kranken oder verletzten Menschen dort draußen sagen: "Sterbt oder bleibt gelähmt, weil wir glauben, dass die Blastozyste, dieser Zellklumpen, wichtiger ist als ihr." Jerrold Nader, US-Demokrat.19

"Ein menschlicher Embryo und humane embryonale Stammzellen haben einen intrinsischen Wert. Embryonen sind frühes menschliches Leben, und sie sollten nicht auf den Status einer chemischen Fabrik reduziert werden." Jeremy Rifkin, Gentechnik-Kritiker und Präsident der "Foundation on Economic Trends"20

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“21, so beginnt das deutsche Grundgesetz. Die Menschenwürde geht von der Gleichheit aller Menschen ohne Berücksichtigung von Leistung, Amt und Ansehen aus. Sie zeichnet den Menschen als Menschen dadurch aus, nicht auf einen "Wert" für etwas anderes reduzierbar zu sein. Die Menschenwürde ist die grundlegende Voraussetzung Rechte zu besitzen und die anderer achten zu können, sie ist das oberste Prinzip, welches Moral und Recht verbindet.22

Ist es folglich legitim menschliche Embryonen durch Zellkerntransfer zu erzeugen, um menschliche embryonal Stammzellen zu gewinnen?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung – Klonen – Der Mensch nach Maß?: Dieses Kapitel bietet einen geschichtlichen Abriss über die Entwicklung des Klonens und leitet die moralische Fragestellung ein, ob der Mensch als biologisches Produkt gestaltet werden darf.

2. Die verschiedenen Arten des Klonens: Hier werden die wissenschaftlichen Verfahren des reproduktiven Klonens, das auf die Erschaffung eines Individuums zielt, und des therapeutischen Klonens, das der Gewinnung von Stammzellen dient, differenziert betrachtet.

3. Gesellschaftliche Problematiken: Dieses zentrale Kapitel beleuchtet die globale rechtliche Uneinheitlichkeit, die öffentliche Meinung und die ethischen Debatten, insbesondere den Konflikt zwischen medizinischem Fortschritt und dem Schutz der Menschenwürde.

4. Zukunftsvisionen menschlichen Klonens: Das Kapitel reflektiert über hypothetische Szenarien des Klonens und diskutiert das Risiko einer durch „genetic enhancement“ entstehenden Zweiklassengesellschaft.

5. Ausblick in die Zukunft – Chance oder Untergang?: Abschließend wird kritisch hinterfragt, ob der Streben nach Perfektion durch Gentechnik einen gefährlichen Teufelskreis darstellt, der das Risiko von Fehlentwicklungen und neuen gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten birgt.

Schlüsselwörter

Klonen, Ethik, Menschenwürde, Reproduktives Klonen, Therapeutisches Klonen, Stammzellen, Embryonenschutz, Gentechnik, Genetic Enhancement, Bioethik, Identität, Forschung, Rechtslage, Biologische Waffen, Perfektion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die wissenschaftlichen, rechtlichen und moralischen Aspekte der Klontechnik sowie deren potenzielle Auswirkungen auf die menschliche Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Unterscheidung zwischen therapeutischem und reproduktivem Klonen, die ethische Schutzwürdigkeit von Embryonen und die gesellschaftlichen Konsequenzen genetischer Optimierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum das Klonen ethisch und rechtlich hoch umstritten ist und welche Gefahren die Technisierung des Lebens in sich birgt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur, rechtlichen Grundlagen und aktuellen Forschungsdiskussionen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Erläuterung der Klonarten, eine Untersuchung der Gesetzeslage in verschiedenen Ländern und eine ethische Auseinandersetzung mit dem Menschenbild.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Menschenwürde, Bioethik, Stammzellenforschung und die Debatte um „genetic enhancement“ geprägt.

Warum spielt das Grundgesetz bei der ethischen Debatte eine so zentrale Rolle?

Das Grundgesetz definiert die Unantastbarkeit der Menschenwürde, was als Maßstab dient, um zu beurteilen, ob die Instrumentalisierung von Embryonen durch das Klonen mit den geltenden Menschenrechten vereinbar ist.

Welche Gefahr sieht die Autorin konkret im „genetic enhancement“?

Die Autorin warnt vor der Entstehung einer extremen Zweiklassengesellschaft, in der genetische Optimierung zu einer Selektion führen könnte, bei der Menschen aufgrund ihrer biologischen Ausstattung benachteiligt werden.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die ethischen Herausforderungen des Klonens
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,0
Autor
Anna Straßer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
16
Katalognummer
V501598
ISBN (eBook)
9783346034618
ISBN (Buch)
9783346034625
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zukunft Klonen Therapeutisches Klonen Biologie Ethik Widersprüchlichkeit Zukunftsvision Philosophie genetik embryo stammzellen reproduktives klonen Abtreibung Dolly Gentechnik Humanität Ehtiker Theorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Straßer (Autor:in), 2016, Die ethischen Herausforderungen des Klonens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501598
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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