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Beratung von jugendlichen Suchterkrankten. Welche Herausforderungen ergeben sich im Beratungsprozess?

Title: Beratung von jugendlichen Suchterkrankten. Welche Herausforderungen ergeben sich im Beratungsprozess?

Term Paper , 2018 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jenny Schäfer (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Diese Arbeit setzt sich mit der Beratung von jugendlichen Suchterkrankten auseinander. Sie untersucht außerdem die Frage, inwiefern sich daraus Herausforderungen im Beratungsprozess ergeben. Diese Frage beantwortet die Arbeit mithilfe von aussagekräftigen Argumenten.

Die Drogenberatung als Teil der Gesundheitshilfe und somit Praxis- und Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit besitzt einen zentralen Stellenwert in den gegenwärtigen pädagogischen Handlungsfeldern. Der richtige Umgang mit Suchterkrankten Menschen im Kontext der Beratung ist Bestandteil aktueller Diskussionen und ebenso Gegenstand empirischer Forschung. Des Weiteren dehnt sich die Lebensphase Jugend immer weiter aus und macht sie deswegen zu einer sehr relevanten Phase im Lebenslauf eines Menschen. Meine persönliche Motivation ist es, die Schwierigkeiten die sich im Umgang mit Jugendlichen Suchterkrankten ergeben, zu artikulieren und die förderlichen Maßnahmen zur Bewältigung dieser Herausforderungen aufzuführen.

Sucht stellte bis zum 16. Jahrhundert eine allgemeine Bezeichnung für Krankheit dar. Bis der Begriff dann gänzlich von den Begriffen "krank" und "Krankheit" ersetzt wurde. Die maßgebliche Veränderung hinsichtlich der Bedeutung des Wortes Sucht ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu datieren. Verantwortlich dafür war vor allem der Mediziner und Sozialforscher Benjamin Rush der den Alkoholismus, auch bekannt als "Trunksucht", als Krankheit definierte, welche bis dato lediglich als Laster galt und von nun an erforscht und behandelt werden kann.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Suchterkrankung

2.2 Lebensphase Jugend

2.3 Beratung mit jugendlichen Suchterkrankten

3. Schlussteil

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Hausarbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen, die sich im Beratungsprozess mit jugendlichen Suchterkrankten ergeben. Ziel der Arbeit ist es, die neurobiologischen und sozialisationstheoretischen Grundlagen von Sucht bei Jugendlichen zu beleuchten und aufzuzeigen, welche methodischen Anforderungen und professionellen Haltungen für eine erfolgreiche Suchtberatung in diesem Lebensabschnitt essenziell sind.

  • Neurobiologische Grundlagen und Erscheinungsformen von stoffgebundenen und stoffungebundenen Süchten.
  • Die Entwicklungsaufgaben der Lebensphase Jugend und ihre Bedeutung für die Suchtentstehung.
  • Herausforderungen in der Berater-Adressaten-Beziehung und beim Erstkontakt.
  • Bedeutung von Ressourcenorientierung und Zielorientierung in der Suchtberatung.
  • Rollenverständnis und professionelles Setting in der Arbeit mit jugendlichen Klienten.

Auszug aus dem Buch

2.1 Suchterkrankung

Der Begriff Sucht leitet sich von dem Wort „siech“ ab, welches der mittelhochdeutschen Sprache entspricht und krank sein bedeutet. Sucht stellte bis zum 16. Jahrhundert eine allgemeine Bezeichnung für die Krankheit dar. Bis der Begriff dann gänzlich von den Begriffen krank und Krankheit ersetzt wurde. Die maßgebliche Veränderung hinsichtlich der Bedeutung des Wortes Sucht, ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu datieren. Verantwortlich dafür war vor allem der Mediziner und Sozialforscher Benjamin Rush der den Alkoholismus, auch bekannt als „Trunksucht“, als Krankheit definierte, welche bis dato lediglich als Laster galt und von nun an erforscht und behandelt werden kann (vgl. Schmidt-Semisch/Dollinger 2017: 131). Eine erste präzise Definition des Suchtbegriffs lieferte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahre 1950. Die WHO beschreibt die Sucht als einen „Zustand periodischer oder chronischer Intoxikation, verursacht durch wiederholten Gebrauch einer natürlichen oder synthetischen Substanz, der für das Individuum und die Gemeinschaft schädlich ist“ (Haasen/Kutzer/Schäfer 2010: 267).

Eine Substanz wird demnach wiederholt konsumiert, obwohl sich der Konsument in den meisten Fällen über die negativen Nebenwirkungen bewusst ist. Doch welche Gründe stecken hinter diesem destruktiven Verhalten? Um diese Frage zu beantworten beziehe ich mich unter anderem auf die Neurowissenschaft, welche die Wirkung süchtig machender Stoffe, aber auch die Sucht nach einem bestimmten Verhalten, anhand neurobiologischer Vorgänge beschreibt und erklärt. Man unterscheidet demnach zwischen stoffgebundenen und stoffungebundenen Süchten. Die stoffgebundene Sucht kennzeichnet sich durch den Konsum von legalen oder illegalen Substanzen, die psychoaktiv im Gehirn wirken, d.h. die menschliche Psyche in irgendeiner Form beeinflussen. Darunter zählen diverse Psychopharmaka, synthetisch hergestellte Drogen, pflanzliche Rauschmittel und Alkohol. Aber auch exzessives konsumieren von Essen zählt zu den Stoffgebundenen Süchten. Die stoffungebundenen Süchte, wie z.B. Putzsucht, Kaufsucht und Spielsucht, betreffen das menschliche Verhalten. Meistens sind diese Süchte in den Alltag der Betroffenen integriert. Setzt man die beiden Formen in Relation, erkennt man aus psychologischer Perspektive kaum einen Unterschied (vgl. Tretter 2017: 3). Der Autor Felix Tretter stellt außerdem fest: „[...] dass Jedes menschliche Verhalten süchtig entgleisen kann" (ebd.: 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema, stellt die Leitfrage nach den Herausforderungen im Beratungsprozess mit Jugendlichen und erläutert den Aufbau sowie die Relevanz der Arbeit.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Suchterkrankung, die Entwicklungsaufgaben der Jugendphase und die spezifischen Anforderungen an die Suchtberatung bei Jugendlichen.

2.1 Suchterkrankung: Dieses Kapitel definiert Sucht, unterscheidet zwischen stoffgebundenen und stoffungebundenen Süchten und beleuchtet die neurobiologischen Hintergründe der Suchtentwicklung.

2.2 Lebensphase Jugend: Hier werden die psychosozialen Merkmale des Jugendalters und die Bedeutung der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben als Schutzfaktor gegen Suchtverhalten diskutiert.

2.3 Beratung mit jugendlichen Suchterkrankten: Dieses Kapitel fokussiert auf die Rahmenbedingungen, die Berater-Adressaten-Beziehung und die methodischen Herausforderungen bei der Intervention im Suchtkontext.

3. Schlussteil: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die Leitfrage auf Basis der vorherigen Analysen.

4. Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Suchterkrankung, Jugendphase, Beratungsprozess, Sozialarbeit, Drogenberatung, Suchtpotenzial, Entwicklungsaufgaben, Ressourcenorientierung, Suchtverhalten, Neurobiologie, Beratungseffizienz, Adoleszenz, Interventionsmethoden, Hilfe zur Selbsthilfe, Rollenverständnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den besonderen Herausforderungen, die Berater im Umgang mit suchterkrankten Jugendlichen in verschiedenen Settings erleben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit verknüpft Suchtmedizin, Entwicklungspsychologie des Jugendalters und die methodische Praxis der sozialen Suchtberatung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Leitfrage nach: „Inwiefern ergeben sich Herausforderungen im Beratungsprozess mit jugendlichen Suchterkrankten?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse fachgebundener Theorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Sucht als Krankheit, die spezifischen Risiken der Jugendphase sowie Dimensionen der Beratung wie Ressourcenorientierung, Schweigepflicht und Beziehungsgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Suchterkrankung, Jugendphase, Beratungsprozess, Ressourcenorientierung und Suchtverhalten.

Warum stellt das Erstgespräch eine besondere Herausforderung dar?

Da viele Jugendliche von Ämtern oder Eltern zur Beratung gedrängt werden, muss der Berater hier besonders methodisch vorgehen, um Anknüpfungspunkte zu finden und ein Vertrauensverhältnis trotz fehlender Freiwilligkeit aufzubauen.

Welche Rolle spielt die Ressourcenorientierung in der Beratung?

Sie ist entscheidend, um den Jugendlichen bei seinem positiven Selbstbild abzuholen und zu verhindern, dass die Konzentration auf Defizite zu Schuldgefühlen oder weiterem Suchtverhalten führt.

Inwieweit beeinflusst das Rollenverständnis den Erfolg der Beratung?

Berater und Adressat gehen eine Wechselwirkung ein; wenn der Jugendliche nicht genügend Informationen preisgibt oder sich seiner Rolle entzieht, kann der Berater keine bedarfsgerechten Angebote zur Problemlösung machen.

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Details

Title
Beratung von jugendlichen Suchterkrankten. Welche Herausforderungen ergeben sich im Beratungsprozess?
College
University of Münster
Grade
1,7
Author
Jenny Schäfer (Author)
Publication Year
2018
Pages
21
Catalog Number
V501681
ISBN (eBook)
9783346057006
ISBN (Book)
9783346057013
Language
German
Tags
Sucht Drogen Abhängigkeit Jugendliche Lebensphase Jugend Entwicklungsaufgaben Pubertät Veränderungen Beratung Therapie Herausforderungen Beraterrolle Lösungsansätze Suchtformen Neurobiologie Neurowissenschaft Hilfe zur Selbsthilfe Beratungsprozess Pädagogik Erziehungswissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jenny Schäfer (Author), 2018, Beratung von jugendlichen Suchterkrankten. Welche Herausforderungen ergeben sich im Beratungsprozess?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501681
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