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Die Entwicklung der Frauen um 1800

Frauenrolle, Weiblichkeitsideologie, Bildung und Erwerbstätigkeit

Titel: Die Entwicklung der Frauen um 1800

Hausarbeit , 2019 , 18 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Thessa-Martien Herold (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner folgenden Arbeit möchte ich nun jene Unterschiede aufzeigen und einen Abriss zur Entwicklung des Frauenbilds um 1800 darstellen. Weiterhin werde ich darlegen wie es möglich war, das erstarrte Bewusstsein der Heimarbeit zu lockern.

Um einen Überblick zu verschaffen, habe ich mich mit unterschiedlichen Forschungen aus Literatur, sowie aus Online-Datenbanken befasst, damit es möglich ist Einblicke in einen umfangreichen Forschungsstand zu bekommen, da Geschlechterbeziehung auch heute in Form von gender studies interessant sind. Auf die Bezeichnung gender und Heimarbeit komme ich im Laufe meiner Arbeit erneut zurück.
Primär stütze ich meine Arbeit auf Forschungen Claudia Bischoffs, die in ihrem Werk „Frauen in der Krankenpflege“ die bürgerliche Seite des 19. Jahrhunderts beleuchtet und Einblicke in ein weiteres Arbeitsfeld der Frauen, außerhalb des Hauses, gewährt. Ergänzend zu dieser Problematik integriere ich einen Überblick des Geschlechterdiskurses durch Caroline Vogel, sowie auch Grundsätze der Geschlechterordnung um 1800. Letzteres wird mithilfe der Arbeit Katharina Rennhaks und Virginia Richters dargestellt.
Neben dieser Hauptliteratur beziehe ich explizit auch historische Epochen, wie beispielsweise die Französische Revolution oder Industrielle Revolution in Deutschland, in meine Arbeit mit ein, um das zeitgeschichtliche Bild durch epochale Merkmale geschichtlicher Zeit zu ergründen.
Diese Thematik vermittle ich mithilfe der Werke Wolfgang Kruses, ebenso wie Susanne Lachenichts, welche die Problemstellung der Französischen Revolution aufgreifen. Hinzu füge ich Knut Borchardts Forschung „Die Industrielle Revolution in Deutschland“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zeitgeschichtliche Einordnung

2. Geschlechterforschung

3. Frauenrolle und Weiblichkeitsideologie

4. Bildung und Erwerbstätigkeit

5. Die Weibliche Literaturtradition

Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des Frauenbildes um 1800 vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche wie der Französischen und Industriellen Revolution. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Frau dieser Zeit trotz aufkommender Gleichheitsideale in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Mann verblieb und welche Rolle dabei die geschlechtsspezifische Erziehung sowie die Literaturtradition spielten.

  • Historische Einordnung durch Aufklärung und Industrialisierung
  • Grundlagen der modernen Geschlechterforschung
  • Weiblichkeitsideologie und die bürgerliche Ehe
  • Bedeutung von Bildung und Erwerbstätigkeit für Frauen
  • Die weibliche Literaturtradition und das Genie-Verständnis

Auszug aus dem Buch

Die weibliche Literaturtradition

Schriften von Frauen aus der frühen Neuzeit wurde von Forschungen bislang weitestgehend vernachlässigt. Dies hat gravierende Folgen. Nicht nur, dass der Kenntnisstand über schreibende Frauen gering nachweisbar ist, auch die Annahme, dass Frauen dieser Zeit kein Material verschriftlicht haben, beziehungsweise einfach nicht in der Lage waren überhaupt schreiben zu können, lag in der Diskussion.

Ein annehmbarer Eintritt der Frauen in die Literaturgeschichte war der Roman oder auch Briefroman, sowie der Brief als literarische Ausdrucksform, welche im 18. Jahrhundert an Akzeptanz gewann.

Als erster Frauenroman, der das weibliche Schreibverbot 1771 umging, galt der Briefroman „Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ Sophie von La Roches. Damit er bestand haben konnte galt eine Beschränkung des Inhalts angepasst auf die Vorstellungen der männlich dominierten Gesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage zum Frauenbild um 1800 und erläutert die methodische Herangehensweise anhand zeitgeschichtlicher und literaturwissenschaftlicher Quellen.

1. Zeitgeschichtliche Einordnung: Dieses Kapitel beschreibt die politischen und sozialen Umbrüche durch Aufklärung, Französische Revolution und Industrielle Revolution, die den Rahmen für das Rollenverständnis der Zeit bilden.

2. Geschlechterforschung: Der Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen der Unterscheidung zwischen biologischem Geschlecht (sex) und sozialem Geschlecht (gender).

3. Frauenrolle und Weiblichkeitsideologie: Hier wird analysiert, wie um 1800 eine Kategorisierung von Geschlechtscharakteren stattfand, die Frauen primär auf die Rolle als Hausfrau und Mutter festlegte.

4. Bildung und Erwerbstätigkeit: Das Kapitel beleuchtet, wie die Trennung von Arbeitsplatz und Heim sowie der Ausschluss von höherer Bildung die ökonomische Abhängigkeit der Frau zementierten.

5. Die Weibliche Literaturtradition: Dieser Teil untersucht den schwierigen Zugang von Frauen zur Literatur und analysiert anhand von Briefen und Romanen das Ringen um Anerkennung geistiger Fähigkeiten.

Abschlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Frau um 1800 zwar geistig fortschrittlich war, jedoch durch die gesellschaftliche Ordnung strukturell abhängig blieb.

Schlüsselwörter

Frauenbild, 1800, Französische Revolution, Industrielle Revolution, Geschlechterforschung, Weiblichkeitsideologie, Heimarbeit, Emanzipation, Aufklärung, Geschlechterordnung, Literaturtradition, Bürgertum, Abhängigkeit, Briefkultur, Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Wandel des Frauenbildes in der Zeit um 1800 unter Berücksichtigung historischer und gesellschaftlicher Transformationsprozesse.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die zeitgeschichtliche Einordnung der Epoche, die theoretische Geschlechterforschung, die Weiblichkeitsideologie sowie Aspekte der Bildung, Erwerbstätigkeit und literarischen Teilhabe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in der frühen Neuzeit aufzuzeigen und zu untersuchen, wie sich die soziale und ökonomische Stellung der Frau in dieser Umbruchszeit gestaltete.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse, bei der auf historische Fachwerke, Briefquellen und zeitgenössische Konzepte zurückgegriffen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Geschlechterrollen, die Analyse der ökonomischen Situation durch Heimarbeit und bürgerliche Ehe sowie die Betrachtung der weiblichen Literaturgeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Geschlechterordnung, Weiblichkeitsideologie, industrielle Revolution, Emanzipation und das literarische Bewusstsein der Frau.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Frau als „Genie“?

Die Arbeit zeigt auf, dass der Gesellschaft der damaligen Zeit das Konzept des „weiblichen Genies“ fremd war, da die Frau klassisch als dem Mann untertan und somit intellektuell unterlegen betrachtet wurde.

Warum war die Veröffentlichung von Frauenliteratur oft anonym?

Um gesellschaftliche Akzeptanz zu finden und den Beschränkungen der männlich dominierten Öffentlichkeit zu entgehen, wurden Frauenromane häufig unter dem Namen des Ehemannes publiziert.

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Details

Titel
Die Entwicklung der Frauen um 1800
Untertitel
Frauenrolle, Weiblichkeitsideologie, Bildung und Erwerbstätigkeit
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Note
3,0
Autor
Thessa-Martien Herold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V501770
ISBN (eBook)
9783346028044
ISBN (Buch)
9783346028051
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung frauen frauenrolle weiblichkeitsideologie bildung erwerbstätigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thessa-Martien Herold (Autor:in), 2019, Die Entwicklung der Frauen um 1800, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501770
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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