Doping im Fußball


Facharbeit (Schule), 2019
20 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

I. Vorwort

II. Einleitung

III. Definitionen
a. Leistungsfaktoren im Fußballsport
1. Motorische/physische Fähigkeiten (Schnelligkeit, Ausdauer, Koordination)
2. neuronale/psychische Fähigkeiten (Konzentration, mentale Fitness)
b. Doping
1. Was ist Doping?
2. Gesetzliche Grundlagen über Doping
3. Dopingmittel- und Methoden und deren Nachteile
4. Wirksamkeit von Doping auf Leistungsfaktoren im Fußball
5. Dopingkontrollen

IV. Motivationsfaktoren im Dopingumfeld
a. Gründe für Doping
b. Gründe gegen Doping

V. Doping im Fußball – Ein todgeschwiegenes Thema
a. Wirtschaftliche Aspekte
b. Sozio-Kulturelle Sicht

VI. Perspektivische Zukunftseinschätzung Für die Verwendung von Doping in der Zukunft

VII. Literaturverzeichnis

Gliederung

„Doping im Fußball“

I. Vorwort

II. Einleitung

III. Definitionen

a. Leistungsfaktoren im Fußballsport

- motorische Fähigkeiten (Technik, Koordination)
- physiologische Fähigkeiten (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit)
- neuronale Fähigkeiten (Konzentration)
- taktische Fähigkeiten b. Doping
- Leistungssteigerung im Fußball
- Stellungnahmen an ausgewählten Beispielen
- Dopingmittel und –methoden
- Dopingkontrollmechanismen
- Was ist erlaubt, was ist verboten?
- Legale Rahmenbedingungen
- Doping im Bild der Öffentlichkeit

IV. Motivationsfaktoren im Doping-Umfeld

a. Gründe für Doping

- Individual- und organisationspsychologische Einflüsse
- Monetäre Anreize (Arbeits-, Sponsoren-, Werbeverträge, Geld-/ Erfolgsprämien)
- Nicht-monetäre Anreize (Erfolg, Anerkennung, ethisches Verhalten)

b. Gründe gegen Doping

- Legalität
- Ethisches Verhalten
- Körperliche Unversehrtheit
- Gesundheitliche Folgen/ Spätfolgen
- Angst vor Entdeckung/ gesellschaftliche Ächtung
- Existenzgefährdung (Kündigung von Verträgen)

V. Relevanz von Doping im Fußball

a. Historische Fälle (WM 1954, Maradona 1994, Nasri)

b. Aktuelle Fälle (WM 2018 Russland)

VI. Doping im Fußball – Ein todgeschwiegenes Thema

c. Wirtschaftliche Aspekte

- Aufrechterhaltung bestehender erfolgreicher Organisationen/ Verbände
- Finanzielle Aspekte
- Machtverübung gegenüber anderen Organisationen
- Wachstum und Weiterbildung
- Fußball nur Mittel zum Zweck -> Geld dient als Hauptziel
- Evtl. kriminelle Machenschaften zum Zweck von Vertuschung
- Sponsoring/ Verträge/ Geldeinkommensquellen würden verloren gehen

d. Sozio-Kulturelle Sicht

- Gesellschaft nicht interessiert an Dopingaufklärung
- Fußball nur die Aufgabe zu unterhalten
- Naivität gegenüber dem Fußballgeschäft
- Allein Sport steht im Vordergrund ganz egal welche Nebenbedingungen herrschen

VII . Reflektion und Ausblick zu möglichen perspektivischen Entwicklunge n von Doping im Fußball

- Geordnete Kontrollen im Sport durchgeführt von unabhängigen Organisationen
- Mehr Gelder investieren – mehr Kontrollen
- Genaue Definition über Dopingregelungen
- Mehr Wert auf die genaure Aufklärung legen
- Prioritäten setzen
- Kontinuierliche Kontrollen veranlassen
- Maßnamen schaffen – Strafen ausstellen

I. Vorwort

„ Ich sage mit Überzeugung, dass im Fußball nicht gedopt wird“

- Fußballtrainer, Jürgen Klopp (Zitat Frühjahr 2009 im Interview mit Zeit Online) Die vorliegende Facharbeit handelt von dem Thema „Doping im Fußball“.

Ich habe mich für dieses Thema entschieden, da ich mich in meiner Freizeit für den Fußballsport sehr interessiere, sowohl als aktiver Spieler seit meinem 5. Lebensjahr als auch als fußballinteressierter Fan, der Fußballspiele im Stadion oder am Bildschirm verfolgt und eben alles „rund um den Ball“ aufmerksam aufnimmt.

Durch diese Facharbeit möchte ich darlegen, dass Fußball kein einfaches „Gerenne von 22 Idioten hinter einem Ball“ ist, wie oft vereinfachend und diskreditierend berichtet, sondern in seiner sportlichen aber auch gesellschaftlichen Relevanz gerade durch seine Komplexität diskutablen Input erzeugt.

Doping im Fußball habe ich als Thema gewählt, da ich der Überzeugung bin, dass dies im Gegensatz zur öffentlichen Diskussion in vielen anderen Sportarten kaum thematisiert wird. Damit stellen sich für mich viele Fragen: Spielt Doping im Fußball eine Rolle? Wenn ja, warum? Wenn nein warum nicht? Was sind Gründe und Hintergründe? Ist Doping im Fußball ein bewusstes Tabuthema und wer ist ggf. dafür verantwortlich? Diesen Fragen möchte ich in dieser Facharbeit nachgehen um das Thema Doping im Fußball besser einordnen zu können.

II: Einleitung

In dieser Facharbeit werde ich zunächst auf die definitorischen Grundlagen der Leistungsfaktoren im Fußballsport sowie die mögliche Einflussnahme auf die Leistungserbringung im Fußball durch Doping eingehen. Sowie die ausführliche Erklärung einzelner Dopingmittel- und Methoden.

Es schließen sich die Beweggründe für bzw. gegen die Einnahme von Dopingmitteln an, die Erläuterung der Tabuisierung von Doping im Fußball in der Öffentlichkeit und möglicher systematischer Dopingvorfälle diverser Vereine. Den Abschluss bilden eine abschließende Reflexion der Ergebnisse und ein Ausblick möglicher perspektivischer Entwicklungen in der Zukunft des Fußballs. Ziel dieser Facharbeit ist es, eine differenzierte Bewertung des Umgangs mit Doping im Fußball zu verfassen und um ebenfalls über die Dopingproblematik zusammenhängend mit dem Sport Fußball zu informieren.

III. Definitionen

a . Leistungsfaktoren im Fußballsport

1 . motorische Fähigkeiten (Koordination, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit)

Grundlage und Voraussetzung für Sport im allgemeinen und Fußballsport im besonderen sind Bewegung und Bewegungsabläufe, die bereits grundlegend in der Anatomie des Menschen zu Beginn seines Lebens angelegt sind.

Einerseits dienen sie als Hauptsequenz der körperlichen Bewegung, andererseits als koordinativer Prozess.

Das Ziel von Sportlern ist es, für größtmöglichen Erfolg Automatismen zu schaffen und diese sportartspezifisch zu optimieren. Bis es zu einer Bewegungsautomation kommt, ist es nötig durch Üben motorischer Prozesse eine Bewusstseinsunabhängigkeit entstehen zu lassen.

Im Vordergrund stehen motorische Grundfähigkeiten welche essentiell wichtig sind um physische Mechanismen zu verbessern.

Die körperliche Leistungsfähigkeit wird über den Ausprägungsgrad einer bestimmten motorischen Leistung definiert. Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Kraft bezeichnet man als motorische Fähigkeiten. Diese Faktoren spielen im Fußball als kritische Leistungsfaktoren eine entscheidende Rolle. Um die individuelle Leistung zu verbessern wird im Fußball als Leistungssport zunehmend an der spezifischen Optimierung dieser Fähigkeiten gearbeitet.

Ausdauer und Schnelligkeit stehen dabei m Vordergrund der für Fußball benötigten motorischen Fähigkeiten. Sie sind elementar wichtig für den optimierten bewegungstechnischen Ablauf im Fußball. Wenn man weiß, dass ein Profi-Fußballer im Schnitt zwölf Kilometer pro Spiel läuft, erschließt sich unmittelbar, welche wichtige Relevanz Ausdauer im Sport Fußball einnimmt.

Hierzu kommen neben der hohen Intensität der einzelnen Laufzyklen (Ziel: „sich freilaufen und anbieten“) insgesamt noch intensive Einzelsprints (Ziel: „als erster am Ball sein wollen“).

Dafür wird die Schnelligkeit als weiterer Faktor hinzugezogen welche als ebenfalls bestimmender Leistungsfaktor im Fußball gilt. Neben einer bereits notwendigen Grundschnelligkeit als Profifußballer (durchaus abhängig von der Spielfunktion) zählen zusätzlich diese intensiven Sprints zu den Faktoren, die den Unterschied im Spiel und Erfolg ausmachen können.

In jeder neu entstehenden Spielsituation gilt es für beide Mannschaften entweder darum den Ball zu halten und ggf. zu verteilen oder ihn zu „erlaufen“ in dem gegnerische Spielfeldräume zugestellt werden oder der ballhaltende Spieler unter Druck gesetzt und angelaufen wird.

2 . neuronale/psychische Fähigkeiten (Konzentration, mentale Fitness)

Hinzu kommen verschiedene koordinative sowie kognitive Fähigkeitskomponenten. Diese neuronalen Elemente nehmen passiv am Spielgeschehen teil das heißt, dass zBsp. Die Wahrnehmung sowie die Antizipation sich lediglich im Kopf des Spielers abspielen wodurch wiederrum eine gewisse Spielintelligenz resultieren kann und es ihm leichter fällt Spielsituationen einzuschätzen und zu bewerten. Darunter fallen unter anderem die Reaktion, als koordinativer Fähigkeitskomponent, woraus die Entscheidung als kognitive Fähigkeit folgt. Doch im Mittelpunkt aller Leistungsfaktoren steht die Psychisch-Mentale Fitness. Mentale Fitness behandelt alles rund um die psychische Einstellung des Spielers. So geht es also im Training von mentaler Fitness darum, Ängste zu bekämpfen und das Selbstvertrauen sowie die Motivation zu steigern. Allerdings auch die Konzentration wird dadurch versucht kontinuierlich auf einem hohen Level zu halten welches gerade in dem letzten Spielabschnitt (letzten 20 min.) von hoher Wichtigkeit sein kann. Alle diese Prozesse werden unteranderem durch Visualisierung und Autosuggestion erreicht, wodurch eine Verknüpfung einzelner Synapsen erfolgt. So kann ein begnadeter Fußballspieler mit sehr guter Kondition und hervorragender Schnelligkeit nicht das maximale aus sich rausholen, da jeder einzelne beschriebene Faktor dazu beiträgt den Fußballer selber und seine Fähigkeiten zu optimieren um so auf ein neues noch besseres Level zu bringen.

Abb. 1

Emotionale und kognitive Vorbereitungen können extrem wichtig sein für die bevorstehende Spiele. So verhilft man sich als Profi mit Atemübungen um den Druck auf sich selber zu senken. Durch diese Atemübungen wird der Spieler gelassener und so ist es ihm möglich sich auf das bevorstehende Spiel zu fokussieren. Da in den oberen Spielklassen des Fußballs die physischen Fähigkeiten immer näher bei einander liegen ist es daher um so besser eine gewisse mentale Fitness auszubilden. Durch mentales Training entsteht eine stärkere und gezieltere Verbesserung der möglichen sportlichen Leistungen. Im Optimum also hat Mentaltraining zur Folge, dass psychische Unsicherheiten und Blockaden wie zBsp. Versagensängste und innerer Druck aufgelöst werden, Spieler ihre Trainings- und Wettkampfmotivation steigern und ihr Leistungsoptimum in Spielen erreichen. Im Fußballsport ist es daher nicht selten, das ein sogenannter Mentaltrainer für die Erzielung maximaler mentaler Fitness eingestellt wird.

III. Definitionen

b. Doping

1. Was ist Doping ?

Unter „Doping“ versteht man das Einnehmen von nicht erlaubten Mitteln zur effizienteren Steigerung der sportlichen Leistung.

Vom Tennis bis zum Fußball, in allen Sportarten wird zweifelsfrei gedopt. Das heißt von den Sportlern, meistens nur im Leistungssport, werden Mittel und Medikamente eingesetzt um seine persönliche Leistung zu steigern. Dies kann sich durch erhöhtes Muskelwachstum äußern (Hypertrophie) oder auch einfach durch eine Steigerung der Ausdauer bzw. eine allgemeine Leistungssteigerung des Kardiopulmonalem Systems. Es ist allerdings Sportartspezifisch abhängig in welchen oder für welche Körperregionen gedopt wird. Allerdings muss man differenzieren bei den verschiedenen Arten von leistungssteigernden Mitteln. Es gibt legale Dopingmittel wie Koffein welche heutzutage erlaubt sind sie zu konsumieren, jedoch auch zu einer minimalen Leistungssteigerung führen können. Auf der Gegenseite kommen illegale Dopingmittel häufig in Gebrauch, da sie verglichen mit legalen Dopingmitteln einfach deutlich effizienter wirken. Ein weitbekanntes illegales Dopingmittel trägt den Namen Erythropoetin (Epo) es fördert die Sauerstoffaufnahme im Körper (jedoch dazu später mehr). Jedoch ist es oft nicht bekannt, wie erheblich gesundheitsgefährdend solche Mittel sein können. Zahlreiche Todesfälle durch Doping sind bekannt. Es existiert eine Liste der Stiftung Nationale Anti-Doping Agentur (NADA), auf welcher unerlaubte Mittel zur Leistungssteigerung aufgeführt sind zur Richtlinie für den Umgang mit Doping welcher Stoff erlaubt ist, welcher nicht.

b. Doping

2. Gesetzliche Grundlagen über Doping

Hauptorganisation der Dopingbekämpfung ist die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Allein für Deutschland allerdings gibt es die Nationale-Doping-Agentur (NADA). Die NADA steht ein für eine Dopingfreie Leistung im Sport und setzt sich unteranderem für die Prävention von Doping ein aber auch für Athleten und Verbände zum Zweck der juristischen Beratung. Fern aller Verbands zugehörigen Organisationen ist die NADA unabhängig welches den Zweck einer neutral und unparteiisch handelnder Organisation sehr gut hervorbringen sollte. Sie macht es sich zur Aufgabe Kontrollsysteme gegen Doping zu erschaffen und um diese anzuwenden. Allerdings ist die NADA nicht berechtigt Gesetze zu erschaffen und nach diesen Strafverfolglich nachzugehen. Dazu existiert ein festgeschriebenes Gesetz verteilt über mehrere Paragraphen verfasst von der Bundesagentur der Justiz und Verbraucherschutz. Dieses Gesetz klärt auf über die rechtlichen Hinweise bezogen auf das Einnehmen von Doping. Ebenfalls untersagt es jeden Handel der mit diesen unerlaubten Mittel vollzogen wird. Die Verweigerung oder Manipulation einer solchen Kontrolle kann ebenfalls schon zu Strafbeständen führen. Die Bundesagentur der Justiz und Verbraucherschutz definiert klar die Zwecke dieses existierenden Gesetzes. Es wurde ins Leben gerufen um den Einsatz von Doping zu bekämpfen aber ebenfalls um die Fairness im Sport beizubehalten und um die Sportler vor gesundheitliche Risiken, welche durch Doping entstehen können, zu schützen. Rechtliche Folgen werden bei Verstößen gegen das Anti-Doping- Gesetz umgehend eingeleitet, allerdings ist es Substanzabhängig wie das Ergebnis der Strafe am Ende aussieht. Es kann eine Wettkampfstrafe entstehen von bis zu vier Jahren sowohl als auch bereits bestehende Erfolge und Preise können aberkannt werden. Ab mehrmaligem Verstoß ist sogar mit bis einem lebenslänglichen Ausschluss im Wettkampf Strafe zu rechnen. Jedoch auch juristisch kann durch das Einsetzen von Doping eine Freiheitsstrafe entstehen. Häufig doch lediglich nur eine Geldstrafe.

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Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Doping im Fußball
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
20
Katalognummer
V501826
ISBN (eBook)
9783346050045
Sprache
Deutsch
Schlagworte
doping, fußball, Hausarbeit
Arbeit zitieren
Max Marzina (Autor), 2019, Doping im Fußball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501826

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