Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods

Medienkompetent durch Waldorfpädagogik

Die Wurzeln der Waldorfpädagogik in Bezug auf heutige Anforderungen

Title: Medienkompetent durch Waldorfpädagogik

Pre-University Paper , 2019 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Uwe Stodolny (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Bei der Wahl der Schule für die eigenen Kinder lernt man sie gegebenenfalls kennen. In der Ausbildung zum Erzieher begegnen sie einem wieder – die reformpädagogischen Erziehungsansätze, die "anderen" Schulen. Doch hatten sie nicht ihre Ursprünge "vor Jahrhunderten" und ihre Hoch-Zeiten "vor Jahrzehnten"? Und heute? Überzeugen sie? Was bieten beispielsweise die Waldorfschulen den Kindern und Eltern? In dieser Arbeit soll der Blick darauf ins Detail gehen. Und warum mit dem Fokus auf Waldorfpädagogik?

Ausgehend von Vorurteilen, wie z.B. "Waldorfschüler würden nicht auf die Leistungsgesellschaft vorbereitet", begegnete mir die Kernfrage dieser Arbeit in dem, was eine Lehrkraft an einer Fachschule für sozialpädagogische Berufe äußerte: "An Waldorfschulen gibt es doch gar keine Computer, oder?" Dies gab den Ausschlag zur Eingrenzung der Arbeit auf ein hoch aktuelles Thema. Die Untersuchung der Bezüge der Waldorfpädagogik zu aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen wurde konzentriert: Welche Antwort hat die Waldorfpädagogik hinsichtlich des Bildungsthemas Medienkompetenz?

Um Antwort zu bekommen, wird zuerst die Medienkompetenz definiert. Ausgehend vom Ursprung der Walddorfpädagogik und ihrer Grundlagen wird die praktische Umsetzung der Medienpädagogik hinsichtlich des Ziels der Erreichung einer Medienkompetenz umrissen. Aktuelle Literatur und eigene Erfahrungen werden einbezogen. In der zweiten Hälfte der Bestandsaufnahme werden medienpädagogische Empfehlungen von staatlicher Seite und von wissenschaftlicher Seite aufgeführt. Die Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien in Kombination mit eigenen Schlussfolgerungen ergeben letztlich ein Fazit, das den Bezug zwischen den aktuellen Anforderungen und der Vorgehensweise der Waldorfpädagogik herstellt.

Diese Arbeit soll dazu beitragen, einen Weg der letzten Jahrzehnte fortzusetzen, denn ... es sind schon "... viele reformpädagogische Ideen tief in das staatliche Schulsystem vorgedrungen". Die Erkenntnisse "einer Seite" können also die Sichtweise einer "anderen Seite" ergänzen oder erweitern. Dazu ist – auf der Basis von Offenheit und Wertschätzung – ein Voneinander-Wissen nötig. Dies soll mit dieser Arbeit unterstützt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bestandsaufnahme

2.1 Waldorfpädagogik

2.1.1 Entstehung und Grundlagen

2.1.2 Praxis der Medienpädagogik an Waldorfschulen

2.2 Medienpädagogik in Staat und Gesellschaft

2.2.1 Politik

2.2.2 Erziehungswissenschaft und Medizin

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit der Waldorfpädagogik mit heutigen gesellschaftlichen Anforderungen an die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Ausgehend von der zentralen Forschungsfrage, welche Antwort die Waldorfpädagogik auf das Bildungsthema Medienkompetenz hat, analysiert der Verfasser theoretische Grundlagen sowie staatliche und wissenschaftliche Empfehlungen, um den Bezug zwischen reformpädagogischen Ansätzen und moderner Medienpädagogik herzustellen.

  • Entstehung und anthroposophische Grundlagen der Waldorfpädagogik
  • Praktische Umsetzung von Medienpädagogik in Waldorfschulen
  • Staatliche medienpädagogische Ziele und Bildungspläne
  • Wissenschaftliche Perspektiven auf Mediennutzung und Medienmündigkeit

Auszug aus dem Buch

Praxis der Medienpädagogik an Waldorfschulen

Die im vorigen Kapitel stark verkürzte anthroposophische Sicht auf die Entwicklungspsychologie des heranwachsenden Kindes/Jugendlichen führt bzgl. der Medienpädagogik zu den Darlegungen in dem extra aufgelegten Waldorf-Reader „Struwwelpeter 2.0“ (2015): „Der direkten Medienpädagogik, die heranwachsende Menschen dazu befähigt, Medien sinnvoll zu nutzen, geht [...] die indirekte Medienpädagogik voraus, die genau die Fähigkeiten im Menschen schult, die er braucht, um den Anforderungen des Lebens gewachsen zu sein und damit zugleich den Anforderungen, welche die technisch-mediale Welt an ihn stellt. Die spätere Medienkompetenz wurzelt in einer frühen Medienabstinenz!“ (dito S. 11). Der junge Mensch soll also erst sich selbst erfahren und urteilsfähig werden, bevor er als Konsument agiert.

In Struwwelpeter 2.0 (2015) sind auch praktische Anleitungen und reale Beispiele wie das Herstellen einer Radiosendung aufgeführt. Auch bei den (elektronischen) Medien hat anfangs das Erleben durch eigenes Tun Vorrang: also vor dem Konsumieren z.B. erst das praktische Produzieren eigener Medieninhalte (Radiosendung, Film) und dadurch das Verstehen von Zusammenhängen.

Auch die Vorbildrolle der Erziehenden wird nicht vergessen und letztlich zusammengefasst in dem Satz von Karl Valentin: „Wir können unsere Kinder erziehen, wie wir wollen, … am Ende machen sie uns doch alles nach.“ (dito S. 38)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der reformpädagogischen Erziehungsansätze ein und definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Medienkompetenz an Waldorfschulen.

2 Bestandsaufnahme: Hier werden die anthroposophischen Grundlagen der Waldorfpädagogik erläutert, die Praxis der Medienpädagogik an Waldorfschulen dargestellt sowie staatliche und wissenschaftliche Sichtweisen auf das Thema Medienkompetenz gegenübergestellt.

3 Fazit: Das Kapitel schließt mit einer Synthese aus entwicklungspsychologischen Erkenntnissen und den Ansätzen der Waldorfpädagogik, wobei die Notwendigkeit einer bewussten Medienmündigkeit betont wird.

Schlüsselwörter

Waldorfpädagogik, Medienkompetenz, Medienpädagogik, Medienmündigkeit, Reformpädagogik, anthroposophisches Menschenbild, Entwicklungspsychologie, Medienabstinenz, Mediennutzung, Bildung, Kindheit, Jugendliche, Erziehung, Bildschirmmedien, Medienkonsum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie die Waldorfpädagogik mit den modernen Anforderungen an die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen umgeht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den anthroposophischen Grundlagen der Waldorfpädagogik, der praktischen Medienpädagogik im Waldorfkontext sowie den aktuellen medienpädagogischen Positionen aus Politik und Wissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Vorurteile gegenüber der Waldorfpädagogik abzubauen und zu erörtern, ob und wie reformpädagogische Ansätze zur Vermittlung von Medienmündigkeit beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die durch eigene Erfahrungen des Verfassers im schulischen Kontext sowie durch Auswertungen aktueller medienpädagogischer Studien und Bildungspläne ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte der Waldorfpädagogik (insbesondere die 7-Jahres-Zyklen) und setzt diese in Bezug zu staatlichen Empfehlungen und medizinischen sowie erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen zum Medienkonsum.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Medienmündigkeit, Medienabstinenz, anthroposophisches Menschenbild und der handlungsorientierte Medienbegriff.

Wie unterscheidet sich die Waldorfpädagogik laut Arbeit beim Thema Medien?

Sie setzt auf eine sogenannte "indirekte Medienpädagogik" in frühen Jahren, bei der erst die eigenen körperlichen und sozialen Fähigkeiten geschult werden, bevor eine direkte mediale Ausbildung erfolgt.

Was bedeutet das Konzept der "Medienmündigkeit" in diesem Kontext?

Medienmündigkeit wird als Gegenbegriff zur Mediensucht definiert und impliziert, dass der Mensch die Medien beherrscht und über Souveränität sowie Urteilsfähigkeit verfügt.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Medienkompetent durch Waldorfpädagogik
Subtitle
Die Wurzeln der Waldorfpädagogik in Bezug auf heutige Anforderungen
College
University of Applied Sciences  (Fachschule für Sozialwesen)
Course
Fachrichtung für Sozialpädagogik
Grade
1,0
Author
Uwe Stodolny (Author)
Publication Year
2019
Pages
14
Catalog Number
V501827
ISBN (eBook)
9783346045041
Language
German
Tags
Medienkompetenz Waldorfpädagogik Medienpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uwe Stodolny (Author), 2019, Medienkompetent durch Waldorfpädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501827
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint