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Jüdische Diaspora. Jüdisches Leben in Deutschland nach Ende des zweiten Weltkrieges 1945

Titel: Jüdische Diaspora. Jüdisches Leben in Deutschland nach Ende des zweiten Weltkrieges 1945

Hausarbeit , 2015 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Julia Waize (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den Menschen, welche dem jüdischen Glauben angehören und nach 1945 in Deutschland geblieben, beziehungsweise zurückgekehrt sind. Im Allgemeinen wird sich in der Öffentlichkeit und zum großen Teil auch in der historischen Forschung mit den Verbrechen der Nationalsozialisten und mit den schlimmen Schicksalen der jüdischen Bevölkerung zur Zeit des zweiten Weltkrieges beschäftigt. Doch was geschah mit den Juden nach dem Ende des Krieges?

In den Schulen wird sich direkt im Anschluss dieses Themas mit den Gründungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik befasst, ebenso wie mit dem kalten Krieg. Doch den deutschen Juden, beziehungsweise den Juden in Deutschland nach der Shoa wird kaum Beachtung geschenkt. Im Laufe dieser Hausarbeit wird klar, welchen Weg, die sich zum Kriegsende in Deutschland befindlichen Juden, für ihre Zukunft gewählt haben und wie einige Konzentrationslager zu dieser Zeit genutzt wurden. Des Weiteren ist es das Ziel der Arbeit, die einzelnen Gruppen der jüdischen Überlebenden aufzuzeigen.

Darüber hinaus soll vor allem ein Hauptaugenmerk auf die Entstehung der Gemeinden gelegt werden. Ebenso mögen die dazugehörigen Hindernisse und Schwierigkeiten herausgearbeitet werden. Eine der wichtigsten Fragen, die es zu klären gilt, ist, ob sich überhaupt nach dem Ende des Holocaust ein jüdisches Leben in Deutschland entwickeln konnte und inwiefern es mit dem jüdisch-religiösen Leben vor der Shoa noch übereinstimmt. Auch müssen die Unterschiede zum einen in der Bundesrepublik Deutschland und zum anderen in der Deutschen Demokratischen Republik auf Hinblick des Aufbaus, der Struktur und der gesamten Entwicklung des jüdischen Lebens Beachtung geschenkt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Gesamtsituation in den beiden deutschen Staaten nach 1945

Die Situation in der Bundesrepublik Deutschland

Die Situation in der Deutschen Demokratischen Republik

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Entwicklung jüdischen Lebens in Deutschland nach 1945, wobei ein besonderer Fokus auf der Entstehung jüdischer Gemeinden sowie den strukturellen und politischen Unterschieden zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR liegt.

  • Weg und Zukunftsperspektiven jüdischer Überlebender nach der Shoa
  • Entstehung und Herausforderungen der jüdischen Gemeinden in beiden deutschen Staaten
  • Vergleich der staatlichen Politik gegenüber jüdischen Mitbürgern und Gemeinden
  • Entwicklung des jüdisch-religiösen Lebens unter dem Eindruck der nationalsozialistischen Vergangenheit

Auszug aus dem Buch

Die Gesamtsituation in den beiden deutschen Staaten nach 1945

Die Juden aus den Konzentrationslagern, auch „Displaced Persons“ genannt, lebten nach dem Ende der Shoa weiterhin in diesen Lagern, welche mittlerweile in DP-Camps umgewandelt wurden. Die meisten DP-Camps befanden sich in der US-Zone. In diesen Camps herrschte teilweise eine drangvolle Enge, da sich oft mehrere Familien eine Wohnung teilten.

Waren es im Jahre 1946 noch 40.000 „DP´s“ so stieg die Zahl bis 1947 auf 182.000 „DP`s“ an. 140.000 Juden reisten nach erneuten Pogromen in Polen illegal in die drei Westzonen. Dort warteten sie in den Lagern mitunter mehrere Jahre auf Auswanderungsmöglichkeiten, z.B. in die USA oder Israel.1

Damit diese Menschen eine ausreichende Versorgung erhielten, wurden sie von den amerikanischen Juden unterstützt.

„Obgleich das Leben in einem Lager nicht dazu angetan war, die psychischen Folgen der KZ Lagerschaft möglichst bald zu überwinden, zeugt das kulturelle und soziale Leben in den Camps von einem ungeheuren Optimismus in die Zukunft.“2 Der Optimismus zeigte sich u.a. auch an der hohen Geburtenrate in den Camps.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert das Desinteresse der Nachkriegsgesellschaft an jüdischem Leben und definiert das Ziel der Arbeit, die Entstehung der Gemeinden und die unterschiedliche Entwicklung in BRD und DDR zu analysieren.

Die Gesamtsituation in den beiden deutschen Staaten nach 1945: Dieses Kapitel behandelt die Lage der „Displaced Persons“ in den Lagern, ihren Wunsch nach Auswanderung und die schwierige Etablierung jüdischer Strukturen in einem weiterhin antisemitisch geprägten Umfeld.

Die Situation in der Bundesrepublik Deutschland: Es wird die politische Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit, die Wiedergutmachungsdebatte und die strukturelle Entwicklung der jüdischen Gemeinden in der BRD beleuchtet.

Die Situation in der Deutschen Demokratischen Republik: Das Kapitel beschreibt das staatlich verordnete Desinteresse am jüdischen Leben, die Diskriminierung unter dem Deckmantel des Antizionismus und den drastischen Mitgliederschwund in den Gemeinden.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass jüdisches Leben in Deutschland einen langwierigen Wiederaufbauprozess durchlief, der in Ost und West grundlegend unterschiedliche politische Bedingungen vorfand.

Schlüsselwörter

Jüdisches Leben, Nachkriegszeit, Shoa, Displaced Persons, DP-Camps, Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Demokratische Republik, Wiedergutmachung, Antisemitismus, Antizionismus, jüdische Gemeinden, Zentralrat der Juden, Migration, Identität, Neuanfang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Menschen jüdischen Glaubens, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland geblieben sind oder zurückgekehrt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Schwerpunkte sind die Lebensverhältnisse jüdischer Überlebender, die Entstehung von Gemeinden und der Vergleich der unterschiedlichen Rahmenbedingungen in der BRD und der DDR.

Welches ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Untersuchung?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie jüdisches Leben nach der Shoa in Deutschland überhaupt wieder entstehen konnte und welche Hindernisse diesem Prozess entgegenstanden.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse, die relevante Fachliteratur sowie historische Dokumente nutzt, um die Entwicklung der jüdischen Existenz in den beiden deutschen Staaten nachzuzeichnen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Situation der jüdischen „Displaced Persons“, die spezifische Politik der Bundesregierung zur Wiedergutmachung sowie die restriktive Haltung der DDR-Führung gegenüber jüdischen Gemeinden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wesentliche Begriffe sind „Displaced Persons“, „Shoa“, „Wiedergutmachung“, „Antizionismus“ und „jüdische Gemeinden“.

Wie unterschied sich die Behandlung jüdischer Bürger in der DDR im Vergleich zur BRD?

Während in der BRD eine intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Wiedergutmachungszahlungen stattfanden, ignorierte die DDR jüdisches Leben aufgrund ihres antifaschistischen Narratives und diskriminierte jüdische Bürger als „Zionisten“.

Welche Rolle spielte die Gründung des Staates Israel für die in Deutschland verbliebenen Juden?

Die Gründung Israels bot den Überlebenden ein Ziel für die Auswanderung und Hoffnung auf einen Neubeginn, was dazu führte, dass die Lager in Deutschland bis 1948 einen hohen Durchlauf an Menschen verzeichneten.

Warum wird im Fazit vor einer rein „Shoa-zentrierten“ Betrachtung gewarnt?

Die Autorin warnt, dass eine ausschließliche Betrachtung des Judentums im Kontext des Holocausts die Gefahr birgt, ein begrenztes und unvollständiges Bild der jüdischen Geschichte und Kultur zu vermitteln.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jüdische Diaspora. Jüdisches Leben in Deutschland nach Ende des zweiten Weltkrieges 1945
Hochschule
Universität Potsdam  (Historisches Institut)
Note
2,0
Autor
Julia Waize (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
16
Katalognummer
V501861
ISBN (eBook)
9783346057037
ISBN (Buch)
9783346057044
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Juden Deutschland jüdische Diaspora 1945 Leben DP zweiter Weltkrieg Shoa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Waize (Autor:in), 2015, Jüdische Diaspora. Jüdisches Leben in Deutschland nach Ende des zweiten Weltkrieges 1945, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501861
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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