Caesars Sieg über Pompeius und die Rolle der Schlacht von Pharsalos


Hausarbeit, 2016
21 Seiten, Note: 3,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Quellenlage und Forschungsstand

2. Vorgeschichte des Bürgerkrieges
2.1. Kriegsgründe im Triumvirat
2.2. Aufmarschieren

3. Der Bürgerkrieg
3.1. Cäsar in Italien
3.2. Der Weg nach Pharsalos

4. Die Schlacht von Pharsalos

5. Clementia – Politik

6. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung des Bürgerkrieges zwischen Cäsar und Pompeius

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Geblendet von einem Siegestaumel und dem baldigen Ende des römischen Bürgerkrieges, drängten die optimatischen Verbündeten des Pompeius jenen zu einer Entscheidungsschlacht bei Pharsalos um somit den seit 49 v. Chr.1 anhaltenden Konflikt zwischen Pompeius und Cäsar zu beenden. In dieser Schlacht wird allerdings nicht der optimatische Pompeius als Sieger hervorgehen, sondern aller Erwartungen entsprechend Cäsar.

In dieser Hausarbeit soll nun der Sieg Cäsars über Pompeius betrachtet werden. Aber um einen Sieg zu betrachten ist es von Nöten erst einmal den Konflikt zwischen den beteiligten Parteien zu analysieren. Dadurch, und aufgrund des formalen Rahmens dieser Hausarbeit, kann der Feldzug in Spanien, bei welchem Cäsar gegen ein Heer ohne Feldherren kämpfte, nicht betrachtet werden. Weiterhin können die Ereignisse außerhalb von Cäsars Horizont nicht betrachtet werden. Allerdings wird hier nicht kategorisch ausgeschlossen, dass nicht doch Einzelheiten jener Gegebenheiten erläutert werden, sollten sie dem wissenschaftlichen Diskurs dieser Hausarbeit dienlich sein. Um den Bürgerkrieg in seiner Gesamtheit verstehen zu können, wird dem Kapitel zum Bürgerkrieg eine Betrachtung der Ereignisse, die zu diesem Krieg führten, vorausgeschickt. Neben den Schlachten von Pharsalos und Dyrrachium sollen deswegen auch die Entwicklung und der Verlauf des Krieges bis zum Tode von Pompeius sowie die Geschehnisse danach kurz dargestellt werden.

Zunächst beginnt aber die einleitende Betrachtung mit der Entwicklung zum Bürgerkrieg. Das erste Triumvirat im Jahr 60 und dessen Bruch mit dem Tod von Crassus, 53 bei Carrhae, und 54 Julia, der Tochter von Cäsar und Ehefrau von Pompeius, ist hier zudem ein Grundstein für den Bürgerkrieg. Durch optimatischen Einfluss auf Pompeius und den immer stärker werdenden Macht- und Interessenkonflikten zerreißt das Bündnis und man kann von einem endgültigen Bruch im Jahr 50 sprechen. Dieser Bruch wird darin gipfeln, dass Cäsar den Rubikon am 11.1.49 überqueren wird und dadurch den Konflikt in einen Krieg wandelt und mit den Worten „alea iacta es“ gegen Pompeius, gegen die Optimaten, gegen den Senat und gegen den römischen Staat ins Felde ziehen wird.

Nachdem Pompeius Rom aufgegeben und sich mit dem Großteil des Senats nach Griechenland abgesetzte, versuchte Cäsar die Lage in Rom zu ordnen, um sich dann der Bedrohung im Westen, Spanien, zuwenden zu können. Mit der erfolgreichen Vernichtung der westlichen Bedrohung konnte Cäsar sich endlich wieder Pompeius widmen. Während er in Rom darauf wartete, nach Griechenland übersetzen zu können, wurde er in Rom zum Diktator ernannt. Als Diktator nahm er sich des Problems der Schulden und Finanzlage in Rom an, verlieh an treue Provinzen das Bürgerrecht und gab nach elf Tagen seine Diktatur wieder ab.

Historisch ist bis hier noch nichts entschieden, aber mit dem Beginn des Feldzuges in Griechenland und mit der Entscheidung in der Schlacht von Pharsalos soll nun dieser Wendepunkt betrachtet werden. Cäsar hatte, nach dem beinahe Misslingen der Überfahrt seiner Truppen nach Griechenland, in der Schlacht von Dyrrachium fast alles verloren. Durch Glück jedoch, welches in dieser Hausarbeit besonders betrachtet wird, konnte er sich und seine Truppen geordnet zurückziehen. Die Siegeszuversicht der Optimaten veranlasste sie dazu, Pompeius zu einer Entscheidungsschlacht zu drängen. Diese fand am 9. August 48 v. Chr. bei Pharsalos statt. Mit der vernichtenden Niederlage des pompeianischen Heeres wurde der Krieg zugunsten Cäsars gewendet. Pompeius floh daraufhin nach Ägypten, wo er sich Unterstützung für die Weiterführung des Krieges erhoffte. Der König, Ptolemaios XIII., von Ägypten sah sich, durch die Niederlage Pompeius, in der Situation Ägypten aus diesem Krieg heraushalten zu wollen und ließ Pompeius töten. Mit der Übergabe des Kopfes von Pompeius und dessen Siegelring an Cäsar war der Konflikt zwischen Pompeius und Cäsar beendet. Der Bürgerkrieg konnte jedoch erst im Jahre 45 v. Chr. in Spanien endgültig beendet werden. Danach stieg Cäsar zum Alleinherrscher auf.

Mit dem Tod des Pompeius ist der direkte Konflikt zwischen ihm und Cäsar beendet und diese Arbeit hier ein Ende finden. Hierfür soll zum Schluss eine abschließende Betrachtung gegeben werden und die Erkenntnisse dieser Arbeit zu einer Antwort auf die große Fragestellung formuliert werden.

Betrachtet man nun diese Entwicklungen stellt sich jedoch unweigerlich die Frage, weshalb es Cäsar überhaupt möglich war, den Bürgerkrieg zu seinen Gunsten ausfallen zu lassen. Immer wieder tauchen bei Entscheidungen beider Seiten Über- und Unterschätzungen der Gegenseite. Oft spielt auch Glück oder Unglück eine große Rolle. Dies ist beispielsweise der Fall wenn das Wetter Seelandemanöver verhindert. Anhand von vielen Quellen lassen sich sogar die taktischen Entscheidungen der Pompeianer und Cäsar aus heutiger Sicht nachvollziehen und bewerten. Welche dieser bekannten oder unbekannten Faktoren Sieges entscheidend waren, ist nun Gegenstand dieser Hausarbeit.

Quellenlage und Forschungsstand

Das Thema des Konfliktes zwischen Cäsar und Pompeius oder auch der römische Bürgerkrieg an sich, ist ein gut erforschtes Gebiet der alten Geschichtsforschung. Besonders hervorzuheben sind Autoren, welche sich auf dieses Forschungsfeld teilweise schon spezialisiert haben. Hierbei ist Karl Christ2 zu nennen, jedoch trugen auch Ernst Baltrusch3 und Hans-Martin Ottmer immense Beiträge zu den Ergebnisse der Forschung zum römischen Bürgerkrieg bei. Quantitativ ist zwar genügend Literatur vorhanden, allerdings können sich die verwendeten Quellen unter Umständen anders betrachten und mit einer kritischen Auseinandersetzung neue Erkenntnisse hervorbringen.

Die bereits erwähnte Masse an Monographien und Aufsätzen lässt sich damit begründen, dass die Quellenlage zum Bürgerkrieg auch ein breites Spektrum bietet. Eine direkte Überlieferung ist Cäsars Bürgerkrieg4. Weiterhin sind die Briefe des Cicero5 zu nennen welche auch als eine direkte Überlieferung betrachtet werden können. Aufgrund ihrer beiden politischen Ansichten sind hier zwei verschiedene Betrachtungsweisen gegeben. Da aber Beide direkt an den Handlungen beteiligt waren, kann diesen Quellen eine gewisse Subjektivität nicht abgesprochen werden. Aufgrund dessen können die Quellen von Appian6, Plutarch7, und Cassius Dio8 hilfreich sein. Diese sind zwar keine direkten Zeitzeugen, weil sie alle erst nach dem 1. Jhdt. Nach Christus lebten, können aber Aufgrund des Abstandes eine anderes Bild der Geschehnisse liefern. Als eine mögliche Ergänzung kann man hier die Quellen von Sueton9, Eutropius10 und Lucan11 betrachten. Jedoch muss auch hier auf eine mögliche Subjektivität geachtet werden.

2. Vorgeschichte des Bürgerkrieges

2.1. Kriegsgründe im Triumvirat

Möchte man die Gründe für den Sieg des Cäsars erkunden, ist es von zwingender Notwendigkeit, die Vorgeschichte des Bürgerkrieges zu betrachten denn schon im Vorfeld des Krieges wurden Grundsteine für zukünftige Fehler der Parteien gelegt.

Im Dezember 62 v. Chr. kehrte Pompeius mit seinem Heer aus dem Osten des Reiches nach Italien als siegreicher Feldherr zurück. Im darauf folgenden Jahr kam es Pompeius darauf an die Versorgung seiner Veteranen durch den Staat sichern zu lassen. Dies gelang ihm aber aufgrund des Widerstandes im Senat nicht12. Durch den Eid „in der Politik nichts zu unternehmen, was einer der Drei missbillige“ wurde ein Triumvirat begründet, welches aus Cäsar, Pompeius und Crassus bestand13. Hierdurch konnte Pompeius seine Ziele dennoch weiterverfolgen. Manch einer, wie Asinius Pollio, sah im Triumvirat die Wurzel des 10 Jahre später folgendem Bürgerkrieges14. Als Konsul konnte Cäsar nun in seinem Konsuljahr 59 viele der gemeinsamen Ziele erreichen. Die Veteranen von Pompeius wurden versorgt, die östliche Reichsordnung wurde bestätigt und noch viele andere Beschlüsse begünstigten die Pläne der drei Männer im Triumvirat. Aber ein Volksbeschluss war für Cäsar im Bürgerkrieg einen entscheidender Vorteil. Mit dem Volksbeschluss lex Vatinia wurden Cäsar die Provinzen Gallia Cisalpina und Illyricum übertragen. Im Senat konnte Pompeius zudem erreichen, dass Cäsar zusätzlich die Provinz Gallia Narbonensis erhielt. Mit der Provinz Gallia Cisalpina hatte Cäsar seine zukünftige militärische Operationsbasis erhalten. In diesem nördlichen Teil Italiens war Cäsar zudem sehr beliebt, dar er sich Jahre zuvor für den Erhalt von Bürgerrechten der dort lebenden Menschen stark gemacht hatte. Somit hatte Cäsar sich einen Rekrutierungspool geschaffen der ihm im Bürgerkrieg nicht nur einen besonderen, sondern einen entscheidenden Vorteil brachte15.

Aufgrund seiner Art zu handeln machte sich Cäsar im Senat Feinde und stieß gegen Pompeius Ansichten und löste hiermit eine Krise aus, die jedoch mit der Heirat von Cäsars Tochter Julia mit Pompeius zunächst abgewandt wurde16. Das Bündnis bröckelte dennoch. Cato wollte Cäsar beispielsweise für den rechtswidrigen Krieg in Gallien zur Verantwortung ziehen, was ihm aber misslang, weil Cäsar sich nicht in Rom befand17. In der Hauptstadt selbst beeinflussten die Optimaten Pompeius um ihn gegen Cäsar aufzubringen wodurch er sich für die Rückkehr von Cicero einsetzte, welcher sich wegen Cäsar aus der Politik zurückgezogen hatte18 sowie geächtet wurde19. Im Sommer 57 war die Getreideversorgung in Rom endgültig zusammengebrochen und soziale Unruhen brannten auf. In dieser Situation schien Pompeius als Einziger in der Lage zu sein, Rom wieder Disziplin und Ordnung sowie eine funktionierende Getreideversorgung zu bringen20.

Pompeius festigte hierdurch seine Macht in Rom, da dieses Imperium ihn allen anderen Beamten überlegen machen sollte, was Cäsar und Crassus natürlich nicht hinnehmen konnten21. Durch die unterschiedlichen Eigeninteressen stand 56 des Triumvirat kurz vor seiner Auflösung22.

In Luca, im Jahr 56, trafen Cäsar, Pompeius und Crassus zusammen, um ihr Triumvirat zu erneuern. Pompeius und Crassus sollten für das nächste Jahr das Konsulat sowie eigene Machtgebiete übernehmen. Pompeius erhielt Spanien und Crassus Syrien. Von Syrien aus sollte Crassus einen Krieg gegen die Parther unternehmen, um genauso wie Cäsar ein eigenes Reich zu gewinnen. Cäsar hingegen sollte sein eigenes Imperium in Gallien um weitere fünf Jahre verlängert bekommen. Mit diesem Bündnis wurden die Drei so mächtig, dass die Opposition wehrlos erschien und viele Senatoren sich einfach fügten23. Selbst Cicero hielt dieses Bündnis für unauflösbar24.

Jedoch hielt dies nicht für lange. Von Anfang an gab es die große Frage, was passieren würde wenn Cäsar sein Gallisches Kommando niederlegen muss. Diese Frage verschärfte zudem die Situation des Triumvirates. Mit dem Tod von Julia im Jahre 54 lösten sich die familiären Bande zwischen Pompeius und Cäsar. Sie hatte häufig als Vermittlerin fungiert und hatte damit eine ausgleichende Wirkung auf beide ausgeübt25. Die nächste Schwächung des Triumvirats erfolgte mit dem Tod von Crassus bei Carrhae. Crassus, der versucht hatte an die militärischen Erfolge Cäsars und Pompeius anzuknüpfen hatte, mit den Parthern einen Gegner gefunden, den er unterschätzte und schließlich 20.000 Soldaten mit in den Tod gerissen haben soll26. Dabei gingen auch die römischen Feldzeichen verloren, die erst unter Augustus wiedererlangt werden konnten. Mit Crassus Tod verschwand ein weiterer Puffer zwischen Cäsar und Pompeius27. In Rom spitzte sich die politische Lage weiter zu. Hierdurch bekam Pomepius den Auftrag für den Schutz des Staates zu sorgen und wurde zum consul sine collega ernannt28. Cäsar wurde vom Senat aufgefordert, nach dem erfolgreichen Krieg in Gallien sein siegreiches Heer zu entlassen, wodurch er völlig entmachtet wäre. Die nächste Problematik war, dass Cäsar die Kandidatur zum Konsul verwehrt wurde, was stellenweise auf Pompeius zurückgeführt werden kann29. Dieser baute seine Machtbasis weiter aus, indem er sich die Statthalterschaft in Spanien zusicherte, sein Heer auf Kosten der Staatskasse stärkte und durch die Ehe mit Scipios Tochter ein neues Bündnis erhielt30. Die Cäsargegner im Senat forderten aber nun immer lauter sein Amt niederzulegen und sein Heer zu entlassen. Pompeius hielt sich hier aber mit seinen Äußerungen zurück31. Cäsar versuchte, seine Machtbasis nicht zu verlieren. Um sich nicht angreifbar zu machen, verlangte er, so wie Pompeius ein Jahr zuvor seine Provinzen und sein Heer als Konsul behalten zu dürfen. Dies konnte Pompeius nicht akzeptieren und der Frieden schien in ernster Gefahr zu sein32.

2.2. Aufmarschieren

Der endgültige Bruch zwischen Pompeius und Cäsar geschah, als der Senat beschloss, dass Pompeius die verliehenen Legion, die Cäsar lieh, zurückzunehmen. Der Senat begründete dies mit dem Kampf gegen die Parther. Weiterhin hatte Cäsar nicht nur die geliehene Legion zurückzugeben, sondern musste eine weitere Legion abgeben. Als er erfuhr, dass diese Legionen33 nicht zum Kampf eingesetzt, sondern in der Nähe von Rom zurückgehalten wurden, marschierte er mit einer Legion in seine Provinz Gallia Cisalpina34. Aufgrund dieser Drohgebärde beantragte Claudius, dass Cäsar vom Senat zum hostis erklärt werden solle35. Der Senat und auch Pompeius beginnen einer ihrer größten Fehler, welchen sie im ganzen Bürgerkrieg stets wiederholen würden, sie unterschätzten Cäsar massiv. Sie dachten, Cäsars Truppen wären mit der Abgabe der zwei Legionen nun soweit geschwächt, erschöpft und des Kampfes müde, dass dieses Heer beim Anblick von Pompeius zu ihm überlaufen würde36. Aber Pompeius überschätzte sich auch selbst, denn Diskussionen um Aushebungen in Italien wurden mit Pompeius Ausspruch

„Denn wo ich in Italien mit meinem Fuß auf die Erde stampfe, da wachsen Soldaten und Reiter aus dem Boden“

unterbunden37. Cäsar stand nun mit ungefähr 5000 Fußsoldaten und 300 Reitern in Ravenna. Von hier schickte er Friedensangebote und rüstete zeitgleich zum Bürgerkrieg, indem er Legionen umverteilte, zwei Legionen aus Gallien nach Oberitalien orderte und drei Legionen in Narbonensis stationierte um sich gegen das spanische Heer des Pompeius zu schützen38. Die Senatssitzung vom 1.1.49 war der Auftakt zu den letzten Debatten im Senat. Nachdem unter äußersten Anstrengungen der Volkstribune ein Brief Cäsars vorgelesen werden konnte, in dem er die Auflösung seiner Legionen und Abgabe der Provinzen ankündigte, wenn Pompeius diesem Vorschlag ebenfalls nachkommen würde, wurde Cäsars Brief als Kriegserklärung angesehen39. Da Pompeius als Inhaber eines Imperiums Rom nicht betreten durfte, aber mit seinem Heer vor Rom lag, lehnte der Senat die Forderungen Cäsars ab. Am 7.7. 49 wurde der Notstand ausgerufen und die Volkstribunen flohen zu Cäsar. Der Senat begab sich zu Pompeius, um ihn zu einer Entscheidungsschlacht auf italienischem Boden zu drängen. Der Senat hatte jedoch nicht vor, gegen Cäsars erfahrene Legionen in Italien zu kämpfen, sondern mit seinen Aushebungen Cäsar die Ressourcen zu nehmen und mit seinen Truppen nach Griechenland überzusetzen, wo er sich größere Chancen ausrechnete. Denn bei einer erfolgreichen Übersetzung nach Griechenland konnte er, auch wenn er Italien kurzzeitig Cäsar überlassen musste, Cäsar gleichzeitig von Spanien und von der Balkanhalbinsel aus angreifen40.

3. Der Bürgerkrieg

3.1. Cäsar in Italien

Am 10.1. 49 v. Chr. erhielt Cäsar Nachricht über die Vorgänge in Rom. Sofort ging Cäsar zur Offensive über, teilte sein Heer in zweimal fünf Kohorten, ließ das eine Korps nach Etrurien marschieren und rückte selbst mit den anderen fünf Kohorten auf Ariminum vor. Dabei überschritt er am 11.1. 49 den Rubikon, der die Grenze zwischen Gallia Cisalpina und Italien bildet41. Nachdem am 11. Januar Ariminum und am 14. Januar Ancona und Arretium Cäsar in die Hände gefallen waren, entschied sich Pompeius Rom zu räumen um die Verteidigung von Unteritalien her aufzubauen. Cäsar wusste auch den Grund hierfür:

[...]


1 Falls nicht anders markiert, beziehen sich alle folgenden Jahresangaben auf die Zeit v. Chr.

2 Christ, Karl: Krise und Untergang der Römischen Republik, Darmstadt 1979.

3 Baltrusch, Ernst: Cäsar und Pompeius. Darmstadt 2004

4 Gaius Julius Cäsar: De Bello Gallico, übersetzt und herausgegeben von Deissmann, . Marieluise, Stuttgart 2004.

5 Cicero, M. Tullius: Epistulae ad Familiares, Libri XVI, editiert von Helmut Kasten, München 1964. und: Cicero, M. Tullius: Atticus Briefes, Buch VII, editiert von Helmut Kasten, München 1959.

6 Appian: Die Bürgerkriege, Buch II, in: Appian: Römische Geschichte, zweiter Teil, übersetzt von Veh, Otto, Stuttgart 1989.

7 Plutarch: Marcus Crassus, in: Plutarch V, Ausgewählte Biographien, übersetzt von Eyth, Eduard, 2.Auflage, Berlin 1910. und: Plutarch: Plutarch’s Lives VII, übersetzt von Perrin, Bernadotte, London 1949. und: Plutarch: Römische Heldenleben, übersetzt und herausgegeben von Ar, Wilhelm, Leipzig 1934.

8 Cassius Dio: Römische Geschichte III, übersetzt von Veh, Otto, Düsseldorf 2009. und Cassius Dio: Römische Geschichte IV, übersetzt von Veh, Otto, Düsseldorf 2009.

9 Sueton: Julius Cäsar, in: Kaiserbiographien über Berühmte Männer, übersetzt von Stahr, Adolf, herausgegeben von Hering, Wolfgang, Berlin/Weimar 1965.

10 Eutropius: Kurze Geschichte Roms seit Gründung (753 v. Chr. – 364 n. Chr.), herausgegeben von Müller, Friedhelm L., Stuttgart 1995.

11 Lucan: Der Bürgerkrieg, übersetzt von Luck, Georg, Berlin 1985.

12 Christ, Karl: Der Zusammenbruch des sullanischen Systems und der Aufstieg des Pompeius, in: Krise und Untergang der Römischen Republik, S. 285ff.

13 Christ, Karl: Der Zusammenbruch des sullanischen Systems und der Aufstieg des Pompeius, S. 289.

14 Die Oden des Horaz in deutscher Sprache 10. Tausend (Hrsg.) Hundhausen, Vincenz, Berlin 1916, S. 69.

15 Heuss, Alfred: Die Römische Revolution (133-33 v. Chr.), in: Römische Geschichte, S. 201.

16 Christ, Karl: Cäsar, in: Krise und Untergang der Römischen Republik, S. 292ff.

17 Plutarch’s Lives VII. Cäsar XXII, S. 497.

18 Christ, Karl: Cäsar, in: Krise und Untergang der Römischen Republik, S. 302ff.

19 Baltrusch Ernst: Expansion und paralysierte Republik, in: Cäsar und Pompeius, S. 76.

20 Meyer, Eduard: Das Principat des Pompeius, in: Cäsars Monarchie und das Principat des Pompeius, S. 116.

21 Cassius Dio: Bouch 39, 9 - 10, S. 162.

22 Christ, Karl: Cäsar, in: Krise und Untergang der Römischen Republik, S. 308.

23 Meyer, Eduard: Das Principat des Pompeius, in: Cäsars Monarchie und das Principat des Pompeius, S. 142ff.

24 Cicero, M. Tullius: Epistulae ad Familiares, Liber Primus, 1,8,1, S. 16.

25 Baltrusch Ernst: Cäsar und Pompeius, S. 85.

26 Plutarch: Plutarch V, Ausgewählte Biographien, Marcus Crassus 31, S. 50f.

27 Baltrusch Ernst: Cäsar und Pompeius, S. 85.

28 Christ, Karl: Cäsar, in: Krise und Untergang der Römischen Republik, S. 353.

29 Sueton: Julius Cäsar 28, in: Kaiserbiographien über Berühmte Männer, S. 19.

30 Meyer, Eduard: Cäsars Monarchie und das Principat des Pompeius, S. 242f.

31 Raaflaub, Kurt: Dignitas contentio, S. 26f.

32 Meyer, Eduard: Cäsars Monarchie und das Principat des Pompeius, S. 255.

33 Ottmer, Hans-Martin: Die Rubikon-Legende, S. 18.

34 Meyer, Eduard: Cäsars Monarchie und das Principat des Pompeius, S. 267.

35 Appian: Der Bürgerkrieg, Buch 2, 31, in: Appian: Römische Geschichte, S. 114.

36 Plutarch: Pompeius 57, in: Plutarch Römische Heldenleben, S. 275.

37 Plutarch: Pompeius 57, in: Plutarch Römische Heldenleben, S. 275.

38 Christ, Karl: Cäsar, in: Krise und Untergang der Römischen Republik, S. 354.

39 Appian: Der Bürgerkrieg, Buch 2, 32, in: Appian: Römische Geschichte, S. 115.

40 Meyer, Eduard: Cäsars Monarchie und das Principat des Pompeius, S. 278.

41 Plutarch: Cäsar 32, in: Plutarch Römische Heldenleben, S. 332., Bei dieser Überschreitung sollen die berühmten Worte „Der Würfel soll gefallen sein!“ ausgesprochen worden sein. Eine dichterische Ausschmückung erhält die Überschreitung des Rubikon bei Lucan. Vgl. Lucan: Der Bürgerkrieg I, 183- 204, S. 81ff.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Caesars Sieg über Pompeius und die Rolle der Schlacht von Pharsalos
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
3,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V501946
ISBN (eBook)
9783346047236
ISBN (Buch)
9783346047243
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pharsalos, Caesar, Römisches Reich, Bürgerkrieg, Pompeius
Arbeit zitieren
Kai Wallbaum (Autor), 2016, Caesars Sieg über Pompeius und die Rolle der Schlacht von Pharsalos, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501946

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