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Über die Entwicklung des Individuums im Lebenslauf

Title: Über die Entwicklung des Individuums im Lebenslauf

Essay , 2004 , 11 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: BA Christian Wenske (Author)

Sociology - Relationships and Family
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In meinem Essay möchte ich mich mit dem Gebiet der Lebensverlaufsforschung auseinandersetzen und dabei der Frage auf den Grund gehen, ob das Leben eines Menschen durch seine Entwicklung vorbestimmt ist. Ich werde die Fragestellung im Verlauf meines Essays stark eingrenzen, da sie nach dem Stand der soziologischen Forschung nicht eindeutig zu beantworten ist und ich dem Essay nicht den Rahmen für eine philosophische Betrachtung der Frage nach dem freien Willen geben kann und möchte.
Viele verschiedene Faktoren und Einflüsse spielen eine Rolle und beeinflussen den Wandel eines Lebens stark. Man kann zwar davon ausgehen, dass es nicht komplett durch die frühe Kindheit determiniert ist und genauso wenig völlig unabhängig von äußeren Erlebnissen und Erfahrungen bleibt, aber es ist möglich, sich mit den Tendenzen zu befassen. Ist die Gesellschaft und die Sozialstruktur ein starres und durchinstitutionalisertes Gebilde, das kaum Freiraum zur individuellen Lebensgestaltung lässt oder wird der Mensch in einer Zeit der zunehmenden Individualisierung Herr seiner Selbst? Erfährt er durch seine Sozialisation eine Prägung die ihn absehbare Entscheidungen treffen lässt oder ist es ihm stets möglich sein Leben so zu ändern, dass es in kein Schema passt?
Die allgemeine Entwicklung hin zu einem Glauben an ein wandelbares Leben und weg von einer Annahme von einer alles entscheidenden Sozialisation, will ich in diesem Essay vertreten und beweisen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DER ACHTSTUFIGE LEBENSZYKLUS

3 DIE PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG UND DIE SOZIALSTRUKTUR

4 LEBENSVERLAUF UND SOZIALER WANDEL

5 FAZIT

6 LITERATUR

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwieweit der menschliche Lebensverlauf durch frühkindliche Sozialisation determiniert ist oder durch gesellschaftliche Strukturen und individuellen Wandel offen gestaltet werden kann.

  • Vergleich psychoanalytischer Entwicklungsmodelle mit soziologischen Ansätzen
  • Analyse der Bedeutung von Sozialisation im Lebensverlauf
  • Einfluss der Sozialstruktur auf individuelle Lebensentscheidungen
  • Diskussion von Diskontinuitäten im Lebensverlauf durch sozialen Wandel

Auszug aus dem Buch

3 Die Persönlichkeitsentwicklung und die Sozialstruktur

Mit Parsons bekommt die Betrachtung der Lebensverlaufs neben der psychologischen Entwicklungsebene und der zeitlichen Ebene der Abfolge der einzelnen Lebensabschnitte, nun auch noch den sozialstrukturellen Rahmen für ein exakteres Modell.

„Ich werde die Ansicht vertreten, dass die wesentlichen Züge der Persönlichkeitsstruktur zwar durch Sozialisation von den sozialen Systemen und der Kultur abgeleitet sind, die Persönlichkeit aber dennoch durch ihre Beziehungen zu ihrem eigenen Organismus und durch die Einzigartigkeit ihrer Lebenserfahrungen ein unabhängiges System wird.“ (Parsons, 1958). Mit dieser Behauptung erklärt sich, sehr gut, wie er nun ergänzend versucht, seine interaktionistische Theorie in die Persönlichkeitsentwicklung des Individuums unterzubringen. Der Mensch sei von der jüngsten Kindheit an in ein soziales Umfeld integriert und die Autonomität der eigenen Entwicklung als Selbsterfahrung würde durch äußere Einflüsse ergänzt werden. (Parsons, 1958). So ist die Mutter-Kind Beziehung nach ihm nicht durch ein rein triebgesteuertes Verhalten des Kindes bestimmt, damit die Mutter die Bedürfnisse des Kindes richtig zu interpretieren weiß, sondern das Kind entwickelt organisiertes Handeln, um die Bedürfnisse verständlicher zu machen. Auf diese Weise werden dem rollenspielenden Individuum im ganzen Leben Werte und Normen vermittelt, die aus den Reaktionen des sozialen Umfelds resultieren, indem es sich befindet und agiert. So entwickelt sich die Reife des Individuums aus dem Grad der Anpassung (Parsons, 1976).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Der Autor erläutert die thematische Einteilung und das Ziel, den theoretischen Wandel von deterministischen Modellen hin zu flexibleren lebensverlaufsbezogenen Ansätzen zu untersuchen.

2 DER ACHTSTUFIGE LEBENSZYKLUS: Es wird das Modell von Erik Erikson vorgestellt, welches den Lebensverlauf durch acht krisengeprägte Entwicklungsstufen definiert und die Bedeutung der frühkindlichen Prägung hervorhebt.

3 DIE PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG UND DIE SOZIALSTRUKTUR: Dieses Kapitel verknüpft die psychologische Perspektive mit dem soziologischen Rahmen von Talcott Parsons, wobei das Individuum durch soziale Rollen und Interaktionen geformt wird.

4 LEBENSVERLAUF UND SOZIALER WANDEL: Hier wird analysiert, wie gesamtgesellschaftliche Veränderungen und historische Ereignisse den Lebensverlauf jenseits der frühen Kindheit beeinflussen und individualisieren.

5 FAZIT: Der Autor schließt mit der Erkenntnis, dass Lebensverläufe zwar weniger starr durch die Kindheit determiniert sind, jedoch neuen sozialen Determinanten unterliegen, die den Spielraum des Individuums beeinflussen.

6 LITERATUR: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen zur soziologischen Lebensverlaufsforschung.

Schlüsselwörter

Lebensverlaufsforschung, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialstruktur, Erik Erikson, Talcott Parsons, Psychoanalyse, Lebenszyklus, Sozialer Wandel, Geburtskohorten, Identität, Interaktionismus, Individuum, Gesellschaft, Anpassung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Lebensverlaufsforschung und untersucht, ob das menschliche Leben durch frühe Sozialisation starr vorbestimmt ist oder ob soziale und strukturelle Faktoren einen Wandel im späteren Lebensverlauf ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den Theorien der Persönlichkeitsentwicklung (Erikson, Parsons), der Bedeutung von Sozialstrukturen sowie dem Einfluss des sozialen Wandels auf die individuelle Lebensgestaltung.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die zentrale Frage ist, ob das Leben eines Menschen durch seine frühe Entwicklung determiniert ist ("Magnetband") oder ob es sich um ein durch äußere Einflüsse wandelbares System ("Festplatte") handelt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um einen essayistischen Vergleich theoretischer Positionen, wobei der Autor den Wandel soziologischer und psychologischer Theorien historisch und systemtheoretisch nachzeichnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert nacheinander die stärker determinierenden Theorien zur Kindheit und Sozialisation und stellt diesen modernere Ansätze gegenüber, die den Einfluss der Sozialstruktur und sozio-historischer Ereignisse stärker betonen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Sozialisation, Lebensverlauf, Persönlichkeitsstruktur, soziale Rollen, Diskontinuitäten und der gesellschaftliche Strukturwandel.

Welche Rolle spielt Talcott Parsons in der Argumentation?

Parsons dient als Bindeglied, der die psychologische Entwicklung nach Freud um die soziologische Perspektive der Interaktion in sozialen Systemen erweitert und damit den Fokus auf das rollenspielende Individuum lenkt.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der "frühen Kindheit"?

Der Autor argumentiert, dass die Bedeutung der frühkindlichen Phase zwar als Prägung anerkannt wird, diese jedoch durch spätere gesellschaftliche Entwicklungen und Umfeldänderungen relativiert werden kann.

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Details

Title
Über die Entwicklung des Individuums im Lebenslauf
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Familiensoziologie
Grade
2,2
Author
BA Christian Wenske (Author)
Publication Year
2004
Pages
11
Catalog Number
V50197
ISBN (eBook)
9783638464666
ISBN (Book)
9783638751261
Language
German
Tags
Entwicklung Individuums Lebenslauf Familiensoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Christian Wenske (Author), 2004, Über die Entwicklung des Individuums im Lebenslauf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50197
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