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DMP - Disease Management Programme

Title: DMP - Disease Management Programme

Term Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Anonym (Author)

Health - Miscellaneous
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Eine Verbesserung der Versorgung von chronisch Kranken bei gleichzeitiger Kostenreduktion

So lautet der Vorsatz der Disease Management Programme, die einhergehend mit dem Anbruch des neuen Jahrtausends, als Lösung auf die Probleme in unserem hilfebedürftigen Gesundsheitssystem fungieren sollen. Dabei handelt es sich um ein amerikanisches Vorbild, welches nach dem Case Management nun das zweite Instrument des Managed Care darstellt.
Während jedoch beim Case Management der einzelne Patient mit all seinen Erkrankungen im Vordergrund steht, konzentriert man sich beim DMP auf eine Personengruppe mit einer bestimmten Erkrankung. DMP ist in Abgrenzung zu Managed Care ein prozessorientiertes Modell, welches mittlerweile in Deutschland eingeführt wird und zu zahlreichen Kontroversen zwischen Ärzten, Krankenkassen, Patienten und der Pharma-Industrie führt. Hierbei geht es um den mangelnden Datenschutz, den bürokratischen Mehraufwand, finanzielle Interessen der Pharma-Industrie und der Krankenkassen, sowie letztendlich um den Gesamtnutzen der jeweiligen Disease Management Programme für den chronisch kranken Patienten.
Erste Erfahrungen weisen dabei auf einen deutlichen Verbesserungsbedarf hin.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist DMP?

2.1 Ursprung der DMPs

2.2 DMP in Deutschland

2.3 Konkretes zum DMP

3. Kritische Betrachtung

3.1 Evidenzbasierte Leitlinien

3.2 Datenschutz

3.3 Exkurs

3.4 Positionen und Motive

4. Die ersten Erfahrungen mit DMP

5. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Implementierung und den aktuellen Stand von Disease Management Programmen (DMP) im deutschen Gesundheitssystem. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob diese Programme tatsächlich eine Verbesserung der Versorgungsqualität für chronisch Kranke bei gleichzeitiger Kosteneffizienz erreichen können oder ob primär ökonomische Interessen im Vordergrund stehen.

  • Historische Herleitung und US-amerikanische Vorbilder von Managed Care
  • Strukturelle Analyse der DMP-Implementierung in Deutschland
  • Kritische Auseinandersetzung mit evidenzbasierten Leitlinien und Datenschutz
  • Interessenanalyse der beteiligten Akteure (Krankenkassen, Industrie, Ärzteschaft)
  • Evaluation erster Erfahrungen und praktische Herausforderungen in der hausärztlichen Praxis

Auszug aus dem Buch

3.2 Datenschutz

Die Durchführung der DMP ist größtenteils Sache der Krankenkassen. Sie sind für die Einführung und Ausgestaltung der Behandlungsprogramme verantwortlich und tragen wesentlich zur Qualitätssicherung bei. (s. o.) Unter dem Begriff „Qualitätssicherung“ sammeln sich unter anderem Dokumentation und Evaluation. Kurz: Daten. Und genau an diesem Punkt kam es noch bis vor kurzem zu Konflikten zwischen Ärzten und Krankenkassen.

Die Ärzte, die an das Patientengeheimnis (ärztliche Schweigepflicht) gebunden sind, denen die Kontrollregularien gegenüberstehen, mit denen das „knappe Geld der GKV- Solidargemeinschaft gerecht – die Gesundheitsversorgung sichernd und die beteiligten Berufsvertreter hinreichend alimentierend“ – verteilt werden soll (Weichert 2002, S.16). So dürfen die Kassen Daten „[…] verarbeiten, die zur Gewinnung von Versicherten, sowie zur Vorbereitung und Durchführung der DMP erforderlich sind.“ (§ 284 Abs. 1 Nr.11 SGB V zit. nach Weichert 2002, S.16). Der Patient gibt, mit seiner freiwilligen Einschreibung nach Erhalt ausführlicher Vorinformation seitens der jeweiligen Krankenkasse, sein Einverständnis, welches weder bedingt noch eingeschränkt erfolgen darf, zu den gesamten im Gesetz, in der Verordnung und in den Richtlinien usw. vorgegebenen DMP- Verfahren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problematik der Versorgung chronisch Kranker und Einführung in die Zielsetzung, die Entwicklung des Modells in Deutschland kritisch zu begleiten.

2. Was ist DMP?: Erläuterung der US-amerikanischen Wurzeln von Managed Care und der spezifischen Adaption von Disease Management Programmen in den deutschen Versorgungssektor.

3. Kritische Betrachtung: Tiefgehende Analyse der Problematiken rund um evidenzbasierte Leitlinien, datenschutzrechtliche Herausforderungen sowie eine Untersuchung der divergierenden Interessenlagen der Akteure.

4. Die ersten Erfahrungen mit DMP: Darstellung der praktischen Schwierigkeiten bei der Umsetzung, basierend auf Berichten aus der ärztlichen Praxis und ersten Evaluationsergebnissen.

5. Schluss: Synthese der Ergebnisse mit dem Fazit, dass eine abschließende Bewertung aufgrund der kurzen Laufzeit schwierig ist, jedoch die Interessen der Patienten in den Gremien bislang unterrepräsentiert bleiben.

Schlüsselwörter

Disease Management Programme, DMP, Gesundheitsreform, Chronisch Kranke, Managed Care, Risikostrukturausgleich, Evidenzbasierte Leitlinien, Datenschutz, Krankenkassen, Hausärzte, Patientenversorgung, Kostenreduktion, Qualitätssicherung, Pharmaindustrie, Medizinische Versorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Einführung und Implementierung von Disease Management Programmen (DMP) im deutschen Gesundheitssystem im Rahmen der Gesundheitsreformen ab 2002.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Ursprünge der Programme, ihre Einbettung in den Risikostrukturausgleich, die methodische Ausgestaltung durch Leitlinien und die kritische Analyse der beteiligten Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Bestandsaufnahme, die hinterfragt, ob DMP tatsächlich die medizinische Versorgung verbessern oder primär wirtschaftlichen Interessen folgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Studien und Befragungsergebnissen, um einen umfassenden Überblick über die komplexen Zusammenhänge zu geben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Qualitätssicherung durch Leitlinien, datenschutzrechtliche Konflikte zwischen Ärzten und Kassen sowie die divergierenden Motive von Pharmaindustrie, Krankenkassen und Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie DMP, Gesundheitsökonomie, Patientenversorgung, evidenzbasierte Medizin und Interessenpolitik geprägt.

Welche Rolle spielen die Hausärzte in DMPs?

Hausärzte nehmen eine zentrale Koordinationsrolle als „Disease Manager“ ein, stehen jedoch häufig vor dem Problem zusätzlicher Bürokratie und zeitlicher Engpässe.

Welche Kritik äußern Ärzte an den Programmen?

Ärzte kritisieren insbesondere den hohen Dokumentationsaufwand, die Angst vor einer „Checklistenmedizin“, die die Patientenindividualität missachtet, und datenschutzrechtliche Bedenken.

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Details

Title
DMP - Disease Management Programme
College
Justus-Liebig-University Giessen
Course
Das Deutsche Gesundheitssystem (Gesundheitspolitik I)
Grade
sehr gut
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V50201
ISBN (eBook)
9783638464703
ISBN (Book)
9783638682428
Language
German
Tags
Disease Management Programme Deutsche Gesundheitssystem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2005, DMP - Disease Management Programme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50201
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