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Schulmediation. Mediation, ein spezielles Konfliktlösungsverfahren mit Hilfe unparteiischer Dritter

Title: Schulmediation. Mediation, ein spezielles Konfliktlösungsverfahren mit Hilfe unparteiischer Dritter

Term Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Birgit Plan (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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In China gibt es zwei Symbole für den Begriff „KONFLIKT“:
„eine mögliche positive Veränderung“ und „eine mögliche Gefahr“.
Man kann selbst entscheiden, ob man eine Chance und Gelegenheit zur Klärung nutzen möchte oder ob man sich der möglichen Gefahr aussetzt, in der nicht gebannte wilde Emotionen und Missverständnisse eine Mauer errichten.

Während meiner praktischen Tätigkeiten mit Kindern und Jugendlichen, stellte ich fest, dass Konflikte unter Kindern/Schülern, aber auch zwischen Kindern/Schülern und Erziehern/Lehrern den (Schul-)Alltag belasteten. Besonders konfliktreich kann die Klassensituation sein, da es sich um eine unfreiwillige Gemeinschaft handelt. Konflikte werden meist als störend, bedrohlich, destruktiv und schmerzvoll erlebt. Dementsprechend versuchen die Beteiligten, Konflikten auszuweichen. Wenn das nicht möglich ist, eskalieren Konflikte oft in persönliche Auseinandersetzungen oder aufreibende Machtkämpfe. Allerdings beinhalten Konflikte meiner Meinung nach oft auch spannende Momente. Man erfährt Neues über sich selbst und lernt eigene Grenzen kennen. Es ist interessant zu beobachten, wie Kinder und Jugendliche eigenständig kreative Lösungen aus Konfliktsituationen finden – oft schneller und einfacher als Erwachsene. Eine Möglichkeit, Konflikte in der Schule zu bewältigen, bietet die Mediation als ein spezielles Konfliktlösungsverfahren mit Hilfe unparteiischer Dritter.

Seit diesem Semester nehme ich am Projekt „Verhandeln, Mediation und Konfliktberatung in der Sozialen Arbeit“ teil. Ich würde gerne an einer Schule als Schulsozialarbeiter arbeiten, und interessiere mich daher besonders für die Methode und die Herangehensweise an Mediation in der Schule.

Ich werde in dieser Hausarbeit nicht analysieren: Wer ICH bin? Wie ICH Konflikte angehe und warum ICH gerade diesen Weg wähle? Warum ICH in bestimmten Situationen immer in einen Konflikt gerate usw., sondern nach einer theoretischen Auseinandersetzung mit Mediation und speziell Mediation an Schulen, sowie die geschichtlichen Hintergründe zu Beginn der Arbeit, sollen Hinweise zur praktischen Durchführung von Konfliktarbeit in der Schule in Form eines Mediationsverlaufs dargestellt werden, um sich der Rolle als Schulsozialarbeiter, mit den Aufgaben und der Haltung in einer Mediation bewusst zu werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition – Was ist Mediation?

3. Historische Entwicklung und Hintergründe der Mediation

4. Mediation an Schulen

4.1. Mediation ist auf unterschiedlichen Ebenen möglich

4.2. Wer Schulmediation durchführen kann

4.3. Zwei Ansätze beim Einsatz von Streitschlichtung an Schulen

4.3.1. Ausbildung einer Expertengruppe zu Streitschlichtern

4.3.2. Ausbildung aller Schüler zu Streitschlichtern

4.4. Wann wird Schreitschlichtung angewandt?

4.5. Grenzen der Schulmediation

5. Ziele einer Mediation

6. Rolle, Aufgaben und Haltung des Mediators

6.1. Kommunikationstechniken

6.2. Kommunikative Aufgaben

7. Phasen eines Mediationsverlaufs

7.1. 1. Phase: Vorbereitung

7.2. 2. Phase: Einleitung durch den Mediator

7.3. 3. Phase: Darstellung der Parteien – Problemdefinition

7.4. 4. Phase: Sammlung von Informationen

7.5. 5. Phase: Streitfragen identifizieren

7.6. 6. Phase: Optionen entwickeln

7.7. 7. Phase: Verhandeln und Aushandeln

7.8. 8. Phase: Eine Vereinbarung treffen

7.9. 9. Phase: Abschluss

8. Abschließende Bemerkung

9. Checkliste für MediatorInnen

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Mediation als Methode der Konfliktlösung im schulischen Kontext, um die Rolle und notwendige Haltung des Schulsozialarbeiters bei der Begleitung von Schülern in Konfliktsituationen theoretisch aufzuarbeiten und praktisch zu strukturieren.

  • Grundlagen und Definitionen der Mediation
  • Historische Herleitung des Mediationsgedankens
  • Spezifische Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen der Schulmediation
  • Rolle, Aufgaben und innere Haltung des Mediators
  • Strukturierung eines Mediationsverlaufs in neun Phasen

Auszug aus dem Buch

3. Historische Entwicklung und Hintergründe der Mediation

Konfliktlösung durch Mediation ist keine neue Errungenschaft der Moderne. In vielen traditionellen Gesellschaften existierten bzw. existieren Formen der Konfliktregelung. Die Wurzeln von Mediation reichen zurück bis ins antike China, in japanisches Gewohnheitsrecht, afrikanisches Brauchtum und im westlichen Kulturkreis in die Evangelien des Neuen Testamentes (Hinweise auf Mediation bzw. auf die einvernehmliche, eigenständige Konfliktregelung statt gerichtlicher Intervention vgl. Matthäus 5, 9; 18, 15-17; Timotheus 2, 5; Korinterbrief 6, 1-5). Ihr Merkmal ist die Unterstützung der Streitparteien durch einen neutralen und unparteiischen Dritten bei der Suche nach einer kooperativen Beendigung des Disputs. Der Streit wird nicht von einer äußeren Instanz entschieden, wie z.B. bei Gericht, sondern ein Vermittler führt die Parteien zu einer Einigung, die von beiden Streitparteien gemeinsam akzeptiert und getragen werden kann. (vgl. MARX, A., 1999, S.9)

Im Laufe der Jahrhunderte haben religiöse Einrichtungen, wie Kirchen, Tempel und Moscheen Mittlerfunktionen für eine friedliche Streitbeendigung zwischen ihren Mitgliedern eingenommen. Der örtliche Geistliche, Priester, Rabbi oder Mullah wurde eingeschaltet, meist in Familienkonflikten, um den Parteien Rat zu erteilen, wie sie ihr Verhältnis wieder tragfähig neu organisieren können. (vgl. MOORE, C.W, 1986, S.19 f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Wahl des Themas durch ihre praktischen Erfahrungen mit Konflikten im Schulalltag und ihr Interesse an einer präventiven, konstruktiven Konfliktkultur.

2. Definition – Was ist Mediation?: Dieses Kapitel definiert Mediation als alternatives, außergerichtliches Konfliktlösungsverfahren, das auf Selbstbestimmung und einer neutralen Vermittlung basiert.

3. Historische Entwicklung und Hintergründe der Mediation: Es wird aufgezeigt, dass Mediation auf lange Traditionen zurückblickt, die über verschiedene Kulturen und Epochen hinweg existieren.

4. Mediation an Schulen: Das Kapitel behandelt die spezifische Ausgestaltung der Mediation an Schulen, einschließlich der verschiedenen Ansätze, wie Schülern zu Streitschlichtern ausgebildet werden können.

5. Ziele einer Mediation: Die Ziele umfassen hier die Hilfe zur Selbsthilfe, die Förderung der Streitregelungsfähigkeit sowie den Abbau von Misstrauen zwischen den Konfliktparteien.

6. Rolle, Aufgaben und Haltung des Mediators: Der Fokus liegt auf der neutralen und allparteilichen Haltung des Mediators, der Empowerment fördert und den Prozess der Konflikttransformation unterstützt.

7. Phasen eines Mediationsverlaufs: Dieser Abschnitt unterteilt den Prozess der Konfliktbearbeitung in neun systematische Phasen, von der Vorbereitung bis zum Abschluss.

8. Abschließende Bemerkung: Die Autorin resümiert die Wichtigkeit der Mediation als pädagogische Chance, um soziale Kompetenzen bei Schülern zu stärken und eine nachhaltige Konfliktkultur zu etablieren.

9. Checkliste für MediatorInnen: Eine praktische Übersicht, die den Mediatoren als Orientierungshilfe für die einzelnen Phasen des Mediationsprozesses dient.

10. Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführender Literatur zur theoretischen Fundierung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Mediation, Schulmediation, Konfliktlösung, Streitschlichtung, Konfliktlotse, Peer-Mediation, Kommunikationstechniken, Gewaltprävention, Sozialarbeit, Bedürfnisorientierung, Neutralität, Allparteilichkeit, Empowerment, Konfliktbearbeitung, soziale Kompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Mediation als Methode zur konstruktiven Konfliktlösung im schulischen Alltag.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Mediation, der Aufbau von Schülermediationsprogrammen und die Vermittlung der notwendigen Haltung und Kompetenzen für Mediatoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eine theoretische Auseinandersetzung und eine Darstellung des Mediationsverlaufs aufzuzeigen, wie Konfliktarbeit im Schulkontext professionell durchgeführt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse fachwissenschaftlicher Literatur und Mediationsmodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Definition von Mediation, historische Hintergründe, die spezifische Anwendung an Schulen, die Rolle des Mediators sowie der phasenorientierte Ablauf eines Mediationsgesprächs erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Mediation, Schulmediation, Konfliktlösung, Streitschlichtung und Sozialarbeit.

Warum bevorzugt die Autorin die Ausbildung aller Schüler zu Streitschlichtern?

Die Autorin sieht darin die Chance, dass alle Schüler soziale Kompetenzen erwerben und das System der Mediation als festen, selbstverständlichen Bestandteil des Schullebens etablieren können.

Gibt es Grenzen der Anwendbarkeit von Mediation in der Schule?

Ja, Mediation ist nicht für alle Konfliktformen geeignet, insbesondere nicht bei kriminellen Taten, schwerwiegenden Machtungleichgewichten oder wenn die Streitparteien nicht zu einer freiwilligen und konstruktiven Teilnahme bereit sind.

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Details

Title
Schulmediation. Mediation, ein spezielles Konfliktlösungsverfahren mit Hilfe unparteiischer Dritter
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Course
Methoden der Sozialen Arbeit
Grade
1,0
Author
Birgit Plan (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V50210
ISBN (eBook)
9783638464758
ISBN (Book)
9783638660884
Language
German
Tags
Schulmediation Methoden Sozialen Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Birgit Plan (Author), 2006, Schulmediation. Mediation, ein spezielles Konfliktlösungsverfahren mit Hilfe unparteiischer Dritter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50210
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