Die vorliegende Arbeit versucht mit Hilfe von Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie, welche sich intensiv mit der Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitern in Unternehmen beschäftigt, die Ausgestaltung und die Auswirkungen dieser auf die Motivation der Mitarbeiter in der Werkstatt der MM zu untersuchen.
"Es sind Menschen, die den Erfolg eines Unternehmens ausmachen. Sie bringen ihre Stärken ein und so Ideen voran." Durch ihre Mitarbeiter und das Sicherstellen von Wissensweitergabe im Rahmen des Unternehmensinteresses können Unternehmen nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielen und sich von der Konkurrenz abheben. Dies gilt auch für die Mustermann gGmbH, einer Werkstatt für geistig behinderte Menschen. Aufgrund wachsender Anforderungen in Bezug auf Qualität und Wirtschaftlichkeit müssen qualifizierte und motivierte Mitarbeiter geschaffen beziehungsweise beschäftigt werden. Dadurch kann nicht nur die Arbeitsqualität gesichert, sondern auch dem wirtschaftlichen Druck entgegengewirkt werden.
Zum einen können die Mitarbeiter gezielt und effizient eingesetzt werden und zum anderen kann durch im-materielle Anreize die Motivation der Mitarbeiter gesteigert werden. Insbesondere durch die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter könnten eventuell fehlende materielle Anreize kompensiert und somit Kosten eingespart werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung und Aufbau
1.3 Methodik und Werkzeuge
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Mitarbeiter in der Werkstatt der LH
2.2 Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
2.2.1 Darstellung der Theorie
2.2.1.1 Hygiene-Faktoren
2.2.1.2 Motivatoren
2.2.2 Kritik
2.2.3 Begründung für die Verwendung
3 Empirische Untersuchung zur Arbeitszufriedenheit in der LH
3.1 Aufbau und Durchführung der Befragung
3.2 Ergebnisse
3.2.1 Ausprägung der Hygiene-Faktoren
3.2.2 Ausprägung der Motivatoren
3.2.3 Weitere Motivationsanreize
3.3 Motivationale Wirkung auf die Mitarbeiter
4 Abschließende Bewertung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welche Rolle die Arbeitszufriedenheit nach Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie für die Motivation von Mitarbeitern in der Werkstatt der Mustermann gGmbH spielt, um daraus Erkenntnisse für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen abzuleiten.
- Analyse der Arbeitszufriedenheit mittels Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie
- Empirische Untersuchung in der Werkstatt der Mustermann gGmbH
- Differenzierung zwischen Hygiene-Faktoren und Motivatoren
- Untersuchung der motivationalen Wirkung auf die Gruppenleiter
- Identifikation weiterer Motivationsanreize
Auszug aus dem Buch
2.2.1.1 Hygiene-Faktoren
Die Hygiene-Faktoren stehen nicht in direktem Zusammenhang mit der Arbeit, müssen für den Mitarbeiter jedoch vorhanden sein, um eine neutrale Einstellung zur Arbeit erreichen zu können. Denn es sind die Eigenschaften und Merkmale des Arbeitsplatzes selbst, die für einen reibungslosen Ablauf dieser sorgen sollen und daher extrinsisch motivierender Art. Sie werden als gegeben vorausgesetzt und werden eher unbewusst wahrgenommen, was zu keiner besonderen Zufriedenheit führt. Fehlen sie jedoch, führt dies zu Unzufriedenheit bei den Arbeitnehmern. Hygiene-Faktoren können keinen unmittelbaren Einfluss auf die Verbesserung der Qualität und Quantität der Arbeitsergebnisse der Mitarbeiter nehmen. Die wichtigsten Hygiene-Faktoren nach Herzberg sind:
• Gehalt,
• Beziehungen zu Gleichgestellten und Vorgesetzten,
• Führungsstil,
• Unternehmenspolitik,
• Physische Arbeitsbedingungen,
• Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben,
• Arbeitsplatzsicherheit.
Ein Vergleich zur medizinischen Hygiene: „Hygiene heilt nicht, sondern vermag lediglich Gesundheitsrisiken aus der Umwelt des Menschen zu beseitigen. Entsprechend vermögen diese Faktoren lediglich zu vermeiden, dass Unzufriedenheit entsteht; sie vermögen aber keine Zufriedenheit zu erzeugen.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Untersuchung der Arbeitszufriedenheit bei der Mustermann gGmbH und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen.
2 Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die relevanten Begriffe der Arbeit, stellt die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg detailliert dar und begründet deren Anwendung trotz methodischer Kritik.
3 Empirische Untersuchung zur Arbeitszufriedenheit in der LH: Dieser Abschnitt beschreibt den Aufbau der Befragung und präsentiert die detaillierten Ergebnisse zu Hygiene-Faktoren und Motivatoren sowie deren motivationale Wirkung auf die Mitarbeiter.
4 Abschließende Bewertung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für die Mustermann gGmbH zur weiteren Steigerung der Mitarbeitermotivation.
Schlüsselwörter
Arbeitszufriedenheit, Herzberg, Zwei-Faktoren-Theorie, Motivation, Hygiene-Faktoren, Motivatoren, Werkstatt, Mustermann gGmbH, Arbeitnehmer, Führung, Arbeitsplatz, Leistungsmotivation, Mitarbeiter, Personalmanagement, Unternehmenserfolg
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Relevanz der Arbeitszufriedenheit als Motivationsfaktor für die Mitarbeiter in der Werkstatt der Mustermann gGmbH unter Anwendung der Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Motivation und Arbeitszufriedenheit, die Unterscheidung zwischen Hygiene-Faktoren und Motivatoren sowie die empirische Analyse dieser Aspekte in einem spezifischen Werkstattbetrieb.
Was ist die primäre Zielsetzung bzw. die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die Arbeitszufriedenheit nach Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie als zentraler Motivationsfaktor in der Werkstatt der Mustermann gGmbH fungiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung der Mitarbeiter mittels eines Fragebogens.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Zwei-Faktoren-Theorie und deren Kritik sowie eine umfangreiche empirische Untersuchung, in der die Ausprägungen von Hygiene-Faktoren und Motivatoren sowie weitere Anreize analysiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitszufriedenheit, Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie, Motivation, Hygiene-Faktoren, Motivatoren und Mustermann gGmbH charakterisiert.
Warum wurde trotz methodischer Kritik die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg gewählt?
Die Wahl fiel auf diese Theorie aufgrund ihrer hohen Popularität, der leicht nachvollziehbaren Erhebungsmethoden und der daraus ableitbaren, praxisorientierten Gestaltungsmaßnahmen für den Betrieb.
Welches zentrale Ergebnis liefert die empirische Untersuchung für die Mustermann gGmbH?
Die Untersuchung zeigt, dass Hygiene-Faktoren sehr gut ausgestaltet sind und Unzufriedenheit weitgehend vermeiden, während die Motivatoren zwar gut, aber noch ausbaufähig sind, um die Mitarbeitermotivation weiter zu steigern.
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- Jannis Mennicken (Author), 2017, Arbeitszufriedenheit nach Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie als zentraler Motivationsfaktor in der Werkstatt der Mustermann gGmbH, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502133