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Bildung und Erziehung in Japan

Title: Bildung und Erziehung in Japan

Term Paper , 2005 , 58 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anna Grudzien (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Summary Excerpt Details

Bildung und Erziehung haben in Japan einen sehr hohen Stellungswert. Viele Japaner sind der Ansicht, dass man es im Leben nur mit einer guten Ausbildung zu etwas bringt. Die japanische Kultur scheint daher geradezu um das Lernen herum organisiert zu sein. Die japanischen Schulen zählen zu den Schwierigsten weltweit. In deutschen Medien wird oft von einer "Prüfungshölle" an japanischen Schulen gesprochen. Tatsächlich sind die Anforderungen an Schüler in Japan auch bedeutend höher als in Deutschland. Da die Arbeitslosenzahl in Japan seit dem Beginn der Wirtschaftskrise (1990) von etwas mehr als zwei Prozent auf über fünf Prozent im Jahr 2002 angestiegen ist und die lebenslange Anstellung in japanischen Unternehmen nicht mehr für alle Berufseinsteiger gesichert ist, gewinnt eine gute Ausbildung immer mehr an Bedeutung. Nach international vergleichenden Studien nimmt das japanische Bildungssystem zumindest in der Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern eine Spitzenposition ein.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorschulerziehung

2.1. Geschichte

2.2. Gegenwärtige Struktur

2.3. Aufgaben und Ziele

2.4. Die pädagogische Gestaltung des Alltags

2.5. Die Vorzüge der japanischen Vorschulerziehung

3. Das Schulsystem in Japan allgemein

3.1. Die Struktur des Allgemeinbildenden Schulwesens

3.1.1. Die Grundschule und die Mittelschule

3.1.2. Die Oberschule

3.1.3. Bildungswettlauf und Prüfungshölle

4. Jugend ist Schulzeit

4.1. Schuluniformen

4.2. Probleme und Gewalt an japanischen Schulen

4.3. Jukus

4.4. Die Rolle der Familie in der Erziehung

5. Studieren in Japan

5.1. Entwicklung der Hochschulen in Japan ( Geschichte, Bedeutung, Reformen )

5.2. Arten von Hochschulen

5.3. Hochschulzugang und– zulassung

5.4. Finanzierung von Hochschulen, Vergleich von privaten -und staatlichen Hochschulen

5.5. Hierarchie der Universitäten

5.6. Vermittlung der Studenten, Arbeitschancen, Suchstrategien und Beratung

5.7. Internationalisierung der Hochschulen

6. Aspekte des geschlechtsspezifischen Lernens

6.1. Aneignung von Geschlechterrollen

6.2. Blick auf die Geschlechtsrollen in der japanischen Gesellschaft

6.2.1. Rolle der Frau

6.2.2. Rolle des Mannes

6.3. Die geschlechtsspezifische Segregation im Jungendalter

6.4. Frauen im japanischen Bildungssystem

6.5. Die Männliche Geschlechtsrolle unter dem Gesichtspunkt des zeitlichen Wandels

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das japanische Bildungssystem und beleuchtet dessen hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Sie analysiert die Struktur von Vorschule bis Hochschule, beleuchtet den immensen Konkurrenzdruck und prüft die Auswirkungen dieser Rahmenbedingungen auf das Leben, die Erziehung und das geschlechtsspezifische Lernen japanischer Kinder und Jugendlicher.

  • Struktur und Entwicklung des japanischen Schul- und Hochschulsystems.
  • Phänomene wie die "Prüfungshölle" und der Besuch von Nachhilfeschulen (Jukus).
  • Soziale Rolle der Schule, Jugendkultur und Gewaltprävention.
  • Einfluss der Familie auf die kindliche Entwicklung in Japan.
  • Geschlechtsspezifische Lern- und Rollenbilder in Bildungseinrichtungen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung:

Bildung und Erziehung haben in Japan einen sehr hohen Stellungswert. Viele Japaner sind der Ansicht, dass man es im Leben nur mit einer guten Ausbildung zu etwas bringt. Die japanische Kultur scheint daher geradezu um das Lernen herum organisiert zu sein. Die japanischen Schulen zählen zu den Schwierigsten weltweit. In deutschen Medien wird oft von einer "Prüfungshölle" an japanischen Schulen gesprochen. Tatsächlich sind die Anforderungen an Schüler in Japan auch bedeutend höher als in Deutschland.

Da die Arbeitslosenzahl in Japan seit dem Beginn der Wirtschaftskrise (1990) von etwas mehr als zwei Prozent auf über fünf Prozent im Jahr 2002 angestiegen ist und die lebenslange Anstellung in japanischen Unternehmen nicht mehr für alle Berufseinsteiger gesichert ist, gewinnt eine gute Ausbildung immer mehr an Bedeutung. Nach international vergleichenden Studien nimmt das japanische Bildungssystem zumindest in der Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern eine Spitzenposition ein.

Somit ergibt sich die Frage, welche Besonderheiten das japanische Bildungssystem aufweist. In der folgenden Arbeit soll neben dem Bildungssystem auch die heutige Bedeutung der Bildung in Japan beschrieben werden.Da diese Zielsetzung eine umfangreiche Recherche abverlangt, wurde die Arbeit als gemeinschaftliches Projekt ausgearbeitet. Hierbei konzentrierte sich jeder auf bestimmte Gliederungspunkte, die ihn sehr interessierten. So beschäftigt sich Anja mit der japanischen Vorschulerziehung und den Aspekten des geschlechtsspezifischen Lernens, Anna erläutert hingegen das japanische Schulwesen, Julia stellt das Leben in der Schule und die außerschulischen Erziehung dar und Christian beschreibt das Hochschulwesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den hohen Stellenwert von Bildung in Japan, begründet die Relevanz der Untersuchung angesichts wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen und stellt das methodische Vorgehen als gemeinschaftliches Projekt vor.

2. Vorschulerziehung: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung, die Organisationsstruktur von yôchien und hoikuen sowie die Ziele und pädagogischen Ansätze, die den Fokus auf soziale Kompetenzen in der Gruppe legen.

3. Das Schulsystem in Japan allgemein: Hier wird der Aufbau des horizontal gegliederten 6-3-3-Schulsystems nach 1945 sowie die rechtlichen Grundlagen und die zentralen Merkmale wie das einheitliche Curriculum beschrieben.

4. Jugend ist Schulzeit: Dieses Kapitel thematisiert die dominierende Rolle der Schule im Leben japanischer Jugendlicher, beleuchtet Schuluniformen, Probleme wie Gewalt und Schikane sowie die Rolle der Nachhilfeschulen (Jukus) und des Elternhauses.

5. Studieren in Japan: Hier wird das Hochschulsystem analysiert, einschließlich seiner historischen Entwicklung, der Arten von Hochschulen, Fragen des Hochschulzugangs, der Finanzierung und der ausgeprägten Hierarchie zwischen den Institutionen.

6. Aspekte des geschlechtsspezifischen Lernens: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung von Geschlechterrollen, die gesellschaftliche Situation von Frauen und Männern sowie die Auswirkungen von geschlechtsspezifischen Bildungsangeboten und deren Wandel.

7. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert die starke Belastung der Heranwachsenden durch den Leistungsdruck im japanischen Bildungssystem.

Schlüsselwörter

Japan, Bildungssystem, Erziehung, Vorschule, Schule, Hochschule, Prüfungshölle, Juku, Geschlechterrollen, Leistungsdruck, Chancengleichheit, Sozialisation, Jugend, Studium, Karriere

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse des japanischen Bildungs- und Erziehungswesens, von der Vorschule bis zur Universität, unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Struktur des Bildungswesens, der hohe Leistungs- und Konkurrenzdruck, die Rolle der Familie, sowie geschlechtsspezifische Unterschiede in Bildung und Lebenslauf.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, die Besonderheiten des japanischen Bildungssystems sowie die heutige Bedeutung von Bildung und deren Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und der Auswertung statistischer Daten des japanischen Erziehungsministeriums.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Vorschulerziehung, das allgemeine Schulsystem, die Lebenswelt Jugendlicher, das Hochschulwesen sowie geschlechtsspezifische Aspekte des Lernens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakteristische Begriffe sind Japan, Bildungssystem, Prüfungshölle, Juku, Leistungsdruck und geschlechtsspezifische Sozialisation.

Was unterscheidet das japanische Vorschulsystem von der Kindertagesbetreuung in Deutschland?

In Japan unterscheidet man zwischen yôchien (Fördereinrichtungen) und hoikuen (Einrichtungen für arbeitende Mütter), wobei der Fokus stark auf der Gruppenorientierung und dem Miteinander liegt, anstatt auf der individuellen Förderung durch die Erzieherin.

Warum ist das Phänomen der "Prüfungshölle" so prägend für das japanische System?

Aufnahmeprüfungen für Oberschulen und Universitäten fungieren als zentraler Selektionsmechanismus für den späteren beruflichen Erfolg in einer Gesellschaft, die auf lebenslanger Anstellung und Senioritätsprinzipien basiert.

Wie wirkt sich die ausgeprägte Hierarchie im japanischen Hochschulsystem aus?

Das Ansehen einer Universität, bestimmt durch den Zulauf der besten Absolventen und deren Vermittlungserfolge, entscheidet massiv über die Karrierechancen, was zu einem enormen Konkurrenzkampf um Plätze an renommierten Institutionen führt.

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Details

Title
Bildung und Erziehung in Japan
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (FAKULTÄT FÜR GEISTES-, SOZIAL- UND ERZIEHUNGSWISSENSCHAFTEN)
Course
Lernwelten in Asien und Europa
Grade
1,3
Author
Anna Grudzien (Author)
Publication Year
2005
Pages
58
Catalog Number
V50216
ISBN (eBook)
9783638464802
ISBN (Book)
9783656739067
Language
German
Tags
Bildung Erziehung Japan Lernwelten Asien Europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Grudzien (Author), 2005, Bildung und Erziehung in Japan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50216
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