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Gewaltprävention im Fußball

Kommunikation optimieren und Konflikte reduzieren

Titel: Gewaltprävention im Fußball

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, welche Rolle Kommunikation und Verständigung bei der Lösung von Konflikten zwischen der Polizei und Fußballfans spielen kann. Dazu werden insbesondere die vorhandenen kommunikativen Schnittstellen der Kommunikationspartner Fans und Polizei beleuchtet, um darauf aufbauend ergründen zu können, wo Schwachstellen liegen und welche Handlungsempfehlungen für eine Verbesserung des angespannten Verhältnisses gegeben werden können.

Viele Menschen fiebern jede Woche aufs Neue dem Spieltag entgegen und pilgern zu den Fußballstadien. Oft werden die freudige Erwartung und die positive Stimmung allerdings von Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Fußballfans getrübt. Nicht nur verbal, sondern auch körperlich werden Konflikte ausgetragen, die der unbeteiligte Stadionbesucher nur schwerlich nachvollziehen kann. Das Bild des Fußballs leidet darunter. Ein Grund, warum auf unterschiedlichsten Ebenen versucht wird, Ursachen und Lösungen für den festgefahrenen Konflikt zu erarbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 KOMMUNIKATION

2.1 GESTÖRTE KOMMUNIKATION

2.2 DREI EBENEN DER KOMMUNIKATION

3 SICHERHEITSRELEVANTE KOMMUNIKATIONSSTRUKTUREN AM SPIELTAG

4 KOMMUNIKATION ZWISCHEN POLIZEI UND FANS

4.1 EXTERNE KOMMUNIKATION

4.1.1 EXTERNE KOMMUNIKATION DER BUNDESPOLIZEI

4.1.2 EXTERNE KOMMUNIKATION DER LANDESPOLIZEI

4.1.3 EXTERNE KOMMUNIKATION FANS

4.1.4 NEUTRALE KOMMUNIKATIONSWEGE

4.2 KRITIKPUNKTE

5 FAZIT

6 LITERATURVERZEICHNIS

6.1 WEBVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Kommunikation und gestörten Kommunikationsprozessen auf das Konfliktpotenzial zwischen Fußballfans und Polizei. Ziel ist es, Schwachstellen in den vorhandenen Schnittstellen zu identifizieren und Lösungsansätze aufzuzeigen, die durch Dialog und gegenseitiges Verständnis eine Deeskalation ermöglichen.

  • Analyse theoretischer Grundlagen der Kommunikation (Syntax, Semantik, Pragmatik).
  • Untersuchung der polizeilichen Kommunikationsstrukturen bei Einsätzen.
  • Betrachtung des Verhältnisses zwischen Ultras und Polizei.
  • Bewertung von Dialogformaten wie dem "Kurvengespräch" und Zukunftswerkstätten.
  • Identifikation von Barrieren für einen wechselseitigen Austausch.

Auszug aus dem Buch

2.2 Drei Ebenen der Kommunikation

Aufbauend auf die Ausführungen von Shannon und Weaver (1949) unterteilte Rudolf Carnap (1958) Kommunikation in drei Untersuchungsebenen: Syntax, Semantik und Pragmatik. Die syntaktische Ebene beschreibt das Signal oder das Zeichen, das zur Übertragung einer Information genutzt wird. „Es interessiert dabei allein die Richtigkeit, Vollständigkeit bzw. die ‚formale Logik’ eines oder mehrerer Zeichen“ (Oelert, 2008, S. 32). Ein Versuch der Polizei mit einer deutschen Fangruppe auf Spanisch zu kommunizieren, würde demnach einen Fehler auf der Syntax-Ebene bedeuten.

Die semantische Ebene umschreibt die zugewiesene Bedeutung von Signalen und Zeichen. Die Bedeutung ist dabei durch ein hohes Maß an Subjektivität definiert. Gelingende Verständigung zwischen Expedient und Perzipient ist also nur dann möglich, wenn beide Partner die Verbindung zwischen Zeichen und Bezeichnetem zu gleichen oder zumindest ähnlichen Regeln vornehmen (Oelert, 2008, S. 32). Betrachtet ein Bereitschaftspolizist seine umfangreiche Schutzkleidung beispielsweise als Zeichen für die eigene Sicherheit, der ihm gegenüberstehende Fan empfindet diese jedoch als provokantes und martialisches Auftreten, so liegt ein Fehler auf der semantischen Ebene vor.

Auf der pragmatischen Ebene wird die Auswirkung einer Kommunikation auf den Empfänger behandelt. So kann ein kommunikativer Vorgang einen „Einfluss auf das Denken, auf das Verhalten und/oder auf Entscheidungen des Empfängers haben“ (Oelert, 2008, S. 32). Ein Fehler auf der pragmatischen Ebene liegt zum Beispiel vor, wenn Fans in der Kurve Feuerwerkskörper zünden, sich in der Folge aber wundern, warum die Polizei in den Block eindringt und Verhaftungen vornimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung schildert ein persönliches Erlebnis der Konfliktsituation zwischen Fans und Polizei und leitet daraus die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle von Kommunikation bei der Konfliktlösung ab.

2 KOMMUNIKATION: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Kommunikation, inklusive der Herausforderungen gestörter Kommunikation und der drei Untersuchungsebenen nach Carnap.

3 SICHERHEITSRELEVANTE KOMMUNIKATIONSSTRUKTUREN AM SPIELTAG: Hier wird die Komplexität der Akteurslandschaft am Spieltag skizziert und aufgezeigt, dass Kommunikation nur einen Teilaspekt der Sicherheitsgewährleistung darstellt.

4 KOMMUNIKATION ZWISCHEN POLIZEI UND FANS: Dieses Kapitel analysiert detailliert die externen Kommunikationsstrategien von Bundes- und Landespolizei sowie die Haltung der Ultras und alternative Dialoginitiativen.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit von gegenseitigem Respekt und Dialog und zeigt an Beispielen, dass ein Neuanfang möglich ist.

6 LITERATURVERZEICHNIS: Vollständige Auflistung aller in der Arbeit verwendeten Quellen und Fachliteratur.

6.1 WEBVERZEICHNIS: Verzeichnis der in der Arbeit referenzierten Online-Quellen und Internetseiten.

Schlüsselwörter

Polizei, Fußballfans, Ultras, Kommunikation, Konfliktprävention, Dialog, Sicherheitsgewährleistung, Deeskalation, Fanprojekte, Verbale Kommunikation, Sprachmodelle, Interaktion, Feindbilder, Sporteinsätze, Fußballkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das angespannte Verhältnis zwischen der Polizei und organisierten Fußballfans, insbesondere den Ultras, unter dem Aspekt der Kommunikation als möglichem Konfliktlöser.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Ebenen der Kommunikation, die polizeilichen Einsatzstrategien am Spieltag sowie die Kommunikationsverweigerung und Feindbilder innerhalb der Fanszenen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Rolle von Kommunikation und Verständigung bei der Deeskalation zu analysieren und Handlungsempfehlungen für einen konstruktiveren Dialog zwischen den Konfliktparteien abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung kommunikationswissenschaftlicher Modelle und einer Analyse bestehender polizeilicher sowie fannaher Kommunikationsstrukturen auf Basis vorhandener Fachliteratur und Berichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die externe Kommunikation der Bundes- und Landespolizei, die Haltung der Ultras, bestehende neutrale Kommunikationswege wie "Kurvengespräche" und die Kritikpunkte an der aktuellen Einsatzpraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Polizei, Fußballfans, Ultras, Kommunikation, Deeskalation, Feindbilder und Dialog.

Warum spielt das "Kurvengespräch" laut Autor eine so schwierige Rolle?

Es scheitert oft an einer geringen Teilnahmebereitschaft der Fans aufgrund bestehender Feindbilder sowie daran, dass Fanvertreter selten in den Prozess einbezogen werden.

Welchen Einfluss haben soziale Medien auf die Kommunikation zwischen Polizei und Fans?

Soziale Medien haben eine hohe Relevanz für den Alltag der Fans, werden jedoch laut Autor von polizeilicher Seite bei Fußballspielen bisher nur unzureichend als Medium für einen konstruktiven Dialog genutzt.

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Details

Titel
Gewaltprävention im Fußball
Untertitel
Kommunikation optimieren und Konflikte reduzieren
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V502176
ISBN (eBook)
9783346048684
ISBN (Buch)
9783346048691
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fankultur Fußball Ultras Polizei Kommunikation Gewalt Hooligans
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Gewaltprävention im Fußball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502176
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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