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Freisetzen von gentechnisch veränderten Organismen. Risiken und juristische Regulierungsmöglichkeiten

Titel: Freisetzen von gentechnisch veränderten Organismen. Risiken und juristische Regulierungsmöglichkeiten

Hausarbeit , 2016 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Paul Maurer (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich mit der Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) aus juristischer Perspektive auseinander. Risiken und rechtlichen Möglichkeiten zur Regulierung sollen vorgestellt werden. Keine Beachtung finden in dieser Arbeit die Haftungsregeln im Falle eines Schadens durch GVO. Auf eine kurze Klärung der verwendeten Begriffe folgt eine Übersicht über die Anwendungsbereiche von GVO und mögliche Risiken, wobei spekulative, bisher nicht belegbare Risiken, keine Erwähnung finden. Im Anschluss wird Überblick über die herrschende Rechtslage in Deutschland gegeben, gefolgt von Ausführungen zur Regulierung durch Vorsorge.

In keiner Epoche der Menschheit wurde so viel geforscht wie zu Beginn des 21. Jahrhunderts, aber gleichzeitig war die Skepsis der Bevölkerung gegenüber dem Fortschritt niemals so groß. Seit Mitte der 70er Jahre ist mit der Gentechnik im Bereich der Biotechnologie ein Forschungsbereich entstanden, der wie kaum ein anderer für intensive und gefühlsgeladene Debatten sorgt. Dieser Diskussionsbedarf ist wohl zum einen der Komplexität des Themas geschuldet, zum anderen aber auch der Tatsache, dass für viele die Gentechnik einen Eingriff in den "Intimbereich der Schöpfung" darstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gentechnisch veränderte Organismen

2.1 Anwendungsbereiche von GVO

2.2 Risiken durch GVO

2.2.1 Gesundheitliche Risiken

2.2.2 Ökologische Risiken

2.2.3 Wirtschaftliche Risiken

3. Rechtslage

4. Regulierung der Risiken durch Vorsorge

4.1 Risikobewertung

4.2 Anhörungsverfahren

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die mit dem Freisetzen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) verbundenen Risiken sowie die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten zur Regulierung in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips.

  • Grundlagen und Definitionen zu gentechnisch veränderten Organismen
  • Anwendungsbereiche der Gentechnik in Landwirtschaft und Medizin
  • Analyse gesundheitlicher, ökologischer und wirtschaftlicher Risiken
  • Die deutsche Rechtslage und das Gentechnikgesetz
  • Regulierungsinstrumente wie Risikobewertung und Anhörungsverfahren

Auszug aus dem Buch

2. Gentechnisch veränderte Organismen

Zunächst sollen an dieser Stelle einige Begriffe erläutert werden, die im Verlauf der folgenden Arbeit eine Rolle spielen.

Ein Organismus ist gem. § 3 Nr.1 GenTG jede biologische Einheit, die fähig ist sich zu vermehren oder genetisches Material zu übertragen. Darüber hinaus sind unter diesem Begriff auch sterile Organismen wie z.B. Maultiere oder Arbeiterbienen zu fassen, da diese, auch wenn sie nicht in der Lage sind sich selbst fortzupflanzen, doch aus lebenden Zellen bestehen, die diese Fähigkeit besitzen.

Unter gentechnisch veränderten Organismen versteht das GenTG alle Organismen, mit Ausnahme des Menschen, deren genetisches Material in einer Weise verändert worden ist, die in der Natur durch Kreuzung oder Rekombination nicht auftritt. Die Nachkommen solcher Lebewesen zählen ebenfalls zu den GVO gem. § 3 Nr. 3 GenTG.

Freisetzung wird in § 3 Nr.5 GenTG definiert als das gezielte Ausbringen von gentechnisch veränderten Organismen in die Umwelt, soweit noch keine Genehmigung für das Inverkehrbringen erteilt wurde. Keine Freisetzung liegt bei einem unabsichtlichen Entweichen von Organismen, beispielsweise durch einen Unfall, vor. Häufigstes Beispiel für Freisetzungen sind Experimente in der freien Natur, bei denen gentechnisch veränderte Nutzpflanzen zu Versuchszwecken angebaut werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende gesellschaftliche Skepsis gegenüber der Gentechnik ein und definiert den Rahmen der Arbeit, die sich auf die Risiken und die Regulierung der Freisetzung von GVO konzentriert.

2. Gentechnisch veränderte Organismen: Das Kapitel erläutert die gesetzlichen Begriffsbestimmungen, die vielfältigen Anwendungsfelder in der Agrarwirtschaft und Medizin sowie die damit verbundenen gesundheitlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Risiken.

3. Rechtslage: Hier wird der rechtliche Rahmen der Gentechnik in Deutschland dargestellt, wobei insbesondere die europäischen Vorgaben und die Entwicklung des Gentechnikgesetzes beleuchtet werden.

4. Regulierung der Risiken durch Vorsorge: Dieses Kapitel behandelt das Vorsorgeprinzip als zentrales Instrument der Gefahrenabwehr und erläutert die spezifischen Verfahren wie die Risikobewertung und die Öffentlichkeitsbeteiligung.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Problematik zusammen und betont die Notwendigkeit einer umfassenden Risikoprüfung sowie den weiteren Regelungsbedarf auf europäischer Ebene.

Schlüsselwörter

Gentechnik, GVO, Gentechnikgesetz, Freisetzung, Risikobewertung, Vorsorgeprinzip, Anhörungsverfahren, Umweltrecht, Lebensmittelsicherheit, Biodiversität, Gentechnikrecht, Gentechnisch veränderte Organismen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Einordnung und der Risikoproblematik beim Freisetzen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in die Umwelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von GVO, deren Anwendung in der Praxis, die damit verknüpften Gefahren sowie die regulatorischen Kontrollmechanismen des deutschen Rechts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Risiken der GVO-Freisetzung aufzuzeigen und zu analysieren, wie der deutsche Gesetzgeber diese durch das Gentechnikgesetz und das Vorsorgeprinzip reguliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine juristische Literatur- und Gesetzesanalyse, um den rechtlichen Rahmen und die Anwendung der entsprechenden Vorschriften zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Anwendungsbereiche der Gentechnik, differenziert zwischen verschiedenen Risikokategorien und erläutert die behördlichen Genehmigungsverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gentechnikgesetz, Freisetzung, Vorsorgeprinzip, Risikobewertung und Gentechnisch veränderte Organismen (GVO).

Inwiefern unterscheidet sich die Freisetzung vom Inverkehrbringen?

Die Freisetzung ist als gezieltes Ausbringen in die Umwelt definiert, während das Inverkehrbringen die Abgabe von Produkten an Dritte umfasst.

Welche Rolle spielt das Anhörungsverfahren bei der Genehmigung?

Das Anhörungsverfahren ermöglicht die Einbeziehung der Öffentlichkeit, sodass betroffene Bürger Einwände gegen eine geplante Freisetzung erheben können.

Warum wird im Fazit ein weiterer Regelungsbedarf auf europäischer Ebene gefordert?

Da GVO an Landesgrenzen nicht haltmachen, besteht die Gefahr, dass in Nachbarstaaten angebaute GVO mit einheimischen Pflanzen kreuzen, was nationale Alleingänge bei der Vorsorge begrenzt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Freisetzen von gentechnisch veränderten Organismen. Risiken und juristische Regulierungsmöglichkeiten
Hochschule
Universität Kassel  (Institut für Wirtschaftsrecht)
Veranstaltung
Risikorecht
Note
1,3
Autor
Paul Maurer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V502248
ISBN (eBook)
9783346040985
ISBN (Buch)
9783346040992
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Glyphosat Risikobetrachtung gentechnisch veränderte Organismen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paul Maurer (Autor:in), 2016, Freisetzen von gentechnisch veränderten Organismen. Risiken und juristische Regulierungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502248
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Leseprobe aus  15  Seiten
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