Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik - Biologie

Sexualunterricht in der 9. Jahrgangsstufe. Interessengerechte Richtlinien des Landes NRW?

Titel: Sexualunterricht in der 9. Jahrgangsstufe. Interessengerechte Richtlinien des Landes NRW?

Forschungsarbeit , 2019 , 50 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Cathrin Esser (Autor:in)

Didaktik - Biologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Innerhalb dieses Forschungsprojekts werden beispielhaft SuS der neunten Jahrgangsstufe eines Gymnasiums befragt. Durch die neuen Informationsmöglichkeiten in Form des Internets und den Veränderungen von gesellschaftlich vertretenden Werten, stellt sich die Frage, welche Themen des Sexualunterrichts für heutige Heranwachsende überhaupt noch interessant und relevant sind.

Im aktuellen Medienzeitalter haben Schülerinnen und Schüler andere Möglichkeiten, sich über sexuelle Inhalte zu informieren als noch vor einigen Jahren. Martin und Nitschke betonen, dass zunehmende "Berührungspunkte" mit diesen Themen im Umkehrschluss nicht auch eine bessere beziehungsweise ausreichende Aufklärung bedeuten. Schulische Sexualerziehung sei somit auch heute noch für Kinder und Jugendliche unerlässlich.

Im Zuge der Lehrerausbildung für das Fach Biologie wird der Sexualerziehung keine besondere Bedeutung zugeschrieben. Die vermittelten Inhalte im Studium beziehen sich hauptsächlich auf biologische Fachinhalte, wie beispielsweise die Entwicklung der Geschlechtsorgane. In einem Workshop, der in Zusammenarbeit der Fachschaften Biologie und der Fachschaft Erziehungswissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal angeboten wurde und der sich mit sexueller Diversität im Sexualunterricht auseinandersetzte, wurde die Besonderheit der Sexualerziehung deutlich.

In fast keinem anderen Unterricht käme man beispielsweise auf die Idee, die Klasse geschlechterhomogen aufzuteilen, um bestimmte Themen zu besprechen. In keinem anderen Unterricht ist der Grat zwischen Distanz und Vertrauen zwischen Lehrperson und Schülerschaft so schmal. In keinem anderen Unterricht ist die "intrinsische Motivation" der SuS etwas zu lernen so hoch wie im Sexualunterricht. Und vermutlich haben vor keinem anderen Unterricht Biologielehrpersonen so einen Respekt ihn später zu unterrichten, wie den des Sexualunterrichts.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung

2.1. Sexualität

2.2. Sexualerziehung

2.3. Sexualaufklärung

2.4. Sexualpädagogik

2.5. Sexuelle Bildung

2.6. Sexualisation

3. Schulform- und fächerübergreifenden Richtlinien für die Sexualerziehung in NRW

3.1. Beziehungen und Sexualität

3.2. Geschlechterrollen

3.3. Familie und andere Formen des Zusammenlebens

3.4. Sexuelle Orientierung und Identität

3.5. Körper und Sexualität

3.6. Empfängnisverhütung

3.7. Schwangerschaftskonflikte und Kinderlosigkeit

3.8. Sexueller Missbrauch und sexuelle Gewalt

3.9. Sexuelle übertragbare Krankheiten, Hepatitis B und AIDS

4. Material und Methoden

5. Ergebnisse

5.1. Interesse von Neuntklässlern an Themen des Sexualunterrichts

5.2. Einschätzung der wichtigsten und unwichtigsten Themen des Sexualunterrichts

5.2.1. Die wichtigsten Themen des Sexualunterrichts – Erste Nennung

5.2.2. Die wichtigsten Themen des Sexualunterrichts – Zweite Nennung

5.2.3. Die unwichtigsten Themen des Sexualunterrichts – Erste Nennung

5.2.4. Die unwichtigsten Themen des Sexualunterrichts – Zweite Nennung

5.3. Themen des Sexualunterrichts

6. Diskussion

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Forschungsarbeit untersucht, inwiefern die aktuellen Richtlinien zur Sexualerziehung des Landes Nordrhein-Westfalen für den Biologieunterricht der 9. Jahrgangsstufe mit den tatsächlichen Interessen und Wissensbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler übereinstimmen.

  • Interessensanalyse von Neuntklässlern in Bezug auf Sexualerziehungsthemen
  • Vergleich von Schülerinteressen mit den schulischen Richtlinien
  • Identifikation der als besonders wichtig oder unwichtig wahrgenommenen Themen
  • Differenzierung der Interessen zwischen Jungen und Mädchen
  • Ableitung von Handlungskonsequenzen für eine zeitgemäße Gestaltung des Biologieunterrichts

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im aktuellen Medienzeitalter haben Schülerinnen und Schüler1 andere Möglichkeiten, sich über sexuelle Inhalte zu informieren als noch vor einigen Jahren. Martin und Nitschke (2017:11) betonen, dass zunehmende „Berührungspunkte“ mit diesen Themen im Umkehrschluss nicht auch eine bessere bzw. ausreichende Aufklärung bedeuten. Schulische Sexualerziehung sei somit auch heute noch für Kinder und Jugendliche unerlässlich. Durch die neuen Informationsmöglichkeiten in Form des Internets und den Veränderungen von gesellschaftlich vertretenden Werten, stellt sich die Frage, welche Themen des Sexualunterrichts für heutige Heranwachsende überhaupt noch interessant und relevant sind. Innerhalb dieses Forschungsprojekts werden dabei beispielhaft SuS der neunten Jahrgangsstufe eines Gymnasiums befragt.

Im Zuge der Lehrerausbildung für das Fach Biologie wird der Sexualerziehung keine besondere Bedeutung zugeschrieben. Die vermittelten Inhalte im Studium beziehen sich hauptsächlich auf biologische Fachinhalte, wie beispielsweise die Entwicklung der Geschlechtsorgane. In einem Workshop, der in Zusammenarbeit der Fachschaften Biologie und der Fachschaft Erziehungswissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal angeboten wurde und der sich mit sexueller Diversität im Sexualunterricht auseinandersetzte, wurde die Besonderheit der Sexualerziehung deutlich. In fast keinem anderen Unterricht käme man beispielsweise auf die Idee, die Klasse geschlechterhomogen aufzuteilen, um bestimmte Themen zu besprechen. In keinem anderen Unterricht ist der Grat zwischen Distanz und Vertrauen zwischen Lehrperson und Schülerschaft so schmal (vgl. RzSNRW 1999: 10 f.). In keinem anderen Unterricht ist die „intrinsische Motivation“ der SuS etwas zu lernen so hoch wie im Sexualunterricht (vgl. Rosen 2019: 4). Und vermutlich haben vor keinem anderen Unterricht Biologielehrpersonen so einen Respekt ihn später zu unterrichten, wie den des Sexualunterrichts.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz moderner Sexualerziehung im digitalen Zeitalter und begründet die Notwendigkeit, das Fach Biologie hinsichtlich der Schülerinteressen zu evaluieren.

2. Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Sexualität, Sexualerziehung, Aufklärung und Sexualpädagogik, um eine einheitliche wissenschaftliche Basis zu schaffen.

3. Schulform- und fächerübergreifenden Richtlinien für die Sexualerziehung in NRW: Das Kapitel erläutert die offiziellen Vorgaben des Landes NRW und stellt die neun verbindlichen Inhaltskategorien für den Sexualunterricht vor.

4. Material und Methoden: Hier wird das Studiendesign erläutert, welches auf einer quantitativen Befragung von 53 Neuntklässlern mittels Fragebögen basiert.

5. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Auswertung des Schülerinteresses sowie deren Einschätzungen zur Wichtigkeit der verschiedenen Themenbereiche.

6. Diskussion: Das Kapitel interpretiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund bestehender Literatur und setzt die Schülerwünsche in Relation zu den schulischen Möglichkeiten.

7. Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und schließt mit Empfehlungen für eine schülerorientierte Unterrichtsgestaltung ab.

Schlüsselwörter

Sexualerziehung, Sexualunterricht, Biologieunterricht, Neuntklässler, NRW-Richtlinien, Schülerinteresse, Empfängnisverhütung, Geschlechtsverkehr, Sexualaufklärung, sexuelle Identität, sexuelle Bildung, Geschlechterrollen, Schulpädagogik, quantitative Studie, Pubertät.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, welche Themen im Sexualunterricht für Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse relevant sind und inwiefern diese mit den offiziellen Richtlinien des Landes Nordrhein-Westfalen übereinstimmen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen biologische Aspekte wie Verhütung und Körperfunktionen, aber auch sozial-kulturelle Bereiche wie Beziehungen, sexuelle Orientierung und Identität sowie den Umgang mit Geschlechterrollen.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist es, durch eine Befragung von Neuntklässlern herauszufinden, ob der schulische Sexualunterricht ihre Interessen und Informationsbedürfnisse abdeckt, um darauf aufbauend Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine quantitative Studie an einem Gymnasium durchgeführt, bei der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte mittels standardisierter Fragebögen zu 25 Unterthemen befragt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen, die Darstellung der geltenden Richtlinien für NRW, die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit den Begriffen Sexualerziehung, Schülerinteresse, NRW-Richtlinien, Biologieunterricht und sexuelle Bildung beschreiben.

Warum spielt das Thema "Geschlechtsverkehr" eine so große Rolle für die Schüler?

Die Auswertung zeigt, dass viele Neuntklässler in einem Alter sind, in dem erste sexuelle Erfahrungen anstehen oder kurz bevorstehen, was ein hohes Informationsbedürfnis und Unsicherheiten bezüglich der praktischen Durchführung auslöst.

Welchen Einfluss haben Geschlechterunterschiede auf das Interesse am Unterricht?

Die Studie zeigt, dass Jungen sich stärker für biologische Aspekte wie den Geschlechtsverkehr interessieren, während Mädchen eher an soziokulturellen Themen wie Identität, Beziehungen und problemorientierten Themen wie Missbrauch oder Schwangerschaft interessiert sind.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sexualunterricht in der 9. Jahrgangsstufe. Interessengerechte Richtlinien des Landes NRW?
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,0
Autor
Cathrin Esser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
50
Katalognummer
V502253
ISBN (eBook)
9783346052117
ISBN (Buch)
9783346052124
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sexualunterricht jahrgangsstufe interessengerechte richtlinien landes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cathrin Esser (Autor:in), 2019, Sexualunterricht in der 9. Jahrgangsstufe. Interessengerechte Richtlinien des Landes NRW?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502253
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  50  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum