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Wahlkampf der Moderne? Wie die heimische Presse über das US-Präsidentschaftsrennen 2016 berichtet

Title: Wahlkampf der Moderne? Wie die heimische Presse über das US-Präsidentschaftsrennen 2016 berichtet

Term Paper , 2018 , 52 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jan Lauer (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Der amerikanische Wahlkampf um den Einzug ins Weiße Haus mag sich seit jeher in Struktur und Naturell vom deutschen Pendant unterscheiden. Dass die vermutlich entscheidenden Wochen des Wahlkampfes im Jahre 2016 jedoch selbst für die turbulenten Verhältnisse des amerikanischen Wahlsystems von besonderer Brisanz zeugen, steht außer Frage.
Als „Schlammschlacht“ zwischen „Supersexist Trump“ und „Schlangenweib Clinton“ bezeichnet, fand der amerikanische Wahlkampf in der deutschen Presse eine nahezu aufreißerische Thematisierung. Es waren auch vielmehr die Persönlichkeiten und weniger die Themen, die polarisierten: Während der republikanische Donald Trump mit rechtspopulistischen Parolen ein klares Statement gegenüber dem „Establishment“ setzte und durch Schlagworte wie „Fakenews“ und „postfaktisch“ nicht nur die amerikanische Politik sowie Gesellschaft nachwirkend prägte, kämpfte dessen demokratische Gegenkandidatin Hillary Clinton mit ihrem Image als „eiserne Lady“, der skandalbehafteten Vergangenheit ihres Mannes sowie einer ungewissen Verknüpfung zwischen finanziellen und politischen Interessen. Wie diese und weitere Aspekte in den Wahlkampf einflossen, dargestellt und gewertet wurden, soll die folgende Arbeit klären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Start des Wahlkampfverlaufs

3 Erste TV-Debatte

4 Zuspitzung der Berichterstattung

4.1 Trumps Sextape

5 Zweite TV-Debatte

6 Übergang zur dritten TV-Debatte

7 Dritte TV-Debatte

8 Die letzten Wochen

8.1 Clintons E-Mail-Affäre

8.2 Countdown

9 Fazit & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Berichterstattung der Tageszeitungen „Die Welt“ und „Der Tagesspiegel“ über das US-Präsidentschaftsrennen 2016. Ziel ist es, durch eine chronologische Analyse der Artikel Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der medialen Illustration der Kandidaten sowie des Wahlkampfes selbst herauszuarbeiten und die redaktionelle Gewichtung kritisch zu hinterfragen.

  • Vergleichende Analyse der journalistischen Tonalität
  • Rolle von Persönlichkeiten versus politischen Themen
  • Einfluss von TV-Debatten auf die Berichterstattung
  • Auswirkung von Skandalen (Sextape, E-Mail-Affäre) auf die Wahlkampfdynamik
  • Darstellung der Kandidaten in konservativen versus liberalen Medien

Auszug aus dem Buch

3 Erste TV-Debatte

Einen Tag später ist die partielle Gleichstellung aufgehoben: Beide Blätter attestieren Clinton einen Sieg in der ersten TV-Debatte, gewichten diesen jedoch verschieden. So kürt die „Welt“ auf der Titelseite Trump zum „Amateur“ und seine Konkurrentin zum „Profi“, welcher mit einem eindeutig gelasseneren Auftritt überzeugt habe. Diese Ansicht wird im Innenteil wiederholt, allerdings entscheidend relativiert: Im Rahmen eines Vergleichs mit einer königlichen Führerin wird ein kurzzeitiger Schwächeanfall von Clinton als ein ominöses Vorzeichen für ihren Untergang gedeutet. So spricht die „Welt“ der Demokratin an dieser Stelle die Kraft des sogenannten Königheils zu, lässt jedoch entscheidende Aspekte des Mythos unbeachtet.

Dass die „Welt“ alsdann mit einem großen Faktencheck wirbt, erscheint unter diesem Gesichtspunkt nahezu zynisch. Besagter Check enttarnt Trump erwartungsgemäß als mehrfachen Lügner, betont allerdings, dass Clinton in puncto Freihandelsabkommen frühere Aussagen zu relativieren versuchte. Weniger Fakten enthält die eigentliche TV-Duell-Analyse, in der die Meinungen des Experten für nonverbale Kommunikation Dirk W. Eilert dargelegt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Untersuchungsfeld und grenzt den Fokus auf die Zeitungen „Die Welt“ und „Der Tagesspiegel“ im Zeitraum von September bis November 2016 ein.

2 Start des Wahlkampfverlaufs: Dieses Kapitel thematisiert den Auftakt der medialen Berichterstattung, in dem beide Blätter eine negative Fokussierung auf die Person Donald Trump zeigen.

3 Erste TV-Debatte: Die Analyse der ersten TV-Debatte zeigt eine unterschiedliche Gewichtung des Sieges von Clinton, wobei beide Blätter die Kandidatin favorisieren.

4 Zuspitzung der Berichterstattung: Hier wird die Phase nach der ersten Debatte betrachtet, in der der Wahlkampf durch Enthüllungen zu Trumps Finanzen und weiteren Skandalen geprägt ist.

4.1 Trumps Sextape: Dieses Unterkapitel beleuchtet die Veröffentlichung des Skandalvideos kurz vor der zweiten TV-Debatte und dessen Auswirkungen auf das Image Trumps.

5 Zweite TV-Debatte: Die Auswertung der zweiten TV-Debatte zeigt Einigkeit darüber, dass Trump eine sichere Niederlage abgewendet hat, während Clinton in die Defensive geriet.

6 Übergang zur dritten TV-Debatte: In dieser Phase stehen die Missbrauchsvorwürfe gegen Trump und das geschlechterbezogene Verhalten im Mittelpunkt der Medien.

7 Dritte TV-Debatte: Die Analyse der letzten Debatte kommt zum Schluss, dass Trump durch sein Verhalten, insbesondere die Anzweiflung des Wahlergebnisses, seine Chancen verspielt hat.

8 Die letzten Wochen: Dieses Kapitel betrachtet die finale Phase des Wahlkampfes, in der neue Skandale die Stimmung prägen.

8.1 Clintons E-Mail-Affäre: Hier werden die Auswirkungen der FBI-Ermittlungen gegen Hillary Clinton auf den Wahlkampfverlauf untersucht.

8.2 Countdown: Der letzte Abschnitt vor der Wahl reflektiert die Berichterstattung über die Persönlichkeiten, Umfragen und das Bild der Kandidaten in den Medien.

9 Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Gegenüberstellung zusammen und reflektiert die Rolle von sozialen Medien und die redaktionelle Ausrichtung der Blätter.

Schlüsselwörter

US-Wahlkampf 2016, Donald Trump, Hillary Clinton, Medienanalyse, Tagespresse, TV-Debatten, politische Kommunikation, Sexismusdebatte, E-Mail-Affäre, Wahlprognosen, Berichterstattung, US-Präsidentschaft, politische Inszenierung, Journalismus, USA.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit analysiert vergleichend die Berichterstattung von „Die Welt“ und „Der Tagesspiegel“ über den US-Wahlkampf 2016, insbesondere im Hinblick auf Tonalität und Gewichtung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Neben den drei TV-Duellen bilden die medialen Reaktionen auf Skandale wie das Sextape von Trump, die E-Mail-Affäre von Clinton sowie die Rolle der sozialen Medien die Schwerpunkte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Kernfrage lautet, ob sich angesichts der Fülle an Aspekten ausschlaggebende Differenzen oder Gemeinsamkeiten in der Illustration des Wahlkampfes am Beispiel der beiden Zeitungen erkennen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine streng chronologische Analyse von Zeitungsartikeln, um die Verschiebung der Themen und die mediale Tonalität im Verlauf des Wahlkampfes zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich entlang der chronologischen Ereignisse des Wahlkampfes, von der ersten TV-Debatte über diverse Skandale bis hin zur finalen Phase vor der Wahlergebnis-Verkündung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind US-Wahlkampf 2016, mediale Berichterstattung, TV-Debatten, politischer Journalismus und die Gegenüberstellung von „Die Welt“ und „Der Tagesspiegel“.

Wie bewerten die Zeitungen die Rolle des FBI-Chefs Comey im Wahlkampf?

Besonders der „Tagesspiegel“ kritisiert Comey als einen entscheidenden Faktor, der durch die erneute Aufnahme der Ermittlungen in den Wahlkampf eingegriffen habe, während die „Welt“ Comey als jemanden darstellt, der die politische Kultur vergiftet habe.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung über Trumps Anhänger in den beiden Medien?

Beide Medien üben Kritik an Trumps Basis; während die „Welt“ vor allem die Wählerschaft als Ganzes anfeindet, fokussiert der „Tagesspiegel“ verstärkt auf die politische Verantwortung der republikanischen Politiker innerhalb der Partei.

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Details

Title
Wahlkampf der Moderne? Wie die heimische Presse über das US-Präsidentschaftsrennen 2016 berichtet
College
University of Duisburg-Essen
Course
Zeitungspraxis
Grade
1,7
Author
Jan Lauer (Author)
Publication Year
2018
Pages
52
Catalog Number
V502260
ISBN (eBook)
9783346031693
ISBN (Book)
9783346031709
Language
German
Tags
USA 2016 Wahlkampf Trump Hillary Die Welt Der Tasgesspiegel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Lauer (Author), 2018, Wahlkampf der Moderne? Wie die heimische Presse über das US-Präsidentschaftsrennen 2016 berichtet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502260
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