Wahlkampf der Moderne? Wie die heimische Presse über das US-Präsidentschaftsrennen 2016 berichtet


Hausarbeit, 2018

52 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Start des Wahlkampfverlaufs

3 Erste TV-Debatte

4 Zuspitzung der Berichterstattung
4.1 Trumps Sextape

5 Zweite TV-Debatte

6 Übergang zur dritten TV-Debatte

7 Dritte TV-Debatte

8 Die letzten Wochen
8.1 Clintons E-Mail-Affäre
8.2 Countdown

9 Fazit & Ausblick

10 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Der amerikanische Wahlkampf um den Einzug ins Weiße Haus mag sich seit jeher in Struktur und Naturell vom deutschen Pendant unterscheiden. Dass die vermutlich entscheidenden Wochen des Wahlkampfes im Jahre 2016 jedoch selbst für die turbulenten Verhältnisse des amerikanischen Wahlsystems von besonderer Brisanz zeugen, steht außer Frage: Als „Schlammschlacht“1 zwischen „Supersexist Trump“2 und „Schlangenweib Clinton“3 bezeichnet, fand der amerikanische Wahlkampf in der deutschen Presse eine nahezu aufreißerische Thematisierung. Es waren auch vielmehr die Persönlichkeiten und weniger die Themen, die polarisierten: Während der republikanische Donald Trump mit rechtspopulistischen Parolen ein klares Statement gegenüber dem „Establishment“ setzte und durch Schlagworte wie „Fakenews“ und „postfaktisch“ nicht nur die amerikanische Politik sowie Gesellschaft nachwirkend prägte, kämpfte dessen demokratische Gegenkandidatin Hillary Clinton mit ihrem Image als „eiserne Lady“,4 der skandalbehafteten Vergangenheit ihres Mannes sowie einer ungewissen Verknüpfung zwischen finanziellen und politischen Interessen. Wie diese und weitere Aspekte in den Wahlkampf einflossen, dargestellt und gewertet wurden, soll die folgende Arbeit klären.

Bis auf wenige Ausnahmen werden sich die Untersuchungen auf das deutsche, das europaweit größte, Pressewesen5 konzentrieren.6 Selbstredend kann diese Analyse nicht sämtliche Berichterstattungen über den Wahlkampf 2016 berücksichtigen: „Die Welt“7 und „Der Tagesspiegel“ sollen im Folgenden die primären Quellen ausmachen. Beide Blätter gewährleisten eine durchgängige Analyse, da sie als Tageszeitungen eine durchgehende Dokumentation erbringen. Jedoch wird der Zeitraum der gesichteten Beiträge auf die Monate September, Oktober und November 2016, beginnend mit der ersten TV-Debatte bis hin zur Verkündung des Wahlergebnisses, beschränkt. Hierbei sollen sämtliche „informierende Darstellungsformen“8 Beachtung finden – auch solche von Gastautoren und Lesern, jedoch lediglich gedruckte und nicht digitale beziehungsweise webbasierte Publikationen.9 Sämtliche Beiträge werden gleichrangig behandelt und infolgedessen bis auf wenige Ausnahmen als Berichte/Artikel bezeichnet.10 Zwar mögen die verschiedenen Darstellungsformen aufgrund abweichender Stile ein unterschiedliches Herangehen unausweichlich machen,11 doch auf die Interpretation sollen diese Differenzen keine Auswirkungen haben.12

Ebenfalls sollen die Positionierung der Beiträge und das Layout der Seiten nur beiläufig Beachtung finden. Die allgemeine Berichterstattung des „Tagesspiegel“ und der „Welt“, insbesondere deren Nuancen und Differenzen, stehen demnach im Vordergrund der Untersuchung. Dass sich Schwerpunkt und Tonalität der Printhäuser unterscheiden, erscheint nicht zuletzt in Anbetracht der abweichenden „redaktionellen Linien“13 wahrscheinlich, denn während der „Tagesspiegel“ als liberal eingestuft wird, ist die „Welt“ eher im konservativen Spektrum verortet. Singuläre Auffälligkeiten bleiben jedoch außen vor: Generelle Themen und Ausdrucksweisen sowie der Informationsgehalt sollen die Kriterien der Gegenüberstellung ausmachen. Die Kernfrage lautet folglich: Lassen sich angesichts der Fülle an Aspekten ausschlaggebende Differenzen oder Gemeinsamkeiten in der Illustration des amerikanischen Wahlkampfes um die 45. Präsidentschaft am Beispiel der „Welt“ und des „Tagesspiegel“ erkennen?

Aufgrund des Zeitraums und der Fülle sind Nachweise über Zeitungsbeiträge stets in voller Länge untergebracht; auf eine verkürzte Zweitzitation wird verzichtet, um die Verweise einfacher zuordnen zu können.14 Lediglich Quellenbelege innerhalb von Fußnoten, etwa zur Belegung von Zitaten, werden der Leserfreundlichkeit halber im Stil der Zitiermethode nach Harvard eingebracht.15 Eine Eigenart der Arbeit stellt zudem die Unterteilung dar. Mit Ausnahme auf das Fazit unterliegen Absätze sowie Einrückungen einem bestimmten Muster: Während Erstere lediglich der Abgrenzung von Gedankengängen dienen, sollen Letztere den Vergleich der beiden Blätter vereinfachen – jeder Perspektivwechsel wird durch eine Einrückung kenntlich gemacht.

Einführende Werke wie Leitfäden finden kaum Verwendung: Theorien sollen außen vor bleiben und ein individueller Vergleich bezüglich Thema und Darstellungsweise in den Vordergrund rücken. Vereinzelt sind jedoch Publikationen aus verschiedenen pressefernen Fachbereichen eingebracht, um eine unabhängige Recherche zu gewähren. Grundsätzlich ist die Untersuchung jedoch in einem nicht-allegorischen Blick verfasst16: Zukünftige Entwicklungen werden ausgeblendet und die temporäre Berichterstattung als Momentaufnahme genutzt. Zu diesem Zweck ist die Analyse streng chronologisch gehalten,17 da sich die Themen im Wahlkampfverlauf verschieben und somit kaum in übergreifende Blöcke einzuteilen sind.

Eher zweitrangig behandelt werden sprachliche Stilmittel und Wortspiele à la „Donaldismus“18, da sich deren Breite kaum erfassen lässt und ein möglichst objektiver Vergleich angestrebt wird.19 Auch Prognosen werden nur bedingt aufgegriffen: Sind deutliche Unterschiede in der Chancenrechnung zu erkennen, werden diese erwähnt, doch Übereinstimmungen sowie detaillierte Wahlszenarien bleiben unkommentiert. Lediglich Prognosen in den letzten Tagen des Wahlkampfes werden näher erläutert, da solche, ungeachtet ihres Wahrheitsgehalts, mitunter entscheidende Auswirkungen auf Wähler haben können.20 Um eine Verbindung zwischen Prognosen und Tonalität der Berichterstattung herzustellen, ist an dieser Stelle eine zusammenfassende Statistik über den untersuchten Zeitraum eingebracht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Prognosenerhebung für den Zeitraum vom 28.09.16 bis zum 08.11.16. Quelle: O.A.: Trump lässt offen, ob er Wahlergebnis anerkennen wird, veröffentlicht am 20.10.16 auf Spiegel Online. Zu finden unter http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-und-hillary-clinton-im-3-tv-duell-wer-war-besser-a-1117440.html. Zuletzt aufgerufen am 10.03.18.

2 Start des Wahlkampfverlaufs

Der Auftakt der Berichterstattung fällt verhältnismäßig spärlich aus: Sowohl Anzahl als auch Umfang der Beiträge sind übersichtlich und die Darstellung der Kontrahenten offenbart eine negativ berichtende Fokussierung auf die Person Trump. In der „Welt“ etwa werden zwar Auswirkungen der Wahlerfolge beider Kandidaten thematisiert, dies jedoch, um im Kontext mit weiteren geopolitischen Entwicklungen mögliche Gefahren und Chancen für die Europäische Union im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen aufzuzeigen.21 Durch die Bezeichnung als „Gegner der Einwanderer und Schwachen“22 sowie der Unterstellung, „fremd allem Geist und Gefühl und allen sozialen Werten“23 zu sein, erntet der republikanische Präsidentschaftskandidat deutliche Kritik.24

Sachlicher ist der Besuch des israelischen Präsidenten dargestellt: Keine Wertung, sondern eine nüchterne Gegenüberstellung der Ziele prägt die Berichterstattung.25 Die Bemerkung, dass sowohl Trump als auch Clinton keine Pressevertreter auf ihren Treffen zuließen, stellt diese gar als ebenbürtige Konkurrenten dar.26 Das Fazit, dass beide Kandidaten der deutschen Regierung helfen könnten, „sich aus dem politischen Graben herauszukämpfen“27, unterstreicht diese Charakterisierung.

Der „Tagesspiegel“ beschränkt sich im Vorfeld darauf, die Gesichter der Kontrahenten auf die Titelseite zu bringen, dort auf seine Online-Berichterstattung zu verweisen und das TV-Duell lediglich auf der vorletzten Seite in einer Randspalte aufzugreifen: In einer Rezension der Talkshow „Anne Will“ wird das anstehende TV-Duell erläutert, doch durch die Thematisierung Trumps rückt die anstehende Konfrontation in den Hintergrund.28 Dessen Kandidatur beziehungsweise die Möglichkeit, als politisch unerfahrener Anwärter seine Konkurrenten auszustechen, wird zudem grundsätzlich angeprangert. So ist etwa die von Will gestellte Frage „Wie bekloppt sind die Amerikaner eigentlich?“29 eingebracht und Trumps angeblicher Lieblingssatz „There’s something going on“30 ausführlich erläutert, um abschließend auf dessen ablehnende Haltung gegenüber Immigranten zu verweisen.31

3 Erste TV-Debatte

Einen Tag später ist die partielle Gleichstellung aufgehoben32: Beide Blätter attestieren Clinton einen Sieg in der ersten TV-Debatte, gewichten diesen jedoch verschieden. So kürt die „Welt“ auf der Titelseite Trump zum „Amateur“33 und seine Konkurrentin zum „Profi“34, welcher mit einem eindeutig gelasseneren Auftritt überzeugt habe.35 Diese Ansicht wird im Innenteil wiederholt, allerdings entscheidend relativiert: Im Rahmen eines Vergleichs mit einer königlichen Führerin wird ein kurzzeitiger Schwächeanfall von Clinton als ein ominöses Vorzeichen für ihren Untergang gedeutet.36 So spricht die „Welt“ der Demokratin an dieser Stelle die Kraft des sogenannten Königheils zu, lässt jedoch entscheidende Aspekte des Mythos unbeachtet. Mittlerweile wurde dieser Glaube an eine königliche Heilung nämlich entscheidend „umgestaltet und unter bedeutendem kirchlichen Einfluss modifiziert“37, sodass nun der Treueschwur der Gefolgschaft sowie die Berührung des Anführers, jedoch keineswegs dessen eigene Gesundheit, als entscheidende Merkmale dieser Heilsprechung gelten.38 Dass die „Welt“ alsdann mit einem großen Faktencheck wirbt, erscheint unter diesem Gesichtspunkt nahezu zynisch. Besagter Check enttarnt Trump erwartungsgemäß als mehrfachen Lügner,39 betont allerdings, dass Clinton in puncto Freihandelsabkommen frühere Aussagen zu relativieren versuchte.40 Weniger Fakten enthält die eigentliche TV-Duell-Analyse, in der die Meinungen des Experten für nonverbale Kommunikation Dirk W. Eilert dargelegt werden. Eilert zufolge sei zum Beispiel an den Mimiken und Gesten beider Kandidaten Stress zu erkennen – eine Erkenntnis, die angesichts der Tragweite der Debatte kaum überrascht.41 Des Weiteren werden fragliche Thesen wie etwa Interpretationen zu den Farben der Anzüge aufgestellt.42 Die Betonung, dass Trump Anzeichen für Dominanz ausstrahle, überrascht ebenfalls kaum.43 Dass der Experte mit dem Urteil, beide hätten „ihre selbst gesteckten Ziele erreicht“44, suggeriert, er sei von den Absichten der Kandidaten informiert gewesen, unterstreicht kaum dessen Expertise.

Nochmals greift die „Welt“ das TV-Duell in Starke Clinton, schwacher Trump, aber kein Sieger auf. Der Titel fasst die Ansicht beider Zeitungen zusammen, doch der eigentliche Bericht offenbart eine differenzierte Interpretation: Während Trump der „Welt“ zufolge „vor allem am Anfang unsicher wirkte“45, trat dieser laut dem „Tagesspiegel“ in der ersten halbe Stunde souverän auf.46 Die Ansicht, Clinton habe insbesondere mit ihrer Erfahrung als Außenministerin gepunktet, ist wiederum in beiden Quellen zu vernehmen.47 Während die „Welt“ allerdings mit einem Verweis auf die Sprachlosigkeit Trumps nach Clintons simplem Argument, sie habe sich nicht nur auf die Debatte, sondern auch auf die Präsidentschaft vorbereitet, endet, greift der „Tagesspiegel“ eine unmittelbare Verteidigung von Trump auf: Er habe sich lediglich aus Respekt vor der anwesenden Clinton-Tochter zurückgehalten und würde in der nächsten TV-Debatte direkt „auf Angriff schalten“48. Überdies sei sein Mikrofon defekt gewesen.49

Beide Blätter beenden ihre Analyse demnach mit einem Verweis auf Trumps politische Unerfahrenheit, doch der „Tagesspiegel“ deutet den Ausgang überdies als einen Scheitelpunkt: Die Kandidatur als Präsidentschaftskandidat sei Trumps größte, nicht mehr steigerungsfähige, Leistung, was er „in seiner eigenen Welt“50 jedoch nicht wahrnehme, deshalb nicht aufgeben und als „pöbelnder Underdog“51 weiterhin „all jene an die Urne bringen [werde], die auf die Politik pfeifen“52.

4 Zuspitzung der Berichterstattung

Beide Zeitungen schließen mit der Analyse der ersten TV-Debatte recht schnell ab; Reaktionen sind nicht aufgegriffen und die Berichterstattung setzt sogar kurzzeitig aus.53 So gleicht die Darstellung des Wahlkampfes 2016 in den ersten Oktobertagen angesichts ausbleibender Ereignisse einer Rückschau beziehungsweise Grunddebatte. Dies mag verwundern, denn in diesen Zeitraum fallen Enthüllungen über Trumps fragwürdige, Praktiken, Steuerzahlungen zu umgehen. Während die „Welt“ zumindest in einem 89 Wörter umfassenden Beitrag über die grundsätzlichen Hintergründe informiert,54 spart der „Tagesspiegel“ die, erneut ausgebrochene, Finanzdebatte aus.55 Allerdings lässt die „Welt“ durchaus Aspekte unbeachtet. Dass es zum Beispiel eine anonyme Quelle war, die die entsprechenden Unterlagen, nach denen Trump 18 Jahre lang keine Steuern gezahlt haben könnte, der „New York Times“ zuspielte, bleibt unerwähnt.56 Dies gilt auch für den Kommentar seines Wahlkampfteams, er würde lediglich in seiner Rolle als „erfahrener Geschäftsmann, der treuhänderisch die Verantwortung für sein Geschäft, seine Familie und seine Angestellten trägt, nicht mehr Steuern … zahlen, als er gesetzlich … verpflichtet ist“57, agieren.

Im weiteren Verlauf dominieren Umfragewerte und Erläuterungen über die Bedeutung von Wahlkämpfen in den USA und das dortige Verständnis von Freiheit. Näher betrachtet sind zwar durchaus neue Entwicklungen, hauptsächlich Debatten über Trumps Äußerungen, eingebracht, doch selbst Ereignisse dieser Art werden unterschiedlich in den Vordergrund gerückt, wenn nicht sogar ausgelassen. Die Denunzierung einer Gewinnerin des Miss-Universe-Titels als „Miss Piggy“ beispielsweise wird lediglich vom „Tagesspiegel“ aufgegriffen und mitsamt der Verkündung, Clinton habe das TV-Duell im September gewonnen, als Trumps möglicher „Anfang vom Ende“58 gedeutet. Überhaupt wird der Wahlkampf im „Tagesspiegel“ Anfang Oktober nur nebensächlich eingebracht und offenbart einen sachlichen, gar hoffnungsvollen, Blick auf Trump.59 Alsdann kehrt die Tageszeitung jedoch zu der pessimistischen Charakterisierung des Kandidaten zurück, indem etwa dessen Lügen aufgelistet werden,60 er „mit den Kapriolen eines Narzissmus punktet, dem kein Gewissen mehr Grenzen setzt“61 und in eine Reihe mit Diktatoren wie Hitler und Stalin gerückt wird.62

In der etwas umfangreicheren Berichterstattung der „Welt“ stehen zeitweise Aussagen des Wikileak-Sprechers Julian Assange im Vordergrund.63 So hat es der Reporter als Aufmacher auf eine der Titelseiten geschafft und ist dort mitsamt der Ankündigung, in absehbarer Zeit brisante Dokumente über Clinton zu veröffentlichen, abgelichtet.64 Im dazugehörigen Kommentar überwiegen Geschichte und Reichweite von Wikileaks, doch in den Schlusszeilen ist ein angebliches Zitat von Clinton aus ihrer Zeit als Außenministerin eingebracht, dem zufolge sie sich nach einer möglichen Ermordung Assanges erkundigt habe.65 An dieser Stelle wird demnach erstmals lediglich Clinton thematisiert sowie geächtet. Im Hauptbericht über die Jubiläumsfeier der Enthüllungsplattform ist diese Kritik wiederum verblasst.66

Sogar Sympathie wird für die Demokratin signalisiert, wenn etwa das Fernseherduell der Vizepräsidentschaftskandidaten Beachtung findet: Auch das stellvertretende Oberhaupt der Demokraten, Tim Kaine, sei besser vorbereitet gewesen als sein republikanischer Konkurrent, habe sich jedoch nicht so gut wie Clinton unter Kontrolle gehabt und sich weniger auf Fakten berufen.67 Eine Niederlage wird dem republikanischen Vertreter Mike Pence allerdings nicht zugesprochen: Der Vizepräsident habe all das, was Trump nicht habe – „das Auftreten eines Gentleman“68, echte konservative Wertvorstellungen, „klare moralische Grundsätze“69 – und sei demnach umso wichtiger für Trump.70 Betonungen wie die, dass Pence auffallend häufig nicht die Schwächen von Trump verteidigt hätte und sogar inhaltliche Abweichungen erkennen ließe, suggerieren sogar eine gewisse Distanz zwischen dem Präsident- und Vizepräsidentschaftskandidaten, ja degradieren Trump mitsamt eines Verweises auf dessen unberechenbares Temperament gar in den Rang eines Außenseiters.71

Prodemokratisch berichtend fallen auch die letzten Tage bis zur zweiten TV-Debatte aus. So werden zwar keine neuen Entwicklungen aufgegriffen,72 dafür jedoch mögliche Auswirkungen, wie ein defensiverer Umgang mit Moskaus Militärpolitik im Falle eines Wahlsiegs von Trump73 und dessen „Machobewunderung … für den vermeintlichen russischen Eisenfresser Putin“74 thematisiert. Noch deutlicher herangetragen wird diese ablehnende Haltung durch Behauptungen wie die, dass Trumps „schlechtester Charakterzug, … sein zynischer Opportunismus, seine Bereitschaft, alles und jeden durch den Dreck zu ziehen“75 sei, er als Unternehmer „weit unten auf der Liste der Erfolgreichen“76 stünde und sogar dessen Bezeichnung als Unternehmer infrage gestellt wird.

4.1 Trumps Sextape

Das Sextape, in dem sich Trump mit sexuellen Übergriffen brüstet, wurde kurz vor der Aufzeichnung des zweiten TV-Duells publik gemacht.77 So sind in der „Welt“ auch beide Ereignisse miteinander verknüpft: Bereits auf der Titelseite ist eine Vorschau zu Supersexist Trump. Wie er sich jetzt noch retten kann gegeben. Im dazugehörigen Bericht werden die skandalösen Formulierungen des Republikaners weiter ausgeführt, wobei jedoch das anstehende TV-Duell im Vordergrund steht: Beurteilt, überwiegend sogar verurteilt, durch die Redenschreiberin und Kommunikationsdirektorin Mari Maseng Will, wird Trump in ein schlechtes, vor allem unprofessionelles, Licht gerückt.78 Durch Wertungen über dessen Persönlichkeit wie „Wir schämen uns alle dafür und es ist kaum zu glauben, dass wir jemanden nominieren konnten, der sexuell noch verdorbener ist als die Clintons“79 ist Trump auch persönlich angegriffen.80 Nicht von Will geäußerte Aussagen lassen an Trump ebenfalls Kritik erkennen, doch Erläuterungen zum Inhalt des Sextapes sind recht objektiv gehalten.81 Wesentlich intensiver prangert Will die Abkehr vom üblichen Vorbereitungsschema an: Trump habe erst kürzlich mit einer „professionellen Vorbereitung“82 begonnen, vor dem ersten TV-Duell „kaum geprobt“83 und sich alsdann gar „in die Defensive drängen lassen“84. Ungeachtet der Subjektivität dieser Einschätzung ergeben die Ratschläge, die die Expertin dem Präsidentschaftsanwerber erteilt, ebenso wie die Diagnose, dass er mit seinen Äußerungen gegenüber Frauen, für die er sich überraschend schnell entschuldigt und mit der er dennoch große Teile weiblicher Wähler verstimmt habe, Sinn.85 Allerdings: Zwar mag die Betonung, dass Will unter anderem John McCain und Bob Dole coachte, ihre Fachexpertise unterstreichen, doch mit dem Wissen, dass die genannten Kandidaten ihre Wahlen verloren, darf Wills Geschick durchaus hinterfragt werden.

Ähnliches gilt für den Verweis auf das althergebrachte Medium Fernsehen: Den Fakt, dass die Kandidaten nicht nur in das Wohnzimmer der Zuschauer geholt und aufgrund dieser heimischen Verbundenheit besonders freundlich aufzutreten hätten, sondern mittlerweile zahlreiche weitere Medien auch beziehungsweise in erster Linie außerhalb des Wohnzimmers genutzt werden,86 blendet Will aus.87 Immerhin bedenkt die Kommunikationsberaterin, inwieweit Trump mit einem guten Benehmen überhaupt dienen könne beziehungsweise möchte und betont mehrmals, der Kandidat müsse zu seinen und zu den parteilichen Werten stehen sowie angemessen verkörpern.88 Da er dies jedoch nicht tue, könne sie sich nicht mit Trumps Zielen identifizieren, geschweige denn mit ihm arbeiten.89

Der „Tagesspiegel“ trennt Sextape und TV-Debatte: Bereits auf der Titelseite werden in einem 1-Spalter die wichtigsten Hintergründe gebündelt und durch Informationen, die in der „Welt“ nicht zu vernehmen sind, erweitert.90 Zugleich ist Trumps Gegnerin beleuchtet: Neue, nicht weiter ausgeführte, Enthüllungen über gut bezahlte Reden für Banken würden Clinton unter Druck setzen – auch hiervon unterrichtet die „Welt“ nicht.91 Trumps Entschuldigung sei dem „Tagesspiegel“ zufolge auch unausweichlich,92 und nicht „ungewöhnlich“93. Gegensätze finden sich zudem in der Erläuterung zum Inhalt des Videos. So blendet der „Tagesspiegel“ etwa aus, dass sich Trump dort mit der Möglichkeit des konsequenzenlosen In-den-Schritt-Fassen einer Frau aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung brüstet.94 Stärker thematisiert der „Tagesspiegel“ zudem das Entsetzen republikanischer Politiker95 und rückt den Kandidaten anschließend in das Licht des hoffnungslosen Einzelgängers.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Titelseite vom „Tagesspiegel“ am 10.10.16.

Neben dieser Aufnahme spiegelt auch die Gestaltung des dazugehörigen Artikels die Kernaussage der Berichterstattung wider. So wird bereits die Überschrift Der Fall Trump als optisches Stilmittel genutzt,96 um zu betonen, dass Trump nun nicht mehr lediglich „vor dem Aus“97 stünde, sondern unentschlossene Wähler sowie die eigene Basis unwiderrufbar verloren hätte.98 Untermauert wird diese Auffassung durch den Verweis auf drei Dutzend parlamentarische Abgeordnete aus dem Lager der Republikaner, die Trump nun die Gefolgschaft verweigern würden, sowie durch die Erwähnung einiger Schauspieler samt deren Stellungnahmen.99

Trumps Entschuldigung, dass jeder, der ihn kenne, wisse, dass die im Sextape zu vernehmenden Worte nicht wiedergäben, wer er sei, wird überdies bereits im Vorfeld entkräftet.100 Zudem sind neue Äußerungen eingebracht, die dessen verachtende Haltung gegenüber Frauen noch deutlicher offenbaren.101 Die Aufzählung prominenter Republikaner, die ihre Ablehnung gegenüber Trump sodann offen zum Ausdruck bringen, lässt überdies die Aussage, seine Anhänger „niemals im Stich“102 zu lassen, absurd erscheinen. Zwar werden durchaus Unterstützer des Republikaners aufgezählt, doch die Betonung, dass viele Republikaner „die jetzt aufgetauchten Aufnahmen als Wendepunkt verstehen“103 wiegt nicht minder schwer und wird mit einem Verweis auf die anstehenden Parlamentswahlen ausführlich erläutert.104

Der als eher unwahrscheinlich eingestufte Rückzug Trumps, die Aufzählung jüngster Entgleisungen und die Prognose, dass Trumps Versuch, bedeutsame Wählergruppen außerhalb seiner weiß- männlichen Basis zu erschließen „endgültig gescheitert sein“105 dürfte, summieren sich folglich zu einer Art Vorhersage. Zwar weist die Zeitung darauf hin, dass Trump noch Chancen habe, die Wahl zu gewinnen, doch Formulierungen wie „Trump ist noch nicht erledigt“106 verdeutlichen ohne Frage die Positionierung, wenn nicht sogar das Hoffen, auf einen Clinton-Sieg aufseiten des „Tagesspiegel“. Durch den Verweis, neben den nun veröffentlichten Aufnahmen gäbe es vermutlich noch Aufzeichnungen über deutlich brisantere Äußerungen, ist auch der weitere Wahlkampfverlauf für Trump wenig aussichtsreich gezeichnet.107

Eine noch deutlichere Ablehnung gegenüber Trump ist an diesem Tage in der „Welt“ zu vernehmen: Auch hier schaffen es die Auswirkungen des Sextapes auf die Titelseite – in Form einer Porträt-Collage einiger Trump-Abkehrer sowie in einer dazugehörigen Kommentarspalte. Erstmals wendet sich das Blatt direkt an den Präsidentschaftskandidaten:

[...]


1 Wergin, Clemens: Für dieses TV-Duell schämen sich die Amerikaner, in: „Die Welt“ vom 11.10.16.

2 O.A.: Supersexist Trump. in: „Die Welt“ vom 09.11.16.

3 O.A.: Vier Fragen an Josef Joffe, in: „Der Tagesspiegel“ vom 07.11.16

4 Zwar mag der Begriff vorwiegend als ein Synonym für die britische Premierministerin Margaret Thatcher verwendet werden, diente im Wahlkampf 2016 jedoch ebenso der Charakterisierung Hillary Clintons. Vgl. Grimm, Oliver: Hillary Clinton, eiserne Lady, veröffentlicht am 29.07.16 auf DiePresse.com. Zu finden unter https://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/5059466/Hillary-Clinton-eiserne-Lady. Zuletzt aufgerufen am 10.03.18.

5 Vgl. Welke, Martin/Wilke, Jürgen: 400 Jahre Zeitung. Die Entwicklung der Tagespresse im internationalen Kontext, in Böning, Holger/Nagel, Michael/Weber, Johannes (Hrsg.): Presse und Geschichte – Neue Beiträge, Band 22, Bremen 2008, S. 491.

6 Ausnahmen sind nicht zu vermeiden, da viele Entwicklungen aus Initiativen amerikanischer Presseorgane resultieren. Ein Beispiel hierfür stellt die Veröffentlichung des Sextape, in dem Trump mit Übergriffen prahlt, durch die „Washington Post“ dar.

7 Verwendet wird die überregionale Fassung.

8 La Roche, Walther von: Einführung in den praktischen Journalismus. Mit genauer Beschreibung aller Ausbildungswege. Deutschland, Österreich, Schweiz, in: Gabriele Hooffacker (Hrsg.): Journalistische Praxis, Wiesbaden 2013, S. 151.

9 Neben der Nachricht sind Bericht, Reportage, Kommentar etc. als informierende (journalistische) Darstellungsformen zu verstehen. Vgl. La Roche: Einführung in den praktischen Journalismus, 2013, S. 151 ff.

10 Eine nähere Klassifizierung der Berichtform dient in erster Linie der Vermeidung von Wortwiederholungen.

11 Länge und Meinungsgebung einer Nachricht und einem Kommentar beispielsweise sind unvergleichbar.

12 Da die Redaktionen der Blätter die Beiträge publizieren, darf deren Zustimmung über Inhalt und möglicher Wirkung vorausgesetzt und dementsprechend ebenbürtig gewertet werden.

13 Mit der redaktionellen Linie ist hier nicht nur die politische Positionierung im Rechts-Mitte-Links-Schema, sondern auch die Ausrichtung im Sinne von konservativ, liberal, elitär etc. gemeint. Vgl. Kepplinger, Hans Mathias: Die Demontage der Politik in der Informationsgesellschaft, in: Brosius, Hans-Bernd/Kepplinger, Hans Mathias/Noelle- Neumann, Elisabeth (Hrsg.): Alber-Reihe Kommunikation, Band 24, 2. Auflage, München 2000, S. 42.

14 Zwecks Übersichts- und Einheitswahrung sind zudem lediglich die Kopfzeilen der Überschriften genannt.

15 Da die zahlreichen Artikel nicht im Quellenverzeichnis aufgeführt werden, sind bei Belegen dieser Art noch die Artikelnamen untergebracht.

16 Ausgenommen von dieser Sichtweise ist das Fazit.

17 Unter Chronologie ist die Reihenfolge des Veröffentlichungsdatums zu verstehen.

18 Schönstein, Jürgen: Neuer Donaldismus, in: „Die Welt“ vom 07.10.16.

19 Angesichts frauenfeindlicher und rassistischer Äußerungen Trumps mag eine Objektivitätswahrung kaum möglich sein, soll dennoch so gut wie möglich erbracht werden.

20 Vgl. Pörksen, Uwe: Der Mediencondottiere – eine Skizze, in: Lepsius, Oliver/Meyer-Kalkus, Reinhart (Hrsg.): Inszenierung als Beruf. Der Fall Guttenberg, Berlin 2011, S. 21 – 32, hier S. 23.

21 Vgl. Krauel, Thorsten: US-Präsidenten verändern uns, in: „Die Welt“ vom 27.09.16.

22 Krauel, Thorsten: US-Präsidenten verändern uns, in: „Die Welt“ vom 27.09.16.

23 Krauel, Thorsten: US-Präsidenten verändern uns, in: „Die Welt“ vom 27.09.16.

24 Lediglich eine kurze Honorierung ist an dieser Stelle indirekt durch die Bemerkung, dass, sofern Angela Merkel es schaffen sollte, ihre geschwächte Position zu stärken, „Trump der Letzte [sei], der das ignorieren würde“ (Krauel: US- Präsidenten verändern uns, „Die Welt“, 27.09.16) eingebracht: Die Anerkennung für Führungsqualitäten spricht Trump durchaus Fachwissen oder zumindest Erfahrung in Führungspositionen zu.

25 So wolle Trump Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels anerkennen und über die Errichtung einer israelischen sowie amerikanischen Mauer sprechen, Clinton hingegen höhere Militärausgaben für den Nahen Osten zur Verfügung stellen. Vgl. O.A.: Trump plaudert mit Netanjahu über Mauerbau, in: „Die Welt“ vom 27.09.16.

26 Vgl. O.A.: Trump plaudert mit Netanjahu über Mauerbau, in: „Die Welt“ vom 27.09.16.

27 Krauel, Thorsten: US-Präsidenten verändern uns, in: „Die Welt“ vom 27.09.16.

28 Fetscher, Caroline: Da geht was vor, in: „Der Tagesspiegel“ vom 27.09.16.

29 Fetscher, Caroline: Da geht was vor, in: „Der Tagesspiegel“ vom 27.09.16.

30 Fetscher, Caroline: Da geht was vor, in: „Der Tagesspiegel“ vom 27.09.16.

31 So endet der erste Absatz mit „Irgendwas geht vor sich, da ist was im Busch, ich ahne, ich rieche, dass etwas lauert, eine Gefahr, eine Verschwörung, etwas Übles – von Immigranten“. (Fetscher: Da geht was vor, „Der Tagesspiegel“, 27.09.16) Dass Trumps Haltung gegenüber Immigranten als ablehnend oder zumindest sehr defensiv anzusehen ist, lässt sich angesichts dessen Wahlversprechen, die mexikanisch-amerikanische Grenze mithilfe einer Mauer zu sichern, nicht abstreiten.

32 Gemeint sind hiermit die nüchterne Gegenüberstellung im Rahmen des Besuches des israelischen Kandidaten und die ausgewogene Titelseite des „Tagesspiegel“ vom 27.09.16.

33 Wergin, Clemens: Clinton ist cool geblieben, in: „Die Welt“ vom 28.09.16.

34 Wergin, Clemens: Clinton ist cool geblieben, in: „Die Welt“ vom 28.09.16.

35 Wergin, Clemens: Clinton ist cool geblieben, in: „Die Welt“ vom 28.09.16.

36 Stürmer, Michael: Clinton und das Königsheil, in: „Die Welt“ vom 28.09.16.

37 Kienast, Walther: Germanische Treue und „Königsheil“, in: Historische Zeitschrift Band 227, Heft 2, Oktober 1978, S. 265 – 324, hier S. 267.

38 Vgl. Kienast: Germanische Treue und „Königsheil“, S. 304 – 305.

39 Bereits im Vorwahlkampf offenbarten etliche Aussagen Trumps Unwahrheiten. Vgl. Hausner, Joseph: 623 Unwahrheiten in 137 Tagen: Ein US-Reporter führt das Trump-Lügen-Protokoll, veröffentlicht am 18.06.17 auf Focus Online. Zu finden unter https://www.focus.de/politik/ausland/usa/fact-checker-der-washington-post-trump-ist-so- schamlos-was-seine-luegen-anbelangt_id_7249744.html. Zuletzt aufgerufen am 31.03.18.

40 So wird betont, dass Clinton das Abkommen TPP zunächst als den „Goldstandard der Handelsabkommen“ (O.A.: Wie halten es die Bewerber mit der Wahrheit?, „Die Welt“, 28.09.16) bezeichnete, in der Debatte von dieser Wertung jedoch Abstand nahm beziehungsweise leugnete, diese Worte geäußert zu haben.

41 Vgl. Ehrenstein, Claudia: Trump stand nur einmal wirklich unter Stress, in: „Die Welt“ vom 28.09.16.

42 Vgl. Ehrenstein, Claudia: Trump stand nur einmal wirklich unter Stress, in: „Die Welt“ vom 28.09.16.

43 Vgl. Ehrenstein, Claudia: Trump stand nur einmal wirklich unter Stress, in: „Die Welt“ vom 28.09.16.

44 Ehrenstein, Claudia: Trump stand nur einmal wirklich unter Stress, in: „Die Welt“ vom 28.09.16.

45 Graw, Ansgar: Starke Clinton, schwacher Trump, aber kein Sieger, in: „Die Welt“ vom 28.09.16.

46 Vgl. Seibert, Thomas: Neben der Überholspur, in: „Der Tagesspiegel“ vom 28.09.16.

47 Vgl. Seibert, Thomas: Neben der Überholspur, in: „Der Tagesspiegel“ vom 28.09.16 sowie Graw, Ansgar: Starke Clinton, schwacher Trump, aber kein Sieger, in: „Die Welt“ vom 28.09.16.

48 Vgl. Seibert, Thomas: Neben der Überholspur, in: „Der Tagesspiegel“ vom 28.09.16.

49 Vgl. Seibert, Thomas: Neben der Überholspur, in: „Der Tagesspiegel“ vom 28.09.16.

50 Lehming, Malte: In Trumps Welt, in: „Der Tagesspiegel“ vom 28.09.16.

51 Lehming, Malte: In Trumps Welt, in: „Der Tagesspiegel“ vom 28.09.16.

52 Lehming, Malte: In Trumps Welt, in: „Der Tagesspiegel“ vom 28.09.16.

53 Der „Tagesspiegel“ beispielsweise blendet den Wahlkampf in den Ausgaben vom 30. September, 1. und 3. Oktober, die „Welt“ in denen vom 29. und 30. September sowie und 3. Oktober aus.

54 So ist etwa die ausschlaggebende Meldung, dass Trump eventuell seit 18 Jahren keine Steuern gezahlt haben könnte, aufgegriffen. Vgl. O.A.: Irritation um Trumps Steuerzahlungen, in: „Die Welt“ vom 04.10.16.

55 Erst im Rahmen der zweiten TV-Debatten-Analyse wird diese erwähnt. Dies jedoch lediglich durch den Verweis, dass Trump seine Praktiken als eine Schwachstelle der aktuellen beziehungsweise vorherigen Regierung ummünze und somit ein Argument gegen Clintons Kandidatur liefere. Vgl. Giesinger, Ruth/Seibert, Thomas: Biss zum Schluss, in: „Der Tagesspiegel“ vom 11.10.16.

56 Vgl. O.A.: Irritation um Trumps Steuerzahlungen, in: „Die Welt“ vom 04.10.16.

57 O.A.: Trump zahlte womöglich jahrelang keine Steuern, veröffentlicht am 02.10.16 auf Spiegel Online. Zu finden unter http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-zahlte-womoeglich-jahrelang-keine-steuern-a-1114894.html. Zuletzt aufgerufen am 10.03.18.

58 O.A.: Vier Fragen an Josef Joffe, in „Der Tagesspiegel“ vom 04.10.16.

59 Ist zum Beispiel von einem erneuten Kalten Krieg zwischen Moskau und Washington die Rede, wird ein knapper Verweis auf Trumps Absichten, ein gutes Verhältnis mit Russland pflegen, sich allerdings „nicht über den Tisch ziehen lassen“ (Güsten: Konfrontation der Grossmächte, „Der Tagesspiegel“, 05.10.16) zu wollen eingebracht und durch die Erläuterung der Position von Clinton, die das amerikanisch-russische Verhältnis belasten könne, sogar positiv dargestellt.

60 Vgl. Peitz, Christiane: Schlimme Wörter, in: „Der Tagesspiegel“ vom 06.10.16.

61 Eberth, Michael: Die Gewissenlosen, in: „Der Tagesspiegel“ vom 07.10.16.

62 Vgl. Eberth, Michael: Die Gewissenlosen, in: „Der Tagesspiegel“ vom 07.10.16.

63 Vgl. O.A. Blasser Auftritt, in: „Die Welt“, vom 05.10.16.

64 Vgl. O.A. Blasser Auftritt, in: „Die Welt“, vom 05.10.16.

65 Übersetzt soll Clinton dies mit den Worten „Können wir den Mann nicht einfach mit einer Drohne erledigen?“ (Krauel: Wikileaks, der edle Pranger, „Die Welt“, 05.10.16) getan haben. Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit zu diesem Schritt werden durch diese saloppe Formulierung also leicht relativiert.

66 Vgl. Lühmann, Hannah: Hipp, hipp, hurra, alles ist super, alles ist wunderbar!, in: „Die Welt“ vom 05.10.16.

67 Vgl. Clemens, Vergin: Hillary Clintons Stellvertreter glänzt mit schlechten Manieren, in: „Die Welt“ vom 06.10.16.

68 Clemens, Vergin: Hillary Clintons Stellvertreter glänzt mit schlechten Manieren, in: „Die Welt“ vom 06.10.16.

69 Clemens, Vergin: Hillary Clintons Stellvertreter glänzt mit schlechten Manieren, in: „Die Welt“ vom 06.10.16.

70 Vgl. Clemens, Vergin: Hillary Clintons Stellvertreter glänzt mit schlechten Manieren, in: „Die Welt“ vom 06.10.16.

71 Vgl. Clemens, Vergin: Hillary Clintons Stellvertreter glänzt mit schlechten Manieren, in: „Die Welt“ vom 06.10.16.

72 Zwar greift der „Tagesspiegel“ noch eine Diagnose auf, doch da weniger der Vorsprung Clintons, sondern vielmehr die Komplexität einer aussagekräftigen Auswertung amerikanischer Wählerbefragungen im Vordergrund steht, darf dieser Beitrag durchaus als allgemeine Hintergrunderläuterung angesehen werden. Vgl. Marshall, Christoph von: Vorteil Clinton, in: „Der Tagesspiegel“ vom 08.10.16.

73 Gemeint sind hier die angeblichen Bestrebungen einer in Moskau aufgehrenden Kriegspartei, die sowohl in Syrien als auch in Osteuropa ihre Macht stärken beziehungsweise alte Teile der Sowjetunion annektieren wolle, und im Falle eines Wahlsieges von Trump mit keinen Restriktionen zu rechnen hätte. Vgl. Schuster, Jacques: Vor einer neuen Eiszeit, in: „Die Welt“ vom 08.10.16.

74 Schuster, Jacques: Vor einer neuen Eiszeit, in: „Die Welt“ vom 08.10.16.

75 Schönstein, Jürgen: Neuer Donaldismus, in: „Die Welt“ vom 07.10.16.

76 Schönstein, Jürgen: Neuer Donaldismus, in: „Die Welt“ vom 07.10.16.

77 Veröffentlicht wurde der Mitschnitt am 7. Oktober, ist aufgrund von Zeitverschiebung und Redaktionsschluss von beiden Blättern allerdings erst am 9. Oktober, am Tag der zweiten TV-Debatte, beleuchtet.

78 Vgl. Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

79 Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

80 Bemerkungen dieser Art sind angesichts der Parteienzugehörigkeit Wills (Republikanerin) zwar mit Vorsicht zu genießen, da eine negative Haltung gegenüber den Clintons keine Seltenheit unter Republikanern ist, doch da diese ihren eigenen Kandidaten kritisiert, ist dieser Verweis zugleich besonders aussagekräftig.

81 Wie eine Wortwahl bei solch einem sowohl moralisch als auch rechtlich problematischen Thema ausfallen muss, um noch als objektiv zu gelten, ist selbstverständlich kompliziert. So heißt es an dieser Stelle, dass nun „ganz Amerika [hört], wie er [Trump] in obszönen Worten den Versuch beschreibt, eine verheiratete Frau ins Bett zu kriegen. Und wie er prahlt, dass er sich als Star alles bei Frauen erlauben könne, etwa auch, ihnen in den Schritt zu fassen.“ Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

82 Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

83 Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

84 Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

85 Vgl. Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

86 So hat das Smartphone insbesondere in den USA eine überragende Stellung und wird dort bei Weitem nicht nur innerhalb der eigenen vier Wände und als Parallelmedium genutzt. Vgl. O.A.: Prognose zur Anzahl der Smartphone- Nutzer in den USA von 2010 bis 2020 (in Millionen), veröffentlicht o.D. auf Statista.com. Zu finden unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/200059/umfrage/prognose-zur-anzahl-der-smartphonenutzer-in-den-usa/. Zuletzt aufgerufen am 10.03.18 sowie O.A.: Amis telefonieren beim Sex und unter Dusche, veröffentlicht am 12.07.13 auf Focus Online. Zu finden unter http://www.focus.de/digital/handy/us-studie-zur-smartphone-nutzung-amis- telefonieren-beim-sex-und-unter-dusche_aid_1041860.html. Zuletzt aufgerufen am 10.03.18.

87 Vgl. Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

88 Vgl. Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

89 Vgl. Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

90 So wird etwa auf die Anonymität der Quelle und auf die Veröffentlichung durch die „Washington Post“ hingewiesen. Vgl. O.A.: Trump vor dem Aus?, in: „Der Tagesspiegel“ vom 09.10.16.

91 Vgl. O.A.: Trump vor dem Aus?, in: „Der Tagesspiegel“ vom 09.10.16.

92 Vgl. O.A.: Trump vor dem Aus?, in: „Der Tagesspiegel“ vom 09.10.16.

93 Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

94 Trumps Aussage, als Star könne man sich alles erlauben, sein Versuch, mit einer verheirateten Frau zu schlafen, und seine Vorliebe, fremde Frauen zu küssen, finden wiederum in beiden Blättern Beachtung. Vgl. O.A.: Trump vor dem Aus?, in: „Der Tagesspiegel“ vom 09.10.16 sowie Wergin, Clemens: Trump muss erst recht angreifen, in: „Die Welt“ vom 09.10.16.

95 Vgl. O.A.: Trump vor dem Aus?, in: „Der Tagesspiegel“ vom 09.10.16.

96 Die Letter der Überschrift fallen sinnbildlich über beziehungsweise in den Artikel.

97 O.A.: Trump vor dem Aus?, in: „Der Tagesspiegel“ vom 09.10.16.

98 Vgl. Seibert, Thomas/Marshall, Christoph von: Der Fall Trump, in: „Der Tagesspiegel“ vom 10.10.16.

99 Vgl. Seibert, Thomas/Marshall, Christoph von: Der Fall Trump, in: „Der Tagesspiegel“ vom 10.10.16.

100 So werden etwa vor der Thematisierung des Zitats vorherige Fehltritte von Trump aufgelistet. Vgl. Seibert, Thomas/Marshall, Christoph von: Der Fall Trump, in: „Der Tagesspiegel“ vom 10.10.16.

101 Es heißt nun in einem Zitat etwa „Pack sie an der Muschi. Du kannst alles machen.“ Seibert, Thomas/Marshall, Christoph von: Der Fall Trump, in: „Der Tagesspiegel“ vom 10.10.16.

102 Seibert, Thomas/Marshall, Christoph von: Der Fall Trump, in: „Der Tagesspiegel“ vom 10.10.16.

103 Seibert, Thomas/Marshall, Christoph von: Der Fall Trump, in: „Der Tagesspiegel“ vom 10.10.16.

104 Laut „Tagesspiegel“ warteten bereits viele Republikaner auf einen günstigen Zeitpunkt, sich von Trump loszusagen und sich somit für die kommenden Parlamentswahlen einen Vorteil zu verschaffen. Vgl. Seibert, Thomas/Marshall, Christoph von: Der Fall Trump, in: „Der Tagesspiegel“ vom 10.10.16.

105 Seibert, Thomas/Marshall, Christoph von: Der Fall Trump, in: „Der Tagesspiegel“ vom 10.10.16.

106 Seibert, Thomas/Marshall, Christoph von: Der Fall Trump, in: „Der Tagesspiegel“ vom 10.10.16.

107 Von weiterem belastenden Material solle der Produzent der Fernsehserie „The Apprentice“ wissen. Vgl. Seibert, Thomas/Marshall, Christoph von: Der Fall Trump, in: „Der Tagesspiegel“ vom 10.10.16.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten

Details

Titel
Wahlkampf der Moderne? Wie die heimische Presse über das US-Präsidentschaftsrennen 2016 berichtet
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Zeitungspraxis
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
52
Katalognummer
V502260
ISBN (eBook)
9783346031693
ISBN (Buch)
9783346031709
Sprache
Deutsch
Schlagworte
USA 2016 Wahlkampf Trump Hillary Die Welt Der Tasgesspiegel
Arbeit zitieren
Jan Lauer (Autor), 2018, Wahlkampf der Moderne? Wie die heimische Presse über das US-Präsidentschaftsrennen 2016 berichtet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502260

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