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Der Halloween-Effekt. Die Beeinflussung des deutschen Aktienmarktes

Eine empirische Untersuchung des TecDAX

Titel: Der Halloween-Effekt. Die Beeinflussung des deutschen Aktienmarktes

Seminararbeit , 2019 , 28 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Kai Möllers (Autor:in)

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der Arbeit ist es anhand einer empirischen Untersuchung zu ermitteln, ob der Halloween-Effekt existiert und sich auf die jeweiligen Renditen einzelner Jahresabschnitte auswirkt.

An den Aktienmärkten existiert eine große Anzahl von Börsenweisheiten, die weltweit bekannt sind. Eine berühmte Weisheit stammt von André Bertholomew Kostolany, der sagte: "Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen, Sie sind reich".

Neben diesem weltweit populären Zitat werden in den Medien, besonders in der Wirtschaftspresse und den Börsenzeitungen, jedes Jahr Ende April Berichte registriert, die auf die Börsenweisheit "Sell in May, and go away" hinweisen. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass Aktienbesitzer ihre Aktien im Mai eines Jahres verkaufen und erst im Herbst wieder am Aktienmarkt einsteigen, dass heißt Aktien kaufen sollten. Dieses wird allgemein als der Halloween-Effekt bezeichnet.
Die oben angeführte Börsenweisheit wird in vielen Fällen noch um den Nachsatz ergänzt "but don’t forget to remember to come back in November".

Dieser Auffassung liegt die Annahme zugrunde, dass im Zeitraum November bis Mai die Aktien an den Börsen stärker steigen als in der Zeit von Juni bis Oktober.

In Bezug auf den Zeitpunkt des Wiedereinstiegs in den Aktienmarkt gibt es aber unterschiedliche Standpunkte. Baumann und Jacobsen gehen davon aus, dass bereits im September der richtige Zeitpunkt wäre wieder in den Aktienmarkt einzusteigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit

3 Theoretische Grundlagen

3.1 Definition und Charakteristika des Halloween – Effekts

3.2 Mögliche Ursachen und Einflüsse auf den Halloween – Effekt

4 Aktueller Stand der Forschung

5 Forschungshypothesen

6 Empirische Untersuchung

6.1 Datenbasis TecDAX

6.2 Untersuchungsmethode

7 Empirische Untersuchungsergebnisse

8 Fazit und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es, durch eine empirische Untersuchung zu ermitteln, ob der sogenannte "Halloween-Effekt" – eine Börsenanomalie, bei der Aktien in den Wintermonaten November bis April historisch höhere Renditen erzielen als im Sommer – am deutschen Technologie-Index TecDAX existiert.

  • Analyse des Halloween-Effekts am deutschen Aktienmarkt unter Verwendung des TecDAX.
  • Überprüfung der Signifikanz saisonaler Renditeunterschiede in verschiedenen Zeiträumen (2003-2018).
  • Untersuchung potenzieller Einflüsse des "Januar-Effekts" auf die Performance.
  • Vergleich der Ergebnisse mit bestehender wissenschaftlicher Literatur und Börsenweisheiten.
  • Statistische Auswertung mithilfe von Regressionsanalysen und t-Tests in R.

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition und Charakteristika des Halloween – Effekts

Der sogenannte Halloween – Effekt beschreibt die Beobachtung, dass im Kalenderzeitraum von November bis April Investoren eine höhere Rendite erzielen können als in den übrigen Kalendermonaten. Eine klare und eindeutige Definition des Halloween – Effekts gibt es hierzu nicht in der einschlägigen Literatur, da dieser Effekt oftmals nur das Ergebnis von Beobachtungen widerspiegelt. Die alte englische Börsenweisheit „Sell in May and go away, but buy back on St. Leger’s Day“, hat ihren Ursprung im Jahre 1776 und greift auf eines der drei Triple Crown of Thoroughbred Racing Pferderennen in Doncaster zurück. Die damalige britische Oberschicht hatte in den Sommermonaten mehr Interesse am Pferdesport als an den Aktienmärkten. Etwas abgewandelt zu dem Börsen – Aphorismus „Sell in May, hold cash until the end of October, and then buy back into the equity market“ empfiehlt dieser dem Investor, dass er bis zum Monat Mai seine Aktien verkauft, seine Liquidität bis Ende Oktober hält und dann zu Halloween (Ende Oktober) wieder in den Markt investiert. Dieses Phänomen, welches die Implikation des Halloween – Effekts und somit die nicht zeitkonstante Verteilung der Renditen über das Jahr hinweg voraussetzt, wird deshalb zu den persistenten Kalenderanomalien gezählt. Insgesamt wird in der Literatur von fünf wesentlichen Kalenderanomalien ausgegangen, wobei der Halloween – Effekt in eine besondere Form der Kapitalmarktanomalie aufgelistet wird. Er stellt Ineffizienzen des Kapitalmarkts dar, da er davon ausgeht, dass Renditen spezifische Muster -entgegen der Effizienzmarkthypothese- über das ganze Kalenderjahr aufzeigen. Diese Muster und Anomalien sollen und können Investoren nutzen, um hieraus eine Anlagestrategie mit geringerem Risiko und höheren Renditen zu entwickeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Börsenweisheit "Sell in May and go away" und deren wissenschaftliche Relevanz im internationalen Kontext.

2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit: Darstellung der methodischen Vorgehensweise und der Zielsetzung, den Halloween-Effekt am deutschen TecDAX zu validieren.

3 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Definition des Halloween-Effekts sowie Diskussion möglicher Ursachen wie saisonales Anlegerverhalten und Marktineffizienzen.

4 Aktueller Stand der Forschung: Überblick über existierende Studien, die den Halloween-Effekt bestätigen oder kritisch hinterfragen, insbesondere unter Berücksichtigung von Sondereffekten.

5 Forschungshypothesen: Formulierung von fünf Hypothesen zur Prüfung des Halloween-Effekts und des Januar-Effekts im Untersuchungszeitraum 2003-2018.

6 Empirische Untersuchung: Beschreibung der Datenbasis des TecDAX und der statistischen Methodik (Regressionsanalyse und t-Tests) unter Nutzung von R.

7 Empirische Untersuchungsergebnisse: Präsentation der statistischen Auswertungen, die zeigen, dass am TecDAX kaum signifikante Evidenz für den Halloween-Effekt vorliegt.

8 Fazit und Zusammenfassung: Abschließende Bewertung, die den Halloween-Effekt für den untersuchten Zeitraum als nicht eindeutig belegt einstuft und weiteren Forschungsbedarf aufzeigt.

Schlüsselwörter

Halloween-Effekt, Sell in May, Aktienmarkt, TecDAX, Rendite, Kalenderanomalie, Januar-Effekt, Markteffizienz, Börsenweisheiten, Regressionsanalyse, Finanzkrise, Statistik, Investition, Saisonalität, Kapitalmarktanomalie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die bekannte Börsenweisheit "Sell in May and go away" – auch bekannt als Halloween-Effekt – statistisch auf dem deutschen Technologie-Index TecDAX nachweisbar ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind saisonale Kalenderanomalien an Aktienmärkten, der Vergleich von Winter- und Sommerrenditen sowie der Einfluss von Krisenzeiten und anderen Effekten wie dem Januar-Effekt auf die Marktrendite.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, anhand einer empirischen Untersuchung für den Zeitraum 2003 bis 2018 zu ermitteln, ob eine signifikante Überrendite in den Wintermonaten (November bis April) gegenüber den Sommermonaten (Mai bis Oktober) im TecDAX existiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser nutzt eine quantitative Analyse, basierend auf dem Statistikprogramm R, inklusive deskriptiver Datenanalyse, Regressionsgleichungen mit Dummy-Variablen und zweiseitigen t-Tests.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung des Halloween-Effekts, den aktuellen Forschungsstand, die Definition der zu prüfenden Hypothesen, die Beschreibung der Datenbasis und Methodik sowie die detaillierte Darstellung und Interpretation der empirischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Halloween-Effekt, Kalenderanomalie, Markteffizienz, TecDAX, Renditeanalyse und statistische Signifikanz charakterisiert.

Zeigt die Untersuchung, dass der Halloween-Effekt nach der Finanzkrise 2008 verschwunden ist?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Effekt im Zeitraum 2008-2013 unter Berücksichtigung eines Signifikanzniveaus von 10% kurzzeitig auftrat, jedoch über den Gesamtzeitraum von 15 Jahren sowie in den anderen Teilzeiträumen keine statistisch signifikante Bestätigung fand.

Warum wurde für die Untersuchung gerade der TecDAX gewählt?

Der TecDAX wurde gewählt, um den deutschen Technologiesektor abzubilden, da dieser Index seit 2003 an Bedeutung gewonnen hat und eine spezifische Dynamik im Vergleich zum klassischen DAX aufweist.

Welche Bedeutung hat der Januar-Effekt für die Untersuchung?

Der Januar-Effekt wird als potenzieller Einflussfaktor analysiert, da oft diskutiert wird, ob hohe Renditen in den Wintermonaten lediglich auf überdurchschnittliche Gewinne im Januar zurückzuführen sind und nicht auf den Halloween-Effekt an sich.

Wie lautet die abschließende Schlussfolgerung des Autors?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die "Sell in May"-Weisheit auf den TecDAX im untersuchten Zeitraum nicht eindeutig anwendbar ist und die Nullhypothese – dass kein Unterschied zwischen Sommer- und Winterrenditen besteht – im Wesentlichen nicht verworfen werden konnte.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Halloween-Effekt. Die Beeinflussung des deutschen Aktienmarktes
Untertitel
Eine empirische Untersuchung des TecDAX
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Frankfurt früher Fachhochschule
Note
2,3
Autor
Kai Möllers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
28
Katalognummer
V502366
ISBN (eBook)
9783346051721
ISBN (Buch)
9783346051738
Sprache
Deutsch
Schlagworte
halloween-effekt beeinflussung aktienmarktes eine untersuchung tecdax
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kai Möllers (Autor:in), 2019, Der Halloween-Effekt. Die Beeinflussung des deutschen Aktienmarktes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502366
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Leseprobe aus  28  Seiten
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