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Der Wertewandel zwischen der Nachkriegszeit und 1996

Die Gedichte "Inventur" von Günter Eich und "Inventur 96 oder Ich zeig Eich mein Reich" von Robert Gernhardt

Title: Der Wertewandel zwischen der Nachkriegszeit und 1996

Term Paper , 2017 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Clemens Brömel (Author)

German Studies - Modern German Literature
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In der bevorstehenden Hausarbeit soll durch die Analyse verschiedener Gedichte und deren Gegenüberstellung die signifikante Veränderung der materiellen und menschlichen Werte aufgezeigt werden. Um diesen Wandel zu verdeutlichen, wird das Gedicht "Inventur" von Günther Eich, das unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg veröffentlicht wurde, mit dem Werk "Inventur 96 oder Ich zeig Eich mein Reich" von Robert Gernhardt aus den Jahr 1997 in Kontrast gesetzt.

Der Leser wird zunächst über die allgemeine Situation zur Zeit der jeweiligen Werke in Kenntnis gesetzt, um ihm einen besseren Zugang in die Thematik zu ermöglichen. Das Hauptaugenmerk der Hausarbeit liegt auf dem Vergleich von "Inventur" und "Inventur 96 oder Ich zeig Eich mein Reich".

Hierbei werden zunächst strukturelle Auffälligkeiten der exemplarischen Gedichte miteinander verglichen. Nach Abschluss der Formanalyse wird der Wandel der Werte detailliert an beiden Gedichten nachgewiesen, wobei explizit Bezug auf die Begrifflichkeit "Stunde 0" genommen wird. Abschließend wird ein Fazit über die Veränderung der Werte und deren Verbindung mit der jeweiligen Zeit gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Umstände zur Zeit der Gedichte

3. Formanalyse beider Werke im Vergleich

4. Die Veränderung der Werte anhand beider Gedichte

5. Fazit – Werte der heutigen Zeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel gesellschaftlicher Wertvorstellungen von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zum Jahr 1996. Ausgehend von Günter Eichs Gedicht „Inventur“ und dessen literarischer Bezugnahme durch Robert Gernhardt in „Inventur 96 oder Ich zeig Eich mein Reich“, wird analysiert, wie sich die Gewichtung von materiellem Besitz und ideellen Werten durch historische Ereignisse und veränderte Lebensumstände transformiert hat.

  • Vergleich der Nachkriegsgesellschaft mit der Konsumgesellschaft von 1996
  • Analyse der formalen Strukturen der beiden Gedichte
  • Deutung der Symbolik von Alltagsgegenständen und deren Bedeutungswandel
  • Untersuchung des Einflusses von Zeitumständen auf menschliche Wertesysteme
  • Kritische Reflexion über die zunehmende Technisierung und Objektorientierung

Auszug aus dem Buch

3. Formanalyse beider Werke im Vergleich

Bei der formellen Untersuchung der Gedichte ist bereits zu Beginn eine starke Ähnlichkeit zu erkennen, da sich beide in 7 Strophen mit jeweils 4 Versen teilen. Durch die durchgängige Verwendung von Enjambements wirken sie nebeneinandergestellt nahezu identisch. Vor allem der gemeinsame Zeilensprung über die Strophengrenze hinaus im jeweils 16. Und 17. Vers der Poeme unterstreicht diesen Eindruck. Beide Werke lassen sich nur aufgrund der vorhandenen Strophenform als Gedichte einordnen, was an der gleichmäßigen Anzahl der Zeilen in jeder Strophe ersichtlich wird.

Bis auf diesen Faktor weisen sie auf den ersten Blick keine typischen Merkmale eines lyrischen Werkes auf, da weder einheitliches Versmaß, noch Reimschema zu erkennen sind. Die stark alternierende Anzahl der Silben und die unregelmäßige Anordnung der Kadenzen verstärken beim Leser den Eindruck der formalen Schlichtheit. Günter Eichs Inventur besteht aus „einfachen objektdeiktischen Sätzen in monoton wirkendem Reihungs- oder Wiederholungsstil[...]“, welche die Einfachheit des Gedichtes unterstreichen: „Dies ist meine Mütze, / dies ist mein Mantel / hier mein Rasierzeug“. (Im Folgenden wird die Versnummer in Klammern hinter dem Zitat angegeben. Es handelt sich dabei stets um Zitate aus dem Gedicht „Inventur“). Bei genauerer Betrachtung ist allerdings festzustellen, dass diese Simplizität ganz bewusst und mit „großem sprachkünstlerischem Raffinement[...]“ erzeugt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Wertewandels ein und legt das wissenschaftliche Interesse sowie die Zielsetzung der vergleichenden Analyse dar.

2. Allgemeine Umstände zur Zeit der Gedichte: In diesem Kapitel werden die historischen Hintergründe beleuchtet, die das Leben und die Weltanschauung der Dichter in der „Stunde 0“ und in der modernen Gesellschaft des Jahres 1996 prägten.

3. Formanalyse beider Werke im Vergleich: Dieser Abschnitt widmet sich den formalen Ähnlichkeiten und stilistischen Mitteln, welche die Gedichte trotz der zeitlichen Distanz miteinander verknüpfen.

4. Die Veränderung der Werte anhand beider Gedichte: Hier wird der inhaltliche Kern der Untersuchung durchgeführt, indem die unterschiedlichen Besitztümer und die damit verbundenen Wertvorstellungen direkt gegenübergestellt werden.

5. Fazit – Werte der heutigen Zeit: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt, um die heutige materielle Orientierung kritisch in Relation zur existentiellen Not der Nachkriegszeit zu setzen.

Schlüsselwörter

Wertewandel, Stunde 0, Günter Eich, Robert Gernhardt, Inventur, Literaturwissenschaft, Nachkriegszeit, Materialismus, Gedichtanalyse, Formanalyse, Identität, Gesellschaft, Konsum, Existenzialismus, Lyrik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Wandel der menschlichen Werte, indem sie zwei zeitlich weit auseinanderliegende Gedichte vergleicht, die das Thema Inventar und Besitz in den Mittelpunkt stellen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die historische Aufarbeitung der Nachkriegszeit, die Analyse literarischer Texte sowie die soziologische Betrachtung des Wertewandels von existenzieller Not hin zu materiellem Konsum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, durch den direkten Vergleich der Gedichte „Inventur“ und „Inventur 96“ aufzuzeigen, wie sich die Bewertung von Besitztümern und persönlichen Lebensumständen in unserer Gesellschaft über fünf Jahrzehnte hinweg verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die sowohl die formale Struktur der Gedichte als auch eine inhaltliche Interpretation der verwendeten Motive und Metaphern umfasst.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der historischen Rahmenbedingungen, eine formale Analyse der Gedichte sowie einen inhaltlichen Vergleich, der die unterschiedliche Bedeutung von Gegenständen in den beiden Werken herausarbeitet.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch die Begriffe Wertewandel, Konsumgesellschaft, Nachkriegsliteratur und Inventar-Motivik beschreiben.

Warum spielt die „Stunde 0“ eine so wichtige Rolle für das Verständnis von Eichs Gedicht?

Die „Stunde 0“ beschreibt eine Zeit, in der fast jeder materielle Besitz verloren ging, wodurch einfache Dinge des täglichen Bedarfs eine immens hohe existenzielle Bedeutung für das lyrische Ich erhielten.

Inwiefern unterscheidet sich die Bewertung des „Besitzes“ bei Gernhardt von der bei Eich?

Während bei Eich der Besitz ein Überlebensinstrument und Ausdruck einer fragilen Existenz ist, nutzt Gernhardt die Aufzählung moderner Technik, um eine materialistische, fast prahlerische Gesellschaft zu karikieren, in der das Eigentum zur Komfortzone geworden ist.

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Details

Title
Der Wertewandel zwischen der Nachkriegszeit und 1996
Subtitle
Die Gedichte "Inventur" von Günter Eich und "Inventur 96 oder Ich zeig Eich mein Reich" von Robert Gernhardt
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Germanistische Literaturwissenschaft)
Course
NDL II
Grade
1,0
Author
Clemens Brömel (Author)
Publication Year
2017
Pages
18
Catalog Number
V502369
ISBN (eBook)
9783346034229
ISBN (Book)
9783346034236
Language
German
Tags
Günther Eich Gedichtanalyse 2. Weltkrieg Wertewandel Robert Gernhardt Materialgesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Clemens Brömel (Author), 2017, Der Wertewandel zwischen der Nachkriegszeit und 1996, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502369
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