Die vorliegende Arbeit gibt Aufschluss darüber, welchen Einfluss die Megatrends auf unsere derzeitigen Ansprüche an den Arbeitsmarkt mit sich bringen. Einen grundsätzlichen Beitrag zu einem funktionierenden Feel Good Management ist eine von Transparenz und Partizipation geprägte Führung. Die grundsätzliche Frage dieser Thesis ist, ob das Konzept des Feel Good Managements auf soziale Berufe übertragbar ist und wie mögliche positive Auswirkungen der Mitarbeiterzufriedenheit beziehungsweise Mitarbeitermotivation die Unternehmensproduktivität nachhaltig steigern können. Im Zuge des Fachkräftemangels hat sich das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer drastisch verschoben. Entgegen der früheren Betrachtungsweise aus Unternehmensperspektive, in dem sich der Arbeitgeber die Fachkräfte frei aussuchen konnten, muss die Attraktivität der Organisation mittlerweile aufrechterhalten, und stetig gesteigert werden, um sich so im Wettbewerb profilieren zu können. Die Unternehmenskultur ist in diesem Kontext von erheblicher Bedeutung. Die vorliegende Arbeit ermittelt, ob der Unternehmenserfolg auch in sozialen Unternehmen durch die Implementierung eines Feel Good Managers langfristig gesteigert werden kann.
Mitarbeiter/innen streben in der heutigen Zeit nicht primär nach dem Wunsch, gegen eine finanzielle Entlohnung einen Beruf auszuüben. Vielmehr steuern sie auf ein weitreichenderes Ziel, welches das Glück in den Fokus stellt, hinaus. Sie streben nach der inneren Erfüllung. Um dieses Ziel zu verwirklichen, wurde die Begrifflichkeit des Feel Good Managements implementiert. Maßgeblich geprägt wurde dieses Konzept durch den Internetgiganten Google.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 FEEL GOOD MANAGEMENT – BEGRIFFSDEFINITION
2.1 Der Feel Good Manager – Mehr als Obstkörbe und Blumenvasen
2.1.1 Positive Psychologie
2.1.2 Salutogenese – Die Entstehung der Gesundheit
2.1.3 Resilienz
2.1 Ziel des Feel Good Managements
2.1.3 Was macht eine gute Teamarbeit aus – am Beispiel einer sozialpädagogischen Einrichtung?
2.1.3.1 Gelungene Kommunikation
2.1.3.2 Erfolgreiche Organisation
2.1.3.3 Soziale Konflikte
2.2 Die Herkunft – und was hat Google damit zu tun?
2.2.3 Glück als Unternehmensziel
2.2.4 Motivation und ihre ansteigende Bedeutung
3 DER STETIG STEIGENDE DRUCK
3.1 Fachkräftemangel
3.2 Demografischer Wandel
3.3 Digitalisierung
3.4 Wertewandel
3.4.3 Unternehmenskultur
3.4.4 Werte
4 IN RICHTUNG MODERNE FÜHRUNG
4.1 Agile Führung
4.2 Transformationale Führung und transaktionale Führung
4.3 Authentische Führung
5 KRITIK AM FEEL GOOD MANAGEMENT
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht, ob das aus der IT-Branche stammende Konzept des Feel Good Managements auf soziale Einrichtungen übertragbar ist und wie es durch die aktive Verbesserung des Mitarbeiterwohlbefindens den Unternehmenserfolg nachhaltig steigern kann.
- Grundlagen des Feel Good Managements und dessen Einflussfaktoren
- Herausforderungen in sozialen Einrichtungen (Fachkräftemangel, Druck, Belastung)
- Bedeutung von Unternehmenskultur, Werten und moderner Führung
- Analyse der Übertragbarkeit auf sozialpädagogische Arbeitskontexte
- Kritische Reflexion des Konzepts im Hinblick auf Arbeitszufriedenheit
Auszug aus dem Buch
2.1.3.1 Gelungene Kommunikation
Die Kommunikation ist ein essentielles Werkzeug für funktionierende Teamarbeit. „Sowohl verbal als auch nonverbal, bewusst oder unbewusst geben Personen weiter, was sie meinen, denken oder fühlen bzw. nehmen Informationen aus ihrer Umwelt wahr.“ (Traut-Mattausch; Frey 2011, S. 162) In der täglichen Routine wird deutlich, dass Kommunikation zwar angewandt wird, der fachliche Hintergrund den einzelnen Akteuren jedoch unbekannt ist (vgl. Weber; Herrmann 2003, S. 11). Kommunikation ist von persönlichen Beweggründen und der Motivation des Senders geprägt. So lässt sich durch den interaktiven Austausch untereinander schnell feststellen, welches Motiv sich hinter dem Kontaktaufbau verbirgt (vgl. Lüscher 1988, S. 15).
Eine Interaktion findet auch nonverbal statt. Sie stärkt die verbale Aussage positiv oder negativ. So wird deutlich, dass „…Mimik (Gesichtsausdruck), Blickkontakt, Gestik, Klang der Stimme, Körperhaltung und -bewegung, Verwendung von Berührung und räumliche Distanz…“ (Traut-Mattausch; Frey 2011, S. 164 f.) eine elementare Rolle in der Interaktion spielen. Nonverbale Kommunikation kann unserem Gegenüber die eigene Gefühlslage näherbringen. Dies lässt sich über die Körpersprache mitteilen und fällt unter die Kategorie der emotionalen Kommunikation. Zudem besteht durch die emotionale Kommunikation die Option, anhand der Körperbewegung und der Körperberührung zu ermitteln, wie die Selbstsicherheit unseres Gegenübers ist. Diese Reaktion kann die Interaktion einschränken (vgl. Lüscher 1988, S. 15 f.).
Auch situative Beeinflussungen positiver wie auch negativer Situationen können die Kommunikation beeinflussen. Die interpersonelle Kommunikation hat im Alltäglichen einen hohen Stellenwert, da sie maßgeblich zum Erreichen gesteckter Persönlichkeits- und/ oder Gruppenziele notwendig ist, die wiederum die Zufriedenheit der Mitarbeiter aktiv beeinflussen können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Mitarbeiterzufriedenheit und des Feel Good Managements im Kontext aktueller gesellschaftlicher Megatrends.
2 FEEL GOOD MANAGEMENT – BEGRIFFSDEFINITION: Definition und Herleitung des Begriffs sowie Vorstellung prägender Ansätze wie Positiver Psychologie und Resilienz.
3 DER STETIG STEIGENDE DRUCK: Erläuterung der externen Megatrends wie Fachkräftemangel und demografischer Wandel, die den Druck auf moderne Organisationen erhöhen.
4 IN RICHTUNG MODERNE FÜHRUNG: Betrachtung moderner Führungsansätze, die für ein erfolgreiches Feel Good Management innerhalb sozialer Unternehmen notwendig sind.
5 KRITIK AM FEEL GOOD MANAGEMENT: Kritische Auseinandersetzung mit dem Nutzen und den praktischen Grenzen des Konzepts in der sozialen Arbeit.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Fazit der Autorin über die Anwendbarkeit des Feel Good Managements in sozialen Institutionen und zukünftige Handlungsperspektiven.
Schlüsselwörter
Feel Good Management, Mitarbeiterwohlbefinden, Unternehmenserfolg, Soziale Arbeit, Unternehmenskultur, Führung, Motivation, Fachkräftemangel, Kommunikation, Resilienz, Salutogenese, Positive Psychologie, Arbeitszufriedenheit, Teamarbeit, Megatrends.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob das Konzept des Feel Good Managements aus der Wirtschaft erfolgreich in soziale Unternehmen übertragen werden kann, um dort Arbeitszufriedenheit und Produktivität zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Feel Good Managements, psychologische Grundlagen wie Salutogenese und Resilienz sowie die Auswirkungen von Megatrends auf die moderne Arbeitswelt.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt, ob Feel Good Management ein praktikables Konzept ist, das durch aktive Zufriedenheitsverbesserung der Mitarbeiter auch im sozialen Bereich den Unternehmenserfolg nachhaltig fördern kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Konzepte (Positive Psychologie, Führungstheorien) auf den sozialen Sektor anwendet und durch Interviews mit Fachkräften aus der Praxis ergänzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Begriffsdefinitionen, die Rolle des Feel Good Managers, aktuelle Herausforderungen wie den Fachkräftemangel und verschiedene Führungsstile, die mit dem Konzept harmonieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Feel Good Management, Mitarbeiterwohlbefinden, Unternehmenskultur, Soziale Arbeit, Führung, Fachkräftemangel und Arbeitszufriedenheit.
Warum ist das Feel Good Management speziell für den sozialen Sektor relevant?
Soziale Berufe sind hohen psychischen Belastungen ausgesetzt. Ein Feel Good Manager kann hier als Unterstützung fungieren, um das Team zu entlasten, Kommunikation zu verbessern und so die Fluktuation zu senken.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei Google für das Konzept?
Google dient als Vorbild, da das Unternehmen die Bedeutung von Transparenz, Mitsprache und Mitarbeiterbindung früh erkannt und in die Firmenphilosophie integriert hat.
- Quote paper
- Isabel Kloppmann (Author), 2019, Feel Good Management. Mitarbeiterwohlbefinden und Unternehmenserfolg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502371